Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Maya Shepherd: Das Aschemädchen (Die Grimm Chroniken 7).

Details:
Seitenzahl: 168 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 2. November 2018

Inhalt:
Der Tod ist nicht das Ende, sondern ein Anfang. Die Geschichte wiederholt sich immer wieder.
Das waren die letzten Worte ihrer sterbenden Mutter gewesen und Ember glaubte, sie nun verstehen zu können. Ihr jetziges Leben erlosch – es verschlang sie mit Haut und Haaren. Sie musste sterben, um an anderer Stelle aus ihrer Asche wiederauferstehen zu können.

Meine Meinung:
Die Rolle von Ember – die eine grandiose Neuinterpretation einer sehr bekannten Märchenfigur ist, nur so am Rande – wird in dieser Folge größer und wir erfahren mehr über ihre Vergangenheit. Die es ganz schön in sich hat, kann ich euch verraten! Ich mag Ember jedenfalls wirklich sehr gern und bin schon überaus gespannt, mehr von ihr zu lesen. Denn dass man noch von ihr hören wird, da bin ich mir sehr sicher.

In Folge 7 der „Grimm Chroniken“ finden auch noch mehr bekannte Märchen einen Platz und werden auf unglaublich kreative Weise neu interpretiert. Ich bin wirklich beeindruckt, wie die Autorin es schafft, die Märchen einzuflechten und so auszulegen, wie ich es noch nicht gelesen habe. Dazu kommen dann noch Verbindungen und Verknüpfungen der Figuren, die man so absolut nicht hat kommen sehen. Man wird überrascht und staunt als Leser nicht schlecht über so manche Enthüllung, die hier stattfindet …

Mein Highlight dieser Folge war definitiv Joe. Ich fand es toll, dass wir mehr über ihn und sein Gefühlsleben erfahren, ihn besser kennenlernen und seine Beweggründe noch besser verstehen. Er hat für mich ganz viel an Sympathiepunkten gewonnen und ist mir durch diese Folge wirklich ein Stück weit ans Herz gewachsen.

Aber dieses Ende! Himmel noch eins, das ist sowas von fies! Also jetzt MUSS man ja zwangsläufig weiterlesen. 😉

Fazit:
Eine starke siebte Folge der düster-märchenhaften „Grimm Chroniken“, die mich vor allem mit Joes und Embers Geschichte überzeugen konnte. Spannung und überraschende Wendungen sorgen dann noch für das Tüpfelchen auf dem i. Ich brauche Nachschub, dringend! 9 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Lea McMoon: Skye. Götter des Nordens.

Details:
Seitenzahl: 356 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 6. September 2018

Inhalt:
Mythen, Sagen und Legenden – das ist die Welt von Skye, die lieber für ein Geschichtsreferat recherchiert, als sich auf einem Konzert die Ohren volldröhnen zu lassen. Pech für sie, dass ausgerechnet ihr bester Freund den begehrten Platz als Schlagzeuger in der angesagtesten Indie-Rockband der Stadt ergattert. Notgedrungen trifft Skye nun ständig auf Thorsson, den düsteren Sänger der Band, dem es jedes Mal gelingt, sie aus dem Konzept zu bringen. Erst als Skye in seinen Songtexten Hinweise auf ihre geliebten nordischen Mythen entdeckt, versucht sie hinter seine Fassade aus Coolness und Exzessen zu blicken und kommt ihm und seinem Geheimnis dabei deutlich näher als beabsichtigt…

Meine Meinung:
Was mich an diesem Buch von Anfang an angesprochen hat? Die wundervolle Thematik und dieses atemberaubende Cover, das wilde Wikinger und Götter verspricht. Einfach herrlich!
Die Idee dahinter hat mir ebenfalls wirklich gut gefallen, doch die Umsetzung nicht so völlig.

Super fand ich den Humor im Buch. Dieser hat mich des Öfteren zum Lachen gebracht und immer wieder punkten können. Auch wenn ich Skye manchmal ein klein wenig nervig fand, so war es ihr Witz dennoch nicht. Ich hätte mir aber gewünscht, noch ein wenig mehr in die Tiefe zu gehen bei ihr und den anderen Figuren. Die Charaktere sind für mich ein wenig oberflächlich geblieben, man hätte das Ganze vielleicht etwas vielschichtiger gestalten können.

Auch bei der Handlung hatte ich mir so einen kleinen Ticken mehr erhofft. Zwar kann man nichts Grundlegendes daran aussetzen und man merkt, dass die Autorin über eine tolle Fantasie verfügt – aber das gewisse Etwas, das mich so richtig mitreißt, hat mir leider ein wenig gefehlt. Große Überraschungen, mehr Tiefe usw.

Fazit:
Alles in allem ein wirklich schöner Roman, der für mich gern hätte mehr in die Tiefe gehen können. Aber die Grundidee und der tolle Humor waren wirklich spitze. 6 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Jennifer Wolf: No Return 4. Gefährlicher Ruhm.

Details:
Seitenzahl: 256 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 4. Oktober 2018

Inhalt:
Gerade noch sah es nach einem perfekten Happy End für Shane und Fabian aus. Endlich dürfen die beiden ihre Beziehung öffentlich machen und müssen sich vor niemandem mehr verstecken. Doch das Rampenlicht auf ihrer Liebe hat seinen Preis: Plötzlich macht ein Foto aus Fabians Vergangenheit die Runde, das den jungen Tänzer unwillkürlich in Verruf bringt und die Herzen der beiden erneut auf eine harte Probe stellt…

Meine Meinung:
Ich möchte zu Beginn meiner Rezension festhalten, dass ich wirklich ein riesiger Fan von Jennifer Wolf bin. Ihre Bücher kaufe ich immer ohne mir den Klappentext anzusehen, denn die ist für mich ein Garant für großartige und hochemotionale Geschichten. Ich glaube, sie könnte nicht einmal ein schlechtes Buch schreiben, selbst wenn sie es darauf anlegen würde.
Und doch hat mir der Abschlussband der „No Return“- Reihe nicht so gut gefallen wie ihre anderen Werke.

Es lag daran, dass mich die Handlung leider (!!!) etwas genervt hat. Sie dreht sich ständig nur im Kreis, für jeden Schritt vorwärts geht es zwei zurück und im Prinzip passiert eigentlich immer nur dasselbe in verschiedenen Ausführungen. Mir war dieses ewige Hin und Her leider einfach zu viel und ich war während des Lesens leider doch immer wieder genervt davon.

Natürlich mag ich die Figuren und die Aussage hinter der Geschichte ist toll – aber Shanian konnten mich irgendwie insgesamt leider nicht so wirklich überzeugen.
Obwohl das Buch trotzdem sehr gut ist, denn allein der gefühlvolle Erzählstil macht sehr viel wieder wett.

Fazit:
Ein in meinen Augen nicht ganz so starker Abschluss der „No Return“- Reihe, auch wenn Jennifer Wolfs Art Geschichten zu schreiben einfach wundervoll ist. 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Stephanie Garber: Legendary. Ein Caraval-Roman.

Details:
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: ivi
Erschienen: 2. Oktober 2018

Inhalt:
Donatella Dragna hatte kaum Zeit, sich an ihr neues Leben bei den Caraval-Schauspielern zu gewöhnen, als sie erfährt, dass Caraval-Master Legend die Aufführung eines neuen Spiels plant. Inmitten der Vorbereitungen spielt Donatella jedoch ein anderes, ebenso tödliches Spiel: Sie hat Schulden und es ist an der Zeit, diese zu begleichen. Wenn Donatella die Freiheit behalten will, die sie und ihre Schwester Scarlett sich so hart erkämpft haben, muss sie den Master von Caraval hintergehen. Donatella weiß, dass Legend gefährlich ist, doch sie lässt sich auf sein Spiel ein. Und obwohl sie sich geschworen hat, dass sie sich nie verlieben wird, ist ihr Herz plötzlich genauso in Gefahr wie ihr Leben …

Meine Meinung:
Wow, dieses Buch ist einfach pure Magie! Wie auch schon bei seinem Vorgänger „Caraval“ schafft es Stephanie Garber auch hier erneut mit ihrem unglaublichen und unvergleichlichen Sprachstil eine Welt voller Mystik, Zauber und einer einmaligen Atmosphäre zu erschaffen. Diese ganz besondere Stimmung, die im Roman und vor allem während Caraval herrscht, ist so fantastisch und viele Magie, dass man sich ihr einfach nicht entziehen kann. Die Autorin kann mit Worten Bilder zaubern, die sich direkt im Kopf des Lesers entfalten und lebendig zu werden scheinen – einfach nur grandios!

Dazu kommt, dass man nie weiß, was von den Ereignissen nun die Wirklichkeit ist und was nur ein Teil von Caraval. Was ist Spiel, was Realität? Die Grenzen verschwimmen hier völlig und lassen den Leser genauso ratlos zurück wie die Protagonistin. Das macht auch den besonderen Reiz der Geschichte aus: dass man sich ständig fragt, ob die Dinge wirklich passieren oder nur zu einem magischen Drehbuch gehören.

Auch die Figuren fand ich einfach gelungen. Tellas Handlungen sind zwar manchmal wirklich nicht die klügsten, doch das macht eben ihren Charakter aus. Dieses impulsive, abenteuerlustige Mädchen ist eben alles andere als perfekt, aber dadurch umso authentischer.
Doch auch Jacks in seiner Vielschichtigkeit oder Dante mit deiner Bad-Boy-Oder-Doch-Nicht?-Art haben mich absolut für sich eingenommen und begeistert. Man weiß bei niemandem woran man ist, selbst bei der Hauptfigur nicht, denn sie überrascht sich selbst und auch den Leser immer wieder.

Überraschung ist auch das Stichwort Beinfreiheit Handlung. Denn diese ist so völlig unvorhersehbar wir es nur sein kann. Durch diese verrückte und verzauberte Welt von Caraval wusste ich wirklich zu keinem Punkt der Geschichte, wie sie sich weiter entwickeln würde. Ständig stellt man Vermutungen an, wovon manche eintrafen, aber die allermeisten schon kurz darauf wieder über den Haufen geworfen wurden. Das erlebe ich in der Form nur sehr selten bei Romanen und gefällt mir deshalb umso besser.

Fazit:
Ich könnte noch eine Weile weiter schwärmen, aber ich denke, die wesentliche Aussage ist klar geworden: Lest dieses großartige Buch! Stephanie Garber schafft mit ihrer fulminanten Art zu erzählen ein absolut atemberaubendes, einmaliges und unvergleichlich magisches Setting, in dem die vor Spannung und Überraschungen strotzende Handlung den Leser auf eine fantastische Reise mitnimmt. Für mich war das wieder ganz großes Kino. 10 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Marie Rutkoski: Spiel der Macht.

Details:
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: Carlsen
Erschienen: 28. September 2018

Inhalt:
Als Tochter des ranghöchsten Generals von Valoria hat die siebzehnjährige Kestrel nur zwei Möglichkeiten: der Armee beizutreten oder jung zu heiraten. Aber Kestrel hat fürs Kämpfen wenig übrig; für sie ist die Musik das kostbarste Gut. Einem plötzlichen Impuls folgend ersteigert sie den Sklaven Arin, der sie auf unerklärliche Weise fasziniert. Schon bald muss sie sich eingestehen, dass sie mehr für ihn empfindet, als sie sollte. Doch er hat ein Geheimnis – und der Preis, den sie schließlich für ihn zahlt, wird ihr Herz sein …

Meine Meinung:
Das wundervolle Äußere dieses Buchs hat mich sofort angesprochen. Es sieht einfach großartig aus und noch dazu klingt der Klappentext einfach nur vielversprechend. Natürlich waren meine Erwartungen deshalb auch dementsprechend hoch – und vielleicht war genau das der Fehler.

Die erste Hälfte des Romans konnte mich nämlich leider nicht überzeugen. Angefangen von Schreibstil, der mir einfach zu distanziert war, über die Figuren, die mir aufgrund der Art des Erzählens einfach nicht ans Herz gingen, bis hin zur eher schleppenden Handlung fiel es mir leider schwer am Ball zu bleiben. Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich sogar mit dem Gedanken gespielt habe, das Buch abzubrechen.

Doch ich habe durchgehalten und bin im Nachhinein sehr froh darüber. Denn ab der zweiten Hälfte wurde es wirklich besser. Die Spannung wuchs extrem und die Geschichte konnte mit so einigen unvorhergesehenen Wendungen punkten.

Aber die Distanz zu allem, insbesondere zu den Charakteren, blieb nun mal weiter bestehen und hat mich nie so komplett in die Geschichte eintauchen lassen.

Fazit:
Eine meiner Meinung nach schwache erste Hälfte, die von der zweiten bei weitem übertroffen wurde, sowie eine Distanz zu den Figuren machen mir das Lesen schwer. Dafür wartet „Das Spiel der Macht“ mit überraschenden und spannenden Wendungen in der zweiten Hälfte auf. Insgesamt kann ich aber leider nur 6,5 von 10 lila Punkten geben.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Laura Kneidl: Die Krone der Dunkelheit 1.

Details:
Seitenzahl: 634 Seiten
Verlag: Piper
Erschienen: 2. Oktober 2018

Inhalt:
Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.
Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.
Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird …

Meine Meinung:
Auf dieses Werk war ich schon sehr gespannt, muss ich sagen. Ich kenne bereits viele Bücher von Laura Kneidl und sie hat mich noch nie enttäuscht. Ich würde sogar sagen, dass sie zu den wenigen gehört, bei denen ich nicht einmal den Klappentext lese, sondern das Buch einfach wegen ihres Namens darauf kaufe.
Deshalb waren meine Ansprüche an diesen Roman auch dementsprechend hoch.
Was soll ich sagen? Sie wurden definitiv nicht enttäuscht!

Angefangen von dem sehr angenehmen und super zu lesenden Sprachstil, der den Leser durch die Seiten trägt, über die gut ausgearbeitete hier erschaffene Welt, bis hin zu der vielseitigen und spannenden Handlung hat einfach alles gepasst.

Wir erleben die komplexe Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, was ich in diesem Fall mehr als gelungen fand. Jede der Figuren hat einen anderen Charakter und befindet sich in völlig verschiedenen Situationen und Lebensumständen, was das Ganze eben so vielseitig macht.
Dabei schaffen es alle Figuren meiner Meinung nach real und authentisch zu wirken und der ein oder andere hat sich sich schon einen Weg in mein Herz gebahnt (Larkin! 😍). So erleben wir die hier geschaffene Welt auch intensiver, da wir alle Aspekte davon ein wenig mitbekommen.

Die Handlung fand ich auch sehr gut, auch wenn ich noch ein wenig auf richtig schockierende Überraschungen gewartet habe. Es gab zwar welche, aber auf den ganz großen Knall hoffe ich dann in Band 2.

Fazit:
Ein wirklich sehr gelungenes Fantasy-Werk, das mich wunderbar unterhalten konnte. Eine großartige Welt, umwerfende Charaktere und eine spannende Handlung – was will man mehr? 10 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Nichole Chase: American Royals 1. Wer wir auch sind.

Details:
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 31. August 2018

Inhalt:
Du bist alles, was ich nicht bin. Und trotzdem will ich nur dich.

Die junge Madison will die Welt verändern und schießt dabei gern mal über das Ziel hinaus. Als sie nach einer Rettungsaktion in Polizeigewahrsam genommen wird, hat ihr Vater, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, endgültig genug. Maddie muss Sozialstunden ableisten – ausgerechnet bei Jake Simmon. Der Sohn der Vizepräsidentin und sie könnten unterschiedlicher nicht sein, doch seit einem schweren Unfall ist Jake nicht mehr der perfekte Politikersohn, der er einmal war. Er merkt bald, dass Maddie und ihn mehr verbindet, als er zugeben wollte – auch wenn sie so tabu für ihn ist wie niemand sonst auf der Welt …

Meine Meinung:
Bei diesem Buch ist mir die Bewertung schwer gefallen und warum das so ist, werde ich gleich erklären.
Zunächst aber zu den positiven Dingen, die mir aufgefallen sind.

Der Schreibstil ist locker leicht und lässt sich ganz wunderbar lesen. Die Geschichte wirkt dadurch flüssig und es macht Spaß zu lesen.

Auch die Figuren mag ich gern. Maddie mit ihrem großen Herz und Jake, der zum Glück kein Bad Boy ist, sondern mit deiner Art bei mir punkten konnte.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist schön und es gibt daran eigentlich nichts auszusetzen. Sie entwickelt sich weder zu schnell noch zu langsam, sondern im genau richtigen Tempo.

Darüber hinaus finde ich die Idee hinter dem Buch, eine royale Geschichte sozusagen mal auf andere Weise zu erzählen, wirklich erfrischend. Die Tochter des amerikanischen Präsidenten sozusagen als Prinzessin zu sehen, finde ich eine schöne Abwechslung zu den Prinz-Prinzessinnen-Geschichten anderswo.

Jetzt kommen wir aber zum großen ABER. Denn bisher klang meine Rezension wirklich gut, doch ich kann trotzdem nicht die volle Punktzahl geben. Das liegt daran, dass bei mir der Funke einfach nicht übergesprungen ist. Die Geschichte war toll, aber die hat mich einfach nicht berührt. Die Emotionen kamen nicht bei mir an und so hat mir einfach das gewisse Etwas gefehlt, das ein gutes Buch von einem hervorragenden unterscheidet.

Fazit:
Ein eigentlich wirklich schönes Buch, bei dem nur leider kaum Emotionen bei mir ankamen. 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Laura Sebastian: Ash Princess.

Details:
Seitenzahl: 500 Seiten
Verlag: cbj
Erschienen: 24. September 2018

Inhalt:
Sie kommt aus der Asche und greift nach den Sternen

Theo ist noch ein Kind, als ihre Mutter, die Fire Queen, vor ihren Augen ermordet wird. Der brutale Kaiser raubt dem Mädchen alles: die Familie, das Reich, die Sprache, den Namen. Und er macht aus ihr die Ash Princess, ein Symbol der Schande für ihr Volk. Aber Theo ist stark. Zehn Jahre lang hält die Hoffnung sie am Leben, den Thron irgendwann zurückzuerobern, allem Spott und Hohn zum Trotz. Als der Kaiser Theo eines Nachts zu einer furchtbaren Tat zwingt, wird klar: Um ihren Traum zu erfüllen, muss sie zurückschlagen – und die Achillesferse des Kaisers ist sein Sohn. Doch womit Theo nicht gerechnet hat, sind ihre Gefühle für den Prinzen …

Meine Meinung:
Von diesem Buch habe ich mir vor dem Lesen viel erwartet, muss ich gestehen. Das atemberaubende Cover zusammen mit dem vielversprechenden Klappentext haben mich auf eine düstere und spannende Geschichte hoffen lassen. Zwischenzeitlich sah es leider danach aus, als würden meine Hoffnungen enttäuscht werden, doch am Ende hat die Geschichte nochmal alles wettgemacht.
Warum das so war, erkläre ich im Folgenden gern.

Zu Beginn war ich einerseits gleich begeistert von dem düsteren Setting und war gleich in der Handlung drin. Andererseits ging mir der Wandel der Protagonistin dann aber zu schnell, was mich schon etwas gestört hat. Doch das hat sich schnell wieder gelegt und ich konnte mich wieder richtig auf die Geschichte einlassen.

Dann kam allerdings das, was mich am Buch am meisten gestört hat: plötzlich schien es nur noch um die Liebesgeschichte zu gehen, was ich ein wenig langweilig und langwierig fand. Hätte sich das in der Form durch das ganze restliche Buch gezogen, wäre ich am Ende wohl sehr enttäuscht gewesen. Doch zum Glück war das nur so etwas wie ein kleiner Durchhänger, denn anschließend war die Handlung endlich genau so wie ich sie mir gewünscht habe. Düster, spannend, fesselnd.

Insgesamt war es hier ein wenig auf und ab, was meine Lesebegeisterung anging, aber letzten Endes konnte mich „Ash Princess“ begeistern und ich fiebere Teil 2 entgegen.

Fazit:
Auch wenn der Fokus der Handlung zwischenzeitlich in die falsche Richtung geht, konnte mich das düstere Setting und die großartige hier geschaffene Welt für sich begeistern. 8,5 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Kelly Oram: Cinder und Ella 1.

Details:
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: One
Erschienen: 28. September 2018

Inhalt:
Nach einem schweren Autounfall hat Ella ein Jahr voller OPs und Rehas hinter sich. Und nun muss sie auch noch zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen, die sie überhaupt nicht kennt. Ella will nur eins: ihr altes Leben zurück. Deshalb beschließt sie, sich nach langer Zeit wieder bei ihrem Chatfreund Cinder zu melden. Er ist der Einzige, der sie wirklich versteht, und obwohl sie ihn noch nie getroffen hat, ist Ella ist schon eine halbe Ewigkeit heimlich in ihn verliebt. Was sie nicht weiß: Auch Cinder hat Gefühle für sie. Und er ist der angesagteste Schauspieler in ganz Hollywood.

Meine Meinung:
Es gibt diese Bücher, die einen emotional tief berühren, einen gefangen nehmen und nachhaltig beeindrucken. Man findet so etwas nur selten, doch bei dieser Geschichte hatte ich das unwahrscheinliche Glück genau auf so einen seltenen Schatz gestoßen zu sein.

Es kommt nicht oft vor, dass mich eine Geschichte SO sehr fesselt, dass ich gar nicht mehr aufhören will zu lesen. Dass ich richtig traurig bin, dass es zu Ende ist und das nich Tage danach. Aber Cinder und Ella haben das geschafft.

Wo soll ich nur anfangen, euch zu erzählen wie umwerfend diese Geschichte ist?
Vielleicht bei der Protagonistin Ella. Sie ist so stark in einer Situation, in der das nicht viele könnten. Sie steht auf Fantasyromane und schreibt darüber auf ihrem Blog – allein deshalb liebe ich sie schon. Sie ist schlagfertig und ganz ehrlich? Sie inspiriert mich. Was für eine wundervolle Protagonistin!

Und Cinder alias Brian. Oh mein Gott. Jeder sollte einen so wunderbaren Mann in seinem Leben finden. Er ist so großartig! Unwahrscheinlich lustig, humorvoll und unterhaltsam. Noch dazu tut er für Ella Dinge, die mich Herzchen sehen und seufzen lassen. Man muss sich in ihn verlieben, ganz ehrlich!

Aber auch die Nebencharaktere sind stark und wachsen einem ans Herz. Noch dazu machen sie alle eine mehr oder weniger starke Entwicklung durch, die die Autorin so meisterhaft erzählt, dass ich nur den Hut ziehen kann. Das war beeindruckend.

Die Handlung ist ebenfalls so wunderbar, dass ich das Buch am liebsten gleich nochmal lesen würde. Es ist lose an die Aschenputtel – Geschichte angelehnt, wie der Titel schon verrät. Aber die Umsetzung ist einfach nur grandios! Ich will euch gar nicht spoilern, denn jeder sollte die Chance haben, diese wunderbare Geschichte für sich entdecken zu dürfen. Nur so viel: man durchleidet als Leser jede Emotion, die man sich vorstellen kann und das so intensiv, dass es fast schon beunruhigend ist.

Ich liebe dieses Buch, falls das noch nicht deutlich wurde. 😉 Und es ist bisher mein Jahreshighlight.

Fazit:
Dieses Buch ist ein wahrer Schatz und ich bin unendlich glücklich, es gefunden zu haben. Am liebsten würde ich es sofort nochmal lesen, weil ich es so sehr liebe.10 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


J. K. Bloom: Wächter der Runen 1.

Details:
Seitenzahl: 528 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 28. September 2018

Inhalt:
Finn ist Kopfgeldjäger und sein nächster Auftrag lautet: Finde die Abtrünnige Ravanea und liefere sie dem Imperium lebend aus.
Für Finn eigentlich keine große Herausforderung, doch dann stößt er auf immer mehr Ungereimtheiten. Warum sucht das Imperium seit Jahren erfolglos nach ihr? Welches dunkle Geheimnis umgibt sie, dass der Herrscher alles daransetzt, sie lebend zu fangen?
Je mehr er über Ravanea in Erfahrung bringt, desto stärker regt sich in Finn etwas, das für jeden Kopfgeldjäger das Todesurteil bedeuten kann: Zweifel, ob er tatsächlich das Richtige tut.

Meine Meinung:
Das war ja wohl mal ein spannendes Buch!
Ich liebe es, wenn man sich nie sicher sein kann was als nächstes passiert – und genau das war hier der Fall. Durch das düstere Setting wird auch noch zusätzlich Spannung erzeugt, die eigentlich nie nachlässt.

Sehr oft war ich mir sicher: hieraus Funden die Figuren keinen Ausweg mehr! Doch dann hat mich die Autorin eines Besseren belehrt.
Ganz oft dachte ich: ist ja klar, was gleich passieren wird! Doch dann hat mich die Autorin eines Besseren belehrt.
Und das ist die große Kunst, die man nicht oft in Romanen findet.

Die Figuren sind ebenfalls mehr als gelungen, da sie mit ihren authentischen Handlungen definitiv überzeugen können. Hier ist niemand schwarz oder weiß, sondern man hat das Gefühl auf echte Menschen zu treffen, bei denen das eben auch nie zutrifft.

Noch dazu wirkt hier alles so sehr durchdacht, als hätte die Autorin nichts dem Zufall überlassen und alles bis ins kleinste Detail geplant. Diese Sorgfalt hat mich wirklich beeindruckt und noch mehr von dem Buch überzeugt.

Und wer bis jetzt noch nicht überzeugt ist – allein nach diesem Ende MUSS man einfach weiterlesen. 😱

Fazit:
Endlich ein Buch, das es schafft mich mit seiner Unvorhersehbarkeit und seiner konstanten Spannung immer wieder zu überraschen und völlig in seinen Bann zu schlagen. 9 von 10 lila Punkten

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)