Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Daena Zinßmeister: Das Auge von Licentia.

Auge von licentia

Details:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Arena
Erschienen: 8. September 2017

Inhalt:
Jonata lebt mit ihrer Familie in der Mittelaltersiedlung Licentia. Smartphones, den Supermarkt um die Ecke, all das kennt sie nicht, ahnt noch nicht mal von deren Existenz. Und schon gar nicht weiß sie, dass „Licentia“ in Wahrheit eine Fernsehshow ist, und die ganze Welt ihr und den anderen Bewohnern Licentias zusieht – jeden Tag, schon seit Jahren. Erst, als sie auf Tristan trifft, einen Jungen aus dem verfeindeten Clan der Wolfsbanner, kommen die Lügen und Geheimnisse ihres Dorfs langsam ans Tageslicht, und Jonata wird für manche Dorfbewohner zu einer Bedrohung …

Meine Meinung:
Was mich von Anfang an neugierig auf das Buch gemacht hat, war die außergewöhnliche und spannende Idee der Geschichte. Die Mischung aus einer mittelalterlichen Welt zusammen mit einer Fernsehshow ist einfach ein super Konzept. Ich habe mich ehrlich gesagt ein klein wenig an „Die Tribute von Panem“ erinnert gefühlt und hätte auch gewünscht, dass die Geschichte ein wenig in diese Richtung geht.

Leider konnte mich die Umsetzung des Ganzen nicht so überzeugen, wie ich das gedacht hätte, denn die guten Ideen wurden leider eher oberflächlich angerissen und es ging nicht wirklich in die Tiefe. Ich hätte mir einfach mehr Details und Hintergrundwissen zu Licentia, dem Leben dort und auch der ganzen Fernsehshow gewünscht. Man hätte hier definitiv noch mehr herausholen können und das Buch auch für älteres Publikum spannender gestalten.

Denn so wie es ist, eignet sich der Roman meiner Meinung nach eher für jüngere Leser. Angefangen damit, dass mir die Spannung gefehlt hat, da die Handlung für mich doch recht vorhersehbar war bis hin zur Liebesgeschichte, die ich nicht als sehr emotional empfunden habe. Ich denke aber, dass ein jüngeres Zielpublikum das als nicht so schlimm empfinden würde.

Fazit:
Eine tolle Idee, deren Umsetzung mich nicht so richtig überzeugen konnte. Vielleicht ist es einfach eher für jüngere Leser gemacht, denn die Ansätze sind auf jeden Fall vielversprechend. 5 lila Punkte


Sandra Regnier: Die magische Pforte der Anderwelt.

Pforte der Anderwelt

Details:
Seitenzahl: 336 Seiten
Verlag: Carlsen
Erschienen: 29. September 2017

Inhalt:
Die unterirdischen Gassen Edinburghs sind für die 16-jährige Allison nichts weiter als eine Touristenattraktion. Bis sie bei einer Führung mit ihrer Schulklasse aus Versehen eine mysteriöse Pforte öffnet und unsägliches Chaos anrichtet. Denn von nun an heftet Finn sich an ihre Fersen, der zwar verdammt gut aussieht, aber leider ziemlich arrogant ist und obendrein behauptet, ein Elfenwächter zu sein. Er verlangt von Allison, das Tor zur magischen Welt wieder zu schließen. Doch wie soll sie das anstellen, wenn sie noch nicht mal an die Existenz von Elfen glaubt?

Meine Meinung:
Ich muss vorweg nehmen, dass ich vor etwas mehr als drei Jahren die Pan-Trilogie gelesen habe und sie wirklich gut fand. Ich war ein Fan und habe seitdem alles gelesen, das von Sandra Regnier veröffentlicht wurde.
Zweifellos schreibt sie wunderbare Jugendromane, die gerade für ein etwas jüngeres Publikum wie gemacht sind. Abenteuer, Probleme, mit denen sich Jugendliche herumschlagen, und eine gehörige Portion Fantasy ergeben zusammen mit tollpatschigen und lustigen Figuren eine wirklich gelungene Mischung.

Das war hier nicht anders, deshalb denke ich, dass alle, die vor kurzem die Pan-Trilogie gelesen haben, auch hier auf ihre Kosten kommen werden. Mir persönlich ist nur aufgefallen, dass ich gerade nicht mehr so viel mit diesem Buch anfangen konnte wie noch vor drei Jahren der Fall gewesen wäre. Vermutlich bin ich inzwischen zu „alt“ und stelle einfach andere Ansprüche an einen Roman. Das soll aber in keiner Form bedeuten, dass das Buch schlecht ist! Denn das ist es absolut nicht. Es ist toll geschrieben und die Autorin ist nicht ohne Grund so erfolgreich.

Was mich persönlich (nicht zum ersten Mal) an der Geschichte von Sandra Regnier etwas stört, ist das Bild, das den Jugendlichen vermittelt wird. Gutes Aussehen scheint sehr wichtig und erstrebenswert – und auch, wenn das leider durchaus in der Gesellschaft verankert ist und die jungen Protagonisten sicherlich darüber nachdenken, finde ich es doch wichtig, dass das Thema ein wenig anders behandelt wird. Würde ich nur dieses Buch kennen, würde ich darauf gar nicht hinweisen, da es hier nicht so auffällt wie anderswo, aber da ich wie gesagt alle der Autorin gelesen habe, sehe ich einfach eine klare Tendenz, die ich für ein Jugendbuch bedenklich finde.

Gegen Ende hin nimmt die Geschichte um Finn und Allison richtig Fahrt auf und wird wirklich spannend, doch über weite Strecken fand ich die Handlung doch eher ein wenig zu ruhig. Aufgelockert wurde das Ganze durch teilweise witzige Szenen, lustige Sprüche und so weiter, doch mir persönlich hat ein bisschen mehr Spannung gefehlt und auch etwas mehr Tiefe bei den Figuren.

Schön fand ich hingegen, dass man wieder in das Universum der Pan-Reihe eintauchen kann, die eine der ersten war, die ich damals auf meinem e-Reader gelesen habe. Es ist toll auf vertraute Figuren zu treffen und zu sehen, wie es ihnen ergangen ist und so weiter.
Auch das Setting will ich nochmal extra betonen, denn Schottland und gerade der mystische und wirklich spannend gewählte Teil, der hier im Fokus steht, haben mich wirklich überzeugt. Die vermittelte Atmosphäre ist einfach klasse und wird sehr gut beschrieben.

Für mich ist „Die magische Pforte der Anderwelt“ ein nettes Buch, das mich allerdings nicht so wirklich vom Hocker reißen konnte.
Ob es wie oben erklärt daran liegt, dass ich der Zielgruppe inzwischen schlicht und ergreifend entwachsen bin oder nicht, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aufgrund der vielen positiven Rezensionen, gehe ich aber davon aus, dass es wohl daran liegen wird. Ich bin mir sehr sicher, dass es noch viele, viele weitere ganz begeisterte Leser geben wird, auch wenn ich jetzt nicht völlig überzeugt wurde.

Fazit:
Eine schöne Geschichte rund um das Universum der Pan-Trilogie, die wirklich gute Ideen aufweist, mich aber nicht so ganz erreichen konnte. 6 lila Punkte


Heather Demetrios: Nalia, Tochter der Elemente. Der Jadedolch.

Nalia

Details:
Seitenzahl: 496 Seiten
Verlag: dtv
Erschienen: 13. Oktober 2017

Inhalt:
Luxus, Eleganz und der Glamour Hollywoods, das ist die Welt der 18-jährigen Nalia. Trotzdem ist ihr einziges Ziel zu fliehen. Denn sie ist eine Dschinn und als Sklavin des geheimnisvollen Malek Alzahabi auf der Erde gefangen. Ihre wahre Heimat ist Ardjinna, doch im Zuge eines grausamen Umsturzes wurde sie auf die Erde verschleppt. Sie dient Malek und ist an ihn gebunden, bis er seinen dritten Wunsch ausspricht. Doch das tut er nicht, denn er will sie keinesfalls gehen lassen. Er hat sich in sie verliebt. Dann taucht plötzlich Raif auf, Rebellenführer aus Ardjinna. Gegen ihren Willen fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Er kann ihr Band zu Malek lösen. Doch das hat natürlich seinen Preis …

strong>Meine Meinung:
Der Start ins Buch ist mir leicht gefallen, denn es fängt spannend und mitreißend an. Ich mag es, wenn ein wenig Action gleich zu Anfang geboten wird, sodass ich gut in die Geschichte reingekommen bin.
Dazu kommt, dass die Atmosphäre des Buchs richtig lebendig rüberkam und mich anfangs fesseln konnte. Dieses Düstere, Gefährliche, hat mich wirklich überzeugen können.

Auch der Weltenentwurf und die Aufteilung der Dschinn und so weiter hat mir hervorragend gefallen. Es war durchdacht, stimmig, komplex und – auch wenn es anfangs ein wenig verwirrend war aufgrund der für unsere Ohren fremd klingenden Namen – spannend. Man wollte als Leser mehr darüber erfahren, mehr Hintergründe, mehr Informationen – und genau das bekommt man auch bis zum Ende dieses ersten Bandes.

Jetzt kommen wir aber leider zum großen ABER. Denn abgesehen davon, dass die teilweise schon sehr brutalen Beschreibungen in meinen Augen nicht in der Form benötigt gewesen wären, ist die Handlung nach dem super Anfang leider stark abgeflaut. Sie war für mich wirklich sehr, sehr, sehr zäh zu lesen teilweise, denn sie kam über weite Strecken gar nicht vorwärts. Es gab viele Szenen, in denen im Grunde gar nichts passiert, was ich in geringem Maß gut und auch wichtig finde, aber hier wurde es mir manchmal doch zu viel vom auf-der-Stelle-Treten.

Dadurch konnte mich das Buch leider auch nicht so überzeugen, wie die grandiose Idee dahinter, die Welt der Dschinn in die unsere zu verfrachten und mit unserer Moderne zu verschmelzen, es eigentlich hätte tun können. Wir haben hier meiner Meinung nach einen starken Anfang, ein starkes Ende, aber ein eher zähen Mittelteil.

Fazit:
Eine tolle Idee und die mitreißende Atmosphäre können leider nicht über die streckenweise wirklich zähe Handlung hinwegtäuschen, bei der in meinen Augen nicht wirklich viel vorwärts ging. 6 lila Punkte


Miriam Rademacher: Banshee Livie 1. Dämonenjagd für Anfänger.

Banshee Livie

Details:
Seitenzahl: 370 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 13. Oktober 2017

Inhalt:
So hat sich Livie ihren Tod nicht vorgestellt. Sie bekommt einen Job, der aus Heulen und Scharade besteht, einen altklugen Kollegen mit sexy Stimme, aber ohne Gesicht und eine staubige Dachkammer ohne Internetanschluss. Livie ist jetzt die Banshee von Schloss Harrowmore und hat in ihrer Rolle als Schutzgeist die Aufsichtspflicht über eine der tollpatschigsten Familien Englands. Als dann auch noch ein nachtragender Dämon auftaucht, um eine uralte Rechnung zu begleichen, ist Livies Tod endgültig aufregender als es ihr Leben jemals war.

Meine Meinung:
Was ich richtig toll fand, war die Idee hinter der Geschichte. Etwas in der Art habe ich noch nie gelesen, deshalb fand ich es wirklich innovativ.
Darüber hinaus schafft die Autorin hier eine ganz zauberhafte und wundervolle Stimmung, die direkt auf den Leser überspringt. Diese herrliche Atmosphäre passt einfach großartig zu dem Setting des englischen Schlosses. Man fühlt sich richtig wohl – wie man es auch im echten Leben auf dem Anwesen mit der herrlich verrückten Familie Harrowmore tun würde.

Livie ist mir so sympathisch, dass ich sie gleich ins Herz geschlossen habe. Sie ist so süß und ein wenig tollpatschig, was sie nur noch sympathischer gemacht hat. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es noch ein wenig mehr in die Tiefe gegangen wäre. Dass man noch mehr von Livies Seelenleben und Gefühlen mitbekommen hätte.

Das war leider generell das, was mich am meisten gestört hat an dem grundsätzlich schönen Buch. Denn gerade die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Emotionen und die Entwicklung der Charaktere blieb für mich leider etwas zu oberflächlich beschrieben. Hier hat etwas mehr Tiefe gefehlt, um mich völlig überzeugen zu können.
Vor allem die Liebesgeschichte war für mich nicht nachvollziehbar und konnte mich daher leider auch nicht berühren.

Die Handlung kam mir teilweise auch etwas zäh vor, da sie sich oftmals auf der Stelle bewegt hat und nicht wirklich vorankam. Aber – um jetzt noch etwas Positives zu sagen – dafür war die Handlung einfach so richtig charmant. Livie habe ich ja schon erwähnt, aber auch die Harrowmores sind einfach herrlich sympathisch und ein wenig durchgeknallt. Es war wirklich eine Freude, sie kennenlernen zu dürfen und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.

Fazit:
Auch wenn mir die Tiefe gefehlt hat, war „Banshee Livie“ insgesamt ein sehr atmosphärisches Leseerlebnis, das mir gut gefallen hat. Sympathische Figuren und eine wirklich schöne Hintergrundidee überzeugen definitiv auf ganzer Linie. Nur der zwischenmenschliche Aspekt kommt in meinen Augen leider wirklich zu kurz. Deshalb 7 lila Punkte.


Amy Tintera: Die Legende der vier Königreiche 1. Ungekrönt.

Legende der vier Königreiche

Details:
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: Harper Collins
Erschienen: 9. Oktober 2017

Inhalt:
Einst waren die vier Königreiche geeint. Nun herrschen Krieg und Zerstörung. Die Eltern von Emelina, der Prinzessin von Ruina, wurden vom König des Nachbarreiches Lera umgebracht und ihre Schwester verschleppt. Emelina will Vergeltung! Ihr Plan ist so grausam wie genial. Erst tötet sie die Verlobte von Casimir, dem Thronfolger von Lera, dann nimmt sie deren Platz ein. Am Hofe des Feindes will sie den König und alles, was ihm teuer ist, auslöschen – auch Casimir. Aber je mehr Zeit sie mit dem Prinzen verbringt, desto mehr will ihr Herz ihr Vorhaben vereiteln …

Meine Meinung:
Die grundsätzliche Idee des Buches finde ich super. Es gab viele, sehr, sehr, sehr spannende Momente, die mich mitgerissen haben und eine gehörige Portion Spannung reingebracht haben.
Allerdings gab es im ersten Teil des Romans teilweise eher zähe Passagen, sodass sich die Handlung hier dann ein wenig gezogen hat.

Was mich am meisten gestört hat, war aber die Tatsache, dass man einfach in diese völlig fremde Welt geworfen wird. Ich hätte mir hier mehr Hintergrundinfos gewünscht, sodass ich mich besser im Geschehen zurecht finden kann – aber irgendwie wurde alles immer nur eher oberflächlich angerissen. Tiefe und weiterreichende Infos hätte ich wirklich toll und hilfreich gefunden. Über Strukturen der Ruined früher, über das normale Leben und die Menschen usw. Ausführlich wurde eigentlich nur immer wieder betont, wer nun wen umgebracht hat und wer deshalb wen hasst.

Die Liebesgeschichte hingegen fand ich wirklich toll. Sie lässt sich Zeit und es handelt sich nicht um „Liebe auf den ersten Blick“. Die Liebe muss sich hier entwickeln, kämpfen und wachsen – das macht sie für mich authentischer, nachvollziehbarer und auch mitreißender zu lesen. Das – und die Figuren, die ich ebenfalls gelungen fand – hat die Autorin auf jeden Fall sehr gut umgesetzt.

Gerade gegen Ende wurde es nochmal so richtig spannend und man wollte unbedingt weiterlesen. So warte ich jetzt auch sehnsüchtig auf die Fortsetzung, da ich sehr gespannt bin, wie sich die Geschichte noch entwickeln wird, denn das ist alles andere als klar.

Fazit:
Ein Buch mit wirklich viel Potenzial, das noch nicht zu 100 Prozent ausgeschöpft wurde, da mir persönlich vor allem die Hintergrundinformationen fehlen. Trotzdem war die Geschichte sehr spannend und hat mich gefesselt – ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, in dem hoffentlich viele Fragen beantwortet werden. 8 lila Punkte


Jennifer Estep: Hot Mama (Bigtime 2).

Hot Mama

Details:
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Piper
Erschienen: 2. Oktober 2017

Inhalt:
Fiona Fine ist die heißeste Fashion-Designerin in Bigtime, New York. Buchstäblich. Denn nach Feierabend wird Fiona zu Fiera, einer Superheldin mit Feuerkräften. In letzter Zeit musste Fiona viel durchmachen, besonders der Tod ihres Verlobten macht ihr zu schaffen. Aber sie will sich nicht unterkriegen lassen und neu anfangen, daher scheint es gutes Karma zu sein, als Fiona den sexy Geschäftsmann Johnny Bulluci auf der Hochzeit einer Freundin kennenlernt. Nur leider tauchen neue Superschurken auf und crashen die Hochzeit. Fiona weiß nicht, worauf sie aus sind, aber wenn sie es nicht herausfindet, ist sie diejenige, die dieses Mal in Flammen aufgehen könnte …

Meine Meinung:
Den Vorgänger der Reihe hat mir richtig gut gefallen, weil ich das Thema Superhelden toll finde und die Umsetzung lustig war. Ich hatte in Band 1 das Gefühl, das sehr Offensichtliche (wer welcher Held ist, wer die Schurken sind usw) wird absichtlich so direkt für den Leser gezeigt, weil die Autorin mit den Klischees spielt.
Aber leider war das hier in der Fortsetzung war das leider nicht mehr so.

Wieder war es von Seite eins an gefühlt klar, wer welcher Held ist usw. Es wird so offensichtlich dargestellt, dass man als Leser gar nicht anders konnte als es zu kapieren. Selbst wenn man nicht will. 😀
Nur fand ich es dieses Mal leider nicht sympathisch oder lustig, sondern einfach nur extrem nervig. Die Protagonistin Fiona Fine alias Fiera braucht EWIG, um die Zusammenhänge zu verstehen – was unterhaltsam hätte sein können, aber da das im Mittelpunkt stand und sich die ganze Zeit alles nur darum drehte, hat es mich leider sehr gelangweilt.
Dasselbe Spiel noch einmal später im Buch bei der Entlarvung der Bösewichte.
In Band 2 hat die Handlung für mich nicht mehr das Witzige und Leichte aus dem Vorgänger, sondern wurde für mich teilweise sehr zäh aus den oben genannten Gründen.

Positiv hingegen fand ich die Liebesgeschichte und den männlichen Protagonisten wirklich gelungen. Auch wenn Fiona manchmal anstrengend sein konnte, mochte ich sie gern und fand sie eigentlich ziemlich sympathisch. Die Nebenfiguren kommen ein wenig zu kurz und bleiben eher flach beschrieben, aber da ich davon ausgehe, dass es hier um eher nette Unterhaltung geht und nicht um einen tiefschürfende Themen, finde ich das okay.

Und auch der Sprachstil von Jennifer Estep gefällt mir wie immer wirklich gut. Die Autorin kann einfach toll schreiben, weshalb ich ein großer Fan bin. Nur die Umsetzung war hier nicht ganz so gelungen wie sonst.

Fazit:
Die leider doch sehr offensichtliche Handlung ohne Überraschungen lässt das Buch recht zäh wirken und raubte ihr ziemlich viel Spannung. Der Humor und das Spiel mit den Klischees aus Band 1 fehlt hier etwas, worüber auch der tolle Sprachstil und die sympathischen Protagonisten nicht hinweg täuschen können. Ich hoffe dann einfach wieder auf ihr nächstes Buch, das mich sicherlich wieder mehr überzeugen kann. 5 lila Punkte


Anke Unger: Sog der Finsternis (Die Chroniken der Götter 3).

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Details:
Seitenzahl: 278 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 28. September 2017

Inhalt:
Als die Magierin Areshva erfährt, dass sie Seelen opfern muss, um die Göttin des Lichts wieder an die Macht zu bringen, ist sie hin- und hergerissen zwischen dem verzweifelten Verlangen nach Licht in ihrem Leben und dem gefährlichen Sog der Finsternis. Den Kampf in ihrem Inneren vermag allein Fürst Silvrin von Aravenna zu beenden – der Mann, der ihr Herz zum Rasen bringt. Eingekerkert von niemand Geringerem als ihrem Vater kann nur die temperamentvolle Magierin ihn befreien…

Meine Meinung:
Ich finde es bei Reihen immer toll zu beobachten, wie sich ein Autor weiterentwickelt, wie die Figuren sich verändern, reifen und dem Umständen entsprechend verändern.
Bei den „Chroniken der Götter“ kann ich eine solche Entwicklung auf jeden Fall in jedem Bereich erkennen, was ich einfach großartig finde.

Zum einen wäre da der Schreibstil.
Wie ich schon bei den Rezensionen zu Band 1 und 2 geschrieben habe, hat mich Anke Ungers Art zu erzählen von Anfang an fasziniert. Ihr Erzählstil ist so anders, einzigartig und besonders, dass man ihn unter hunderten wiedererkennen würde. Er passt wunderbar zu High Fantasy und transportiert genau die Stimmung, die diese Reihe braucht.
Ich kann den Stil gar nicht wirklich beschreiben, man muss ich einfach erleben, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Doch wie oben erwähnt, sehe ich auch hier eine Entwicklung. Der Stil geht immer mehr in die Tiefe, vermittelt die Emotionen jetzt besser als im ersten Teil und wirkt auf mich jedes Mal noch flüssiger.

Figuren und Handlung:
Auch die Figuren entwickeln sich weiter und zeigen uns verschiedene Facetten von sich.
Gerade Areshva fand ich sehr überzeugend, da sie oft Dinge tut, die man nicht tun sollte, weil sie nicht perfekt ist und Fehler macht. Sie hat eine dunkle Seite und das gefällt mir besser als eine Protagonistin, die auf Teufel komm raus als strahlende Heldin dargestellt werden soll.

Mein persönlicher Liebling ist ja Silvrin, muss ich gestehen. 😉 Er kommt mir ein wenig zu kurz in diesem Band, aber ich hoffe natürlich, wieder mehr von ihm in Band 4 lesen zu dürfen.

Die Handlung ist düster, ernst und es herrscht immer eine gewisse Grundspannung. Ich hätte mir manchmal noch mehr einen klaren roten Faden gewünscht, aber ich wurde auch so wirklich gut unterhalten. Gerade, weil ich der Autorin zutrauen würde, dass ihre Figuren noch so richtig leiden müssen und sie da nicht zimperlich ist. Das trägt natürlich wahnsinnig zur Spannung bei, weil man wirklich nicht weiß, was noch alles passieren könnte.

Fazit:
Ein wirklich gelungener dritter Teil der Reihe um die „Chroniken der Götter“, der wieder mit dem herausstechenden Sprachstil punkten kann und mit der Weiterentwicklung der Figuren und der Tiefe. Ich bin schon sehr gespannt auf Band 4! 8 lila Punkte


Sylvia Steele: Die Immergrün Saga 2. Trügerische Gegenwart.

Immergrün 2

Details:
Seitenzahl: 450 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 5. Oktober 2017

Inhalt:
»Was willst du machen? Mich mit deiner Macht bekämpfen? Hör auf dich zu wehren und lass es einfach zu!« Nach Davids furchtbarem Verrat hat die gerade erst zur Königin aufgestiegene Alisha ihre Emotionen komplett ausgeschaltet. Nichts kann mehr an sie herankommen, nicht einmal der Geist ihrer Vorfahrin Evelina. Nur Finn schafft es schließlich, die fest errichtete Mauer ihres Herzens zu durchbrechen. Als dann auch noch David vor ihr steht, geraten ihre wiedergewonnenen Gefühle völlig durcheinander und ihre Welt aus den Fugen. Alisha muss beginnen alles zu hinterfragen und sich gleichzeitig auf einen Kampf vorbereiten, der über das Schicksal ihrer Welt entscheiden wird… Denn die Geheimnisse liegen nicht nur in der Vergangenheit, sondern direkt vor ihr.

Meine Meinung:
Sprache:
Ich LIEBE diesen Schreibstil einfach. Er ist so unfassbar einfühlsam, emotional und trifft mich jedes Mal wieder direkt ins Herz. Das schaffen nicht allzu viele Autoren bei mir, aber Sylvia Steele jedes Mal wieder und mit jedem Buch noch mehr.
Für mich ist das hier New Adult vom Feinsten und ich sage das ständig, aber ich würde mir unglaublich sehr auch einen reinen New Adult-Roman von der Autorin wünschen. Denn dass ich den lieben werde, daran besteht für mich eigentlich gar kein Zweifel.

Figuren:
Ich liebe auch die Figuren, die toll gezeichnet wurden und richtig authentisch und real wirken. Man hat das Gefühl, man lernt die Charaktere kennen, denn sie haben Tiefe und sind nicht nur oberflächlich beschrieben. Das können auch nicht alle Autoren und es ist für mich ein sehr großer Pluspunkt, weshalb ich die Reihe so liebe.

Handlung:
Aber auch mit Fantasy hat sie es einfach drauf. Es gibt interessante Wendungen, die man so vielleicht erwartet hätte, tolle Elemente und es herrschte auch eine gewisse Grundspannung.
Vielleicht hätte ich mir hin und wieder ein bisschen mehr Action gewünscht, aber das war okay.

Insgesamt steht das Emotionale im Vordergrund und es wird in ein fantastisches Setting gebettet, das sozusagen die Kirsche auf der Sahne darstellt. Man bekommt nicht nur tolle und authentische Gefühle und zwischenmenschliche Beziehungen, sondern eben auch den Fantasy-Aspekt, der die nötige Spannung mit hineinbringt. Für mich ist es wirklich sehr gelungen.

Fazit:
Tolle New Adult-Fantasy, die vor allem mit dem großartigen Sprachstil punkten kann. Die Autorin versteht es, echte Gefühle beim Leser zu erzeugen und ihn völlig in die Geschichte zu ziehen. Zwar hätte ein klein wenig mehr Action nicht geschadet, doch das Gesamtpaket hat mir hier einfach wunderbar gefallen. 9 lila Punkte


Happy Birthday Dark Diamonds

DD

DD groß

 

Schon seit einem Jahr verzaubert uns Dark Diamonds mit wundervoller Fantasy aus dem New Adult-Bereich. Jay`s Mixtape hat deshalb diese tollte Aktion ins Leben gerufen, um das Dark Diamonds-Jahr nochmal Revue passieren zu lassen.

Da mache ich natürlich sehr, sehr, sehr gern mit! 🙂

 

1. Der erste Diamant, den ich gelesen habe

call-it-magic

Ich habe damals mit der Reihe von Cat Dylan/Laini Otis losgelegt und durfte das tolle Buch gemeinsam mit der Autorin und ein paar anderen Lesern auf Facebook lesen. Das war eine tolle Erfahrung und ich verfolge die Reihe noch immer total gern. <3

 

2. Das schönste Cover

snowfyre

Ich LIEBE dieses Cover! Das ist für mich das absolut schönste von all den wundervoll funkelnden Diamanten. 😉

 

Cover

Und auch mein eigenes Cover finde ich einfach schön. Der zweite Band von „Hidden Hero“ hat es mir total angetan, gerade weil er lila ist. Die Schrift, die Ranken – ich finde dieses Cover einfach schön und bin glücklich, dass es mir geschenkt wurde.

 

3. Der beste Titel

Melody of Eden 2

Vom Namen her finde ich diesen Titel einfach genial. Weil er als reiner Buchtitel einen wunderschönen Sinn ergibt – und weil noch mehr dahinter steckt. Hier ist einfach alles toll durchdacht, weshalb ich als Titel diesen als Favoriten nennen würde.

 

4. Dieser Schreibstil hat mich verzaubert.

Ravens blood

Ich liebe den Schreibstil von Sylvia Steele einfach. Wie sie Gefühle transportiert ist für mich einfach Weltklasse und ich hoffe so sehr, eines Tages einen reinen New Adult-Roman von ihr lesen zu können.

 

5. Hat mich nachhaltig bewegt.

Without worlds

Ich glaube, hier muss man einfach dieses Buch wählen! Kerstin schafft es, den Leser total zu flashen und auch auf lange Sicht im Gedächtnis zu bleiben. Ein mutiges und ganz besonderes Buch!

 

6. Bester Bookboyfriend

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Aster!!!!!!
Als erstes ist mir hier einfach sofort Aster eingefallen. Er ist einfach der Hammer und ich bin ein riesiger Fan. *-* Meins!

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Aber auch Kjell aus „Witches of Norway“ liebe ich total. Leider hat Jennifer auf der Leipziger Messe schon klargestellt, dass er ihr gehört. Mist! 😀

Jäger der Götter cover

Ja, ich kann mich nicht festlegen, sorry. Aber ich finde einfach auch Kaleb so gelungen, dass er hier noch dazu kommen muss. 😉


Mein Lesemonat September 2017

1. Christian Handel: Rosen und Knochen. Die Hexenwald-Chroniken 1. – Rezension gibt es HIER

2. Anna Pfeffer: New York zu verschenken. – Rezension gibt es HIER

3. Nicole Gozdek: Magie der Lügen. – Rezension gibt es HIER

4. Teresa Sporrer: Chaosliebe. – Rezension gibt es HIER

5. Tessa May: Küss die Diebin, wenn du kannst. – Rezension gibt es HIER

6. Annie Laine: Cinderellas Princess. – Rezension gibt es HIER

7. Fanny Bechert: Countdown to Noah 1. Gegen Bestien. – Rezension gibt es HIER

8. Jennifer Alice Jager: Empire of Ink 2. – Rezension gibt es HIER

9. Jana Goldbach: Iceland Tales. Rezension gibt es HIER

10. Brittainy C. Cherry: Wie das Feuer zwischen uns. – Rezension gibt es HIER

11. Rhiannon Thomas: Ewig 2. Wenn Liebe entflammt. – Rezension gibt es HIER

12. Ava Reed: Wir fliegen, wenn wir fallen. – Rezension gibt es HIER

13. Sophie Jordan: Infernale 2. Rhapsodie in Schwarz. – Rezension gibt es HIER

14. Danielle Paige: Snow. Die Prophezeiung von Feuer und Eis. – Rezension gibt es HIER

15. Sara B. Larson: Schwert und Rose. – Rezension gibt es HIER

16. C. M. Spoerri, Jasmin Romana Welsch: Conversion 2. – Rezension gibt es HIER

17. Jo Schneider: Die Unbestimmten 4. Der Chaosbote. – Rezension gibt es HIER

18. Jenna Liermann: Die Jäger der Götter. – Rezension gibt es HIER

19. Samantha Young: Stars over Castlehill. – Rezension gibt es HIER

20. Regina Meissner: Schwanenfeuer. – Rezension gibt es HIER

21. Richelle Mead: The Promise. Der goldene Hof. – Rezension gibt es HIER

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Monatshighlights

Stars over castle hill Rosen und Knochen 

 

 

Schwert und Rose von Sara B Larson