Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Alia Cruz: Isle of Gods. Die Kinder von Atlantis.

Isle of Gods

Details:
Seitenzahl: 263 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 6. April 2017

Inhalt:
Um sich selbst vor dem Aussterben zu bewahren, entsandten die griechischen Götter einst fünf direkte Nachkommen auf die versunkene Insel Atlantis. Dort sollten sie bis zu ihrem Erwachsenenalter ein behütetes Leben führen, um sich nach dem Eintreten ihrer göttlichen Fähigkeiten mit den Stärksten der Insel zu paaren und Kinder zu gebären. So lautet die Legende, die Isabel ein Leben lang begleitet hat. Sie ist eine der fünf Auserwählten, nun fast volljährig und immer noch ohne göttliche Eigenschaften. Sie lebt in Luxus und Überfluss, während die anderen Jugendlichen der Insel in Arenakämpfen ums Überleben und um die Hand eines der Götterkinder ringen. Darunter auch der momentane Champion Quinn, der nichts von der Legende hält…

Meine Meinung:
Sprache:
„Isle of Gods“ ist wirklich schön geschrieben. Es liest sich sehr flüssig und man fliegt geradezu durch die Seiten. Leicht zu lesen und dabei doch spannend.
Leider hat mir die Emotionalität und die Tiefe etwas gefehlt, weshalb ich mich nicht völlig auf das Buch einlassen konnte. Mehr dazu unter dem Punkt „Figuren und Handlung“.

Figuren und Handlung:
Die Idee der Geschichte ist wirklich toll. Geschichten rund um Götter – vor allem wenn dann auch noch alle zusammenkommen – sind immer sehr interessant und das Konzept hinter diesem Roman erst recht. Eine Insel voll von Nachfahren der Götter und Kriegern, die um sie kämpfen müssen? Klingt wie eine Mischung aus „Die Tribute von Panem“ und Mythologie.

Auch die Umsetzung hat mir ziemlich gut gefallen, allerdings muss ich sagen, dass ich hier leider Abstriche machen muss. Denn so gut die Grundidee auch war, mich konnte gerade die Liebesgeschichte nicht überzeugen. Leider kamen bei mir keine Emotionen an, da ich die Tiefe und die inneren Gefühle der Figuren vermisst habe. Zwar wird gesagt, was die Charaktere fühlen, aber es wird leider nicht rübergebracht.
Oft ging es zwischen den beiden Love-Interests einfach zu schnell und wieder gab es hier dasselbe Problem wie auch schon bei den Emotionen. Dem Leser wird gesagt, was er denken soll, was passiert und was sich zwischen den Figuren entwickelt. Aber wieder ist hier das Fühlen das Problem.

Es gibt schöne Wendungen, die mich auf jeden Fall gut unterhalten haben und bis auf die eben geschilderte Sache fand ich „Isle of Gods“ wirklich gut.

Fazit:
Trotz fehlender Emotionalität kann der Roman mit einer tollen Geschichte überzeugen. 7 lila Punkte


Susanne Mischke: Don’t kiss Ray.

Dont kiss ray

Details:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: dtv
Erschienen: 7. April 2017

Inhalt:
Am Waffelstand eines Musikfestivals lernen Jill und Ray sich kennen und zwischen ihnen funkt es sofort. Leider fällt das verabredete Date einem Gewittersturm zum Opfer und Jill stellt sich darauf ein, dass sie Ray nie wiedersehen wird – nur um später, beim Konzert der Nachwuchsband „Broken Biscuits“, aus allen Wolken zu fallen: Der Leadsänger der Band, dessen Poster (nicht nur) die Wand ihrer besten Freundin schmückt, ist kein anderer als Ray! Und damit nicht genug: „Hallo, Mädchen mit der Puderzuckernase, falls du da bist … Tut mir leid, dass es vorhin nicht geklappt hat. Versuchen wir es morgen noch mal?“, ruft er ins Publikum. Und handelt sich und Jill ungeahnte Probleme ein: Nicht nur, weil Ray laut Vertrag keine Freundin haben darf, sondern vor allem, weil ein fanatischer Fan die beiden fotografiert hat und im Netz eine wahre Hetzjagd lostritt. Jill und Ray müssen sich trennen, bevor ihre Beziehung richtig begonnen hat, doch vergessen können sie sich nicht …

Meine Meinung:
Wer Lust auf ein locker-leichtes Buch mit einer wirklich super süßen Geschichte hat, der ist hier genau richtig.
Welches Mädchen in Teenagerjahren hat denn nicht davon geträumt, das Herz des beliebten Sängers einer Band zu gewinnen? Der Songs für einen schreibt, der einen auswählt unter Tausenden von anderen Mädchen.
Genau das greift „Don’t kiss Ray“ auf und spinnt es weiter.
Denn bei so etwas gibt es ganz schön viele Konsequenzen. Beispielsweise der Hass aller anderen weiblichen Fans – und auch das wird hier toll gezeigt.

Es wird mit den Klischees gespielt, die einem zwangsläufig in den Kopf kommen, wenn man an Boybands usw. denkt. Es wird mit den Wünschen und Sehnsüchten gespielt, die wir vielleicht auch im Erwachsenenalter noch haben – wer will denn nicht den Leadsänger einer tollen Band für sich gewinnen? 😀 Und genau das macht das Buch in meinen Augen besonders. Weil es das ausspricht, das wir uns vielleicht alle schon einmal vorgestellt haben.

Ich hätte mir ein bisschen mehr Tiefe für die Figuren gewünscht und gerade das Kennenlernen von Ray und Jill hätte ich mir etwas spektakulärer und besonderer vorgestellt. Aber es kann natürlich sein, dass ich als Zielpublikum etwas zu alt bin und andere Ansprüche habe.

Das Buch hält in meinen Augen auf jeden Fall das, was das zuckersüße und wirklich tolle Cover verspricht.

Fazit:
Ein wirklich super süßes Buch über die erste Liebe und den heimlichen Traum eines jedes Teenies, das Herz eines echten Rockstars zu gewinnen. 😉 Gerade für jüngere Leserinnen ist „Don’t kiss Ray“ auf jeden Fall zu empfehlen. 7 lila Punkte


K. Bromberg: Driven 1. Verführt.

Driven Verfuehrt von K Bromberg

Details:
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 12. Januar 2015

Inhalt:
Als Rylee bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung Leute um Spenden für einen guten Zweck bittet, platzt auf einmal der blendend aussehende, aber seltsam gefühlskalte Colton Donovan in ihr Leben. Er ist ein waschechter Playboy, draufgängerischer Rennfahrer und hat Familie in Hollywood – kein Wunder, dass die Frauen ihm reihenweise zu Füßen liegen. Doch Colton hat ab diesem Tag nur noch Augen für Rylee. Er will sie erobern, und bald beginnt er ein gefährliches Spiel der Verführung mit ihr.

Meine Meinung:
Ich finde, das Buch ist super geschrieben. Der Schreibstil ist toll zu lesen, locker leicht und sehr flüssig. Ich hatte keinerlei Probleme in das Buch rein zu kommen und auch während des Lesens hat mich der Erzählstil immer bei der Stange gehalten.

Wer auf romantische Bücher mit heißen Szenen steht, kommt hier auf seine Kosten. Gerade letzteres macht das Buch aus und verleiht ihm die gewisse Portion … Würze. 😉

Die Handlung dagegen kam mir teilweise schon sehr klischeehaft vor. Man hatte das Gefühl, dass man alles schon kennt und schon so ziemlich alle gängigen und momentan beliebten Figurentypen vorkommen. Reicher Bad Boy, Frau, die sich ziert – na ja, man kann sich ja denken, wohin das führt. 😉
Wer diese Art von Romanen gern mag, wird „Driven“ auf jeden Fall gut finden, denn wie gesagt ist es wirklich super geschrieben und gehört definitiv zu den besseren Geschichten dieser Art.

Fazit:
Insgesamt ist der erste Band der „Driven“-Reihe auf jeden Fall ein gutes Buch. Mir persönlich war es vielleicht etwas zu klischeehaft und zu viel Bad Boy – aber trotz allem konnte es mich gut unterhalten. Fans von romantischen Romanen dieser Art werden es definitiv lieben. 6 lila Punkte


Sylvia Steele: Raven’s Blood. Pechschwarze Schwingen.

Ravens blood

Details:
Seitenzahl: 355 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 28. April 2017

Inhalt:
Seitdem die 21-jährige Alexa Schwester und Mutter durch einen Autounfall verloren hat, scheint ihr der Boden unter den Füßen wie weggerissen. Erst mit Hilfe ihres Onkels kann sie wieder so etwas wie Glück empfinden. Doch dann taucht ausgerechnet Jake auf – der Mann, mit dem alles angefangen hat und der nicht nur Alexas alte Gefühle, sondern auch die vergangenen Ereignisse wieder aufleben lässt. Alexa weiß nicht, ob sie Jake noch einmal vertrauen kann, und auch der mysteriöse Rabe, dem sie seit seiner Ankunft immer wieder begegnet, wirft bei ihr weitere Fragen auf. Der Ruf des Raben wird es aber schließlich sein, der Alexas Schicksal offenbart und eine Macht hervorruft, die tief verborgen in ihr schlummert…

Meine Meinung:
Was mich am meisten an „Raven’s Blood“ überzeugt hat, ist eindeutig das umwerfende Talent der Autorin für Emotionen. Gerade die erste Hälfte des Buchs hat mich tief berührt und wirklich beeindruckt. Die Tiefe, Authentizität und Ehrlichkeit der Gefühle, die hier transportiert werden und direkt ins Herz des Lesers treffen, sind einfach unglaublich.

In der zweiten Hälfte des Buches verschiebt sich der Fokus ziemlich. Weg von der umwerfenden und herzzerreißenden Liebesgeschichte und hin zu … na ja, das verrate ich euch nicht. Ich will euch ja nicht spoilern. 😉 Auf jeden Fall wird es jetzt spannend und sehr Fantasy-lastig.
Auch dieser zweite Teil der Handlung konnte mich auf jeden Fall sehr von sich überzeugen und bringt jede Menge Spannung und Action mit rein.

Allerdings hat Alexa teilweise alles zu schnell akzeptiert und hingenommen für meinen Geschmack. Das und die Tatsache, dass ich mir gern noch mehr der wundervollen emotionalen Szenen gewünscht hätte, sind aber auch die einzigen Dinge, die ich an „Raven’s Blood“ bemängeln könnte. Wobei „bemängeln“ hier definitiv nicht das richtige Wort ist, da die Anmerkungen eigentlich kaum ins Gewicht fallen.

Fazit:
Die Mischung aus echten Gefühlen und den überraschenden und für mich tollen mystischen Elementen, ergibt am Ende ein wirklich wundervolles Buch, das man einfach lieben muss. 9 lila Punkte


Ava Reed: Mondprinzessin.

Mondprinzessin

Details:
Seitenzahl: 252 Seiten
Verlag: Drachenmond Verlag
Erschienen: 1. Oktober 2016

Inhalt:
Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm…

Meine Meinung:
„Mondprinzessin“ ist eines der Bücher, das ich unbedingt toll finden wollte. Allein das atemberaubend schöne Cover und die wunderschöne Innengestaltung machen den Roman zu einem echten Hingucker. Dazu kommt, dass so viel über das Buch gesprochen wurde und es so viele positive Rezensionen bekommen hat, dass ich automatisch vom Besten ausgegangen bin und extrem positiv gestimmt war.

Tja, vielleicht war das der Fehler.

Denn schon der Start ins Buch hat mich leider nicht wirklich überzeugt. Das soll nicht heißen, dass es schlecht ist – ganz und gar nicht. Aber es ist eben auch nicht überragend.
Es ist eben eine nette Geschichte, die sich ganz gut lesen lässt – aber das war es dann leider auch schon.

Wo hier die tiefen Gefühle, die Spannung und so weiter bleiben sollen, von denen in vielen Rezensionen die Rede ist, habe ich mich die ganze Zeit über gefragt. Ich habe darauf gewartet, dass der Knoten endlich platzt und ich genauso begeistert sein würde wie all die anderen Leser.
Aber der Moment kam leider nicht.

Die Figuren bleiben sehr oberflächlich beschrieben, die Liebesgeschichte ist leider sehr unglaubwürdig und berührt in mir überhaupt nichts und die Handlung war so vorhersehbar, dass ich – so leid es mir tut – sie fast schon als langweilig bezeichnen muss. Ja, das Ende hat eine kleine Überraschung, aber wenn man sich Meinungen von anderen vorher durchgelesen hat, schockt es einen dann doch nicht wirklich.

Den Charakteren und auch der Handlung hat einfach Raum gefehlt, um sich entfalten zu können. Alles war auf viel zu wenigen Seiten zusammengepresst und der Titel des Buchs verrät schon die Auflösung des „großen Geheimnisses“.

Also entweder habe ich ein völlig anderes Buch gelesen als diejenigen, die fünf Sterne verteilt haben, oder aber mit mir stimmt was nicht. 😀
Ich möchte nochmal betonen, dass „Mondprinzessin“ keineswegs schlecht ist und Ava Reed kann durchaus gut schreiben – nur bleibt diese Geschichte in meinen Augen leider nur durchschnittlich. Sie hat mich schlichtweg nicht berührt oder irgendwelche Emotionen in mir ausgelöst außer Verwirrung darüber, warum es so unfassbar viele hochlobende Rezensionen gibt.

Fazit:
Eine nette Geschichte für Zwischendurch, die allerdings weit hinter den Erwartungen zurück bleibt. 5 lila Punkte


Sabine Schulter: Melody of Eden 2. Blutwächter.

Melody of Eden 2

Details:
Seitenzahl: 348 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 24. Februar 2017

Inhalt:
Allmählich beginnt Mel, sich an ihr neues Leben zu gewöhnen, und es dank Eden sogar zu genießen. Aber noch immer sorgt ihr Widersacher Rufus mit seinen perfiden Plänen für großes Chaos. Die Vampire beschließen, ihn ein für alle Mal zu stoppen, und verbünden sich mit den Einheiten der anderen Bezirke. Dass daraufhin ausgerechnet die gutaussehenden und manipulativen Vampirzwillinge des Mittelbezirks ein Auge auf Mel werfen, passt Eden gar nicht. Er muss lernen, endlich zu seinen Gefühlen für Mel zu stehen, und das am besten so bald wie möglich. Denn wenn Rufus erst mal mit seiner Vampirarmee aufwartet, könnte es dafür bereits zu spät sein…

Meine Meinung:
Sprachstil:
Ich finde den Erzählstil von Sabine Schulter unglaublich angenehm zu lesen. Nicht nur, dass er sich sehr flüssig lesen lässt, er vermittelt gleichzeitig auch eine unglaubliche Ruhe. Man fühlt sich dadurch so abgeholt und freut sich richtig, selbst Teil der Geschichte sein zu dürfen. Denn genauso empfindet man während des Buchs.
Die Dinge werden ausführlich geschildert und mit sehr viel Liebe zum Detail, weshalb man sich alles unglaublich gut vorstellen kann und erneut denkt, man erlebt die beschriebenen Dinge selbst mit.

Einfach ein herrlicher Sprachstil, der auch noch mit lustigen Szenen, Romantik und Action aufwarten kann.

Figuren:
Ich finde Melody und auch Eden so authentisch geschildert, dass man wirklich meinen könnte, man kennt die beiden. Als seien sie nicht nur Figuren in einem Buch, sondern echte, lebende Menschen, die man ein Stück weit auf ihrem Weg begleiten darf.
Sie sind nicht perfekt oder glatt, sondern haben Stärken und Schwächen. Machen Fehler und handeln manchmal falsch. Genau das ist es, was sie so großartig und liebenswürdig macht.

Auch die Nebenfiguren, allen voran Rich, sind unglaublich gelungen und wachsen einem einfach ans Herz. Man kann gar nicht anders. Sie alle haben ihren eigenen Charakter, sind rundum gelungene Figuren und wie auch die beiden Protagonisten nicht oberflächlich, langweilig oder zu glatt.

Ihr seht schon, auch hier finde ich nichts auszusetzen. 😉

Handlung:
Da der Stil ruhig ist, ist es auch die Handlung. Es reiht sich hier nicht Actionszene an Actionszene, sondern wir beobachten sozusagen das Leben zweier Menschen … Oh, Pardon. Vampire natürlich. Das ist etwas, das mich ebenfalls sehr überzeugt, denn wie in der Realität besteht das Leben nicht nur aus unerträglicher Spannung und einem Showdown nach dem anderen. Nein, es gibt auch ruhige Momente, die in Büchern besonders wichtig und wundervoll sind, um die Figuren richtig und wirklich kennenzulernen.

Das soll jetzt aber keinesfalls heißen, dass es nicht auch zur Sache geht im zweiten Band von „Melody of Eden“. Natürlich gibt es auch einige Passagen, die man mit Herzklopfen liest und es vor Spannung kaum aushält. Vor allem das Ende dieses Romans ist das allerbeste Beispiel dafür. Wenn ich nicht wüsste, dass Band 3 sehr bald erscheint, würde ich vermutlich durchdrehen vor Ungeduld, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Ich liebe die kleinen Szenen zwischen Melody und Eden, aus deren Sicht wir die Geschichte abwechselnd erzählt bekommen. Es sind keine kitschigen Augenblicke, sondern einfach echte, wahre Gefühle, die sich oftmals nur in Kleinigkeiten äußern. Dazu wird hier auch nicht sofort von der einzigen, großen Liebe gesprochen, sondern es entsteht alles langsam und behutsam – eben wie im echten Leben auch.

Ja, okay, es geht immer noch um Vampire – das bedeutet für mich immer noch eine Hemmschwelle, denn ich kann diese Wesen in Romanen eigentlich nicht mehr sehen. Aber hier mache ich gern eine Ausnahme, weil die typischen Klischees nicht ausgeschlachtet werden, sondern etwas Neues und Eigenes geschaffen wird.

Fazit:
Ein Buch, wie das Leben selbst es schreiben könnte, mit Figuren, die realistisch wirken und dem Leser zwangsläufig ans Herz wachsen. Ein wirklich rundum gelungenes Buch, bei dem man sich beim Lesen unfassbar wohlfühlt. 9 lila Punkte


Johanna Danninger: Secret Elements 3. Im Auge des Sturms.

Secret Elements 3

Details:
Seitenzahl: 228 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 2. März 2017

Inhalt:
Endlich beginnt Jay ihre Ausbildung zur Agentin der Anderswelt. Noch nie hat sie etwas so sehr gewollt, geschweige denn sich derart für etwas ins Zeug gelegt. Doch die Zeit drängt und sie muss noch so viel lernen, bevor sie den Kampf gegen die Dunkelheit antritt. Dass ausgerechnet Lee einer ihrer Ausbilder ist, begeistert Jay aber wenig, denn der scheint sie trotz allem, was sie gemeinsam erlebt haben, nicht einmal wahrzunehmen. Das verletzt sie mehr, als sie zugeben würde – und es macht sie so wütend! Eine Wut, die Gefahr bedeuten kann, schließlich ist es ihr Herz, das die Magie der Elemente leitet…

Meine Meinung:
Ich finde die Geschichte an sich wirklich toll. Band 1 hat mich damals völlig in seinen Bann geschlagen und auch wenn Band 2 in meinen Augen schwächer war, wollte ich trotzdem weiterlesen.

Die Handlung an sich ist hier wieder wirklich gut und toll durchdacht. Es gibt immer wieder kleine Highlights und der Schreibstil ist wirklich klasse.
Allerdings hätte ich mir ein klein wenig mehr erhofft. Etwas mehr Action usw. Auch wenn ich eine ruhige Handlung an sich gut finde, tut ein bisschen MEHR manchmal eben doch ganz gut. Gerade weil es sich schon um den dritten Band handelt und es nicht mehr lang bis zum großen Finale ist.

Die Veränderung, die Jay in den Büchern durchgemacht hat, fand ich hingegen wirklich gut. Ihre Entwicklung geht langsam vonstatten und doch ist sie merklich da. Das macht sie authentisch und gefällt mir sehr.

Auch die anderen Figuren sind eigentlich alle sehr gelungen.

Fazit:
Eine wirklich gute Reihe, der nur ein wenig die Action gefehlt hat. 7 lila Punkte


Jennifer Estep: Karma Girl. (Bigtime 1)

Karma Girl

Details:
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Piper
Erschienen: 3. April 2017

Inhalt:
In der Welt von »Bigtime« hat jede Stadt mindestens einen Superhelden. Doch selbst der coolste Held kann nichts gegen die Irrungen und Wirrungen der Liebe ausrichten. Daher sollten sich die Heroen in Jennifer Esteps neuer Reihe besser zweimal überlegen, für wen sie aus dem Spandex schlüpfen: Reporterin Carmen Cole erlebt ihren absoluten Alptraum. Kurz vor ihrer Hochzeit erwischt sie ihren Verlobten mit ihrer besten Freundin im Bett. Und es kommt schlimmer – er ist auch noch der ortsansässige Superheld und ihre beste Freundin dessen Erzfeindin! Nach dieser Demütigung beschließt Carmen, sich zu rächen und befördert die beiden geradewegs in die Schlagzeilen. Von da an ist es ihre Lebensaufgabe, Superhelden zu enttarnen. Als sie jedoch in der Metropole Bigtime die Identität der mysteriösen Fearless Five aufdecken soll, geschieht eine Tragödie. Carmen möchte daraufhin nichts lieber, als mit dem Job aufzuhören, nur leider haben die Superschurken Gefallen an Carmens Arbeit gefunden. Sie zwingen sie, sich an die Fersen des Anführers der Five zu heften. Und der sieht zu allem Überfluss extrem gut aus …

Meine Meinung:
Superhelden? Klingt super interessant, weil das Thema einfach noch nicht so abgegrast ist wie andere. Neben „Hidden Hero“, das vor kurzem erschienen ist, kenne ich noch keins mit dieser Thematik.

Es war super, dass Jennifer Estep mit den Klischees aus Comics und Filmen spielt. Gerade die Alliterationen der Namen sind einfach so unterhaltsam und witzig. Ich liebe es, dass auch dieses klassische Bild von Gut-Böse, Superheld – Superschurke miteingebaut wird. Normalerweise finde ich dieses schwarz-weiß denken nicht gut und eher nervig, aber hier passt es einfach so toll. Weil es aufgreift, was man kennt und es auf eine humorvolle Weise verwendet.

Dabei ist das Buch so super geschrieben, dass es mir ehrlich schwer fiel, es aus der Hand zu legen. Ich wollte immer weiterlesen, wollte mehr, wollte diese super unterhaltsame Geschichte um Carmen Cole einfach nicht mehr loslassen.

Okay, die Story war schon echt SEHR vorhersehbar. Mir war ehrlich von Anfang an klar, wer hinter welchem Held steckt usw. Auch wie das Buch endet, war mir irgendwie schon sehr sehr sehr lang im Voraus klar. Das ist auch wieder ein Punkt, der mich normalerweise wirklich stören würde. Aber seltsamerweise war es bei „Karma Girl“ einfach gar nicht schlimm.
Eben weil es in den Filmen des Marvel- oder DC-Universums auch so abläuft. Weil Superheldengeschichten einfach so sein dürfen. Seht es als Privileg dieses Subgenres, aber es hat mich wirklich nicht sonderlich gestört, dass es so extrem vorhersehbar war.

Fazit:
Ein absolut wundervoll geschriebenes Buch, das mich sehr fesseln konnte. Es war zwar wirklich sehr vorhersehbar und konnte mich nicht überraschen, aber da es sich um eine Superhelden-Adaption handelt, kann ich damit leben. Ich freue mich jedenfalls schon darauf, mehr aus BigTime zu lesen. 8,5 lila Punkte


Julia Zieschang

Heute stelle ich euch eine sympathische, junge Autorin vor, deren Bücher echt toll sind. 🙂
Vor allem ihr aktuelles Buch „Blog Love“ ist einfach super und ich kann es euch nur ans Herz legen. Falls ihr meine Meinung dazu hören wollt, einfach HIER klicken.

1. Steckbrief
Dein Sternzeichen?
Schütze.

Deine Ausbildung/Studium?
Abgeschlossenes BWL Studium

Wie bist du zum Schreiben gekommen?Julia
Ich hatte nach meinem Abitur mehrere Monate Zeit bis zum Beginn meines Studiums und dachte mir: „Jetzt oder nie.“ So ist mein erster Roman entstanden und inzwischen sind schon einige gefolgt. ?

2. Fragen zu deiner Person.
Wenn du einen Wunsch frei hättest, was wäre das?
Ich würde mir Gesundheit für mich und meine Liebsten wünschen.

Was ist deine liebste Kindheitserinnerung?
Wenn mir mein Opa Pferdebücher und meine Mama Märchen vorgelesen haben

Welche drei Ziele hast du für die nächste Zeit?
1. Geschichten ausdenken 2. Diese schreiben 3. Diese veröffentlichen

 

 

3. Fragen zu »Blog Love« 
Wann und wie kam dir die Idee zu »Blog Love«?BLog Love
Es gab nicht diesen einen „Geistesblitz“. Ich wollte schon sehr lange ein humorvolles Jugendbuch schreiben, nachdem ich bisher immer nur Fantasy geschrieben habe und WG-Geschichten eignen sich für Humor immer super. Tja und so kam eines zum anderen. Ich wollte meiner Protagonistin ein zeitgemäßes, modernes Hobby geben und da ich selbst leidenschaftliche Foodblog-Leserin bin, wurde Vanny schließlich Foodbloggerin.

Wie würdest du deinen Roman in drei Wörtern beschreiben?
Anders. Lustig. Chaotisch.

Hast du all die tollen Rezepte, die im Buch eine Rolle spielen, selbst schon ausprobiert?
Sehr viele davon, ja. Zum Beispiel die Schokocupcakes, die Rhabarber-Frangipane, die Smoothie-Bowl und die One-Pot-Pasta. Die Compost Cookies habe ich leider noch nicht gemacht, aber das will ich unbedingt nachholen.

Hand auf’s Herz: Wie viel Vanny steckt in dir?
Schon ein klein wenig. ? Vanny ist und wird vermutlich immer die Protagonistin bleiben, von der am meisten von mir selbst eingeflossen ist. Ich liebe es, genau wie Vanny in der Küche zu stehen und neue Rezepte auszuprobieren. Und Sauberkeit ist auch nicht zu verachten. ? Ich bin nur nicht so ordentlich wie sie. Mein Schreibtisch ist das reinste Chaos, aber den werdet ihr niiieeemals zu sehen bekommen.

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Kommen wir jetzt zum eigentlichen Kern des Interviews. 😉
Ich habe für euch ein Interview der etwas anderen Art mit dem schönen Titel „Dein Leben in Buchtiteln“.
Einfaches Prinzip, das uns dennoch viel über eine Person verrät. Ich habe Julia ein paar Fragen gestellt und anstelle einer herkömmlichen Antwort gibt es eben ein Buchcover bzw. -titel. Das verrät viel über eine Person und ist einfach Mal was ganz anderes.

1. Welches Buch symbolisiert für dich deine Kindheit?

Kindheit

2. Welchen Beruf wolltest du als Kind später mal ergreifen?

Berufswunsch als Kind

3. Dein Beziehungsstatus?

Beziehungsstatus

4. Was sind deine Hobbys?

HobbyHobby 2

5. Was ist dein Traumurlaubsziel?

Traumurlaubsziel

6. Deine größte Stärke und deine größte Schwäche?

Stärke

Stärke

 

Selbstvertrauen von Christian Bischoff

Schwäche

 

7. Dein LieblingsprotagonistIN und/oder dein Book Boyfriend?

Lieblingsprota und Bookboyfriend

8. Welches Buch hat dein Leben verändert?

Leben verändert

9. Welches Buch hat dich zuletzt zum Lachen gebracht?

Lachen

10. Und welches zum Weinen?

Weinen

11. Was sind deine Lieblingsbücher/-reihe?

Lieblingsbuch  Lieblingsbuch 2


Janet Clark: Ewig Dein. Deathline.

Ewig dein

Details:
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: cbj
Erschienen: 20. März 2017

Inhalt:
Josie hat sich schon immer gewünscht, dass ihr Leben einmal große Gefühle, dramatische Leidenschaften und spannende Wendungen für sie bereithält.

Als sie sich im Jahr nach ihrem 16. Geburtstag in die langen Ferien stürzt, ahnt Josie noch nicht, dass eben jener Sommer vor ihr liegt, der ihr Schicksal bestimmen wird. Niemand würde schließlich vermuten, dass die idyllische Pferderanch ihrer Familie einmal Schauplatz mysteriöser Ereignisse werden könnte. Doch Josie muss erkennen, dass dieser Schein trügt, als sie den faszinierenden Ray kennenlernt. Denn ihre große Liebe trägt ein Geheimnis mit sich herum, das Josies Welt in große Gefahr bringen könnte.

Und so muss Josie sich entscheiden. Auch wenn der Preis dafür vielleicht ihre Liebe ist …

Meine Meinung:
Die Liebesgeschichte konnte mich leider nicht so ganz überzeugen. Auch wenn mir die Idee schon sehr gut gefallen hat, war die Umsetzung meiner Meinung nach leider nicht so ganz gelungen. Bei mir kamen die Emotionen einfach nicht an, auch wenn ich die Story an sich ganz süß fand. Vielleicht lag es daran, dass ich die Figuren ebenfalls nicht als so ganz ausgereift empfunden und keinen Zugang zu ihnen gefunden habe. Dadurch war es mir auch nicht möglich, gefühlstechnisch völlig auf die Handlung einzusteigen.

Die Handlung war anfangs eher ruhig und ein klein wenig zäh für meinen Geschmack. Es ging mehr um die Ranch, auf der Josie lebt, als um etwas anderes. Und auch wenn das natürlich wichtig ist, um eine Figur kennenzulernen, konnte es mich leider einfach nicht so ganz fesseln. Später hat sich das allerdings erstmal geändert. Dann kamen die mysteriösen und fast schon Thriller-artigen Elemente dazu, die das Ganze definitiv spannender und mitreißender gestaltet haben.
Aber auch hier muss ich leider wieder ein klein wenig meckern, denn letztendlich haben sich die Ereignisse einfach zu sehr überschlagen und wurden etwas vorhersehbar. Anfangs gab es auf jeden Fall Nervenkitzel, irgendwann dann konnte es mich nicht mehr so zu 100% mitreißen.

Insgesamt war die Handlung für mich ein Auf und Ab, die mich alles in allem ein klein wenig enttäuscht zurück lässt. Denn auch wenn die Idee der Geschichte, sowie die Mischung der verschiedenen Elemente auf jeden Fall gewaltig Potential birgt, konnte das für meinen Geschmack nicht so ganz ausgeschöpft werden.

Fazit:
Eine schöne Idee und eine interessante Genre-Mischung ergeben viel Potential, das leider nicht so ganz ausgeschöpft wurde. Für mich persönlich kam das Gefühl nicht so ganz rüber. Aber das ist auf jeden Fall Geschmackssache und ich bin mir sicher, viele werden es anders sehen. 6 lila Punkte von mir.