Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Bianca Iosivoni: Der letzte erste Kuss. (Firsts-Reihe 2)

Der letzte erste Kuss

Details:
Seitenzahl: 513 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 26. Oktober 2017

Inhalt:
Elle und Luke sind beste Freunde – und das ist auch gut so. Zu oft sind sie in der Vergangenheit verletzt worden, als dass sie noch an die große Liebe glauben würden. Doch dann ändert ein leidenschaftlicher Kuss alles. Und auf einmal ist es unmöglich, das heftige Prickeln zwischen ihnen noch länger zu ignorieren. Dabei wissen Elle und Luke, wie viel für sie auf dem Spiel steht. Und sie wissen auch, dass sie ihre Freundschaft mehr denn je brauchen …

Meine Meinung:
Wie auch schon im ersten Band der Firsts-Reihe konnte mich der gefühlvolle und emotionale Schreibstil der Autorin vollends begeistern. Sie schreibt eindrucksvoll und erschafft mit ihren Worten auch beim Leser echte und ehrliche Gefühle. Das ist eine große Kunst, die nicht viele Autoren beherrschen, doch Bianca Iosivoni ist darin definitiv eine Meisterin.

Die Handlung kommt wieder ohne große Action aus, sondern legt ihren Fokus ganz klar auf die Gefühlsebene – und genau das ist es auch, was mich so gefesselt hat. Man wollte und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, weil man so mit den toll gezeichneten Charakteren mitgefiebert hat. Ich bin immer sehr kritisch mit reinen Liebesgeschichten, doch hier hat mich die Handlung einfach komplett überzeugt.

Einziger kleiner Kritikpunkt, den ich hätte, wäre die Entwicklung einer Figur, die ich einfach nicht so ganz nachvollziehen konnte. Hier ging mir plötzlich alles zu schnell und die Veränderung des Charakters war für mich nicht ganz glaubhaft.
Doch ansonsten sind die Figuren toll gezeichnet wie echte, reale Menschen, die man sich als Freunde vorstellen kann. Wirklich sehr gelungen und authentisch!

Fazit:
Bis auf einen kleinen Kritikpunkt konnte mich „Der letzte erste Kuss“ völlig mit seinem grandiosen Erzählstil und den toll ausgearbeiteten Figuren überzeugen. Klare Empfehlung für alle New Adult-Fans und diejenigen, die es werden wollen. 😉 9 lila Punkte


Blogtour „Sog der Finsternis“

Banner Blogtour Sog der Finsternis

 

Herzlich willkommen zum nächsten Tag der Blogtour rund um „Der Sog der Finsternis“ von Anke Unger! Heute stelle ich euch die Meinungen einiger Blogger vor, damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, ob dieses Buch und die ganze Reihe etwas für euch ist. 🙂

Wie bei meinen eigenen Rezensionen möchte ich das gern einteilen in Sprachstil, Figuren und Handlung. Dort schneide ich jeweils ein paar Zitate von Bloggern zusammen, die ich natürlich deutlich markieren und verlinken werde, sodass ihr die vollständigen Rezensionen problemlos lesen könnt, falls ihr möchtet.
Also gut, dann legen wir doch los!

Sprachstil:

„Der Schreibstil gefiel mir ja bereits in den Vorgängern sehr gut und das ist auch dieses Mal wieder so. Locker, flüssig, trotz aller Düsternis gibt es Momente, die einen Schmunzeln lassen, was auch an der gehörigen Portion schwarzem Humor der Protagonistin liegt. Auch ihren Charakteren haucht die Autorin dank unterschiedlicher Sprache einen eigenen Stil ein. Man erkennt schon an der Sprache, wer gerade handelt und spricht.“
(Worlds of Books and Dreams)

„Mich hat Anke Ungers Art zu erzählen von Anfang an fasziniert. Ihr Erzählstil ist so anders, einzigartig und besonders, dass man ihn unter hunderten wiedererkennen würde. Er passt wunderbar zu High Fantasy und transportiert genau die Stimmung, die diese Reihe braucht.
Ich kann den Stil gar nicht wirklich beschreiben, man muss ich einfach erleben, um sich ein eigenes Bild zu machen.“

(Lila Bücherwelten)

Na, das sind doch mal große Worte und tolle Komplimente, oder? Na, wer von euch ist schon neugierig geworden auf das Buch? 😉

 

Göttin der dunkelheit

Figuren:

„Durch das Auftreten der Pirina wird die Handlung in diesem Teil aufgelockert, ihre kindliche Naivität gibt der ganzen Handlung einen Teil Leichtigkeit zurück, die man nach und nach verloren hat. Mir hat es sehr gut gefallen, dass ein weiterer Charakter als Erzählfigur hineinkommt. Während sie jedoch die Handlung auflockert, wird es um Areshva immer dunkler.“
(Jay’s Mixtape)

„Ich finde es bei Reihen immer toll zu beobachten, wie sich ein Autor weiterentwickelt, wie die Figuren sich verändern, reifen und dem Umständen entsprechend verändern.
Bei den „Chroniken der Götter“ kann ich eine solche Entwicklung auf jeden Fall in jedem Bereich erkennen, was ich einfach großartig finde.“

(Lila Bücherwelten)

Auch die Entwicklung der Figuren ist ein großer Pluspunkt sowie die Tatsachen, dass man neue Figuren kennenlernt und die Geschichte dadurch selbst im dritten Teil noch neue Aspekte bekommt und man sie von einer anderen Seite erleben darf.

 

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Handlung:

„Das Worldbuilding gefällt mir nach wie vor sehr gut, denn Anke Unger gelingt es wieder perfekt, die richtige Mischung zu finden, die Umgebung zu beschreiben ohen dabei auszuschweifen. Die Welt in der Areshva und Silvrin leben, wird vor meinem inneren Auge lebendig und greifbar. Sei es die Burg von Areshvas Vater oder der Berg Kalamachai, ich sehe es regelrecht vor mir und genau das liebe ich an guten Fantasygeschichten. Man kann hier in diese Welt abtauchen und versinken und man merkt gar nicht, wie die Zeit beim Lesen vergeht.“
(Worlds of Books and Dreams)

„Allgemein war die Stimmung im Buch ernster und schwermütiger, doch das passte perfekt zum Inhalt. Es nimmt nicht so schnell an Spannung ab, und wenn man glaubt zu wissen in welche Richtung das Ganze geht, schmeißt die Autorin nochmal alles über den Haufen und man sitzt ratlos da.“
(Mohini and Grey’s Bookdreams)

Düstere Stimmung, Spannung, unvorhergesehene Wendungen und eine wundervoll erschaffene Welt? Was will man von einem High Fantasy Roman denn mehr? 😉

 

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Fazit:

„„Sog der Finsternis“ ist meiner Meinung nach der beste Teil der Reihe bisher. Mal sehen, was der letzte Teil noch für uns bereit hält. Kennzeichnend für die Reihe ist der stetige innere Konflikt der Protagonistin, der gerade in diesem Band wunderbar gezeichnet war.“
(Jay’s Mixtape)

„Erneut war ich in den Welten der Magie und Finsternis gefangen. Hab mit Areshva gekämpft und gelitten. War hin und her gerissen. Wieder hat Anke hier einen Fantasy Roman geschrieben, welcher einen in die Welt der Magie und Dunkelheit reisen lässt.“
( Aprils fantastische Welt der Bücher und Musik)

Also wer jetzt keine Lust auf dieses tolle Buch hat, dem kann ich auch nicht helfen. 😀 So tolle Fazits, so großartige Worte und so viel Lob – klare Leseempfehlung würde ich mal sagen. 🙂

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*** GEWINNSPIEL ***

Gewinn Sog der Finsternis

Hauptpreis:
– eBook Bundle bestehend aus Band 1 und Band 2 der Chroniken der Götter (oder zwei anderen Bänden nach Wahl)
– dazu bekommt ihr noch ein wunderbares Goodiepaket

2. Preis:
– ein eBook nach Wahl
(also entweder Band 1, 2, 3 oder 4)

3. bis 5. Preis:
– Goodiepaket

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Was ihr dafür tun müsst?

Beantwortet die unten stehende Gewinnspielfrage und
ihr bekommt ein Los für den Lostopf.
Besucht ihr jeden Tag die Tour und beantwortet die Fragen,
könnt ihr also bis zu acht Lose sammeln.

Das Gewinnspiel läuft bis zum 10. November 24.00 Uhr und anschließend werden die Gewinner zeitnah auf der Seite der Autorin https://www.facebook.com/DieChronikenderGoetter/
bekannt gegeben (einfach dem Link folgen).

Teilnahmebedingungen
– Jedes Kommentar ist ein Los für den Lostopf, also wer fleißig kommentiert, kann bis zu 8 Lose erhalten.
– Nach Ablauf der o. g. Gewinnspielzeit werden die o. g. Preise unter allen Teilnehmern verlost.
– Das Gewinnspiel steht in keinerlei Verbindung mit Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzwerken, auch wenn es dort beworben wird.
– Eure Daten, die benötigt werden für den Versand der Gewinne, werden weder an Dritte weitergegeben, noch für andere Zwecke verwendet.
– Zur Teilnahme am Gewinnspiel müsst ihr mindestens 18 Jahre alt sein oder die Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten haben.
– Der Versand der Goodies erfolgt ausschließlich nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz.
– Es erfolgt keine Barauszahlung.
– Für den Verlust auf dem Versand-/Postweg wird keine Haftung übernommen.
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Meine Frage für heute:
Hat euch etwas von den kurzen Zitaten der Blogger überzeugt, Ankes Buch/Bücher zu lesen? Und wenn ja, was davon? 😉

Viel Glück!


Fanny Bechert: Countdown to Noah 2. Unter Bestien.

Ctn 2

Details:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 3. November 2017

Inhalt:
Teile keinen Proviant.
Vermeide jede Berührung.
Und das Wichtigste: Schließ sie nicht in dein Herz.

Nach den Geschehnissen in NNY scheint es schwerer denn je, sich an diese drei Regeln zu halten. Angeschlagen und verletzt treten Cassidy und ihre Freunde den Rückweg an – jederzeit bereit, sich gegen die Noahs zu verteidigen, die ihnen auf den Fersen sind. Doch der Feind wandelt längst unter ihnen. Denn mit jedem Tag, der vergeht, wird die Noah in Cassidy stärker und sie spürt, wie sie langsam, aber stetig selbst zur Bestie wird. Sie weiß: Wenn sie diesen Kampf verliert, wäre es nicht nur das Ende ihres eigenen Lebens, sondern auch das ihrer Freunde.

Meine Meinung:
Was für ein unglaublich spannendes Buch! Meine Güte, man wusste bis kurz vor dem Ende einfach nicht, wie es ausgehen wird und musste deshalb einfach immer und immer weiter lesen. Ich war richtig gefesselt und musste an vielen Stellen den Atem anhalten, weil man es vor Spannung einfach kaum noch aushalten konnte. Und das schafft ein Buch wirklich nur selten.
Gerade gegen Ende konnte ich selbst während ich das Buch nicht gelesen habe, nur noch daran denken, wie es wohl ausgehen wird – das sagt glaube ich alles, oder? Ein Buch, das einen weit über das Lesen hinaus beschäftigt, findet man nicht oft.

In Band 1 hatte ich noch kritisiert, dass ich Cassys Innenleben gern näher kennengelernt hätte – und genau das ist hier passiert. Ich hatte in der Fortsetzung das Gefühl, Cassy viel besser kennenzulernen und dieses Mal auch wirklich ihre Emotionen mitzubekommen. Diese Steigerung hat mir unheimlich gut gefallen und die Geschichte hat noch mehr dazugewonnen.

Dieses Mal habe ich eigentlich so gut wie absolut gar nichts an diesem großartigen Roman zu kritisieren, nur vielleicht, dass die großen Wendepunkte teilweise eher so nebenbei erwähnt werden, sodass man manchmal nicht sofort kapiert hat, dass hier gerade etwas Großes passiert ist. Aber ganz ehrlich? Das ist auch nicht weiter tragisch, denn alles andere war in dieser großartigen Dystopie einfach mehr als gelungen.

Fazit:
Der fantastische Abschluss einer mehr als spannenden Dystopie, die ich absolut jedem ans Herz lege. Diese Dystopie ist anders als die meisten, fesselnd und noch besser als der großartige erste Band. Klare Leseempfehlung! 10 lila Punkte


Amy Harmon: Bird & Sword.

Bird and Sword

Details:
Seitenzahl: 401 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 26. Oktober 2017

Inhalt:
Lark ist fünf Jahre alt, als ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wird. Ihre letzten Worte sind „Still, Tochter. Bleib am Leben.“, womit sie Lark sowohl die Fähigkeit nimmt, zu sprechen, als auch die Möglichkeit, ihre Magie einzusetzen – eine Todsünde im abergläubischen Jeru. Dreizehn Jahre verbringt das Mädchen daraufhin am Hof ihres Vaters, der sich für sie schämt und sie wie einen Vogel im goldenen Käfig hält. Lark wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich frei zu sein. Da bittet König Tiras von Jeru ihren Vater um Unterstützung im bevorstehenden Krieg. Um sicherzugehen, dass dieser sich an die Abmachung hält, nimmt der König Lark als Geisel mit in sein Schloss. Zunächst fürchtet sich Lark vor Tiras. Doch sie merkt schnell, dass er der Einzige ist, der sie auch ohne ihre Stimme verstehen kann …

Meine Meinung:
Ein Buch, das sehr stark angefangen hat, gerade mit dem düsteren Setting und den spannendenden Ideen.
Leider hat es für mich dann aber irgendwann stark verloren, weil der Fokus auf ein Thema gelegt wurde, das für mich nicht genügend hergegeben hat. Ich hätte mir gewünscht, mehr über die Welt, die Politik und den Kampf zu erfahren, der dort tobt – und nicht so viel über eben das, was im Mittelpunkt stand.

Dazu kommt, dass ich immer eine gewisse Distanz zur Protagonistin Lark gespürt habe. Ich hatte nie das Gefühl, sie wirklich kennenzulernen. Das zeigt sich für mich gerade in den Momenten, in denen jemand anders sie beschreibt und ich mir jedes Mal dachte „wer ist denn hier gemeint?!“. Das Bild, das anscheinend vermittelt werden sollte, kam jedenfalls bei mir niemals an.
Gegen Ende hin wird diese Distanz sogar noch verstärkt, was vor allen an den Zeitsprüngen lag, die hier vermehrt auftraten.

Diese Zeitsprünge waren wirklich furchtbar. Durch sie habe ich am Ende jede Beziehung zu den Figuren und der Handlung verloren, weil ich mich nicht mehr darauf einlassen konnte. Sehr schade, weil hier so viel Potenzial drin steckt!

Die Liebesgeschichte hat mich leider auch nicht überzeugt, weil sie in meinen Augen einfach keinen Sinn ergab. Die romantischen Szenen waren sehr schön geschrieben – nicht falsch verstehen -, aber die Hintergründe waren einfach für mich selten nachvollziehbar.

Fazit:
Eine tolle Grundidee, die leider irgendwann aufgehört hat, mich so richtig zu überzeugen. Der Fokus wurde für mich falsch gelegt und zu den Figuren herrschte immer eine gewisse Distanz, weshalb ich mich nicht richtig auf die Handlung einlassen. 5 lila Punkte


Daena Zinßmeister: Das Auge von Licentia.

Auge von licentia

Details:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Arena
Erschienen: 8. September 2017

Inhalt:
Jonata lebt mit ihrer Familie in der Mittelaltersiedlung Licentia. Smartphones, den Supermarkt um die Ecke, all das kennt sie nicht, ahnt noch nicht mal von deren Existenz. Und schon gar nicht weiß sie, dass „Licentia“ in Wahrheit eine Fernsehshow ist, und die ganze Welt ihr und den anderen Bewohnern Licentias zusieht – jeden Tag, schon seit Jahren. Erst, als sie auf Tristan trifft, einen Jungen aus dem verfeindeten Clan der Wolfsbanner, kommen die Lügen und Geheimnisse ihres Dorfs langsam ans Tageslicht, und Jonata wird für manche Dorfbewohner zu einer Bedrohung …

Meine Meinung:
Was mich von Anfang an neugierig auf das Buch gemacht hat, war die außergewöhnliche und spannende Idee der Geschichte. Die Mischung aus einer mittelalterlichen Welt zusammen mit einer Fernsehshow ist einfach ein super Konzept. Ich habe mich ehrlich gesagt ein klein wenig an „Die Tribute von Panem“ erinnert gefühlt und hätte auch gewünscht, dass die Geschichte ein wenig in diese Richtung geht.

Leider konnte mich die Umsetzung des Ganzen nicht so überzeugen, wie ich das gedacht hätte, denn die guten Ideen wurden leider eher oberflächlich angerissen und es ging nicht wirklich in die Tiefe. Ich hätte mir einfach mehr Details und Hintergrundwissen zu Licentia, dem Leben dort und auch der ganzen Fernsehshow gewünscht. Man hätte hier definitiv noch mehr herausholen können und das Buch auch für älteres Publikum spannender gestalten.

Denn so wie es ist, eignet sich der Roman meiner Meinung nach eher für jüngere Leser. Angefangen damit, dass mir die Spannung gefehlt hat, da die Handlung für mich doch recht vorhersehbar war bis hin zur Liebesgeschichte, die ich nicht als sehr emotional empfunden habe. Ich denke aber, dass ein jüngeres Zielpublikum das als nicht so schlimm empfinden würde.

Fazit:
Eine tolle Idee, deren Umsetzung mich nicht so richtig überzeugen konnte. Vielleicht ist es einfach eher für jüngere Leser gemacht, denn die Ansätze sind auf jeden Fall vielversprechend. 5 lila Punkte


Sandra Regnier: Die magische Pforte der Anderwelt.

Pforte der Anderwelt

Details:
Seitenzahl: 336 Seiten
Verlag: Carlsen
Erschienen: 29. September 2017

Inhalt:
Die unterirdischen Gassen Edinburghs sind für die 16-jährige Allison nichts weiter als eine Touristenattraktion. Bis sie bei einer Führung mit ihrer Schulklasse aus Versehen eine mysteriöse Pforte öffnet und unsägliches Chaos anrichtet. Denn von nun an heftet Finn sich an ihre Fersen, der zwar verdammt gut aussieht, aber leider ziemlich arrogant ist und obendrein behauptet, ein Elfenwächter zu sein. Er verlangt von Allison, das Tor zur magischen Welt wieder zu schließen. Doch wie soll sie das anstellen, wenn sie noch nicht mal an die Existenz von Elfen glaubt?

Meine Meinung:
Ich muss vorweg nehmen, dass ich vor etwas mehr als drei Jahren die Pan-Trilogie gelesen habe und sie wirklich gut fand. Ich war ein Fan und habe seitdem alles gelesen, das von Sandra Regnier veröffentlicht wurde.
Zweifellos schreibt sie wunderbare Jugendromane, die gerade für ein etwas jüngeres Publikum wie gemacht sind. Abenteuer, Probleme, mit denen sich Jugendliche herumschlagen, und eine gehörige Portion Fantasy ergeben zusammen mit tollpatschigen und lustigen Figuren eine wirklich gelungene Mischung.

Das war hier nicht anders, deshalb denke ich, dass alle, die vor kurzem die Pan-Trilogie gelesen haben, auch hier auf ihre Kosten kommen werden. Mir persönlich ist nur aufgefallen, dass ich gerade nicht mehr so viel mit diesem Buch anfangen konnte wie noch vor drei Jahren der Fall gewesen wäre. Vermutlich bin ich inzwischen zu „alt“ und stelle einfach andere Ansprüche an einen Roman. Das soll aber in keiner Form bedeuten, dass das Buch schlecht ist! Denn das ist es absolut nicht. Es ist toll geschrieben und die Autorin ist nicht ohne Grund so erfolgreich.

Was mich persönlich (nicht zum ersten Mal) an der Geschichte von Sandra Regnier etwas stört, ist das Bild, das den Jugendlichen vermittelt wird. Gutes Aussehen scheint sehr wichtig und erstrebenswert – und auch, wenn das leider durchaus in der Gesellschaft verankert ist und die jungen Protagonisten sicherlich darüber nachdenken, finde ich es doch wichtig, dass das Thema ein wenig anders behandelt wird. Würde ich nur dieses Buch kennen, würde ich darauf gar nicht hinweisen, da es hier nicht so auffällt wie anderswo, aber da ich wie gesagt alle der Autorin gelesen habe, sehe ich einfach eine klare Tendenz, die ich für ein Jugendbuch bedenklich finde.

Gegen Ende hin nimmt die Geschichte um Finn und Allison richtig Fahrt auf und wird wirklich spannend, doch über weite Strecken fand ich die Handlung doch eher ein wenig zu ruhig. Aufgelockert wurde das Ganze durch teilweise witzige Szenen, lustige Sprüche und so weiter, doch mir persönlich hat ein bisschen mehr Spannung gefehlt und auch etwas mehr Tiefe bei den Figuren.

Schön fand ich hingegen, dass man wieder in das Universum der Pan-Reihe eintauchen kann, die eine der ersten war, die ich damals auf meinem e-Reader gelesen habe. Es ist toll auf vertraute Figuren zu treffen und zu sehen, wie es ihnen ergangen ist und so weiter.
Auch das Setting will ich nochmal extra betonen, denn Schottland und gerade der mystische und wirklich spannend gewählte Teil, der hier im Fokus steht, haben mich wirklich überzeugt. Die vermittelte Atmosphäre ist einfach klasse und wird sehr gut beschrieben.

Für mich ist „Die magische Pforte der Anderwelt“ ein nettes Buch, das mich allerdings nicht so wirklich vom Hocker reißen konnte.
Ob es wie oben erklärt daran liegt, dass ich der Zielgruppe inzwischen schlicht und ergreifend entwachsen bin oder nicht, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aufgrund der vielen positiven Rezensionen, gehe ich aber davon aus, dass es wohl daran liegen wird. Ich bin mir sehr sicher, dass es noch viele, viele weitere ganz begeisterte Leser geben wird, auch wenn ich jetzt nicht völlig überzeugt wurde.

Fazit:
Eine schöne Geschichte rund um das Universum der Pan-Trilogie, die wirklich gute Ideen aufweist, mich aber nicht so ganz erreichen konnte. 6 lila Punkte


Heather Demetrios: Nalia, Tochter der Elemente. Der Jadedolch.

Nalia

Details:
Seitenzahl: 496 Seiten
Verlag: dtv
Erschienen: 13. Oktober 2017

Inhalt:
Luxus, Eleganz und der Glamour Hollywoods, das ist die Welt der 18-jährigen Nalia. Trotzdem ist ihr einziges Ziel zu fliehen. Denn sie ist eine Dschinn und als Sklavin des geheimnisvollen Malek Alzahabi auf der Erde gefangen. Ihre wahre Heimat ist Ardjinna, doch im Zuge eines grausamen Umsturzes wurde sie auf die Erde verschleppt. Sie dient Malek und ist an ihn gebunden, bis er seinen dritten Wunsch ausspricht. Doch das tut er nicht, denn er will sie keinesfalls gehen lassen. Er hat sich in sie verliebt. Dann taucht plötzlich Raif auf, Rebellenführer aus Ardjinna. Gegen ihren Willen fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Er kann ihr Band zu Malek lösen. Doch das hat natürlich seinen Preis …

strong>Meine Meinung:
Der Start ins Buch ist mir leicht gefallen, denn es fängt spannend und mitreißend an. Ich mag es, wenn ein wenig Action gleich zu Anfang geboten wird, sodass ich gut in die Geschichte reingekommen bin.
Dazu kommt, dass die Atmosphäre des Buchs richtig lebendig rüberkam und mich anfangs fesseln konnte. Dieses Düstere, Gefährliche, hat mich wirklich überzeugen können.

Auch der Weltenentwurf und die Aufteilung der Dschinn und so weiter hat mir hervorragend gefallen. Es war durchdacht, stimmig, komplex und – auch wenn es anfangs ein wenig verwirrend war aufgrund der für unsere Ohren fremd klingenden Namen – spannend. Man wollte als Leser mehr darüber erfahren, mehr Hintergründe, mehr Informationen – und genau das bekommt man auch bis zum Ende dieses ersten Bandes.

Jetzt kommen wir aber leider zum großen ABER. Denn abgesehen davon, dass die teilweise schon sehr brutalen Beschreibungen in meinen Augen nicht in der Form benötigt gewesen wären, ist die Handlung nach dem super Anfang leider stark abgeflaut. Sie war für mich wirklich sehr, sehr, sehr zäh zu lesen teilweise, denn sie kam über weite Strecken gar nicht vorwärts. Es gab viele Szenen, in denen im Grunde gar nichts passiert, was ich in geringem Maß gut und auch wichtig finde, aber hier wurde es mir manchmal doch zu viel vom auf-der-Stelle-Treten.

Dadurch konnte mich das Buch leider auch nicht so überzeugen, wie die grandiose Idee dahinter, die Welt der Dschinn in die unsere zu verfrachten und mit unserer Moderne zu verschmelzen, es eigentlich hätte tun können. Wir haben hier meiner Meinung nach einen starken Anfang, ein starkes Ende, aber ein eher zähen Mittelteil.

Fazit:
Eine tolle Idee und die mitreißende Atmosphäre können leider nicht über die streckenweise wirklich zähe Handlung hinwegtäuschen, bei der in meinen Augen nicht wirklich viel vorwärts ging. 6 lila Punkte


Miriam Rademacher: Banshee Livie 1. Dämonenjagd für Anfänger.

Banshee Livie

Details:
Seitenzahl: 370 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 13. Oktober 2017

Inhalt:
So hat sich Livie ihren Tod nicht vorgestellt. Sie bekommt einen Job, der aus Heulen und Scharade besteht, einen altklugen Kollegen mit sexy Stimme, aber ohne Gesicht und eine staubige Dachkammer ohne Internetanschluss. Livie ist jetzt die Banshee von Schloss Harrowmore und hat in ihrer Rolle als Schutzgeist die Aufsichtspflicht über eine der tollpatschigsten Familien Englands. Als dann auch noch ein nachtragender Dämon auftaucht, um eine uralte Rechnung zu begleichen, ist Livies Tod endgültig aufregender als es ihr Leben jemals war.

Meine Meinung:
Was ich richtig toll fand, war die Idee hinter der Geschichte. Etwas in der Art habe ich noch nie gelesen, deshalb fand ich es wirklich innovativ.
Darüber hinaus schafft die Autorin hier eine ganz zauberhafte und wundervolle Stimmung, die direkt auf den Leser überspringt. Diese herrliche Atmosphäre passt einfach großartig zu dem Setting des englischen Schlosses. Man fühlt sich richtig wohl – wie man es auch im echten Leben auf dem Anwesen mit der herrlich verrückten Familie Harrowmore tun würde.

Livie ist mir so sympathisch, dass ich sie gleich ins Herz geschlossen habe. Sie ist so süß und ein wenig tollpatschig, was sie nur noch sympathischer gemacht hat. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es noch ein wenig mehr in die Tiefe gegangen wäre. Dass man noch mehr von Livies Seelenleben und Gefühlen mitbekommen hätte.

Das war leider generell das, was mich am meisten gestört hat an dem grundsätzlich schönen Buch. Denn gerade die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Emotionen und die Entwicklung der Charaktere blieb für mich leider etwas zu oberflächlich beschrieben. Hier hat etwas mehr Tiefe gefehlt, um mich völlig überzeugen zu können.
Vor allem die Liebesgeschichte war für mich nicht nachvollziehbar und konnte mich daher leider auch nicht berühren.

Die Handlung kam mir teilweise auch etwas zäh vor, da sie sich oftmals auf der Stelle bewegt hat und nicht wirklich vorankam. Aber – um jetzt noch etwas Positives zu sagen – dafür war die Handlung einfach so richtig charmant. Livie habe ich ja schon erwähnt, aber auch die Harrowmores sind einfach herrlich sympathisch und ein wenig durchgeknallt. Es war wirklich eine Freude, sie kennenlernen zu dürfen und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.

Fazit:
Auch wenn mir die Tiefe gefehlt hat, war „Banshee Livie“ insgesamt ein sehr atmosphärisches Leseerlebnis, das mir gut gefallen hat. Sympathische Figuren und eine wirklich schöne Hintergrundidee überzeugen definitiv auf ganzer Linie. Nur der zwischenmenschliche Aspekt kommt in meinen Augen leider wirklich zu kurz. Deshalb 7 lila Punkte.


Amy Tintera: Die Legende der vier Königreiche 1. Ungekrönt.

Legende der vier Königreiche

Details:
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: Harper Collins
Erschienen: 9. Oktober 2017

Inhalt:
Einst waren die vier Königreiche geeint. Nun herrschen Krieg und Zerstörung. Die Eltern von Emelina, der Prinzessin von Ruina, wurden vom König des Nachbarreiches Lera umgebracht und ihre Schwester verschleppt. Emelina will Vergeltung! Ihr Plan ist so grausam wie genial. Erst tötet sie die Verlobte von Casimir, dem Thronfolger von Lera, dann nimmt sie deren Platz ein. Am Hofe des Feindes will sie den König und alles, was ihm teuer ist, auslöschen – auch Casimir. Aber je mehr Zeit sie mit dem Prinzen verbringt, desto mehr will ihr Herz ihr Vorhaben vereiteln …

Meine Meinung:
Die grundsätzliche Idee des Buches finde ich super. Es gab viele, sehr, sehr, sehr spannende Momente, die mich mitgerissen haben und eine gehörige Portion Spannung reingebracht haben.
Allerdings gab es im ersten Teil des Romans teilweise eher zähe Passagen, sodass sich die Handlung hier dann ein wenig gezogen hat.

Was mich am meisten gestört hat, war aber die Tatsache, dass man einfach in diese völlig fremde Welt geworfen wird. Ich hätte mir hier mehr Hintergrundinfos gewünscht, sodass ich mich besser im Geschehen zurecht finden kann – aber irgendwie wurde alles immer nur eher oberflächlich angerissen. Tiefe und weiterreichende Infos hätte ich wirklich toll und hilfreich gefunden. Über Strukturen der Ruined früher, über das normale Leben und die Menschen usw. Ausführlich wurde eigentlich nur immer wieder betont, wer nun wen umgebracht hat und wer deshalb wen hasst.

Die Liebesgeschichte hingegen fand ich wirklich toll. Sie lässt sich Zeit und es handelt sich nicht um „Liebe auf den ersten Blick“. Die Liebe muss sich hier entwickeln, kämpfen und wachsen – das macht sie für mich authentischer, nachvollziehbarer und auch mitreißender zu lesen. Das – und die Figuren, die ich ebenfalls gelungen fand – hat die Autorin auf jeden Fall sehr gut umgesetzt.

Gerade gegen Ende wurde es nochmal so richtig spannend und man wollte unbedingt weiterlesen. So warte ich jetzt auch sehnsüchtig auf die Fortsetzung, da ich sehr gespannt bin, wie sich die Geschichte noch entwickeln wird, denn das ist alles andere als klar.

Fazit:
Ein Buch mit wirklich viel Potenzial, das noch nicht zu 100 Prozent ausgeschöpft wurde, da mir persönlich vor allem die Hintergrundinformationen fehlen. Trotzdem war die Geschichte sehr spannend und hat mich gefesselt – ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, in dem hoffentlich viele Fragen beantwortet werden. 8 lila Punkte


Jennifer Estep: Hot Mama (Bigtime 2).

Hot Mama

Details:
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Piper
Erschienen: 2. Oktober 2017

Inhalt:
Fiona Fine ist die heißeste Fashion-Designerin in Bigtime, New York. Buchstäblich. Denn nach Feierabend wird Fiona zu Fiera, einer Superheldin mit Feuerkräften. In letzter Zeit musste Fiona viel durchmachen, besonders der Tod ihres Verlobten macht ihr zu schaffen. Aber sie will sich nicht unterkriegen lassen und neu anfangen, daher scheint es gutes Karma zu sein, als Fiona den sexy Geschäftsmann Johnny Bulluci auf der Hochzeit einer Freundin kennenlernt. Nur leider tauchen neue Superschurken auf und crashen die Hochzeit. Fiona weiß nicht, worauf sie aus sind, aber wenn sie es nicht herausfindet, ist sie diejenige, die dieses Mal in Flammen aufgehen könnte …

Meine Meinung:
Den Vorgänger der Reihe hat mir richtig gut gefallen, weil ich das Thema Superhelden toll finde und die Umsetzung lustig war. Ich hatte in Band 1 das Gefühl, das sehr Offensichtliche (wer welcher Held ist, wer die Schurken sind usw) wird absichtlich so direkt für den Leser gezeigt, weil die Autorin mit den Klischees spielt.
Aber leider war das hier in der Fortsetzung war das leider nicht mehr so.

Wieder war es von Seite eins an gefühlt klar, wer welcher Held ist usw. Es wird so offensichtlich dargestellt, dass man als Leser gar nicht anders konnte als es zu kapieren. Selbst wenn man nicht will. 😀
Nur fand ich es dieses Mal leider nicht sympathisch oder lustig, sondern einfach nur extrem nervig. Die Protagonistin Fiona Fine alias Fiera braucht EWIG, um die Zusammenhänge zu verstehen – was unterhaltsam hätte sein können, aber da das im Mittelpunkt stand und sich die ganze Zeit alles nur darum drehte, hat es mich leider sehr gelangweilt.
Dasselbe Spiel noch einmal später im Buch bei der Entlarvung der Bösewichte.
In Band 2 hat die Handlung für mich nicht mehr das Witzige und Leichte aus dem Vorgänger, sondern wurde für mich teilweise sehr zäh aus den oben genannten Gründen.

Positiv hingegen fand ich die Liebesgeschichte und den männlichen Protagonisten wirklich gelungen. Auch wenn Fiona manchmal anstrengend sein konnte, mochte ich sie gern und fand sie eigentlich ziemlich sympathisch. Die Nebenfiguren kommen ein wenig zu kurz und bleiben eher flach beschrieben, aber da ich davon ausgehe, dass es hier um eher nette Unterhaltung geht und nicht um einen tiefschürfende Themen, finde ich das okay.

Und auch der Sprachstil von Jennifer Estep gefällt mir wie immer wirklich gut. Die Autorin kann einfach toll schreiben, weshalb ich ein großer Fan bin. Nur die Umsetzung war hier nicht ganz so gelungen wie sonst.

Fazit:
Die leider doch sehr offensichtliche Handlung ohne Überraschungen lässt das Buch recht zäh wirken und raubte ihr ziemlich viel Spannung. Der Humor und das Spiel mit den Klischees aus Band 1 fehlt hier etwas, worüber auch der tolle Sprachstil und die sympathischen Protagonisten nicht hinweg täuschen können. Ich hoffe dann einfach wieder auf ihr nächstes Buch, das mich sicherlich wieder mehr überzeugen kann. 5 lila Punkte