Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Maya Shepherd: Träume aus Gold und Stroh. (Die Grimm Chroniken 11)

Details:
Seitenzahl: 149 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 1. März 2019

Inhalt:
In Träumen ist nichts unmöglich: Tote können wieder ein Teil unseres Lebens sein, wir erreichen die Ziele, von denen wir nicht einmal zu hoffen wagen, und wir sind mit den Menschen zusammen, nach denen wir uns sonst nur aus der Ferne sehnen.
Ich bin in der Lage, Träume zu schenken.
Meine Begabung hat sich herumgesprochen und dadurch wurde die böse Königin auf meine Familie aufmerksam. Sie nennt mich Rapunzel.
Manchmal frage ich mich, ob es nicht eher ein Fluch ist, anders zu sein.

Meine Meinung:
Nach dem Schock und der Aufregung der vorhergehenden Folge, kommt nun eine etwas ruhigere – einfach perfekt in diesem Moment.

Obwohl es hier ruhiger zugeht, wird es nicht eine Sekunde langweilig. Im Gegenteil. Die elfte Folge besticht vor allem mit einer faszinierenden Geschichte, die sehr viele lose Fäden der Reihe zusammenführt und mir zeigt, wir grandios die Autorin sich alles erdacht hat. Wie großartig einfach alles zusammenhängt und immer mehr Sinn ergibt.

Aber auch die Kapitel in der Gegenwart können meiner Meinung nach sehr punkten, da sie so herrlich „normal“ wirken und somit einen starken und spannenden Gegensatz zu den Kapiteln der Vergangenheit darstellen.

Wieder einmal hat mich Maya Shepherd völlig gefangen genommen in dieser so faszinierenden, düsteren und wundervollen Welt. Ich bin der Reihe einfach völlig verfallen und fiebere jedem neuen Band sehnsüchtig entgegen!

Fazit:
Eine ruhigere Folge, in der viele Fragen beantwortet werden und einige Handlungsstränge zusammenführen. Der Kontrast von Gegenwart und Vergangenheit gibt dieser Folge zusätzlich noch einen ganz besonderen Reiz. 10 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Tracy Banghart: Iron Flowers 1. Die Rebellinnen.

Details:
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Fischer Sauerländer
Erschienen: 25. April 2018

Inhalt:
Sie haben keine Rechte.
Sie mussten ihre Träume aufgeben.
Doch sie kämpfen eisern für Freiheit
und Liebe.

Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.

Meine Meinung:
Dieses Buch lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Also zuerst will ich auf alle Fälle festhalten, dass es wirklich gut ist. Es ist spannend und mitreißend und ich habe mir nach dem Lesen sofort Band 2 bestellt, weil ich unbedingt wissen möchte, wie es denn nun weitergeht.
Aber es gibt eben auch ein großes ABER, das ich euch gern näher erläutern möchte.

Die Handlung ist zweigeteilt, denn wir erleben sowohl Nomis Schicksal, als auch das von Serina, die beide in völlig andere Richtungen gehen. Beide sind gleichermaßen spannend und ich könnte mich nicht entscheiden, welcher Erzählstrang mir besser gefallen hat (muss ich ja zum Glück auch nicht ;-)). Wir haben hier eine richtig gute dystopische Welt, in der so einiges grundlegend schief läuft und das mit dem (leider!!!) auch in unserer Welt aktuellen Thema der Unterdrückung der Frauen. Das bietet so viel Raum für Intrigen, Action und Herzschmerz, dass die Handlung ja eigentlich nur gut sein kann.
Wie gern würde ich jetzt ins Detail gehen und von den großartigen Wendungen erzählen, die mich echt begeistert haben! Aber natürlich mache ich das nicht, weil jeder die Chance selbst haben sollte, diese zu entdecken.

So toll das alles ist, so mitreißend und fesselnd, das Ganze hat dennoch eine gewaltige Schwachstelle. Denn die Entwicklung der beiden Schwestern und auch der Handlungsverlauf gehen manchmal so schnell, dass man nicht wirklich mitbekommt, wie es denn nun so weit kommen konnte. Ich habe mich irgendwie gefühlt, als würde man durch das Buch durchhetzen.
Ja, im Ansatz wird es schon immer erläutert, aber da hat mir einach die Tiefe gefehlt. Ein Band mehr in der Reihe und man hätte wunderbar auf die Entwicklung eingehen können. Gerade auch bei der/den Liebesgeschichte/n (ich bleibe vage, um niemanden zu spoilern ;-)) hat mir jede Emotion gefehlt. Ich konnte hier rein gar nichts fühlen und war schon ein bisschen enttäuscht, dass das einfach so schnell abgehandelt wird.

Fazit:
Doch wie zu Beginn der Rezension bereits gesagt, hat mir „Iron Flowers“ trotzdem richtig gut gefallen. Die Mischung aus „Selection“ und „Die Tribute von Panem“ war einfach klasse und vereint großartige Themen miteinander, die beim Lesen definitiv begeistern. Von mir gibt es deshalb trotz der Kritik 8 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Emily Bold: Wenn Liebe Wunden heilt.

Details:
Seitenzahl: 319 Seiten
Verlag: Montlake Romance
Erschienen: 12. Februar 2019

Inhalt:
Für Brooke Adams steht alles auf dem Spiel. Und Gefühle für einen Musiker kann sie sich gerade im Moment nun wirklich nicht leisten. Denn nach einem Skandal, der ihre Karriere als PR-Profi schlagartig beendet hatte, braucht sie ein Wunder, um sich wieder in der Musikbranche zu etablieren. Vielleicht ein Wunder, wie Fynn Keller.

Der unbekannte, aber stimmgewaltige Mechaniker aus Alaska überzeugt in einem Internetvideo – nicht nur mit einer einmaligen Stimme und einem tollen Look, sondern auch mit einem gefühlvollen Song über Wunden verursacht durch die Liebe.

Aber kann der plötzliche Hit auch die Wunden heilen, die Brooke mit sich herumträgt? Und für wen hat Fynn den Song geschrieben, der ihm jetzt die unerwartete Chance auf ein glitzerndes Leben im Scheinwerferlicht bietet, in dem nichts echt zu sein scheint? Nichts, außer dem Knistern, das vom ersten Moment an zwischen den beiden existiert.

Meine Meinung:
Die Idee hinter dem Buch hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen. Sie bietet Raum für Prickeln, für Charakterentwicklung und tolle Momente.

Leider war es aber so, dass mir die Protagonistin von Anfang an zutiefst unsympathisch war. Ich konnte mich einfach nicht mit ihr anfreunden und mochte sie nicht. Das sind denkbar schlechte Voraussetzungen für einen Roman …

Dazu kam, dass mir persönlich der Schreibstil etwas zu distanziert war und es mir daher schwer fiel Emotionen zuzulassen beziehungsweise zu fühlen.

Dadurch war das Lesen für mich bedauerlicherweise eher zäh und das Buch konnte mich insgesamt nicht so richtig begeistern.

Fazit:
Aufgrund eher unsympathischer Figuren und einem für meine Begriffe zu distanzierten Erzählstil, konnte mich die Geschichte leider nicht ganz von sich überzeugen. 5 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Laura Kneidl: Someone New.

Details:
Seitenzahl: 550 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 28. Januar 2019

Inhalt:
Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich deswegen, vor allem weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch seine undurchdringliche Art fasziniert Micah, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält, denn er hat ein Geheimnis – ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte …

Meine Meinung:
Manchmal ist es schwer die richtigen Worte zu finden, um seine Gefühle und Gedanken richtig wiederzugeben. Manchmal dauert es länger eine Rezension zu verfassen, weil egal, was man sich schreibt, es am Ende doch nicht dem gerecht wird, was man wirklich sagen möchte. Weil manche Bücher einen einfach mehr berühren als andere. Weil es Geschichten gibt, die über reine Unterhaltung hinaus gehen und eine ganz wichtige Botschaft haben.
„Someone New“ ist ein solches Buch und ich kann nur versuchen ansatzweise alles hier niederzuschreiben, was ich tatsächlich sagen möchte.

Ich fange einfach mit Micah an. Sie ist eine so großartige Protagonistin, die ich mir wirklich als Freundin wünschen würde. Sie ist mutig, stark und selbstbewusst- dazu noch witzig und einfach echt. Für mich wirkt wie ein echter Mensch aus Fleisch und Blut, eine reale und durch und durch authentische Person. Das passiert mir bei Figuren nicht allzu oft, aber Micah konnte mich so sehr von sich überzeugen, dass ich sie tief in mein Herz geschlossen habe.

Aber nicht nur die Protagonistin, aus deren Sicht wir die Geschichte erleben, kann auf ganzer Linie überzeugen, sondern auch die unglaublich großartig ausgearbeiteten Nebencharaktere. Sie sind alle ganz besonders, jeder hat einen hohen Wiedererkennungswert und auch sie kommen mir vor wie ganz echte Menschen. Es gehört viel Talent dazu sich Nebenfiguren so authentisch und echt zu erschaffen, dass man auch sie lieb gewinnt. Ich freue mich ehrlich so, so, so sehr, dass als nächstes Cassie und Auri ihre eigene Geschichte bekommen werden. Die beiden sind so großartig und ich liebe sie einfach!

Was ich sich unbedingt noch anmerken möchte, ist der unglaublich gute Schreibstil von Laura Kneidl. Sie schafft es scheinbar mit einer Leichtigkeit, die mich immer wieder aufs Neue verblüfft, den Leser völlig gefangen zu nehmen und mitzureißen. Dazu braucht sie nicht einmal viel Action oder unzählige Dramen – sie kann das einfach so. Einfach durch die ehrliche und authentische Art Charaktere zu erschaffen und dem Leser das Gefühl zu geben Teil am Leben von liebgewonnenen Freunden zu sein. Das ist für mich ganz große Kunst und sozusagen die Königsdisziplin des Schreibens.

Über das, was mir jetzt noch so sehr auf der Seele brennt, kann ich leider gar nicht so umfassend und viel schreiben wie ich gern möchte, da ich niemandem die Chance nehmen will, diese unglaublich wichtige Geschichte allein zu entdecken.
Es wäre so wichtig, dass jeder dieses Buch liest. Dass alle erkennen, was wirklich zählt und was im Grunde keine Rolle spielt. Dass das Herz die Wahrheit sieht und unsere Augen tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle spielen, was andere Menschen angeht. Dass jeder Liebe verdient, dass jeder er oder sie selbst sein dürfen sollte ohne dafür jemand verurteilt zu werden. Jeder sollte glücklich sein können, jeder sollte es machen dürfen, was er oder sie für ein erfülltes Leben braucht. Und niemand hat das Recht einer anderen Person vorzuschreiben wie genau dieses Glück auszusehen hat.

Ich könnte an dieser Stelle noch so viel mehr schreiben, weil mir das Thema so sehr am Herzen liegt und mich beschäftigt. Weil ich mir wünsche, dass alle Menschen wie Micah sein könnten, denn dann wäre die Welt ein besserer Ort.

Danke, liebe Laura, für diese wundervolle Geschichte! Danke für deine Worte, für meine neuen Freunde, die ich in Mayfield gefunden habe, und Danke für die Liebe in diesem Buch. Ich hoffe, dein Roman erreicht ganz viele Menschen und lässt sie die Wahrheit erkennen.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Liam Erpenbach: In love with Adam.

Details:
Seitenzahl: 288 Seiten
Verlag: Forever
Erschienen: 4. Februar 2019

Inhalt:
Sam ist ein Außenseiter. Seit er seinen besten Freund verloren hat, zieht er sich immer mehr in sich und seine Bücherwelt zurück. Seine Klassenkameraden geben ihm das Gefühl, dass er anders ist, und so fühlt er sich auch. Bis er Adam, dem gutaussehenden und beliebten Footballstar der Schule, in einer Buchhandlung begegnet und sich alles verändert. Adam weicht Sam nicht mehr von der Seite und in seiner Gegenwart hat Sam endlich das Gefühl, richtig zu sein, so wie er ist. Doch Adam darf niemals herausfinden, dass sein Herz etwas zu schnell schlägt, wenn er in seine grauen Augen blickt und er nachts von Adams weichen Lippen träumt … Erst als Sam die Tagebücher seines Großvaters findet, versteht er, was es heißt, ein Leben lang ein Geheimnis zu hüten. Wird er den Mut finden, zu seinen Gefühlen zu stehen?

Meine Meinung:
Ich fange einfach beim Schreibstil an. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen, deshalb ist der Stil insgesamt auch gut. Ein wenig hat man meiner Meinung nach schon gemerkt, dass es sich um ein Debüt handelt, da die Art des Erzählens noch nicht so ganz flüssig und rund ist. Doch man sieht trotzdem, dass der Autor definitiv Talent hat. Ich bin mir sicher, in ein oder zwei Büchern später (die sicherlich erscheinen werden ;-)) wird sich der Schreibstil noch besser sein als er jetzt ohnehin schon ist. Ich sehe hier viel Potenzial, das bestimmt noch vollends ausgeschöpft werden wird.

Worauf es mir in einem Roman wirklich ankommt, ist jedoch das Gefühl. Ich muss etwas fühlen beim Lesen, brauche Emotionen und mein Herz muss berührt werden. Und was soll ich sagen? Das ist hier definitiv passiert. Der Autor schafft es, dass ich die Empfindungen der Figuren selbst fühle und mit ihnen mitleide oder mich mitfreue. Ich habe die Liebe gespürt, die Trauer und alles dazwischen. Aber gerade bei der Liebe konnte mich Liam Erpenbach überzeugen.

Die Handlung selbst hat mir auch sehr gut gefallen, auch wenn sie zu Beginn eher langsam in Fahrt kommt. Ich finde die hier behandelten Themen wichtig und die Umsetzung wunderbar – dass sie mich berührt hat, habe ich ja schon gesagt. 😉 Ich möchte gar nicht zu viel darüber verraten, weil jeder Leser selbst Samuels Geschichte erleben können soll.

Fazit:
Ein berührendes Debüt eines Autors mit viel Potenzial. Ich bin gespannt auf deine nächsten Werke! 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Sandra Binder: War of Wolves. Lichttochter.

Details:
Seitenzahl: 424 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 31. Januar 2019

Inhalt:
Schon seit sie denken kann, träumt die 18-jährige Weberstochter Kira davon, zu einer mächtigen Kriegerin ausgebildet zu werden. Als der König des Landes von dunklen Mächten ermordet wird und der Ruf zu den Waffen erklingt, bietet sich endlich ihre Chance: Sie darf das gefährliche Ritual vollziehen, das sie zur vollwertigen Kriegerin machen wird. Gefangen in einem Labyrinth tief in den Wäldern ihres Landes, muss sie versuchen einen Ausweg zu finden und sich ihren Ängsten stellen. Auch wenn das heißt, sich wieder in Erinnerung zu rufen, dass ihr bester Freund seit seinem Ritual spurlos verschwunden ist. Doch Kiras Herz sagt ihr, dass er noch irgendwo dort draußen ist…

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich sehr gut gefallen. Er passt so perfekt in diese Welt, die mich sehr an die der Wikinger erinnert hat. Der Stil ist ruhig, aber vermittelt Gefühle und auch Action wirklich klasse. Es war einfach unglaublich angenehm zu lesen und hat mir richtig Freude gemacht. Auch, dass es sowohl schlagfertige und witzige Dialoge gab, aber auch ernste und fast schon philosophische. Diese Mischung hat mich wirklich mitgerissen und begeistert.

Die Figuren fand ich ebenfalls einfach gelungen. Kira war mir von Anfang an sehr sympathisch und ich mochte ihre Art einfach total. Sie hat einen Traum und sie kämpft dafür, das bewundere ich aus ganzem Herzen. Denn es gehört einiges dazu, sich gegen die Stimmen aller zu stellen, die einem den Traum ausreden wollen. Sie ist eine Figur, die ich auch gern im echten Leben kennenlernen würde.
Fenk mochte ich auch so gern, muss ich sagen. Er ist hart und weich zugleich und durch seine herrliche Art hat er sich zu meinem Liebling im Buch gemausert. 😉

Von der Handlung her gibt es Action und Kampfszenen, aber auch ruhigere, in denen sich alles auf das Innere fokussiert. Mir hat die Balance zwischen laut und leise hier sehr gut gefallen und große Freude beim Lesen bereitet.
Hin und wieder war es mir vielleicht ein wenig zu langwierig, aber das ist definitiv Geschmackssache (und ich bin bei Büchern immer recht ungeduldig :D).

Fazit:
Ein toller und bedachter Schreibstil zusammen mit wirklich gelungenen Figuren und einer teils actionreichen, teils auch ruhigeren Handlung ergeben ein in meinen Augen wirklich gelungenes Buch. Ich habe eigentlich kaum etwas auszusetzen und habe mich immer wieder sehr auf das Weiterlesen gefreut. Das hier war sicherlich nicht mein letztes Buch von Sandra Binder, denn ich glaube, ich bin Fan geworden. 😉 9 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Mein Lesemonat JANUAR

1. Bianca Iosivoni: Der letzte erste Song. 9 lila Punkte
2. Kristen Callihan: Idol 2. Gib mir dein Herz. 10 lila Punkte
3. Tina Köpke: Royal me 2. The Birthday. 8 lila Punkte
4. Jasmin Romana Welsch: Evig Roses 1. Escort will gelernt sein. 10 lila Punkte
5. Jasmin Romana Welsch: Evig Roses 2. Verführen will gelernt sein. 10 lila Punkte
6. Jasmin Romana Welsch: Evig Roses 3. Diskretion will gelernt sein. 10 lila Punkte
7. Jasmin Romana Welsch: Evig Roses 4. Vertrauen will gelernt sein. 10 lila Punkte
8. Amy Tintera: Die Legende der vier Königreiche 2. Vereint. 7 lila Punkte
9. Maya Shepherd: Die Grimm Chroniken 13. BEWERTUNG UND TITEL NOCH GEHEIM. 😉
10. Jennifer Snow: Maybe this kiss. 7 lila Punkte
11. Halo Summers: Froschröschen. Das wahre Märchen. 9 lila Punkte
12. Tatjana Karg: Die weiße Magierin 1. 5 lila Punkte
13. Stefanie Scheurich: Sanni. 7 lila Punkte
14. Tina Köpke: Royal me 3. The Betrayal. 8 lila Punkte
15. Tina Köpke: Royal me 4. The Goodbye. 9 lila Punkte
16. Christopher Paolinie: Die Gabel, die Hexe und der Turm. 4,5 lila Punkte
17. Kami Garcia: Broken Beautiful Hearts. 7 lila Punkte
18. M. O’Keefe: Broken Darkness 1. 7 lila Punkte
19. Emily Bold: Wenn Liebe Wunden heilt. 5 lila Punkte

 

HIGHLIGHTS:
So, das waren ja dann schon mal eine ganze Menge Bücher für den Januar. 😀 Und es waren einige richtig geniale Highlights dabei! Die „Evig Roses“-Reihe von Jasmin Romana Welsch gehört definitiv jetzt schon zu den Jahreshighlights, ebenso wie der zweite Band der „Idol“-Reihe. Band 1 davon fand ich okay, aber diese Fortsetzung war einfach nur wunderschön.

    

 

ENTTÄUSCHUNGEN:
Leider gab es für mich auch schon den ersten großen Flop. Ich hatte mich so sehr gefreut, als es hieß, dass wir noch einmal in die Welt rund um „Eragon“ eintauchen dürfen, da ich ein Fan der ersten Stunde bin. Damals habe ich so ewig lang auf die Fortsetzungen der vier Bände gewartet und war deshalb ganz freudig aufgeregt auf dieses neue Werk von Christopher Paolini. Leider wurde ich aber richtig enttäuscht, da die Kurzgeschichten keine Spannung aufwiesen und mich leider nicht überzeugen konnten … Sehr schade!

 

Ich bin gespannt, was der Februar bringen wird. 🙂


Jenna Liermann: Elfendunkel. (Aileara 1)

Details:
Seitenzahl: 354 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 31. Januar 2019

Inhalt:
Die Halbelfe Aileara lebt in einer Menschenstadt und hält sich mit zwielichtigen Aufträgen über Wasser. Sie verachtet die Menschen, da sie der Magie nicht mächtig sind, doch auch bei den Elfen hat sie als Halbblut keine Heimat. Von der Vergangenheit mit ihrer geliebten Familie ist ihr einzig ein mysteriöser Schicksalsspruch über sie selbst geblieben. Immer auf der Suche nach Hinweisen auf ihre Bestimmung, lässt sie sich auf einen riskanten Handel ein. Bevor sie sich jedoch großer Gefahr aussetzt, begegnet ihr der undurchschaubare Nieven. Er verfügt über besonderes Wissen und scheint nicht nur Antworten auf Ailearas Fragen zu haben, sondern übt trotz seiner Unnahbarkeit eine unerklärliche Anziehungskraft auf sie aus. Doch auch er hat seine Geheimnisse…

Meine Meinung:
Das Highlight an diesem Buch war für mich ganz klar die Protagnistin Aileara. Ihre schlagfertige und selbstbewusste Art ist einfach toll und hat mich mehr als einmal köstlich unterhalten. Sie lässt sich nicht unterkriegen, sie kämpft für sich selbst und bleibt sich selbst treu. Das fand ich einfach bewundernswert, ebenso wie ihren Mut sich in einer Männer dominierten Welt zu behaupten.

Der Schreibstil der Autorin ist auch wirklich super. Sie versteht es mit Worten zu jonglieren und daraus schienbar spielend leicht schöne, tiefsinnige und unterhaltsame Sätze zu bilden. Die Art des Erzählens von Jenna Liermann hat definitiv Wiedererkennungswert und ist nicht seicht oder erlaubt es ein Buch schnell herunterzulesen. Man muss sich auf die Handlung ein- und die Worte wirken lassen, um die Geschichte ganz in sich aufzunehmen. Tut man das, erwartet den Leser hier ein wirklich tolles Lesevergnügen mit tollen Figuren.

Denn nicht nur Aileara ist sehr gelungen, sondern auch Nieven und sein Cousin sind toll gezeichnet. Sie bieten eine abwechslungsreiche Handlung, in der wir sowohl düstere Elemente finden, als auch witzige. Diese Mischung macht den besonderen Charme des Romans aus.

Etwas mehr Romantik hätte ich mir gewünscht, da diese doch sehr zu kurz kommt, aber das ist natürlich eine rein subjektive Einschätzung! Auch so hat mich das Buch auf jeden Fall überzeugt und ich freue mich schon auf die Fortsetzung im Februar.

Fazit:
Ein Buch, das vor allem mit seiner starken Protagonistin und dem besonderen Erzählstil überzeugen kann. Insgesamt gibt es von mir deshalb 8 lila Punkte.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


M. O’Keefe: Broken Darkness 1. So verführerisch.

Details:
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erschienen: 22. Januar 2019

Inhalt:
Als Annie McKay in dem Trailer, in den sie gerade eingezogen ist, ein Klingeln hört, ahnt sie nicht, dass dieser Moment ihr Leben unwiderruflich verändert. Sie findet ein zurückgelassenes Handy. Am anderen Ende der Leitung ist ein Fremder mit einer rauen Stimme: Dylan.
Eine geflüsterte Verführung
Dylan vermittelt ihr ein unerwartetes Gefühl der Sicherheit. Und so lässt sich Annie auf ein Gespräch mit ihm ein. Es bleibt nicht bei dem einen. Die Stimme in der Dunkelheit verführt sie, lässt sie sündige Dinge tun, die sie sich ohne ihn nie getraut hätte.
Eine stumme Hoffnung
Es ist ein sinnliches Spiel zwischen zwei Fremden. Doch aus jedem Spiel wird einmal Ernst. Und sowohl Dylan als auch Annie haben gefährliche Geheimnisse …

Meine Meinung:
Das Buch stellt definitiv ein Kontrastprogramm zu „Redwood Love“ dar. Wer eine heitere Liebesgeschichte sucht, der wird hier sicher nicht fündig. Nein, „Broken Darkness“ macht seinem Titel alle Ehre und ist eben genau das: düster.

Annies Leben war noch nie wirklich schön, doch seit die verheiratet war, wurde es sogar noch schlimmer. Bis sie es schafft sich aus ihrem furchtbaren Leben zu befreien und ein neues beginnen will. Genau auf diesem Weg begleiten wir sie, wodurch es hier viel um Freiheit und das Finden zu sich selbst geht.
Das fand ich wirklich gut, da die Geschichte deshalb viel Tiefe bekommt und sich zum Nachdenken anregt.

Kern von Annies neuen Lebens sind auch die Telefonate mit Dylan, einem ihr Unbekannten, der sie versehentlich anruft. Daraus entwickelt sich eine sehr interessante „Beziehung“ am Telefon, die Annie hilft mutiger und mehr sie selbst zu werden. Was mich ein wenig irritiert hat, war, wie süchtig die beiden nach dem ersten Gespräch nacheinander werden. Ich habe nicht so ganz begriffen, was an jenem ersten Telefonat so besonders gewesen sein soll, dass man daraufhin unbedingt noch mehr davon möchte. Für mich war es ehrlich gesagt kein außergewöhnliches Gespräch, wodurch meiner Meinung nach die Grundlage für das darauf Folgende etwas gefehlt hat.

Auch wenn ich Annie generell als Protagonistin gut fand, so hat mich gegen Ende des ersten Bandes ihr Verhalten mehr als einmal irritiert. Dass sie sich verändert, ist ja legitim und nachvollziehbar, aber manche Sachen haben einfach so gar nicht zu ihr gepasst. Ich kann nicht näher darauf eingehen, da es sonst massive Spoiler wären, aber wer das Buch kennt, wird vermutlich gleich wissen, was ich meine.

Trotz zwei kleiner Kritikpunkte, hat mir das Buch gut gefallen und konnte mich nachhaltig beschäftigen. Denn es geht hier auch viel um die Schattenseiten von Liebe und darum Mut zu finden, sich selbst mehr zu lieben als jemand anderen.

Fazit:
Ein düsteres Buch, in dem nicht alles eitel Sonnenschein ist und das wichtige und ernste Themen behandelt. Zwar fand ich zwei Punkte nicht ganz nachvollziehbar, doch insgesamt ist „Broken Darkness“ gute Unterhaltung und ich bin nach diesem spannenden Ende schon sehr gespannt, wie es weitergehen wird. 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Kami Garcia: Beautiful Broken Hearts.

Details:
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: HarperCollins
Erschienen: 1. Februar 2019

Inhalt:
Davor war alles gut: Peyton hatte ihren Traumtypen gefunden und die Zusage für ihr Wunschcollege in der Tasche. Danach ist ihre Welt zerbrochen. Niemand glaubt ihr, was in jener Nacht passiert ist. Um all diese Erinnerungen hinter sich zu lassen, zieht Peyton in eine andere Stadt. Sie ist wild entschlossen, nie wieder einen Jungen in ihr Herz. Doch als sie Owen trifft, fällt es ihr immer schwerer, sich an diesen Vorsatz zu halten. Und das, obwohl Owen etwas vor ihr zu verheimlichen scheint …

Meine Meinung:
Aufgrund des tollen Schreibstils lässt sich das Buch wirklich super lesen. Ich mochte die Geschichte insgesamt wirklich gern, auch wenn es ein paar Punkte gab, die ich nicht ganz so gelungen fand.

Vielleicht zunächst das Negative. Mir waren es hier ehrlich gesagt zu viele schwere Themen, die alle in ein einziges Buch gepackt wurden. Ich kann jetzt natürlich nicht alle aufzählen, weil es euch spoilern würde, aber es sind so so so viele. Und ja, sie sind auch alle wichtig, aber mir war es entschieden zu viel an schwerer Kost, die teilweise nur kurz angeschnitten und dann als gegeben akzeptiert wurde. Nicht jede einzelne Figur braucht einen furchtbar dramatischen Hintergrund, der auch zur Sprache kommt.

Leider war mir Peyton manchmal auch nicht so sympathisch. Sie hat ein paar Wesenszüge, die mir einfach nicht zusagen und ihr Verhalten empfand ich manchmal als anstrengend. Aber im Großen und Ganzen war sie als Protagonistin in Ordnung.

Die Gefühle hingegen kamen richtig bei mir an. Die Liebesgeschichte hat mich daher auch überzeugt, weil ich die Emotionen zwischen den beiden Beteiligten gespürt habe. Hier hat die Autorin wirklich Talent bewiesen und mich für die Kritikpunkte entschädigt.

Fazit:
Ein insgesamt guter Roman, der vor allem mit den authentischen Emotionen punkten kann, die wirklich beim Leser ankommen. Für meinen Geschmack wurden nur entschieden zu viele schwere Themen angerissen, was mir einfach zu viel und zu anstrengend war. 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)