Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Jo Schneider: Die Unbestimmten 1. Die Staubgeborene.

die-staubgeborene--die-unbestimmten-1

Details:
Seitenzahl: 460 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 26. Mai 2017

Alle Infos zum Buch auf der Verlagsseite

Inhalt:
Die 19-jährige Zianth kann ihren Augen kaum trauen, als sie einen der wertvollsten Edelsteine in den Händen hält, die es gibt! Endlich scheint ein Leben außerhalb der staubigen Minen für sie in greifbarer Nähe – ein Leben in absoluter Freiheit. Doch mit dem Fund erwachen ungeahnte Fähigkeiten in ihr, die sie an einen neuen Ort binden, eine Stadt der Magie. Hier wird sie zur Schülerin des vermutlich dunkelsten Magiers des Landes. Der Winteralb gilt als hart und unbarmherzig und um seine Vergangenheit ranken sich viele düstere Geheimnisse. Immer wieder stellt er Zianth vor Aufgaben, an denen sie zu zerbrechen droht. Bis ihre wahre Gabe ans Licht kommt…  

Meine Meinung:
Sprache:
Ich finde den Schreibstil wirklich spannend. Er ist nicht so locker-leicht, dass man einfach darüber hinweg liest, sondern man muss mitdenken, muss sich (im absolut positiven Sinne) anstrengen beim Lesen. Aber in einem Maß, dass es Spaß macht. 😉

Figuren:
Generell muss ich sagen, dass ich anfangs ein wenig die Tiefe vermisst habe bei den Figuren. Sie waren alle interessant geschildert, aber die tiefere Verbindung zu ihnen hat mir gerade zu Beginn etwas gefehlt. Außer zu Aster, aber zu dem komme ich gleich noch. 😉
Im Laufe der Geschichte hat sich das aber gelegt und ich bin schließlich auf jeden Fall angekommen und habe die Charaktere auch besser kennen und mögen gelernt. Außerdem bin ich mir absolut sicher, dass sich das in den nächsten Bänden noch mehr steigern wird, da ich weiß, wie gut, einfühlsam und emotional die Autorin schreiben kann. Ich habe ein neueres Projekt von ihr gelesen und war dort zutiefst beeindruckt von der Tiefe der Figuren – also bin ich absolut zuversichtlich, dass ich das bei „Die Unbestimmten“ von Buch zu Buch auch noch mehr erleben werde.

Aster, der düstere Ausbilder, hat mich hingegen vom ersten Moment an fasziniert. Er strahlt etwas Besonderes aus, etwas Spannendes und ich habe ihn von Anfang an ins Herz geschlossen. Er ist eine richtig gelungene Figur, die mir sehr, sehr gut gefallen hat.

Handlung:
Die Idee der Geschichte hat mir auf jeden Fall sehr gefallen. Ich möchte wie immer gar nicht allzu sehr auf den Inhalt eingehen, um nichts vorweg zu nehmen, sondern nur auf das, was der Inhalt mit mir als Leser angestellt hat. 😉

Zu Beginn ging mir leider alles einen kleinen Ticken zu schnell. Der Weg aus den Minen hin zu Zianths neuem Leben, war für mich ein wenig zu abrupt geschildert. Ich hatte gar nicht so die Chance, emotional richtig einzusteigen.
Aber das war wirklich nur am Anfang so. Ein paar Seiten später war ich dann angekommen und habe mitgefiebert.

Ich hätte mir allerdings auch eine größere Rahmenhandlung gewünscht, in die Zianths Geschichte eingebettet wird. Gerade am Anfang habe ich das ein wenig vermisst, weil dadurch nicht ganz so viel Spannung aufgekommen ist. Doch wie auch bei den anderen kleineren Kritikpunkten, hat sich auch das im Laufe des Buches gelegt.

Schließlich konnte mich der erste Band von „Die Unbestimmten“ auf jeden Fall fesseln und überzeugen. Hier wird eine komplexe und faszinierende Welt geschaffen, in der es noch ganz viel zu entdecken gibt, da bin ich mir sicher. Die Idee ist toll und auch die Umsetzung war für mich nach anfänglichen kleinen Holpersteinen wirklich überaus gelungen, sodass ich mich darauf freue, noch vier weitere Bände lesen zu dürfen.

Fazit:
Ein tolles High Fantasy-Buch, das bei mir zwar ein paar Seiten gebraucht hat, mich aber dann richtig überzeugen konnte. Ich freue mich auf die Fortsetzung und da ich weiß, was die Autorin noch so alles drauf hat, gebe ich dieses Mal von Herzen kommende 8 lila Punkte, damit wir in den nächsten Bänden noch eine Steigerung an Punkten haben können. 😉


Drucie Anne Taylor: Logan. Ein Sommer auf der McBannon Ranch. (McBannon – Brothers 1)

Logan

Details:
Seitenzahl: 180 Seiten
Verlag: Forever
Erschienen: 1. Mai 2017

Das Buch will ich mir näher ansehen …

Inhalt:
Charlie Hawking ist auf dem besten Weg, sich ihren großen Traum zu erfüllen und Tierärztin zu werden. Vor Studienbeginn will sie den Sommer über auf einer Ranch in Texas praktische Erfahrungen sammeln. Dort angekommen lernt sie Logan McBannon und dessen drei Brüder, die gutaussehenden Söhne ihres neuen Arbeitgebers, kennen. Die Männer sind wenig erfreut darüber, dass sie nun neben der Arbeit auch noch eine junge Frau betreuen müssen und behandeln Charlie wie einen Eindringling. Charlie selbst hat ein ganz anderes Problem: Der attraktive Logan hat ihr mit seiner rauen Art, die sie an einen echten Cowboy erinnert, gehörig den Kopf verdreht. Schließlich kommen Charlie und Logan sich näher. Doch schon bald merkt Charlie, dass die Brüder etwas verbergen …

Meine Meinung:
Figuren:
Bei Charlie, der Protagonistin, fand ich es ein wenig seltsam, dass sie unbedingt Tierärztin für Farmtiere werden möchte – aber gleichzeitig Angst vor Hühnern hat (um nur ein Beispiel zu nennen). Es hat immer wieder solche Punkte gegeben, die einfach so gar nicht zu ihrem angeblich größten Berufswunsch zusammenhängen. Mir kam es meistens eher so vor, als hätte Charlie sich noch nie vorher so wirklich mit Tieren auseinander gesetzt.

Logan bleibt etwas flach und man hätte ihn als Person schon noch etwas ausbauen können.

Handlung:
Ich bin ja ein großer Fan von Cowboy-Geschichten, muss ich ehrlich gestehen. Ich finde es großartig, wenn Romane vor der Kulisse der amerikanischen Natur spielen und genau aus dem Grund, habe ich mich entschlossen, „Logan“ zu lesen.

Es war alles in allem auch ein gutes Buch. Sehr kurzweilig, sehr flüssig zu lesen und wirklich unterhaltsam.
Die Charaktere und die Geschichte waren jetzt nicht unglaublich tiefgründig oder haben mich emotional fertig gemacht oder richtig stark berührt – aber es hat trotzdem Spaß gemacht, „Logan“ zu lesen.

Ich mochte das Setting der Ranch sehr gern. Ein bisschen, als dürfte man selbst ein kleines Abenteuer in Texas erleben. Das weckt definitiv Fernweh und passt perfekt zum Sommer.

Etwas mehr Spannung hätte dem Buch ganz gut getan, denn die Handlung plätschert eher vor sich hin. Was für einen locker-flockige Sommerroman jetzt auch nicht soooo schlimm ist, aber man hätte noch mehr aus der Geschichte rausholen können. Vielleicht mit ein paar mehr Seiten und ein paar Überraschungen.

Bei der Liebesgeschichte hätte ich mir vielleicht mehr Knistern, mehr Prickeln, mehr Funken gewünscht – das kam bei mir leider nicht ganz so viel rüber.

Fazit:
Eine nette, kurzweilige Geschichte, die ich als locker-leichte Sommerlektüre beschreiben würde. Etwas mehr Tiefe und Spannung wären ganz schön gewesen, aber trotzdem hat es Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen. 6 lila Punkte


Sarina Bowen: True North 1.

True North

Details:
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 24. April 2017

Inhalt:
Als Audrey Kidder der finstere Blick von Griffin Shipley trifft, weiß sie sofort, dass ihr Auftrag in Vermont schwieriger wird als gedacht. Doch sie hat keine Wahl: Wenn sie ihren Job behalten will, muss sie Griff davon überzeugen, seinen preisgekrönten Cider zum halben Preis zu verkaufen. Eine harte Nuss, denn der Bio-Farmer ist nicht nur ausgesprochen stur – und unheimlich attraktiv -, sondern seit ihrer heißen Affäre am College auch nicht besonders gut auf Audrey zu sprechen. Und dass sich Audrey in Griffs Nähe augenblicklich so zu Hause fühlt wie nirgends sonst auf der Welt, macht die Sache alles andere als einfach –

Meine Meinung:
Was so herrlich an diesem Buch ist? Es ist so wunderbar unaufgeregt. Keine künstlichen Dramen, vorhersehbare Missverständnisse und so weiter. Die Protagonisten tanzen nicht ewig umeinander rum und knisternde Momente werden nicht aus sinnlosen Gründen abgeschmettert.
Es war einfach ehrlich, authentisch und keine einzige Sekunde nervig. Im Gegenteil.

Obwohl die Handlung eigentlich gar nicht actionreich ist und ohne übertriebene Dramen und so weiter klarkommt, ist sie niemals langweilig. Ich war von der ersten bis zu letzten Seite einfach völlig in der Geschichte drin und wollte gar nicht aufhören zu lesen. Es war so fesselnd und gefühlvoll geschrieben, dass ich mich Hals über Kopf in die Figuren verliebt habe.

Emotional und dabei so authentisch und niemals übertrieben. Romantisch und wundervoll, aber nicht kitschig.

Dazu kommt, dass Griffin als Protagonist einfach umwerfend ist. Er ist kein Bad Boy, aber auch kein langweiliger „braver Junge“. Er ist die perfekte Mischung von hart und weich, lieb und … bestimmend. 😉 Ein unglaublich toller Mann.

Auch die zahlreichen Nebenfiguren sind so wunderbar gezeichnet und klasse entworfen. Sie alle sind mir ans Herz gewachsen und kommen mir nach dem Lesen fast wie echte Menschen vor.

Es passiert mir nicht oft, dass mich ein Roman so fesseln kann, in dem von der Handlung her eigentlich gar nicht so viel passiert. Leider langweilt mich sowas schnell – aber hier absolut gar nicht.
Ich war traurig, als das Buch aufgehört hat und hätte am liebsten noch ewig weitergelesen. Jetzt bleibt mir nur zu warten bis endlich Band 2 erscheint.

Fazit:
Eine fesselnde, emotionale Geschichte, die ganz ohne künstliches Aufbauschen zurecht kommt. Echte Gefühle, tolle Figuren und trotz einer Handlung, in der eigentlich nicht viel passiert, ein absolut überzeugendes und umwerfendes Buch. 10 lila Punkte


Nica Stevens: Hüter der fünf Leben.

Hüter der fünf leben

Details:
Seitenzahl: 288 Seiten
Verlag: Carlsen
Erschienen: 24. März 2017

Zum Kaufen hier entlang…

Inhalt:
Für die 17-jährige Vivien zählen die Sommertage, die sie bei ihrem Vater in einem kanadischen Nationalpark verbringt, zu den schönsten im Jahr. Doch dann begegnet sie dem gut aussehenden Liam, ihrem Freund aus Kindertagen, und nichts ist mehr wie zuvor. Scheinbar ohne Grund verhält er sich ihr gegenüber kühl und distanziert. Als sie durch Zufall das seltsame Brandmal auf seiner Brust entdeckt, wendet er sich ganz von ihr ab. Vivien beschließt, Liams Geheimnis zu lüften – und kommt ihm dabei gefährlich nahe …

Meinung:
Ich kann eigentlich nicht wirklich etwas Schlechtes über das Buch sagen.
Allerdings auch nichts überschwänglich Gutes.
Diese zwei Sätze bringen meine Meinung zu „Hüter der fünf Leben“ eigentlich sehr gut auf den Punkt. Denn das Buch ist schon gut, nett und kurzweilig, aber es konnte mich leider nicht vom Hocker reißen oder richtig berühren.

Die Geschichte war schön durchdacht und hat mich auch gut unterhalten, auch wenn sie mich nicht so unglaublich überrascht hat oder ähnliches.
Die Schauplätze waren toll gewählt, da die Handlung sehr viel im Wald spielt, und ich die Atmosphäre wirklich sehr gut beschrieben fand. Das hat Nica Stevens klasse hinbekommen, denn man fühlt sich wirklich in die wilde Natur versetzt.

Auch bei den Figuren war es wieder dasselbe. Sie sind schon gut entworfen, aber so richtig gefesselt haben sie mich jetzt irgendwie nicht.
Gerade Liam kann ich manchmal nicht so ganz verstehen. Er hat ein Geheimnis und vertraut das einfach so mal einem Mädchen an, das er im Grunde überhaupt nicht (mehr) kennt? Fand ich schon sehr merkwürdig.

Irgendwie ging auch alles ganz schön schnell. Da hätte ich mir manchmal ein klein wenig mehr Luft gewünscht und mehr Raum, damit sich die Geschichte richtig entfalten kann. Vielleicht 100 mehr hätten dem Buch schon gut getan. Aber wirklich schlecht fand ich es trotzdem nicht. Wie gesagt, hier greift wieder das am Anfang Genannte. 😉

Fazit:
Ein Buch, das zwar nett zu lesen ist, mich aber leider nicht so richtig mitnehmen konnte. Mir hat ein wenig das letzte bisschen des besonderen Etwas gefehlt, das im Gedächtnis bleibt. So ist es eine nette Geschichte für Zwischendurch. 6,5 lila Punkte


Blogtour „Raven’s Blood“

Banner

 

Willkommen zum vorletzten Tag der Blogtour zu „Raven’s Blood.“.
Heute geht es bei mir um das eigentlich naheliegendste Thema, wenn man sich den Titel des Buches mal so anschaut. 😉 Nämlich um die Raben selbst. Und ihr werdet staunen, wie wichtig und unglaublich unterschiedlich diese faszinierenden Tiere in diversen Kulturkreisen und durch die Zeiten gesehen wurden.

Falls euch vorab meine komplett spoilerfreie Meinung zum Buch von Sylvia Steele interessiert, dann klickt doch einfach einmal HIER. 😉
Und als elegante und schöne Überleitung von Rezension zu meinem Blogtourbeitrag, gibt es hier ein tolles Zitat, das „Raven’s Blood“ einfach perfekt symbolisiert:
Der Ruf des Raben wird ihr Schicksal offenbaren …

___________________________________________________________

Rabe 6

Der Rabe in verschiedenen Mythologien:

1. Nordisch
In der nordischen Mythologie konnte sich der Göttervater Odin (oder auch Wotan) manchmal selbst in einen Raben verwandeln. Darüber hinaus hat er immer zwei Raben dabei gehabt, die unter den Namen Munin und Hugin/Kunin bekannt sind.
Diese zwei gefiederten Spione schickte er täglich los, um über alles Wichtige in der Welt informiert zu werden.
Da Odin Raben ganz eindeutig echt wichtig waren und er der höchste Gott dieser Mythologie war, wurden diese schwarzen Tiere für die Gläubigen heilig. Hier galt Raben = Weisheit.

2. Griechisch
Flug und Verhalten von Raben wurde hier im Vorfeld einer Schlacht sehr wertgeschätzt. Laut griechischem und auch babylonischen Götterglauben, konnte eben das schon vorher den Ausgang eines Kampfes bestimmen. Herrscher und Heerführer ließen sich dementsprechend durch Raben voraussagen, ob sie gerade gewaltig Mist bauten oder ob sie sich auf dem richtigen Weg befanden. 😉
Um die hohe Meinung der gefiederten Tiere deutlich zu machen, kommt hier die Meinung des Philosophen Aristoteles. Er meinte, dass Raben sich nicht nur auf ihren Instinkt verlassen, sondern auch sehr intelligent sind und gezielt handeln können.
Aber auch den Griechischen Göttern waren Raben wichtig, denn beispielsweise Apollon sagte angeblich, sie seien für ihn heilig. Er nutzte dieses Tier in den Sagen oft als Bote, Helfer oder Beschützer.

Rabe 5

3. Römisch
Im alten Rom befragten die Auguren, ein sechzehnköpfiges Gremium römischer Beamter, das Vogelorakel, um zu erfahren, ob ein geplantes Vorhaben den Göttern denn auch recht war.
Je nachdem, aus welcher Richtung ein Rabe dann einen von den Auguren abgegrenzten Bereich durchflog, bedeutete das Unheil oder Segen. Kam er von links, war es ein schlechtes Zeichen, von rechts war es positiv zu deuten.

4. Christentum
Damit das hier nicht zu ausufernd wird (ihr würdet staunen, was man zu diesem spannenden Thema alles findet!), hier nur zwei Beispiele aus der Bibel, in denen Raben eine Rolle spielen:
– Laut der Bibel wird der Prophet Elija währen einer Zeit des Hungers, als er sich vor dem König Ahab versteckte, von Raben mit Essen versorgt.
– In der Geschichte von der Sintflut lässt Noah am 11. Tag des 11. Monats der Flut einen Raben aus dem Fenster der Arche fliegen.

Rabe 3

5. Modernere Interpretationen
Nach der Antike änderte sich das Bild der Raben grundlegend. Waren sie vorher noch positiv und als intelligent verschrien, so schlug ihr Bild nun ins Negative um.
Galgenvögel nannte man sie, was vor allem daher kommt, dass sie dazu neigen, sich von Aas zu ernähren – egal, ob von Mensch oder Tier.
Da man in diesen Zeiten zu großen Schlachten mit vielen Toten neigte und dazu nicht gerade zimperlich damit war, Verbrecher am Galgen zu erhängen, waren die Raben als Aasfresser omnipräsent.

In Europa galt der Rabe nach der Christianisierung wegen seiner heidnischen Bedeutung als böse und Tier der Unterwelt und des Todes, er zählte zum Gefolge des Teufels. Man dachte auch, Raben seien Seelen toter Sünder und auch Hexen sollten sich angeblich in Raben verwandeln können.

6. Nordamerikanisch
Bei den nordamerikanischen Indianerstämmen wird der Rabe nur positiv dargestellt. Er ist sogar die wichtigste Kreatur der Welt für die Stämme an der nordamerikanischen Westküste. Der Rabe gilt als großer Hüter und Beschützer ihrer Kultur, er erschuf die Erde, kann alles durch seinen Willen lenken, brachte Sonne, Mond und die Sterne an den Himmel, füllte die Gewässer und das Land mit Tieren, war Übermensch und erschien in den unterschiedlichsten Gestalten.
Der Rabe bevölkerte die Erde mit den Menschen und gab diesen das Feuer. Kein anderes Tier wird so vielfältig und häufig künstlerisch dargestellt wie der Rabe.
Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass der Rabe für viele Stämme eines der wichtigsten heiligen Totemtiere ist.

_________________________________________________

Was meint ihr, welche Mythologie spielt in „Raven’s Blood“ eine Rolle? Wer das Buch schon kennt, bitte nicht spoilern. 😉

_________________________________________________

Am Ende der Blogtour könnt ihr übrigens 1 von 3 eBooks von „Raven’s Blood“ gewinnen. Einfach unter dem entsprechenden Beitrag in der Veranstaltung auf Facebook kommentieren (siehe HIER )und falls ihr gezogen werdet, müsst ihr wissen, welcher Satz in jedem Beitrag der Tour vorkommt.
BITTE NICHT HIER DIE LÖSUNG VERRATEN! 😉

Gewinn
Teilnahme ab 18, oder mit schriftlicher Genehmigung der Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Umtausch und Barauszahlung sind ebenfalls ausgeschlossen.
Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und nach dem Versand direkt gelöscht.
Die werden nur zur Überführung der Ware benötigt.
Die Haftung der Richtigkeit der anderen Beiträge wird nicht übernommen.
Gewinnspiel läuft bis 21.5. um 23.59 Uhr.
_______________________________________________

Zum Abschluss noch kurz die anderen Stationen der Tour, damit ihr die anderen tollen Beiträge lesen könnt. 😉

1. Trallafittibooks
2. Reading is like taking a journey
3. Fuchsias Weltenecho
4. Mitternachtsschatten
5. Bücherleser
6. Anni-Chans fantastische Welt der Bücher
7. Hier bei mir 😉
8. Wurm sucht Buch

_______________________________________________

Informationsquellen:
http://www.planet-wissen.de/natur/voegel/rabenvoegel/pwierabenindermythologie100.html
Der Rabe in der Mythologie

Bildquellen:
pixabay.com


Kendare Blake: Der Schwarze Thron 1. Die Schwestern.

Der schwarze Thron

Details:
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: Penhaligon
Erschienen: 9. Mai 2017

Inhalt:
Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

Meine Meinung:
Ich liebe die Idee des Buchs.
Ich habe bereits die englische Version davon im Auge gehabt und war unfassbar gespannt, es endlich selbst lesen zu dürfen. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen – was vielleicht der Fehler war.
Denn so toll und spannend de Idee auch klingt, die Umsetzung war leider meilenweit unter dem, was ich erwartet hatte.

Wo soll ich nur anfangen?
Ich habe beispielsweise die Spannung vermisst.
Ich meine, das Thema, der Klappentext – das schreit doch gerade SPANNUNG! NERVENKITZEL! Aber daraus wurde leider nicht viel gemacht. Die meisten Szenen haben sich mit völlig nebensächlichen Dingen beschäftigt, die vor sich hinplätscherten, aber mich nicht fesseln konnten.
Nach wie vor begreife ich nicht so ganz, weshalb sich die Autorin nicht auf die actiongeladene Haupthandlung konzentriert hat, sondern so viel unsinniges Geplänkel außenherum in den Fokus gerückt hat. Die Grundidee der Geschichte hätte das nämlich auf alle Fälle hergegeben.

Weiter geht es mit einer eher kleineren Kleinigkeit, die mich trotzdem beim Lesen wirklich gestört hat. Es hat eher für Verwirrung gesorgt und mich leider sehr im Lesefluss gestört: Die vielen, vielen, vielen Namen.
Da die Kapitel abwechselnd die drei Schwestern behandeln, werden wir in jedem einzelnen mit wechselnden Namen konfrontiert. Man muss sich immer erst einmal konzentrieren, die Leute nochmal zuordnen und so weiter. Aber ganz ehrlich? Wenn ich lese, habe ich keine Lust, gleichzeitig auch noch als Namenslexikon zu fungieren.
Vor allem, da wir die allermeisten Figuren überhaupt nicht richtig vorgestellt bekommen, sondern uns die Zusammenhänge selbst zusammenreimen müssen.

Positiv fand ich allerdings, dass wir tatsächlich die Perspektiven aller drei Schwestern erleben dürfen. Auch wenn das mit eben genannten Nachteilen verbunden ist. Trotzdem finde ich die Unterschiede der drei sehr interessant zu sehen und zu lesen.

Aber auch hier gibt es leider wieder ein großes ABER. Denn die Kapitel spielten zwar dort, wo sich die jeweiligen Schwestern aufhalten, aber sie fokussieren sich nicht auf die drei. Soll heißen, wir haben es hier mit einem Erzähler zu tun, der alles weiß, der manchmal auch aus Sicht irgendwelcher Nebenfiguren berichtet und dem Leser somit eigentlich schon sehr viel verrät, was man doch lieber selbst herausgefunden hätte.
Gleichzeitig sorgt das bei mir leider auch dafür, dass ich keine Verbindung zu den Schwestern herstellen konnte. Denn durch diesen Erzählstil, der uns überhaupt nicht wirklich in das Innere der Personen hat schauen lassen, bleibt ständig eine gewisse Distanz.

Die Distanz wird noch dadurch verstärkt, dass ich tiefe Gefühle, Emotionen und überhaupt Tiefe bei den Figuren vermisst habe. Sie bleiben leider alle sehr oberflächlich beschrieben – obwohl hier so, so, so viel Potential da gewesen wäre.

Fazit:
Ich bin leider enttäuscht von „Der schwarze Thron. Die Schwestern“, weil das Potential überhaupt nicht ausgeschöpft wurde. Keine Tiefe, sehr ungünstiger Erzählstil und fehlende Spannung. Schade, weil die Idee so wundervoll und großartig war. Mehr als 4 lila Punkte sind aber leider nicht drin …


Gail Honeyman: Ich, Eleanor Oliphant.

Ich, Eleanor Oliphant

Details:
Seitenzahl: 529 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 24. April 2017

Inhalt:
Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.

Meine Meinung:
Was sich auf jeden Fall festhalten lässt: Dieses Buch ist so ganz anders als alles, das ich bisher gelesen habe. Und das ist definitiv positiv gemeint.

Die Figur von Eleanor ist eine sehr untypische Protagonistin, aber trotzdem – oder gerade deshalb? – mag ich sie sehr gern. Sie ist oft schroff, kann überheblich wirken und ist völlig weltfremd. Was sich auf den ersten Blick eher abschreckend anhört, war einfach nur unfassbar berührend. Denn wir lernen ihr alles andere als leichtes Schicksal kennen und erfahren nach und nach, was Eleanor zu der hat werden lassen, die sie jetzt ist.
Dabei kommen sehr ernste und tiefgründige Themen zum Vorschein, die sehr interessant und emotional sind.
Das Thema der völligen Isolation, der absoluten Einsamkeit und einem Leben ohne Liebe haben mich berührt und einen Denkanstoß gegeben.

Gerade diese Tiefenpsychologie hat „Ich, Eleanor Oliphant“ zu einem wirklich sehr außergewöhnlichen Erlebnis gemacht, das zum Nachdenken und Mitfühlen anregt. Es sticht aus der Masse heraus und bleibt im Gedächtnis. Und trotz des schweren und ernsten Themas lässt sich die Geschichte sehr leicht und locker lesen. Eine höchst interessante Mischung, die den Roman nur noch spannender macht.

Auch die Liebesgeschichte ist hier alles andere als normal. Eleanors Obsession – ja, man kann es wirklich so nennen – für einen Mann, mit dem sie noch nicht einmal ein Wort gewechselt hat, klingt vielleicht erst einmal unlogisch. Aber ganz ehrlich, ich kann es nachvollziehen. Ich kann diese Besessenheit für einen völlig Unbekannten verstehen, weil ich das Gefühl hatte, Eleanor verstehen zu lernen. Sie liebt nicht den Mann, sondern einfach nur die Vorstellung von ihm, die sie in ihrem Kopf zusammenfantasiert hat.

Leider zieht sich das Buch aber schon sehr. Etwas weniger Seiten hätten vielleicht ganz gut getan … Denn so ist es vor allem die erste Hälfte, in der die Dinge extremst langsam vorwärts gehen oder sich auch gar nicht wirklich weiterentwickeln. Das war schade, da die Geschichte trotz aller positiver Aspekte auf diese Weise leider stellenweise etwas langweilig wurde.

Fazit:
Ein völlig anderes Buch voller Tiefe und Themen, die zum Nachdenken anregen und berühren. Eine Protagonistin, die gerade durch ihre Eigenarten besticht, tut ihr Übriges, um die Geschichte von der Masse abzuheben. Ein paar Seiten weniger wären angenehmer zu lesen gewesen, doch insgesamt konnte mich „Ich, Eleanor Oliphant“ durchaus überzeugen. 7 lila Punkte


Anika Lorenz: In der Liebe ein Mensch (Heart against Soul 6)

In der Liebe ein Mensch

Details:
Seitenzahl: 292 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 4. Mai 2017

Inhalt:
Emmas größter Wunsch scheint endlich in Erfüllung zu gehen. Sie und Nate kommen sich wieder näher und Emma genießt die Zweisamkeit mit ihm in vollen Zügen. Der Wolf ihres Herzens ist wie ausgewechselt: stark, überschwänglich gut gelaunt und voller Selbstvertrauen. Aber Emma muss bald erkennen, dass zum neuen Nate auch Seiten gehören, die alles andere als sympathisch sind. Ihr wird bewusst, dass sie ihn noch viel besser kennenlernen muss, um ihn wirklich verstehen zu können. Doch Emmas Aufgabe lässt das nicht zu, denn plötzlich häufen sich die Nachrichten von monströsen Tieren, die Menschen angreifen. Bestien, die nur Gestaltwandler sein können…  

Meine Meinung:
Ich habe es so lange wie möglich rausgezögert, dieses Buch zu lesen – einfach, weil ich nicht wollte, dass die Reihe schon aufhört! Es ist meine Wohlfühl-Reihe, bei der ich jeden neuen Band so gern gelesen und mich jedes Mal … na ja, wie unter einer warmen Decke gefühlt habe. Man gewinnt die Story und die Figuren einfach so lieb, dass es fast ein kleines bisschen wie Nachhause kommen ist, wenn man wieder in Emmas Welt eintaucht.

Wer „Heart against Soul“ bis hierher gelesen hat und zu Band 6 greift, dem muss ich wahrscheinlich nicht mehr viel über den super zu lesenden Sprachstil erzählen oder über die Charaktere, die sich alle im Laufe der Bücher so verändert und entwickelt haben.
Deshalb mache ich das jetzt auch nicht. 😉

Stattdessen muss ich einfach betonen, wie genial die Handlung in „In der Liebe eine Mensch“ war. Ein richtiges Kracher-Finale, das der Reihe sowas von gerecht wird und dem Ganzen noch die Krone aufsetzt.
Oftmals bin ich enttäuscht von den Abschlussbänden längerer Reihen, weil man so große Erwartungen hat nach all der Zeit und einfach etwas richtig Großes am Ende erwartet.
Tja, hier passiert das dann definitiv!
Ich wusste ehrlich nicht, was passieren und wie alles enden würde. Es war bis zum Schluss absolut spannend und nicht klar, was noch kommen könnte. Und da kam so einiges, das könnt ihr mir glauben.

Wenn ich jetzt auf die ganze Reihe zurückblicke, finde ich es Wahnsinn, wie sehr sich alles verändert hat. Niemals hätte ich nach Band 1 gedacht, dass es im Endeffekt auf dieses Ende hinausläuft. Die Geschichte entwickelt sich so ganz anders, als man meinen könnte und das passiert allmählich und nimmt sich die Zeit, die eben nötig ist. Gerade das gefällt mir so gut, denn es wirkt authentisch und gibt dem Leser das Gefühl, selbst ein kleiner Teil des Ganzen zu sein.

Trotzdem bin ich traurig, dass es keinen Nachschub mehr aus der Welt von „Heart against Soul“ geben wird…

Fazit:
Ein krönender Abschluss einer absoluten Wohlfühl-Reihe, die sich in den sechs Bänden so völlig anders entwickelt, als man meinen könnte. Ich habe die Welt von Emma, Liam und Nate lieb gewonnen und bin immer wieder gern hierher gekommen. Deshalb – und dafür, dass das Finale einfach so spannend und nervenzerreißend war – gebe ich zum Abschied von Herzen kommende 9 lila Punkte.


Bianca Iosivoni: Der letzte erste Blick (Firsts-Reihe 1)

Der letzte erste Blick

Details:
Seitenzahl: 464 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 24. April 2017

Inhalt:
Endlich frei! Emery Lance kann es nicht erwarten, ihr Studium in West Virginia zu beginnen. Niemand kennt hier ihre Geschichte. Niemand weiß, was zu Hause geschehen ist. Dafür ist sie auch bereit, in Kauf zu nehmen, dass die Situation im Wohnheim alles andere als ideal ist. Nicht nur treibt ihr Mitbewohner sie regelmäßig in den Wahnsinn – sein bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen …

Meine Meinung:
Wow, was für ein Buch!
Ich. Liebe. Es.
Das muss ich einfach mal vorweg schicken, ehe ich an die Details gehe, denn „Der letzte erste Blick“ verdient es einfach, dass man auch in einer Rezension dazu von Anfang an begeistert ist – genau wie ich es von diesem Buch war.

Ich habe mehr als einmal während des Lesens sowas gedacht wie „Wow, der neue Colleen Hoover-Roman ist ja echt der Hammer!“. Bis mir einfiel, dass diese wunderbare Geschichte ja gar nicht von der Königin der New Adult-Romane Hoover stammt, sondern von Bianca Iosivoni. Denn ganz ehrlich, für mich stehen sie auf einer Stufe.

Sprache:
Eine so gefühlvolle, emotionale und tiefgründige Sprache, die mich von der ersten bis zur letzten Seite völlig gepackt hat. Es war romantisch, lustig und mitreißend.
Man könnte hier einfach so ziemlich alles an positiven Adjektive einstreuen, die einem zu einer romantischen Geschichte einfallen – und man läge mit allen richtig.

Figuren und Handlung:
Im Grunde passiert gar nicht so unglaublich viel im Laufe der Handlung. Aber das macht nichts, denn im Inneren der Figuren geschieht dafür umso mehr. Sowohl Emery als auch Dylan haben ihr Päckchen zu tragen und handeln danach.
Gerade bei Emery ist es eine ganze Menge, das sie so mit sich herumschleppt. Deshalb verhält sie sich oft abweisend und etwas schroff – aber genau das braucht der gute Dylan. Er braucht die Herausforderung – und das bietet Emery mit Sicherheit. 😉

Gerade die Streiche, die sich die beiden anfangs spielen, sind einfach lustig und unterhaltsam. Aber auch das, was sich da ganz langsam zwischen den beiden entwickelt, hat mich völlig und restlos überzeugt. Es wird nichts überstürzt, alles entwickelt sich in einem so realistischen Tempo und mit Hindernissen, die für mich nicht gekünstelt gewirkt, sondern sich einfach ins Geschehen eingefügt haben.

Die Liebe, die Emotionen, die Zweifel – einfach alles ist zwischen den Zeilen bis zum Leser übergesprungen. Ich finde es einfach so schwer, meine Meinung in Worte zu fassen, weil es hier schlicht und ergreifend um das Fühlen geht. Das zu verbalisieren ist echt nicht leicht. 😉 Ich bin einfach restlos begeistert und überzeugt von „Der letzte erste Blick“, von den Figuren, dem unglaublichen Schreibstil und allem Drumherum.

Wer New Adult-Romane mag, wird dieses hier lieben!

10 lila Punkte


Erin Summerill: Auf immer gejagt (Königreich der Wälder 1).

Auf immer gejagt

Details:
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Carlsen
Erschienen: 28. April 2017

Inhalt:
Im Wald kennt Tessa sich aus, er ist ihr Zuhause. Im Dorf jedoch wird sie nur geduldet, obwohl ihr Vater Saul der Kopfgeldjäger des Königs ist. Denn ihre Mutter beherrschte Magie, und die ist in Malam verboten. Als Saul getötet wird, hat die junge Fährtenleserin nur eine Chance auf ein sicheres Leben: Sie muss im Auftrag des Königs den angeblichen Mörder jagen – Cohen, der Gehilfe ihres Vaters. Der Junge, den sie heimlich liebt! Tessas besondere Gabe sagt ihr, dass Cohen schuldig ist. Aber ihr Herz spricht eine andere Sprache.

Meine Meinung:
Sprache:
Das mache ich dieses Mal kurz und schmerzlos: Geschrieben ist das Buch wirklich gut. Es liest sich flüssig und es gibt absolut nichts zu meckern. 😉

Figuren und Handlung:
Das Tolle an dem Buch ist definitiv, dass man nie weiß, wer ehrlich ist und wer lügt. Man kann als Leser kaum zwischen Freund und Feind unterscheiden und es gibt einige überraschende Wendungen, was mir sehr gut gefallen hat.

Tessa ist eine tolle Protagonistin und Cohen ein super Gegenpart. Die Geschichte zwischen den beiden war fesselnd, emotional und voller echter und tiefer Gefühle. Ich will jetzt gar nicht zu viel verraten, um euch nicht den Spaß am Lesen zu nehmen. 😉

Die Handlung an sich ist einfach super. Ein klassisches High-Fantasy-Abenteuer mit Protagonisten auf der Reise und auf der Suche nach der Wahrheit. Wie oben schon gesagt, besticht die Geschichte vor allem durch die undursichtigen Motive der Figuren. Dadurch bleibt konstant Spannung in der Handlung und man rätselt als Leser mit, was denn nun die Wahrheit ist.

Leider war einiges aber auch sehr vorhersehbar, was mich ein wenig enttäuscht hat. Gerade im Hinblick auf Tessa selbst geschehen einige Sachen, bei denen eigentlich klar ist, was sie zu bedeuten haben – und trotzdem wird daraus ein künstlicher Spannungsbogen gemacht, der gar nicht nötig gewesen wäre.

Dazu kommt, dass mich das Finale ziemlich enttäuscht hat. Nach der Spannung vorher hätte ich mir hier einen großen, gewaltigen Knall erwartet, einen großen Showdown – aber das was kam, ging irgendwie zu leicht. Schade, da wäre mehr drin gewesen.

Fazit:
Ein richtig gutes Buch, bei dem man nie weiß, wer zu den Guten gehört. Trotz einiger kleiner Kritikpunkte hat mich „Auf immer gejagt“ sehr gut unterhalten und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. 8 lila Punkte