Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Über das Abbrechen von Büchern

Das Abbrechen von Büchern ist so eine Sache. Manche tun es, manche würden das niemals tun.
Auf meiner Facebookseite habe ich eine Umfrage gestartet und freue mich, dass so viele von euch mitgemacht haben. Das Ergebnis ist eigentlich schon so, wie ich es erwartet habe: 74% von euch brechen Bücher ab, während 26% das nicht tun.

Ich persönlich gehöre auch zu der Fraktion, die Bücher abbricht, sobald sie mich nicht überzeugen. Ich erkenne die Mühe eines Autors durchaus an, denn in jedem Buch steckt viel Arbeit, Zeit und vor allem Liebe. Aber da ich auch selbst Romane schreibe, kann ich aus meiner Sicht nur sagen: Mir ist es wirklich lieber, jemand bricht mein Buch ab als sich durchzuquälen. Ich will nicht, dass meine Geschichten für jemand anderen zur Qual werden, dass jemand sie hasst oder nur noch Negatives damit verbindet. Denn das ist wesentlich schlimmer als ein Buch abzubrechen, wenn es einen schlicht und ergreifend nicht anspricht.

Wie viele von euch auf meine Umfrage hin geantwortet haben, sehe auch ich es so, dass es einfach zu viele gute Bücher gibt, um vielleicht ganze Tage mit einem zu verbringen, das nicht überzeugen kann. Wozu soll ich mich über Stunden hinweg mit etwas befassen, das ich nicht mag? Lesen ist immer noch mein Hobby. Keine Verpflichtung, kein Muss, sondern ein Darf. Warum sollte man sich bei seinem Hobby quälen und zu etwas zwingen? In unserem Leben gibt es glaube ich genug Dinge, die man tun muss, da sollten wir doch nicht auch noch in unserer Freizeit anfangen. Lesen und Bücher sollen Freude machen, nicht zur Pflicht werden.

Da ich ziemlich viel lese, kenne ich meinen Geschmack inzwischen eigentlich recht gut. Daher merke ich oft schon nach zehn Seiten, ob mir der Schreibstil gefällt oder nicht. Falls nicht – Tja, dann hat es das Buch leider echt schwer, mich noch vom Gegenteil zu überzeugen. Ich habe keine feste Grenze, bis zu der ich lese, ehe ich ein Buch zur Seite lege, es ist einfach ein Gefühl. Das Gefühl, ob ich glaube, dass mich irgendetwas doch noch fesseln oder das Ruder herumreißen kann. Wenn ich mit der Art des Erzählens aber so rein gar nichts anfangen kann, dann wird sich das wohl nicht mehr ändern.
Der Schreibstil war auch bei euch mit der häufigste Grund für einen Abbruch.

Was ich schön fand, dass ein paar von euch geantwortet haben, sie würden manchen Büchern zu einem anderen Zeitpunkt noch eine Chance geben, falls es nicht auf Anhieb punkten kann. Das mache ich nämlich oftmals genauso. Manchmal ist man einfach in Stimmung für Romance – da kann einen ein High Fantasy-Werk einfach nicht packen. Oder man will Action, Kampfszenen und Abenteuer – wie um alles in der Welt soll dann eine reine Liebesgeschichte überzeugen können? Wichtig ist, dass man auf sein Bauchgefühl hört, dass man genau das tut, worauf man Lust hat. Denn Bücher sind da, um uns Freude zu machen – sehe zumindest ich so. 😉

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Warum ich diesen Beitrag unbedingt schreiben wollte? Ich habe ein sehr beliebtes Buch abgebrochen, das moomentan gefühlt überall auf Social Media zu sehen ist. Ich habe so viele begeisterte Stimmen dazu gehört, dass ich mich wahnsinnig darauf gefreut hatte und es unbedingt lesen wollte.
Wie unschwer am Bild zum Beitrag zu erkennen ist, handelt es sich dabei um „Izara“ von Julia Dippel.

Ich habe es nicht abgebrochen, weil der Schreibstil schlecht war. Denn der war im Großen und Ganzen echt gut. Nein, mich hat einerseits die Protagonistin sehr gestört, weil ich nichts mit ihr anfangen konnte. Sie war für mich überhaupt gar nicht greifbar, ich hatte kein bisschen das Gefühl, sie kennenzulernen. Und andererseits war ihr Verhalten teilweise so furchtbar, dass es mich leider ziemlich genervt hat.

Der Hauptgrund für den Abbruch war aber die Handlung an sich. Ja, es gab Action, aber ganz ehrlich? Ich hatte dein Eindruck, ich lese zum x-tausendsten Mal eine Geschichte mit fast der gleichen Handlung. Es hat mich leider einfach gelangweilt. Natürlich kann man das Rad nicht jedes Mal neu erfinen und das ist auch völlig okay, aber dieses Mal war es mir einfach nicht genug. Vor ein paar Jahren hätte mir „Izara“ sicherlich super gefallen, aber nach all den Romanen, die ich seither verschlungen habe, reicht mir eine Story mit demselben altbekannten Muster einfach nicht mehr wirklich.

Kennt ihr das Buch? Wie hat es euch gefallen?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen und danke allen, die an der Umfrage teilgenommen haben. <3


Jennifer L. Armentrout: Brave. (Die Wicked- Trilogie 3)

Details:
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 11. Februar 2019

Inhalt:
Zwar konnte sich Ivy aus der Gewalt des dunklen Fae-Prinzen befreien, doch sie hat sich verändert: Etwas Dunkles und Gefährliches scheint in ihr zu wohnen und die Beziehung zu Ren, dem Mann, den sie liebt, zu zerstören. Ren wiederum würde alles tun, um Ivy von ihrem dunklen Fluch zu befreien. Doch Ivy ist klar, dass sie Ren verlassen muss – zumindest für kurze Zeit –, um sich den Fae ein für alle Mal zu stellen. Denn nur wenn sie den dunklen Prinzen und seine Königin besiegen kann, hat sie eine Chance, ihr Leben zu retten. Und ihre Liebe zu Ren .

Meine Meinung:
Da ist er, der Abschluss dieser tollen Trilogie. Ich war ja wirklich sehr gespannt wie Jennifer L. Armentrout alles auflösen wird – aber heiliger Bimbam, DAMIT hätte ich nicht gerechnet! Sie hat es ehrlich geschafft mich noch ein paar Male so richtig zu überraschen und zu schockieren! Irgendwie lief jetzt doch alles anders als ich angenommen hatte.

Der Anfang des dritten Bandes war schon einmal nicht so wie erwartet. Denn statt einem großen Kampf, Action und so weiter, hat sich die Handlung die ersten 200 Seiten eher langsam bewegt und sich mehr auf die Figurenentwicklung konzentriert. Ich habe überlegt, ob mich das gestört hat, denn vom
Kopf her betrachtet gefällt mir so etwas in einem spannenden Finale eigentlich nicht sooo gut. Aber vom Gefühl beim Lesen her muss ich sagen: Nein, hat mich nicht die Bohne gestört.
Ich habe von Anfang an nicht aufhören wollen und können zu lesen, weil mich die Geschichte so sehr gefesselt hat. Ich wollte immer weiterlesen, war wirklich ganz gefangen genommen von dem Buch.

Dann ging es endlich richtig rund. Und mit dem Beginn der Action, kamen auch die überraschenden Wendungen. Ich liebe es, wenn der Autor mir nicht die Handlung liefert, von der ich dachte, ich würde sie bekommen, sondern etwas ganz anderes. Und genau das war hier der Fall. Ich kann leider nicht mehr darüber sagen, aber ich fand die Wendungen klasse!

Das Ende war auch im Großen und Ganzen ziemlich gelungen. Es passt sehr gut zu der Trilogie und dass die Handlung in sich rund ist, finde ich mit das Wichtigste. Ein bisschen schnell ging es mir zum Schluss vielleicht schon, aber trotzdem kann ich dafür nicht viel Punkte anziehen. Ich habe das Buch einfach so gern und mit Freude gelesen, dass ich auf mein Gefühl hören und der Geschichte fast volle Punktzahl geben muss.

Fazit:

Ein überraschender und perfekt passender Abschluss einer wirklich tollen Trilogie, die mich absolut begeistern konnte. Obwohl ich zwei Dinge kritisiert habe, hat mich „Brave“ dennoch insgesamt so überzeugt, dass ich 9 lila Punkte geben muss.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Sarina Bowen: True North 4. Kein Für immer ohne dich.

Details:
Seitenzahl: 300 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 31. Januar 2019

Inhalt:
Was als Sommerromanze begann, stellt das Leben von Barbesitzerin Zara gewaltig auf den Kopf. Sie ist schwanger und „Dave aus Brooklyn“ unauffindbar. Zwei Jahre später hat sie sich damit abgefunden, dass sie ihn nie wiedersehen wird – da taucht er plötzlich in ihrer Bar auf. Auch er konnte Zara nie wirklich vergessen und will diesmal für immer bleiben. Aber auch, wenn er erfährt, dass das für immer zu dritt bedeutet?

Meine Meinung:
Die „True North“-Reihe ist einfach toll und ich bin ein riesiger Fan. Auch wenn mich nicht jeder Band gleich stark überzeugen konnte. Band 1 war einfach großartig und auch Band 3 hat mich sehr überzeugt, allerdings war bei Band 2 meine Begeisterung eher verhalten. Wo steht nun also dieser vierte Band in meiner Bewertung?
Ehrlich gesagt irgendwo dazwichen. Er war nicht so stark wie Band 1 und 3, aber meines Erachtens besser als der zweite. Woran das liegt, erkläre ich im Folgenden.

Dass Sarina Bowen umwerfend und gefühlvoll schreiben kann, das muss ich wohl niemandem mehr erzählen, oder? 😉 Die Emotionen der Figuren schwappen direkt auf den Leser über und reißen ihn mit in die turbulente Gefühlswelt der Hauptcharaktere. Dass die Kapitel abwechselnd aus Sicht von Zara und Dave geschildert werden, macht das Ganze sogar noch besser, da wir beide Figuren kennen und lieben lernen. Man versteht ihr Verhalten einfach so viel besser, da man ihre Gedankengänge kommt und kann eine ganz andere, und vor allem tiefere, Verbindung zu ihnen aufbauen.

Von der Thematik her fand ich es als Mama auch schön, dass ein Kind eine so zentrale Rolle im Buch einnimmt. Gerade das Normalzeitstillen über den ersten Geburtstag hinaus und bis das Kind sich selbst abstillen möchte, fand ich ganz ganz ganz wundervoll und großartig beschrieben, da so etwas leider nie in Romanen thematisiert wird (wenn hier auch nur ganz am Rande). Aber in unserer Gesellschaft, in der die Gesellschaft schon nach sechs Monaten skeptisch schaut, sollte man sein Baby noch viel stillen, ist so etwas wirklich wichtig.
Jedenfalls fand ich die Baby-Thematik super, allerdings habe ich darüber hinaus mehr Miteinander von Dave und Zara vermisst. Nicht falsch verstehen, es gibt schon sehr viel … ähm … horizontales Miteinander ;-), aber das „normale“ hätte ich mir irgendwie noch mehr gewünscht. Mehr Zweisamkeit, in der es nicht um das Kind oder um das horizontale Miteinander geht. Ich habe auch nicht so ganz verstanden, wie sich Gefühle entwickeln können, da die beiden ja eigentlich kaum Zeit zusammen verbringen außerhalb des Schlafzimmers.

Trotzdem spürt man das Knistern zwischen Dave und Zara förmlich und die Geschichte ist wie gesagt super geschrieben. Mir hat „Kein für immer ohne dich“ deshalb auch wirklich gut gefallen, nur den einen Kritikpunkt habe ich. Aber wer New Adult-/Romance- Geschichten liebt, der wird hier voll auf seine Kosten kommen.

Fazit:
Ein schöner vierter Band der Reihe, bei dem ich mir nur ein wenig mehr Zweisamkeit außerhalb des Schlafzimmers und abseits des (wunderbar dargestellten!) Babythemas gewünscht hätte. Ein insgesamt schönes Buch und ich freue mich sehr auf das nächste von Sarina Bowen! 8 lila Punkte


Maya Shepherd: Träume aus Gold und Stroh. (Die Grimm Chroniken 11)

Details:
Seitenzahl: 149 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 1. März 2019

Inhalt:
In Träumen ist nichts unmöglich: Tote können wieder ein Teil unseres Lebens sein, wir erreichen die Ziele, von denen wir nicht einmal zu hoffen wagen, und wir sind mit den Menschen zusammen, nach denen wir uns sonst nur aus der Ferne sehnen.
Ich bin in der Lage, Träume zu schenken.
Meine Begabung hat sich herumgesprochen und dadurch wurde die böse Königin auf meine Familie aufmerksam. Sie nennt mich Rapunzel.
Manchmal frage ich mich, ob es nicht eher ein Fluch ist, anders zu sein.

Meine Meinung:
Nach dem Schock und der Aufregung der vorhergehenden Folge, kommt nun eine etwas ruhigere – einfach perfekt in diesem Moment.

Obwohl es hier ruhiger zugeht, wird es nicht eine Sekunde langweilig. Im Gegenteil. Die elfte Folge besticht vor allem mit einer faszinierenden Geschichte, die sehr viele lose Fäden der Reihe zusammenführt und mir zeigt, wir grandios die Autorin sich alles erdacht hat. Wie großartig einfach alles zusammenhängt und immer mehr Sinn ergibt.

Aber auch die Kapitel in der Gegenwart können meiner Meinung nach sehr punkten, da sie so herrlich „normal“ wirken und somit einen starken und spannenden Gegensatz zu den Kapiteln der Vergangenheit darstellen.

Wieder einmal hat mich Maya Shepherd völlig gefangen genommen in dieser so faszinierenden, düsteren und wundervollen Welt. Ich bin der Reihe einfach völlig verfallen und fiebere jedem neuen Band sehnsüchtig entgegen!

Fazit:
Eine ruhigere Folge, in der viele Fragen beantwortet werden und einige Handlungsstränge zusammenführen. Der Kontrast von Gegenwart und Vergangenheit gibt dieser Folge zusätzlich noch einen ganz besonderen Reiz. 10 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Tracy Banghart: Iron Flowers 1. Die Rebellinnen.

Details:
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Fischer Sauerländer
Erschienen: 25. April 2018

Inhalt:
Sie haben keine Rechte.
Sie mussten ihre Träume aufgeben.
Doch sie kämpfen eisern für Freiheit
und Liebe.

Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.

Meine Meinung:
Dieses Buch lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Also zuerst will ich auf alle Fälle festhalten, dass es wirklich gut ist. Es ist spannend und mitreißend und ich habe mir nach dem Lesen sofort Band 2 bestellt, weil ich unbedingt wissen möchte, wie es denn nun weitergeht.
Aber es gibt eben auch ein großes ABER, das ich euch gern näher erläutern möchte.

Die Handlung ist zweigeteilt, denn wir erleben sowohl Nomis Schicksal, als auch das von Serina, die beide in völlig andere Richtungen gehen. Beide sind gleichermaßen spannend und ich könnte mich nicht entscheiden, welcher Erzählstrang mir besser gefallen hat (muss ich ja zum Glück auch nicht ;-)). Wir haben hier eine richtig gute dystopische Welt, in der so einiges grundlegend schief läuft und das mit dem (leider!!!) auch in unserer Welt aktuellen Thema der Unterdrückung der Frauen. Das bietet so viel Raum für Intrigen, Action und Herzschmerz, dass die Handlung ja eigentlich nur gut sein kann.
Wie gern würde ich jetzt ins Detail gehen und von den großartigen Wendungen erzählen, die mich echt begeistert haben! Aber natürlich mache ich das nicht, weil jeder die Chance selbst haben sollte, diese zu entdecken.

So toll das alles ist, so mitreißend und fesselnd, das Ganze hat dennoch eine gewaltige Schwachstelle. Denn die Entwicklung der beiden Schwestern und auch der Handlungsverlauf gehen manchmal so schnell, dass man nicht wirklich mitbekommt, wie es denn nun so weit kommen konnte. Ich habe mich irgendwie gefühlt, als würde man durch das Buch durchhetzen.
Ja, im Ansatz wird es schon immer erläutert, aber da hat mir einach die Tiefe gefehlt. Ein Band mehr in der Reihe und man hätte wunderbar auf die Entwicklung eingehen können. Gerade auch bei der/den Liebesgeschichte/n (ich bleibe vage, um niemanden zu spoilern ;-)) hat mir jede Emotion gefehlt. Ich konnte hier rein gar nichts fühlen und war schon ein bisschen enttäuscht, dass das einfach so schnell abgehandelt wird.

Fazit:
Doch wie zu Beginn der Rezension bereits gesagt, hat mir „Iron Flowers“ trotzdem richtig gut gefallen. Die Mischung aus „Selection“ und „Die Tribute von Panem“ war einfach klasse und vereint großartige Themen miteinander, die beim Lesen definitiv begeistern. Von mir gibt es deshalb trotz der Kritik 8 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Emily Bold: Wenn Liebe Wunden heilt.

Details:
Seitenzahl: 319 Seiten
Verlag: Montlake Romance
Erschienen: 12. Februar 2019

Inhalt:
Für Brooke Adams steht alles auf dem Spiel. Und Gefühle für einen Musiker kann sie sich gerade im Moment nun wirklich nicht leisten. Denn nach einem Skandal, der ihre Karriere als PR-Profi schlagartig beendet hatte, braucht sie ein Wunder, um sich wieder in der Musikbranche zu etablieren. Vielleicht ein Wunder, wie Fynn Keller.

Der unbekannte, aber stimmgewaltige Mechaniker aus Alaska überzeugt in einem Internetvideo – nicht nur mit einer einmaligen Stimme und einem tollen Look, sondern auch mit einem gefühlvollen Song über Wunden verursacht durch die Liebe.

Aber kann der plötzliche Hit auch die Wunden heilen, die Brooke mit sich herumträgt? Und für wen hat Fynn den Song geschrieben, der ihm jetzt die unerwartete Chance auf ein glitzerndes Leben im Scheinwerferlicht bietet, in dem nichts echt zu sein scheint? Nichts, außer dem Knistern, das vom ersten Moment an zwischen den beiden existiert.

Meine Meinung:
Die Idee hinter dem Buch hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen. Sie bietet Raum für Prickeln, für Charakterentwicklung und tolle Momente.

Leider war es aber so, dass mir die Protagonistin von Anfang an zutiefst unsympathisch war. Ich konnte mich einfach nicht mit ihr anfreunden und mochte sie nicht. Das sind denkbar schlechte Voraussetzungen für einen Roman …

Dazu kam, dass mir persönlich der Schreibstil etwas zu distanziert war und es mir daher schwer fiel Emotionen zuzulassen beziehungsweise zu fühlen.

Dadurch war das Lesen für mich bedauerlicherweise eher zäh und das Buch konnte mich insgesamt nicht so richtig begeistern.

Fazit:
Aufgrund eher unsympathischer Figuren und einem für meine Begriffe zu distanzierten Erzählstil, konnte mich die Geschichte leider nicht ganz von sich überzeugen. 5 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Laura Kneidl: Someone New.

Details:
Seitenzahl: 550 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 28. Januar 2019

Inhalt:
Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich deswegen, vor allem weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch seine undurchdringliche Art fasziniert Micah, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält, denn er hat ein Geheimnis – ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte …

Meine Meinung:
Manchmal ist es schwer die richtigen Worte zu finden, um seine Gefühle und Gedanken richtig wiederzugeben. Manchmal dauert es länger eine Rezension zu verfassen, weil egal, was man sich schreibt, es am Ende doch nicht dem gerecht wird, was man wirklich sagen möchte. Weil manche Bücher einen einfach mehr berühren als andere. Weil es Geschichten gibt, die über reine Unterhaltung hinaus gehen und eine ganz wichtige Botschaft haben.
„Someone New“ ist ein solches Buch und ich kann nur versuchen ansatzweise alles hier niederzuschreiben, was ich tatsächlich sagen möchte.

Ich fange einfach mit Micah an. Sie ist eine so großartige Protagonistin, die ich mir wirklich als Freundin wünschen würde. Sie ist mutig, stark und selbstbewusst- dazu noch witzig und einfach echt. Für mich wirkt wie ein echter Mensch aus Fleisch und Blut, eine reale und durch und durch authentische Person. Das passiert mir bei Figuren nicht allzu oft, aber Micah konnte mich so sehr von sich überzeugen, dass ich sie tief in mein Herz geschlossen habe.

Aber nicht nur die Protagonistin, aus deren Sicht wir die Geschichte erleben, kann auf ganzer Linie überzeugen, sondern auch die unglaublich großartig ausgearbeiteten Nebencharaktere. Sie sind alle ganz besonders, jeder hat einen hohen Wiedererkennungswert und auch sie kommen mir vor wie ganz echte Menschen. Es gehört viel Talent dazu sich Nebenfiguren so authentisch und echt zu erschaffen, dass man auch sie lieb gewinnt. Ich freue mich ehrlich so, so, so sehr, dass als nächstes Cassie und Auri ihre eigene Geschichte bekommen werden. Die beiden sind so großartig und ich liebe sie einfach!

Was ich sich unbedingt noch anmerken möchte, ist der unglaublich gute Schreibstil von Laura Kneidl. Sie schafft es scheinbar mit einer Leichtigkeit, die mich immer wieder aufs Neue verblüfft, den Leser völlig gefangen zu nehmen und mitzureißen. Dazu braucht sie nicht einmal viel Action oder unzählige Dramen – sie kann das einfach so. Einfach durch die ehrliche und authentische Art Charaktere zu erschaffen und dem Leser das Gefühl zu geben Teil am Leben von liebgewonnenen Freunden zu sein. Das ist für mich ganz große Kunst und sozusagen die Königsdisziplin des Schreibens.

Über das, was mir jetzt noch so sehr auf der Seele brennt, kann ich leider gar nicht so umfassend und viel schreiben wie ich gern möchte, da ich niemandem die Chance nehmen will, diese unglaublich wichtige Geschichte allein zu entdecken.
Es wäre so wichtig, dass jeder dieses Buch liest. Dass alle erkennen, was wirklich zählt und was im Grunde keine Rolle spielt. Dass das Herz die Wahrheit sieht und unsere Augen tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle spielen, was andere Menschen angeht. Dass jeder Liebe verdient, dass jeder er oder sie selbst sein dürfen sollte ohne dafür jemand verurteilt zu werden. Jeder sollte glücklich sein können, jeder sollte es machen dürfen, was er oder sie für ein erfülltes Leben braucht. Und niemand hat das Recht einer anderen Person vorzuschreiben wie genau dieses Glück auszusehen hat.

Ich könnte an dieser Stelle noch so viel mehr schreiben, weil mir das Thema so sehr am Herzen liegt und mich beschäftigt. Weil ich mir wünsche, dass alle Menschen wie Micah sein könnten, denn dann wäre die Welt ein besserer Ort.

Danke, liebe Laura, für diese wundervolle Geschichte! Danke für deine Worte, für meine neuen Freunde, die ich in Mayfield gefunden habe, und Danke für die Liebe in diesem Buch. Ich hoffe, dein Roman erreicht ganz viele Menschen und lässt sie die Wahrheit erkennen.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Liam Erpenbach: In love with Adam.

Details:
Seitenzahl: 288 Seiten
Verlag: Forever
Erschienen: 4. Februar 2019

Inhalt:
Sam ist ein Außenseiter. Seit er seinen besten Freund verloren hat, zieht er sich immer mehr in sich und seine Bücherwelt zurück. Seine Klassenkameraden geben ihm das Gefühl, dass er anders ist, und so fühlt er sich auch. Bis er Adam, dem gutaussehenden und beliebten Footballstar der Schule, in einer Buchhandlung begegnet und sich alles verändert. Adam weicht Sam nicht mehr von der Seite und in seiner Gegenwart hat Sam endlich das Gefühl, richtig zu sein, so wie er ist. Doch Adam darf niemals herausfinden, dass sein Herz etwas zu schnell schlägt, wenn er in seine grauen Augen blickt und er nachts von Adams weichen Lippen träumt … Erst als Sam die Tagebücher seines Großvaters findet, versteht er, was es heißt, ein Leben lang ein Geheimnis zu hüten. Wird er den Mut finden, zu seinen Gefühlen zu stehen?

Meine Meinung:
Ich fange einfach beim Schreibstil an. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen, deshalb ist der Stil insgesamt auch gut. Ein wenig hat man meiner Meinung nach schon gemerkt, dass es sich um ein Debüt handelt, da die Art des Erzählens noch nicht so ganz flüssig und rund ist. Doch man sieht trotzdem, dass der Autor definitiv Talent hat. Ich bin mir sicher, in ein oder zwei Büchern später (die sicherlich erscheinen werden ;-)) wird sich der Schreibstil noch besser sein als er jetzt ohnehin schon ist. Ich sehe hier viel Potenzial, das bestimmt noch vollends ausgeschöpft werden wird.

Worauf es mir in einem Roman wirklich ankommt, ist jedoch das Gefühl. Ich muss etwas fühlen beim Lesen, brauche Emotionen und mein Herz muss berührt werden. Und was soll ich sagen? Das ist hier definitiv passiert. Der Autor schafft es, dass ich die Empfindungen der Figuren selbst fühle und mit ihnen mitleide oder mich mitfreue. Ich habe die Liebe gespürt, die Trauer und alles dazwischen. Aber gerade bei der Liebe konnte mich Liam Erpenbach überzeugen.

Die Handlung selbst hat mir auch sehr gut gefallen, auch wenn sie zu Beginn eher langsam in Fahrt kommt. Ich finde die hier behandelten Themen wichtig und die Umsetzung wunderbar – dass sie mich berührt hat, habe ich ja schon gesagt. 😉 Ich möchte gar nicht zu viel darüber verraten, weil jeder Leser selbst Samuels Geschichte erleben können soll.

Fazit:
Ein berührendes Debüt eines Autors mit viel Potenzial. Ich bin gespannt auf deine nächsten Werke! 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Sandra Binder: War of Wolves. Lichttochter.

Details:
Seitenzahl: 424 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 31. Januar 2019

Inhalt:
Schon seit sie denken kann, träumt die 18-jährige Weberstochter Kira davon, zu einer mächtigen Kriegerin ausgebildet zu werden. Als der König des Landes von dunklen Mächten ermordet wird und der Ruf zu den Waffen erklingt, bietet sich endlich ihre Chance: Sie darf das gefährliche Ritual vollziehen, das sie zur vollwertigen Kriegerin machen wird. Gefangen in einem Labyrinth tief in den Wäldern ihres Landes, muss sie versuchen einen Ausweg zu finden und sich ihren Ängsten stellen. Auch wenn das heißt, sich wieder in Erinnerung zu rufen, dass ihr bester Freund seit seinem Ritual spurlos verschwunden ist. Doch Kiras Herz sagt ihr, dass er noch irgendwo dort draußen ist…

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich sehr gut gefallen. Er passt so perfekt in diese Welt, die mich sehr an die der Wikinger erinnert hat. Der Stil ist ruhig, aber vermittelt Gefühle und auch Action wirklich klasse. Es war einfach unglaublich angenehm zu lesen und hat mir richtig Freude gemacht. Auch, dass es sowohl schlagfertige und witzige Dialoge gab, aber auch ernste und fast schon philosophische. Diese Mischung hat mich wirklich mitgerissen und begeistert.

Die Figuren fand ich ebenfalls einfach gelungen. Kira war mir von Anfang an sehr sympathisch und ich mochte ihre Art einfach total. Sie hat einen Traum und sie kämpft dafür, das bewundere ich aus ganzem Herzen. Denn es gehört einiges dazu, sich gegen die Stimmen aller zu stellen, die einem den Traum ausreden wollen. Sie ist eine Figur, die ich auch gern im echten Leben kennenlernen würde.
Fenk mochte ich auch so gern, muss ich sagen. Er ist hart und weich zugleich und durch seine herrliche Art hat er sich zu meinem Liebling im Buch gemausert. 😉

Von der Handlung her gibt es Action und Kampfszenen, aber auch ruhigere, in denen sich alles auf das Innere fokussiert. Mir hat die Balance zwischen laut und leise hier sehr gut gefallen und große Freude beim Lesen bereitet.
Hin und wieder war es mir vielleicht ein wenig zu langwierig, aber das ist definitiv Geschmackssache (und ich bin bei Büchern immer recht ungeduldig :D).

Fazit:
Ein toller und bedachter Schreibstil zusammen mit wirklich gelungenen Figuren und einer teils actionreichen, teils auch ruhigeren Handlung ergeben ein in meinen Augen wirklich gelungenes Buch. Ich habe eigentlich kaum etwas auszusetzen und habe mich immer wieder sehr auf das Weiterlesen gefreut. Das hier war sicherlich nicht mein letztes Buch von Sandra Binder, denn ich glaube, ich bin Fan geworden. 😉 9 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Mein Lesemonat JANUAR

1. Bianca Iosivoni: Der letzte erste Song. 9 lila Punkte
2. Kristen Callihan: Idol 2. Gib mir dein Herz. 10 lila Punkte
3. Tina Köpke: Royal me 2. The Birthday. 8 lila Punkte
4. Jasmin Romana Welsch: Evig Roses 1. Escort will gelernt sein. 10 lila Punkte
5. Jasmin Romana Welsch: Evig Roses 2. Verführen will gelernt sein. 10 lila Punkte
6. Jasmin Romana Welsch: Evig Roses 3. Diskretion will gelernt sein. 10 lila Punkte
7. Jasmin Romana Welsch: Evig Roses 4. Vertrauen will gelernt sein. 10 lila Punkte
8. Amy Tintera: Die Legende der vier Königreiche 2. Vereint. 7 lila Punkte
9. Maya Shepherd: Die Grimm Chroniken 13. BEWERTUNG UND TITEL NOCH GEHEIM. 😉
10. Jennifer Snow: Maybe this kiss. 7 lila Punkte
11. Halo Summers: Froschröschen. Das wahre Märchen. 9 lila Punkte
12. Tatjana Karg: Die weiße Magierin 1. 5 lila Punkte
13. Stefanie Scheurich: Sanni. 7 lila Punkte
14. Tina Köpke: Royal me 3. The Betrayal. 8 lila Punkte
15. Tina Köpke: Royal me 4. The Goodbye. 9 lila Punkte
16. Christopher Paolinie: Die Gabel, die Hexe und der Turm. 4,5 lila Punkte
17. Kami Garcia: Broken Beautiful Hearts. 7 lila Punkte
18. M. O’Keefe: Broken Darkness 1. 7 lila Punkte
19. Emily Bold: Wenn Liebe Wunden heilt. 5 lila Punkte

 

HIGHLIGHTS:
So, das waren ja dann schon mal eine ganze Menge Bücher für den Januar. 😀 Und es waren einige richtig geniale Highlights dabei! Die „Evig Roses“-Reihe von Jasmin Romana Welsch gehört definitiv jetzt schon zu den Jahreshighlights, ebenso wie der zweite Band der „Idol“-Reihe. Band 1 davon fand ich okay, aber diese Fortsetzung war einfach nur wunderschön.

    

 

ENTTÄUSCHUNGEN:
Leider gab es für mich auch schon den ersten großen Flop. Ich hatte mich so sehr gefreut, als es hieß, dass wir noch einmal in die Welt rund um „Eragon“ eintauchen dürfen, da ich ein Fan der ersten Stunde bin. Damals habe ich so ewig lang auf die Fortsetzungen der vier Bände gewartet und war deshalb ganz freudig aufgeregt auf dieses neue Werk von Christopher Paolini. Leider wurde ich aber richtig enttäuscht, da die Kurzgeschichten keine Spannung aufwiesen und mich leider nicht überzeugen konnten … Sehr schade!

 

Ich bin gespannt, was der Februar bringen wird. 🙂