Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Regina Meissner: Venturia. Juwelen und Verfall.

Details:
Seitenzahl: 354 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 14. Dezember 2018

Inhalt:
Die siebzehnjährige Tiana führt ein beschauliches Leben im Schloss von Bel Aniz. In der Prinzessin glüht der Wunsch nach Freiheit und nach Antworten auf Ungereimtheiten, die ihr immer häufiger auffallen. Was ist das geheimnisvolle Land Venturia, über das niemand im Schloss reden darf? Warum ist der König so abweisend, sobald das Gespräch auf Magie gelenkt wird?
Doch statt Tianas Fragen zu klären, planen ihre Eltern sechs Bälle, um einen geeigneten Gemahl für ihre Tochter zu finden. Nachdem der erste Ball allerdings vollkommen anders als geplant verläuft, findet sich die Prinzessin auf einmal in einem Strudel aus Ereignissen wieder, der alles, was sie bisher geglaubt hat, als Lüge entlarvt und sowohl ihre Zukunft als auch ihre Vergangenheit infrage stellt.
Als sie von einem Fremden verschleppt wird, ist das nur noch der letzte Windhauch, der ihre heile Welt zum Einsturz bringt. Wird es ihr gelingen, aus diesen Trümmern zu entkommen und herauszufinden, wer sie wirklich ist?

Meine Meinung:
Was an einem Buch das Wichtigste ist? Ich denke, das ist wohl eindeutig der Schreibstil der Autorin. Wenn der nicht passt, kann die Geschichte noch so gut sein, man wird sie dennoch nicht lieben können.
Und Regina Meißner kann definitiv toll schreiben! Sie hat eine ruhige, unaufdringliche Art des Erzählens, die es dem Leser leicht macht sofort in eine Geschichte abzutauchen und sich in fremden Welten zu verlieren. Das finde ich großartig und deshalb ist es auch immer wieder schön ihre Romane lesen zu können.

Die Handlung in „Venturia“ ist vom Verlauf her durchaus interessant und birgt einige wirklich gute Ideen. Nur leider war mir das Geschehen zu ruhig. Mir hat die Action fast völlig gefehlt, denn bis auf einige wenige Szenen gibt es davon nicht allzu viel. Dadurch haben sich einige Kapitel für mich leider sehr gezogen und es fiel mir teilweise schwer bei der Sache zu bleiben.
Wer allerdings ruhigere Geschichten mag, wird dieses Buch mit Sicherheit mögen, denn geschrieben ist es wie gesagt richtig gut.

Das Setting und die Welt, die wir hier kennenlernen dürfen, hingegen haben mir richtig gut gefallen. Man kann sich dank der tollen Darstellungen das Schloss, den Wald und die hier erschaffene Welt wirklich gut vorstellen und bekommt direkt Lust, das Ganze einmal mit eigenen Augen sehen zu dürfen.

Fazit:
Für mich persönlich war „Venturia“ zu ruhig und konnte mich deshalb von der Handlung her einfach nicht fesseln. Wer Geschichten ohne viele Actionszenen mag, wird dieses Buch hingegen super finden, denn der Schreibstil der Autorin ist einfach klasse. 6,5 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Julianna Keyes: Hold me close. (Burnham College 2)

Details:
Seitenzahl:
Verlag: Lyx
Erschienen: 2. November 2018

Inhalt:
Kellan McVey ist der bekannteste Sportler und Frauenheld am Burnham College. Obwohl er sich vor weiblichen Bewunderinnen kaum retten kann, ist es noch keiner gelungen, ihn für mehr als ein paar Nächte zu interessieren. Seine letzte längere Beziehung hatte er mit Andrea Walsh. Andi, die viele Jahre lang seine beste Freundin war, und dann einen Sommer lang so viel mehr. Andi, die ihm das Herz gebrochen hat und Andi, die auf einmal auch Studentin am Burnham College ist.
Während die beiden sich ständig zu begegnen scheinen, fallen Kellan all die Gründe wieder ein, weshalb er sauer auf Andi ist – aber auch die Gründe, weshalb er sich in sie verliebt hat …

Meine Meinung:
Band 1 der Reihe hat mich vor allem durch den tollen Humor überzeugen können. Auch hier gab es den wieder und auch hier konnte dieser mich erneut zum Lachen bringen. Allerdings etwas weniger als im Vorgänger, muss ich gestehen.
Ansonsten ist das Buch aber toll geschrieben und das Geschehen liest sich unglaublich flüssig und locker leicht.

Ich finde es toll, dass wir hier Kellans Sicht der Dinge erleben. Dass wir sehen, dass doch mehr in ihm steckt, als man zunächst angenommen hat. Warum er zu dem Mann geworden ist, den wir in Band 1 kennengelernt haben. Allerdings empfand ich Andi als völlig blass. Ich habe nicht das Gefühl sie nach dem Lesen zu kennen, geschweige denn nachvollziehen zu können, weshalb Kellan sich in sie verliebt. Andi geht völlig unter und das ist wirklich richtig schade.

Vielleicht hätte man die Geschichte auch eher aus ihrer Sicht erzählen sollen. Das habe ich mir ehrlich gesagt mehrmals beim Lesen gedacht. Denn aus Kellans Perspektive war die Handlung doch irgendwie recht zäh. Das Ganze hat sich doch recht gezogen und war ein eher stetiges vor sich hin Plätschern, mit nur wenigen Ausschlägen, die mich richtig haben fesseln und begeistern können. Sehr schade, da die Autorin definitiv das Zeug dazu hätte, dem Leser mehr zu bieten. Aber so war es … nun ja, es war wirklich nett zu lesen, aber große Gefühle kamen bei mir nun mal leider nicht auf.

Fazit:
Ein wirklich humorvolles und gut geschriebenes Buch, bei dem die Charaktere allerdings leider etwas farblos geblieben sind und die Handlung etwas zäh war. Ich habe das Buch schon gern gelesen, war aber auch nicht traurig, als es zu Ende war. 6,5 lila Punkte von mir.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Karina Halle: The Pact.

Details:
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 12. November 2018

Inhalt:
Linden McGregor ist ein schottischer Bad Boy, der weiß, wie man Frauen erobert. Und seit einiger Zeit schon denkt er an nichts anderes als an seine beste Freundin Stephanie. Doch sie zu verführen wäre unmöglich.

Stephanie Robinson ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau und sie weiß, dass Linden tabu ist. Auch wenn sie nicht leugnen kann, dass sie ihn will. Die beiden müssen sich nun entscheiden: Wollen sie ihrem Verlangen nachgeben, auch wenn ihre Freundschaft dabei auf dem Spiel steht?

Meine Meinung:
Grundsätzlich hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen. Zwar wird hier ein bereits bekanntes Muster verwendet, dich die Umsetzung war ziemlich gelungen. Man fiebert beim Lesen doch mit, ob die beiden sich nun bekommen oder nicht.

Ich bin kein Fan von Zeitsprüngen, doch die zu Beginn des Buchs haben mir gut gefallen und waren in dem Fall auch wirklich sinnvoll. Später dann im Verlauf der Geschichte kamen allerdings erneut welche vor, die ich dann nicht mehr ganz so toll fand, um ehrlich zu sein.

Die Anziehung zwischen den Protagonisten war super dargestellt und richtig greifbar. Das kann die Autorin definitiv!
Etwas schade war für mich persönlich nur, dass vieles zwischen den Hauptfiguren nur auf das körperliche beschränkt wurde. Mir war es insgesamt einfach einen Ticken zu viel Erotik. Wer das allerdings gern liest, wird hier nicht enttäuscht werden.
Ich hätte mir nur einfach gewünscht noch mehr tiefgreifende Liebe zu spüren und nicht nur die körperliche Anziehung, weil dadurch die Beziehung in meinen Augen etwas abgewertet wurde.

Trotz allem handelt es sich bei „The Pact“ aber um einen wirklich schönen Liebesroman.

Fazit:
Trotz ein paar Kritikpunkte konnte mich das Buch gut unterhalten. Mir persönlich war es ein wenig zu viel Erotik, aber das ist natürlich Geschmacksache. Insgesamt ein schönes Buch für Zwischendurch.


Sasha Wasley: Outback Dreams 1. So weit die Liebe reicht.

Details:
Seitenzahl: 464 Seiten
Verlag: Knaur
Erschienen: 3. Dezember 2018

Inhalt:
Willow und Tom waren beste Freunde – bis etwas geschah, das sie entzweite und das Willow nicht vergessen kann. Zehn Jahre sind vergangen, seit sie das letzte Mal mit Tom gesprochen hat. Als ihr Vater krank wird, kehrt Willow in ihre australische Heimat Kimberley zurück und übernimmt die Familien-Farm. Bald schon ist sie auf Toms Hilfe angewiesen. Doch ihr abwehrendes Verhalten über Jahre hinweg hat bei Tom tiefe Wunden hinterlassen. Noch immer sind Toms aufrichtige Briefe von damals ungeöffnet. Willow muss all ihren Mut zusammennehmen, um sich endlich ihren Ängsten zu stellen und auf Tom zuzugehen …

Meine Meinung:
Hach, jetzt so direkt nach dem Lesen habe ich einfach Herzchen in den Augen und fühle mich glücklich und traurig zugleich. Warum muss dieses schöne Buch denn schon zu Ende sein?

Dabei war ich tatsächlich sehr erstaunt, dass mir diese Geschichte SO gut gefallen hat. Denn die Handlung dreht sich viel um das Farmleben und die Viehzucht. Nicht gerade einschlagende Themen sollte man meinen, oder? Aber ich fand sie richtig toll umgesetzt und wirklich interessant. Sie passen einfach do großartig ins Gesamtbild und haben mir das Gefühl gegeben tatsächlich in Australien unterwegs zu sein. Diese Atmosphäre, die Details – ich bin absolut verliebt in das Setting und diese herrlich ländliche Stimmung!

Dann sind da noch die Figuren. Willow, aus deren Sicht wir die Geschichte erleben, ist kein einfacher Mensch. Doch trotzdem- oder gerade deshalb – fand ich sie so klasse. Sie versucht nicht sich zu verstellen, sie ist von Grund auf authentisch und durch ihre Macken und Schwächen einfach herzerfrischend und menschlich. Dadurch, dass wir mehr über ihr Innenleben erfahren, kann man sie auch sehr gut verstehen und ihre Beweggründe nachvollziehen.
Willow ist eine rundum gelungene Protagonistin, die ich und Herz geschlossen habe.

Und Tom… Jeder sollte in seinem Leben jemanden wie ihn haben. Himmel noch eins, dieser Mann ist einfach grandios! Endlich kein Bad Boy, das hat er nämlich überhaupt nicht nötig. Er ist so unfassbar liebenswert und großartig, dass man gar nicht anders kann als sich ein kleines bisschen in ihn zu verlieben. Dazu noch sein wunderbarer Humor, der das Buch so sehr bereichert hat – Ich kann absolut rein gar nichts Negatives sagen! Weder über diese wundervolle Figur noch über sonst irgendetwas in diesem Roman. Außer, dass er schon zu Ende ist vielleicht. 😉

Die Handlung kommt ohne übertriebene künstliche Dramen aus wie ich fand, sondern wirkt auf mich wie aus dem Leben gegriffen. Doch auch ohne gewaltige Action, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich so gefesselt davon war und einfach immer wissen wollte wie es weitergeht.

Und auch auf der emotionalen Ebene kann die Autorin hier definitiv punkten. Ich habe mitgefühlt, mitgebangt und habe die Gefühle fast am eigenen Leib gespürt. Einfach herrlich!

Fazit:
Eine absolut umwehende Geschichte vor der atmosphärischen Kulisse Australiens. Emotional, authentisch und einfach herzerwärmend. Ich liebe dieses Buch und würde es am liebsten gleich nochmal lesen.10 lila Punkte


Emma Scott: All in. Tausend Augenblicke.

Details:
Seitenzahl: 433 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 26. Oktober 2018

Inhalt:
Kacey Dawson wollte immer nur Musik machen. Aber selbst der kometenhafte Aufstieg ihrer Band kann sie nicht über ihre innere Einsamkeit hinwegtäuschen. Nach einem desaströsen Konzert in Las Vegas wacht sie mit dem schlimmsten Kater ihres Lebens auf der Couch ihres jungen Chauffeurs Jonah Fletcher auf. Er bietet ihr eine Auszeit von ihrem Leben als Rockstar und den Halt, den sie immer gesucht hat. Schon nach kürzester Zeit verspürt Kacey eine tiefe Verbundenheit zu Jonah – es ist, als wäre er der Teil von ihr, der immer fehlte. Doch Jonah hat ein Geheimnis – so groß und herzzerreißend, dass es ihre Welt für immer auf den Kopf zu stellen droht …

Meine Meinung:
Ich denke, lobende und begeistere Rezensionen zu diesem Buch gibt es schon genügend. Auch ich kann im Grunde nichts kritisieren, denn „All in“ ist einfach super geschrieben und überzeugt vor allem durch die unfassbar emotionale Handlung, bei der sicherlich kein Auge trocken bleibt.

Mir liegen solche Geschichten einfach nicht, habe ich beim Lesen festgestellt. Ich ertrage so heftige Bücher voller Trauer und Schmerz nicht. Aber das ist so subjektiv wie etwas nur sein kann.
Und außerdem – gibt es ein größeres Kompliment als dieses? Ein größeres Kompliment als die Tatsache, dass ein Roman zu viele heftige Gefühle im Leser auslöst?
Ich denke nicht.

Aber auch ich bin äußerst skeptisch wegen der Fortsetzung und kann mir nicht vorstellen wie diese umgesetzt werden soll ohne einen bitteren Nachgeschmack zu hinterlassen. Aber ich lasse mich auch gern eines besseren belehren.

Fazit:
Wer bei einer Geschichte mal wieder richtig weinen will, sollte dringend „All in“ von Emma Scott lesen. Emotional und mitreißend, sodass man als Leser am Ende als weinendes Häufchen Elend zurück bleibt. 9 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Lana Rotaru: Weihnachtswunder von Manhattan.

Details:
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 1. November 2018

Inhalt:
Cathy hasst die Adventszeit. Alles daran. Das Wetter, die künstliche Fröhlichkeit und allem voran den Zwang, Geschenke für Leute kaufen zu müssen, die sie nicht leiden kann. Diese Einstellung ändert sich auch nicht, als sie Nick Claus kennenlernt, der von sich selbst behauptet, der Sohn des Weihnachtsmanns zu sein. Sie ist sich sicher, der Typ muss verrückt sein. Doch obwohl sie sich die größte Mühe gibt, ihm aus dem Weg zu gehen, gelingt es Nick immer wieder, sich in Cathys Leben zu schleichen. Und sie muss sich eingestehen, dass sie an seiner Seite immer wieder Momente erlebt, für die sie keine anderen Worte findet als »einfach magisch«. Aber trotzdem: Den Weihnachtsmann kann es nicht geben … oder doch?

Meine Meinung:
Es ist seltsam, aber obwohl diese Geschichte auf den ersten Blick eigentlich top ist, konnte sie mich leider nicht restlos überzeugen.

An der Handlung lag es nicht, denn die ist weihnachtlich, schön und eine gute Idee. Ich mochte auch die Charaktere gern.
Aber trotzdem hat mich das Buch einfach nicht mitreißen können. Ich habe einfach nie so wirklich mitgefühlt. Die Emotionen kamen nicht richtig bei mir an und ich habe immer eine Distanz zum Ganzen gespürt.

Ich vermute einfach mal stark, dass es am Schreibstil gelegen hat. Mir ganz persönlich (!) hat er einfach nicht so wirklich ganz zugesagt, obwohl er an sich richtig gut ist. Es war nur einfach nicht meins. Aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen „Ich mag ein Buch nicht, weil es schrecklich geschrieben ist“ und „ich komme nicht ins Buch rein, weil mich persönlich diese Art des Erzählens einfach nicht abholt“.
Ich kann die sehr guten Rezensionen also gut verstehen, auch wenn ich mich Ihnen leider nicht anschließen kann.

Fazit:

Aus sehr subjektiven Gründen hat mich der an sich gute Schreibstil einfach nicht erreichen können und mir blieb somit der Zugang zur Geschichte irgendwie verwehrt. Trotz allem ein schönes weihnachtliches Buch. 6 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


B.E. Pfeiffer: Götterherz (Kurzgeschichte). Weihnachten mit Hades.

Details:
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 1. Dezember 2018

Inhalt:
Weihnachten ist eine besondere Zeit, erst recht für Pen. Obwohl Hades nichts mit den Bräuchen anfangen kann und in der Unterwelt mehr als genug Arbeit auf ihn wartet, begleitet er sie zu ihrer Familie. Allerdings ist das Chaos vorprogrammiert und gerade als Pen ihn am meisten braucht, muss Hades sie verlassen und sich um seine Aufgabe kümmern. Ob es ihnen dennoch gelingt, das Fest der Liebe gemeinsam zu verbringen?

Meine Meinung:
Wer den Roman zur Kurzgeschichte, also „Götterherz“, mochte, derjenige wird sich auch sicherlich über diese Kurzgeschichte als Bonus freuen. Gerade weil man die bekannten Figuren noch einmal treffen kann und die Weihnachtszeit mit ihnen verbringen darf.

Die weihnachtliche Stimmung finde ich hier auch wirklich schön beschrieben und sie kam definitiv bei mir an. Das war für mich ein großer Pluspunkt.

Wirklich Action oder allzu viel Spannung gibt es in dieser Geschichte allerdings nicht. Mit diesem Anspruch sollte man also nicht an das Lesen herangehen. Aber ich denke, dazu ist diese Geschichte auch nicht gedacht, sondern die zielt vor allem auf Emotionen ab. 😉

Fazit:
Zwar gibt es hier keine Action, aber wer eine romantisch-süße und weihnachtliche Kurzgeschichte mit bekannten Charakteren möchte, der wird hier auf jeden Fall fündig und bekommt eine extra Portion Weihnachtsstimmung. 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Carolin Emrich: The Way to find Hope.

Details:
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 16. November 2018

Inhalt:
»Hast du eigentlich einen Führerschein?«
»Nö.«
»Wieso fährst du dann mein Auto?«
»Auch dein Auto fährt mit Benzin und nicht mit einem Führerschein.«
Als sich Alina und Lars in der Disco kennenlernen, sind sie sofort voneinander fasziniert. Obwohl dieses Knistern zwischen ihnen herrscht, hält Lars sie auf Abstand und seine Mauer aufrecht. Das gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht, denn Alinas beste Freundin ist mit seinem Mitbewohner zusammen und so laufen sie sich immer wieder über den Weg. Alina lässt sich zudem nicht so leicht abwimmeln – sie hat sich in den Kopf gesetzt, Lars näher kennenzulernen. Doch dieser ist sich sicher, dass seine Vergangenheit ihre Beziehung zerstören würde, bevor sie überhaupt begonnen hat. Sein Leben ist vieles, nur keine Grundlage für eine gemeinsame Zukunft.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist einfach so (fast beängstigend) realistisch. Authentisch. Direkt aus dem Leben gegriffen.
Man braucht keinen unnötigen Kitsch, keine übertriebene Dramatik, sondern einfach nur das echte Leben.
Na ja, zumindest hat es sich genau so beim Lesen für mich angefühlt.

Die Protagonisten sind weit entfernt von perfekt – und genau das macht sie als Figuren eben perfekt.
Sie machen viele Fehler, sie haben Ecken und Kanten und sie kommen einem vor wie lebendige Menschen, denen man draußen in der echten Welt begegnet. Deshalb wachsen sie einem wohl auch so ans Herz. Weil sie sind wie wir und nicht abgehoben oder zu perfekt. Sie sind so so so echt.

Auch die Handlung könnte sich so oder so ähnlich gerade in diesem Augenblick abspielen. Es ist nicht weit hergeholt oder ein Traumgebilde, sondern eine Geschichte wie sie das Leben schreibt. Das macht dieses Buch, diese ganze Reihe aus und darin liegt auch die große und ganz besondere Stärke der Autorin. Denn nicht viele können solche echten Geschichten erzählen.

Fazit:
Echt, mitreißend und mitten aus dem Leben. Carolin Emrich versteht es unglaublich realistische Geschichten mit Figuren zu erzählen, die einem schon nach kurzer Zeit wie reale Freunde vorkommen. Ein wirklich tolles Buch! 9 von 10 lila Punkten

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)

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*** GEWINNSPIEL ***

Du hast Lust ein signiertes Printbuch von „The way to find Hope“ zu gewinnen?!?! Dann einfach mitmachen, es ist super leicht!

Dazu müsst ihr einfach nur hier in den Kommentaren oder unter dem entsprechenden Beitrag in der Release-Party (HIER) beantworten und schon seid ihr im Lostopf. Aber ihr müsst schnell sein, denn ausgelost wird schon morgen. 😉

Wenn du „The way to find love“ schon gelesen hast: Hättest du jemals an Lars und Alina zusammen gedacht?
Und falls du es nicht kennst: Was erwartest du dir von den beiden?

Teilnahmebedinungen: Du bist mindestens 18 Jahre alt oder hast die Zustimmung Deines Erziehungsberechtigten und wohnst in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Ausgelost wird unter allen Teilnehmern, die die Bedingungen erfüllt haben, per Zufallsprinzip. Im Gewinnfall haben die Gewinner 24 Stunden Zeit, sich zu melden, bevor der Gewinn verfällt. Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht umgetauscht und nicht in bar ausgezahlt werden. Keine Haftung auf dem Postweg.


Maya Shepherd: Dornen, Rosen und Federn. (Die Grimm Chroniken 8)

Details:
Seitenzahl: 172 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 7. Dezember 2018

Inhalt:
Zwischen all den weißen Schwänen tauchte auf einmal ein schwarzer auf. Sein Gefieder schimmerte beinahe bläulich im silbrigen Mondlicht. Er hatte einen roten Schnabel und ebenso rot glühende Augen, die er nun auf mich richtete, als würde er mich kennen. Sein Anblick verursachte mir eine Gänsehaut.
»Warum ist dieser Schwan schwarz?«, wandte ich mich an Baba Zima.
»Er symbolisiert das Böse, welches du in dir trägst«, antwortete sie mir mit rauer Stimme.

Meine Meinung:
Wieder eine neue Folge der Grimm-Chroniken ist mittlerweile schon fast wie nachhause kommen. Die Charaktere und Engelland sind mir mittlerweile so vertraut, dass ich unfassbar gern wieder zurückkehre. Immer und immer wieder. Ich fühle mich hier einfach wohl und es tut ehrlich gut, wieder in die Geschichte abzutauchen, weil ich alles daran vermisst habe.

In dieser Folge geht mir besonders Marys Entwicklung nahe. Es ist unfassbar, wie stark sie sich verändert und die Unterschiede zu ihrem früheren Ich sind so signifikant, dass es einem richtig nahe geht. Wie konnte aus dem liebevollen Mädchen nur ein so blutrünstiges Monster werden?! Das ist ein Geheimnis, das man unbedingt herausfinden möchte und ich hoffe so sehr, dass wir der Lösung bald näher kommen …

Und heiliger Bimbam, was wir hier erfahren, ist einfach … wow. Da fehlen einem echt die Worte und man hätte so GAR NICHT mit dieser Wendung gerechnet! Hut ab vor der Autorin, die es immer und immer wieder aufs Neue schafft, mich zu schockieren und zu überraschen.

Man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen, wenn man angefangen hat und ich kann die nächste Folge kaum abwarten.

Fazit:
Ein großartiger achter Teil der Reihe, in dem wir vor allem mehr über Mary und ihre unglaubliche Entwicklung zu einem kaltblütigen Monster erfahren – und große Geheimnisse entdecken … Die Geschichte ging mir richtig nahe und zieht den Leser in einen Sog, aus dem es kein Entkommen gibt. 10 lila Punkte


A. J. Steiger: Jeder von uns ist ein Rätsel.

Details:
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Carlsen
Erschienen: 1. November 2018

Inhalt:
Andere Menschen zu verstehen ist für Alvie eine Herausforderung. Ihr Lieblingsbuch ist die Kaninchensaga »Unten am Fluss« und richtig wohl fühlt sie sich nur in ihrem Job im Zoo, bei den Tieren. Doch als sie Stanley kennenlernt, ist alles anders: Er interessiert sich nicht nur für Quantenphysik wie sie, sondern ist auch unendlich geduldig. Aber auch Stanley fällt es schwer, sich zu öffnen. Und es ist ein langer, zum Teil sehr komischer, manchmal trauriger und wunderschöner Weg, der sie am Ende zusammenbringt – zu so etwas Ähnlichem wie Glück.

Meine Meinung:
Das Thema des Buchs hat mich einfach sofort angesprochen und ich fand es mehr als interessant für kurze Zeit in die Gedanken eines Mädchens mit Asperger-Syndrom einzutauchen. Einfach einmal zu erleben wie sie auch fühlt, warum sie für Außenstehende vielleicht fremdartig wirkt, obwohl ihr Verhalten eigentlich gute Gründe hat.

Zugegebenermaßen war die Handlung hier schon ziemlich überspitzt dargestellt und für meinen Geschmack gab es viel zu viel Drama außenrum, das nicht nötig gewesen wäre. Die Familiengeschichten von Alvie und Stanley waren mir persönlich einfach etwas toi much. Ich hätte viel lieber noch mehr aus dem echten Leben von Alvie erfahren, wie sie in der Normalität des Alltags mit ihrem Autismus umgeht und zurechtkommt. Oder eben noch mehr über sie und Stanley.

Es ist allerdings grandios wie der Leser gezeigt bekommt, was Menschen, die nicht unbedingt in die gesellschaftlichen Normen passen, erleiden und durchmachen müssen. Wie viel in einem Menschen kaputt gehen kann, wenn er sein Leben lang das Gefühl bekommt „falsch“ zu sein, obwohl er nur anders denkt. Wie versucht wird die Persönlichkeit mit Medikamenten zu unterdrücken – wo mir wirklich beim Lesen übel geworden ist, weil ich es so schlimm finde.

Ich halte es für wichtig, dass möglichst viele diese Geschichte lesen, um für das Thema Autismus und Andersartigkeit sensibilisiert zu werden. Um zum Nachdenken gebracht zu werden. Und um zu verstehen, dass wir alle einfach nur Menschen sind, gleichgültig welchen Stempel uns irgendwer aufdrücken möchte.

Fazit:
Ein wirklich tolles und wichtiges Thema, über das es viel mehr Romane geben sollte, um die Menschen zu sensibilisieren. Die Umsetzung hätte ich mir ein wenig anders gewünscht, aber trotzdem empfehle ich es jedem zu lesen. 9 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)