Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

George Lester: In all seinen Farben.

Details:
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: ONE
Erschienen: 25. Juni 2021

Inhalt:
In Robin Coopers Leben läuft gerade nichts, wie es sollte: Während sich alle anderen schon aufs College vorbereiten, häufen sich bei ihm die Absagen. Für Robin bricht eine Welt zusammen, als sein großer Traum von der Schauspielschule zerplatzt und er plötzlich ohne Plan für die Zukunft dasteht. Und dann ist da auch noch die Sache mit seinem Freund Connor, der sich nicht offen zu ihm bekennt. Alles ganz schön kompliziert! Doch als ihn seine Clique an seinem 18. Geburtstag in eine Drag Show schleppt, realisiert Robin, dass das Leben manchmal ganz eigene Pläne macht …

Meine Meinung:
Das Buch wird für das Alter von 14-16 Jahren empfohlen und ich finde, dass das ganz richtig ist und man sich eben diese Angabe vor dem Lesen vor Augen führen sollte. Man bekommt nämlich genau das, was man in diesem Alter gern liest: Eine wirklich schöne, berührende Geschichte über das Erwachsenwerden, die erste Liebe, Freundschaft und große Träume. Dabei ist alles so luftig-locker geschrieben, dass man ohne jegliche Probleme regelrecht durch die Seiten fliegt und man während des Lesens ein so leichtes Gefühl im Inneren bekommt, dass es eine Freude ist. Trotzdem gibt es auch viele wichtig Themen, die gleichzeitig gefühlvoll und ernst, aber eben auch mit der gewohnten Leichtigkeit behandelt werden. Meiner Meinung nach eine sehr gelungene Mischung für Jugendliche (und junggebliebene Erwachsene).

Teilweise war es mir ein wenig zu viel, ich hatte öfter den Eindruck als hätte sich der Autor manchmal nicht bremsen konnte und dann vielleicht doch etwas über das Ziel hinausgeschossen ist. Das bezieht sich auf manche Dialoge und vor allem auf die Figuren, die irgendwie schon allesamt etwas überzeichnet dargestellt sind. Das ist natürlich durchaus unterhaltsam, aber mir war es eben auf Dauer doch ein wenig zu viel des Guten.

Die Darstellung der Drag-Welt war sehr interessant, unterhaltsam und für mich völliges Neuland. Ich habe sehr gern gelesen, wie es hier zuging und wie Robin seinen Platz findet.

Insgesamt ein wirklich süßes, leichtes Buch, das trotzdem tolle Botschaften vermittelt ohne zu schwer zu werden. Gerade für Jugendliche wirklich empfehlenswert.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Nikola Hotel: Ever.

Details:
Seitenzahl: 432 Seiten
Verlag: Kyss
Erschienen: 15. Juni 2021

Inhalt:
Verletzt. Verängstigt. Verloren. So fühlt Abbi sich momentan. Sie will einfach nur nach Hause, weg aus der Reha-Klinik, wo sie nach einem schlimmen Autounfall wieder laufen lernen soll. Nur macht sie keine Fortschritte. Überhaupt keine. Abbi hat seit dem Unfall panische Angst vor Schmerzen, und die Therapie läuft dementsprechend schlecht – bis sie einen neuen Physiotherapeuten bekommt. David Rivers ist noch Student, aber mit seiner geduldigen, sanften Art dringt er zu ihr durch. Wann immer er sie berührt, verfliegt ihre Angst. Sie fühlt sich sicher. Doch das ist sie nicht. Denn David kennt ein Geheimnis, das ihre ganze Welt zerreißen könnte …

Meine Meinung:
Wie gewohnt ist auch „Ever“ einfach wundervoll geschrieben. Der Schreibstil der Autorin hat mich bisher jedes Mal begeistert, weil er sich so herrlich leicht lesen lässt, gleichzeitig aber Tiefe und echte Emotionen vermittelt. Genau das, was ich mir für einen New Adult-Roman wünsche!

Die Geschichte ist im Gesamten gesehen ebenfalls wirklich schön. Ein etwas anderes Setting mit Reha-Klinik und viel Physiotherapie, aber es war so echt geschildert, dass ich vor der Recherchearbeit der Autorin definitiv Respekt habe. Ich kenne mich in diesem Bereich leider nicht aus, doch für mich als Laie wirkt absolut alles authentisch und realistisch, was von der medizinischen Seite aus geschrieben wird – und wenn dieses Thema eine so große Rolle spielt, finde ich das wirklich wichtig.
Für mich persönlich war es so, dass dieses durchaus interessante Thema allerdings etwas zu viel Raum eingenommen hat. Die Therapie wurde schon sehr oft und sehr ausführlich genauer beschrieben. Wie gesagt, es wirkt dadurch realistisch, aber mir war es irgendwann einfach etwas zu viel von den physiotherapeutischen Szenen her bzw. von der Ausführlichkeit.

Dadurch dass der Fokus nämlich sehr stark darauf gelegt wurde, kam für mich die Liebesgeschichte ein klein wenig zu kurz. Sie war sehr schön und hat mich emotional schon erreicht, bitte nicht falsch verstehen. Aber ich hatte während des Lesens die ganze Zeit das Gefühl, dass da noch mehr kommen könnte. Dass das letzte bisschen gefehlt hat, das mich vollends mitgerissen und überzeugt hätte.

Positiv hingegen fand ich, dass der romantische Aspekt der Geschichte keine unnötigen Dramen braucht. Man hätte da durchaus das ein oder andere Drama usw einbauen können, aber die Autorin verzichtet darauf, weil das Buch das gar nicht nötig hat. Dadurch gewinnt die Liebesgeschichte in meinen Augen wieder enorm viel dazu und konnte mich tatsächlich auch überraschen. Eben weil das von mir erwartete Drama nicht eingetreten ist.
Dafür gab es aber drumherum durchaus einigen Stoff für eben jenes, sodass man auch darauf nicht verzichten muss. 😉

Ein letzter Punkt ist mir noch aufgefallen, den ich gern kurz ansprechen möchte. Zu Beginn hat man den Eindruck, Abbi liebt die Papierfirma ihres Vaters und arbeitet dort viel mit. Aber im Laufe des Buchs ist davon eigentlich kaum noch die Rede. Die Idee mit dem Origami, das David anfertigen kann, ist wirklich süß – allerdings hat sich mir dadurch, dass der Papierfirma-Erbin-Aspekt nur kurz angerissen wurde, der Eindruck aufgedrängt, dass eben dieser nur für das Origami überhaupt in die Geschichte eingaubt wurde. Da hätte ich mir irgendwie mehr gewünscht, weil es so doch ziemlich stiefmütterlich behandelt wurde.

Insgesamt handelt es sich bei „Ever“ dennoch um ein wirklich gutes Buch, das durch den Sprachstil und die Emotionen defintiv punkten kann. Zwar hatte ich ein paar Kritikpunkte, aber die täuschen nicht darüber hinweg, dass sich die Geschichte als Ganzes auf hohem Niveau bewegt.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Tami Fischer: A Whisper of Stars 1. Erwacht.

Details:
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: Ivi
Erschienen: 1. März 2021

Inhalt:
Liv wünscht sich nichts sehnlicher, als ihrem Leben auf Hawaiki zu entfliehen. Weder sie noch ihr bester Freund Finn glauben noch an die Legenden über mythische Götter und Ahnengeister, die man sich an den rauen schwarzen Küsten seit Anbeginn erzählt. Doch als am Tag des Sternenfestes nicht nur ein Fremder auf der Insel auftaucht, sondern plötzlich uralte Kräfte zum Leben erwachen, beginnt für Liv und Finn ein Wettlauf gegen die Zeit. Eine Reise ins Ungewisse, ohne Zurück. Ein erbarmungsloser Jäger. Und eine gefährliche Liebe, die Livs Herz höher schlagen lässt als je zuvor …

Meine Meinung:
Die Idee der Geschichte hat mir richtig gut gefallen und ich war sehr neugierig darauf, mehr darüber zu lesen. Der Weltenaufbau hat mir trotz kleinerer Punkte, die ich nicht so ganz schlüssig fand, wirklich gut gefallen, denn die Ähnlichkeit der Insel Hawaiki zu Hawaii ist definitiv Programm. Man hat das Gefühl, direkt dorthin zu reisen und auch wenn ich mir mehr Beschreibungen von dem Inselsetting gewünscht hätte, hat es mir dennoch gut gefallen.

Toll fand ich auch die Progaonist*innen, weil sie teilweise wirklich größere Fehler machen und absolut nicht perfekt sind. Ich will nicht immer nur „pefekte“ und makellose Charaktere, weil das nicht authentisch ist. Im echten Leben macht jede*r von uns doch auch öfter Fehler, die Außenstehende nicht nachvollziehen können. Beispielsweise Olivias Techtelmechtel, bei dem man als Leser*in denkt: „Um Himmels Willen, warum?! Du bist doch ein kluges Mädchen, warum tust du sowas?!“ Aber genau dadurch wird sie doch menschlich. Weil Menschen nun mal oft irrational handeln. Man muss die Entscheidung nicht selbst so treffen, aber bei Freund*innen im realen Leben ergeht es uns doch genauso, oder?

Die Entwicklung der Geschichte hat mich dann etwas aus dem Konzept gebracht, weil ich mich irgendwie an das Inselsetting gewöhnt hatte, und die Atmosphäre des Buchs sich dann doch plötzlich ziemlich gewandelt hat. Da habe ich eine Zeit lang gebraucht, um wieder neu hineinzufinden, aber als ich das geschafft hatte, fand ich es doch wieder spannend. Gerade die letzten Seiten sind wirklich toll und lassen einen unglaublich mitfiebern.

Insgesamt war das Buch an manchen Stellen vielleicht etwas langatmig, was die Dynamik immer wieder ausgebremst hat. Und auch die Erklärung für das Übersinnliche fand ich nicht ganz glücklich vermittelt. Man bekommt so viel Info auf einen Schlag, das war dann doch etwas heftig und man konnte gar nicht alles auf einmal aufnehmen. Trotzdem ist die Geschichte ein wirklich gutes Fantasywerk, das mich definitiv unterhalten und mitreißen konnte.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Gina Heinzmann: Going Wild. Herz über Kopf.

Details:
Seitenzahl: 378 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 15. Juli 2021

Inhalt:
Die 24-jährige Laurel ist ein absoluter Kopfmensch und hat als solcher ihr Leben komplett durchgeplant. Umso ungewöhnlicher ist es für sie, sich nach einer Praktikumsabsage zu einer spontanen Tour durch Australien überreden zu lassen. Leider stellt sie erst vor Ort fest, dass es sich dabei nicht nur um einen extremen Abenteuertrip, sondern auch um eine Pärchenreise handelt – und sie ist der alleinige Single. Ihr einziger Lichtblick ist Matty, der überaus charmante Reiseleiter. Als dieser jedoch infolge eines Unfalls aussetzen muss, hat sie plötzlich seine arrogante Vertretung Nate am Hals. Und dessen nervtötende Art treibt sie nicht nur immer tiefer in den gefährlichen Dschungel, sondern lässt auch ihr Herz schneller schlagen denn je …

Meine Meinung:
Die Idee der Geschichte gefällt mir richtig gut. Sie ist genau das Richtige für warme Sommertage – oder regnerische, an denen man sich das Sommerfeeling wünscht. Viele Szenen sind humorvoll und unterhaltsam.
Irgendwie kamen die Emotionen aber nicht so 100% bei mir an, mir hat das letzte bisschen gefehlt, das mich eine Verbindung zu Laurel hätte aufbauen lassen, damit ich so richtig bei der Geschichte mitfiebere. So war es zwar eine süße und nette Unterhaltung, aber richtig erreicht und dauerhaft beeindruckt hat mich das Buch leider nicht.
Für locker-leichte sommerliche Unterhaltung aber genau das Richtige!

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Paige Toon: Dein Platz in meinem Herzen.

Details:
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Fischer Krüger
Erschienen: 24. Juni 2020

Inhalt:
»Das Problem dabei, jemandem sein Herz zu schenken: man bekommt es nie wieder ganz zurück.«
Dennoch wächst das Herz jedes Mal, wenn man es für jemanden öffnet. Davon ist die Journalistin Bridget überzeugt. Sie reist durch die Welt und schreibt dabei einen Blog über die Männer, die ihr einmal das Herz gebrochen haben.
Da bekommt sie ein unerwartetes Angebot: Sie soll das Buch einer kürzlich verstorbenen Erfolgsautorin weiterschreiben. Kurzerhand ergreift Bridget die Chance und versucht, dem Leben von Nicole nachzuspüren. Sie reist nach Cornwall und trifft dort auf Nicoles kleine Tochter und den trauernden Ehemann. Bridget taucht in das Leben der Familie ein. Jetzt muss sie sich fragen, ob sie ihr Herz

Meine Meinung:
Dieses Buch würde ich als nette Urlaubslektüre bezeichnen. Locker leicht – natürlich mit ein paar kleineren ernsteren Themen, die aber nicht in aller Schwere thematisiert werden -, unterhaltsam und süß. Allerdings ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen oder das Bedürfnis zu wecken, die Geschichte wieder und wieder zu lesen.

Die Geschichte ist interessant und unterhaltsam aufgebaut, geht mir persönlich aber zu wenig in die Tiefe. Auch die Protagonistin ist nett, aber so richtig hundertprozentig warm bin ich nie mit ihr geworden. Ich fand ihre Art teilweise ein wenig anstrengend und konnte nicht so viel mit ihr anfangen. Aber es ist damit wie im echten Leben – manche Menschen sind einem sympathisch und manche eben nicht. 😉

Insgesamt durchaus ein süßes Buch, das man gut und leicht lesen kann und einem schöne Lesestunden beschert.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Winter Renshaw: Rixton Falls 3. Goals.

Details:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 25. Juni 2021

Inhalt:
Weil sein Trainer genug von Zanes Eskapaden jenseits des Spielfelds hat, wird der Football-Superstar beurlaubt. Die Regeln stehen fest: keine Partys, keine Skandale und keine Frauen! Doch ausgerechnet jetzt trifft er auf die hübsche Delilah Rosewood. Delilah hasst Playboys wie Zane abgrundtief und lässt ihn ihre Abneigung permanent spüren – und doch kann er sich nicht von ihr fernhalten. Denn wenn Zane beim Football eins gelernt hat, dann, dass die größten Herausforderungen das Spiel erst richtig interessant machen …

Meine Meinung:
Es ist sehr schade, aber das Buch hatte nicht viel mit Rixton Falls zu tun und passt für mich gar nicht zur Reihe. Weder spielt die Geschichte in der Kleinstadt, nach der die Reihe benannt ist, noch kommt die eigentliche Kernfamilie vor. Ja, Delilahs Schwester Daphne hat ein paar kurze Auftritte, aber von ihr hat man in den Vorgängern nicht so viel gelesen, sodass man auch nicht wirklich einen Bezug zu ihr hat. Die Geschichte ist eigentlich eine eigenständige Sports-Romance.
Darüber könnte ich sogar hinwegsehen – auch wenn es sehr schade ist, dass man eine Reihe um eine Familie in der Kleinstadt beginnt und das dann einfach nicht mehr berücksichtigt -, wenn es wenigstens eine herausragende oder besondere Geschichte wäre. Nur leider war sie das nicht. Sie geht in der Menge der wirklich guten Sports-Romance Büchern unter und kann nicht herausstechen.

Dabei ist das Buch ganz gut geschrieben und lässt sich flüssig und locker leicht lesen. Man kann durchaus ein paar unterhaltsame Lesestunden damit verbringen, aber mehr leider nicht.
Ich finde es sehr wichtig, die Figuren richtig kennenzulernen innerhalb der Geschichte und zwar emotional und in der Tiefe. Ansonsten fällt es sehr, sehr schwer eine Verbindung zu ihnen aufzubauen und bei der Geschichte richtig mitzufiebern.
Beispielsweise Delilah – was weiß man über sie am Ende des Buchs? Außer was sie studiert und dass sie sich um ihre Tante kümmert? Was macht sie an normalen Tagen? Was sind ihre Hobbys? Macken?
Dasselbe gilt für Zane. Man erfährt eigentlich nicht wirklich viel über ihn als Menschen.

Dazu kommt, dass ich es sehr problematisch finde wie die Beziehung/Affäre der beiden anfängt. Zane ist immer wieder gemein und herablassend gegenüber Delilah, was sie ihm aber immer und immer wieder verzeiht, weil er eine pseudoromantische Geste macht oder einfach nur „weil er ja so toll aussieht“. Oft geht Delilah über ihre eigene Meinung oder Grenze hinweg, weil sie Zanes Charme und Aussehen nicht widerstehen kann. So etwas mag ich nicht in Büchern lesen (noch weniger in der Realität sehen) und finde die Botschaft für die Leser*innen gar nicht gut.

Wirklich bedauerlich, aber die Reihe hat trotz gutem Erzählstil mit jedem Band noch mehr abgebaut.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Vi Keeland, Penelope Ward: Sleepless in Manhattan.

Details:
Seitenzahl: 352 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 25. Juni 2021

Inhalt:
Ihre Liebesgeschichte beginnt mit einem Brief …

… einem Brief von einem kleinen Mädchen, das sich eine Freundin für seinen Vater wünscht. Sebastian Maxwell hat vor einigen Jahren seine Frau verloren und erzieht seine zehnjährige Tochter Birdie nun allein. Als Sadie auf der Suche nach der Verfasserin der herzzerreißenden Briefe an seiner Haustür auftaucht, denkt er nicht an die Liebe. Doch nach einem Blick in ihre blauen Augen schlägt sein Herz schneller, und er beginnt das erste Mal seit Langem an ein neues Glück zu glauben. Aber dann muss er feststellen, dass alles auf einer Lüge basiert …

Meine Meinung:
Das Autorinnenduo schafft es immer wieder, romantische und humorvolle Geschichten zu erzählen, die ungemein unterhalten und die man sehr gern liest. Die Bücher der beiden machen einfach Spaß und gehen ans Herz, es ist jedes Mal wieder eine Freude.

Die Geschichte ist anfangs sehr witzig, dann gefühlvoll und garantiert Herzchenaugen, weil sie einfach so schön ist. Ein bisschen kitschig vielleicht, aber irgendwie ist das angesichts dessen, was in der Welt so passiert, auch mal ganz schön.

So schön und toll die Romane von Vi Keeland und Penelope Ward beim Lesen auch immer sind, irgendwie bleiben sie mit nicht dauerhaft im Gedächtnis. Sie berühren mich, allerdings nicht so sehr, dass ich sie immer und immer wieder lesen möchte wie es bei anderen Büchern manchmal der Fall ist. Sie sind wirklich gut, stechen aber nicht so aus der Masse heraus wie es andere Geschichten für mich tun.

Nichtsdestotrotz liebe ich es, in die kurzweiligen und romantischen Bücher des Autorinnenduos abzutauchen, denn wenn sie eins ganz sicher tun, dann ist das wirklich toll unterhalten.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Valentina Fast: Kronenkampf.

Details:
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 28. Juni 2021

Inhalt:
Zwei magische Throne braucht es, um das Königreich Alandra gegen die Schatten hinter den Mauern zu schützen. Kupfer und Eisen – einzeln stark, zusammen zerstörerisch. Sie besteigen können nur diejenigen, die im Kronenkampf als Sieger hervorgehen. Fiana lebt seit ihrer Kindheit im Palast und kennt die Regeln der Mächtigen wie kaum jemand sonst. Doch durch ihre Adern fließt ein dunkles Geheimnis, dessen Aufdeckung ihren sicheren Tod bedeuten würde. Als der attraktive Königsbruder Kayden ihm gefährlich nahekommt, bleibt Fiana nur eins – am Kronenkampf teilzunehmen.

Meine Meinung:
Was man wirklich sehr positiv hervorheben muss, wenn man dieses Buch liest, ist ganz klar der Ideenreichtum und die Fantasie, die in der Geschichte stecken. Diese haben mich jedenfalls wirklich begeistert.
Leider konnte mich die Umsetzung dagegen nicht so ganz von sich überzeugen. Das ist so schade, da ich eben so großes Potenzial in dem Buch gesehen habe.

So viele spannende Stellen wurden meiner Meinung nach zu schnell abgehandelt, es lief einfach einiges viel zu leicht. Dadurch ging natürlich einiges an Spannung verloren und nachdem sich dieses Muster einige Male wiederholt hat, hat man dann doch etwas die Freude am Lesen verloren.

Das Gleiche gilt leider auch für die Figuren. An sich bringen sie alles mit, was große Charaktere brauchen, was Lieblingsfiguren haben müssen. Aber trotzdem konnten sie mich gefühlstechnisch nicht erreichen oder für sich einnehmen. Auch sie waren in meinen Augen eher oberflächlich beschrieben und man lernt sie einfach nicht richtig kennen. Dadurch wird es mir persönlich nicht möglich, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen und aus diesem Grund fiebere ich auch nicht wirklich mit.

Insgesamt ein vielversprechender Fantasyroman, der mich aufgrund der teils zu einfachen Lösungen und eher oberflächlichen Charakterzeichnung nicht so ganz von sich überzeugen konnte. Sehr schade, da ich ganz viel tolle Ideen darin gefunden habe.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Lea Weiss: Yhale Love Stories 2. Sophie.

Details:
Seitenzahl: 373 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 1. Juli 2021

Inhalt:
Sophie steht das Wasser bis zum Hals: Ihre Pferderanch im kanadischen Provinzörtchen Yhale ist hoch verschuldet. Aus der Not heraus arbeitet sie von früh bis spät, bis ein folgenschwerer Unfall sie plötzlich zur Bettruhe zwingt. Ein Ausweg scheint zum Greifen nah, als sie ein lukratives Angebot erhält: Ausgerechnet sie soll zwei berühmten Hollywoodschauspielern für ein neues Serienformat das Reiten beibringen. Sophie setzt alles daran, den rettenden Auftrag zu erhalten. Doch schon bald muss sie feststellen, dass es für sie unmöglich ist, sich zu schonen, während sie den arroganten Star Elias Campbell babysittet. Denn er bringt Sophies Puls auf mehr als eine Weise zum Rasen …

Meine Meinung:
Wie auch schon in Band 1 ist es wieder schön in die Idylle der Pferderanch einzutauchen, auf der Sophie mit ihrem Bruder und Sarah lebt. Ein bisschen Kleinstadt-Feeling, das einfach sofort heimelig wirkt und zum Verweilen einlädt. Den Charme von Yhale hätte man gern noch mehr erleben dürfen, so erahnt man eher, was noch alles dahinter steckt und wie die Bewohner des Städtchens zusammenhalten usw.

Die Geschichte ist wieder sehr süß und hat auch richtig schöne Momente. Die Gefühle der Figuren waren gut beschrieben und gingen teils auch etwas in die Tiefe, was der Geschichte sehr viel gegeben hat. Allerdings fand ich – wie im ersten Teil der Reihe ebenfalls schon -, dass man die Charaktere nicht so wirklich kennenlernt. Vor allem mit Elias konnte ich nicht so viel anfangen, ich hatte auch am Ende der Geschichte nicht das Gefühl ihn zu kennen oder ihn einschätzen zu können. Das war sehr schade, da die Figuren allesamt großes Potenzial haben. Doch auch die Nebenfiguren blieben eher blass, obwohl ihnen viel steckt.

Die Handlung selbst konnte mich meistens durchaus gut unterhalten, stellenweise empfand ich sie ein wenig langatmig. Auch sind mir wie bereits erwähnt der Kleinstadt-Charme und das Leben mit den Pferden selbst ein wenig zu kurz gekommen. Insgesamt handelt es sich bei „Yhale Love Stories 2“ meiner Meinung nach um ein wirklich süßes Buch, das für kurzweilige Unterhaltung sorgen kann, aber mich nicht so tief emotional berührt hat.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Lea Weiss: Yhale Love Stories 1. Sarah.

Details:
Seitenzahl: 279 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 1. Juli 2021

Inhalt:
Die junge Amerikanerin Sarah will nur eins: weit weg von ihrem alten Leben einen Neustart wagen. Mit nichts als zwei Dollar in der Tasche versucht sie ihr Glück in der kanadischen Kleinstadt Yhale. In dem verschlafenen Nest gibt es allerdings nur einen freien Job und zwar ausgerechnet auf einer Pferderanch – ein Albtraum für Sarah, die panische Angst vor Pferden hat. Zu allem Überfluss ist ihr neuer Boss Chase nicht nur permanent schlecht gelaunt, sondern auch unverschämt attraktiv. Erst bei der gemeinsamen Arbeit mit den Tieren merkt Sarah, dass sich hinter seiner mürrischen Fassade tiefe Narben verbergen. Doch auch sie wird schneller von ihrer Vergangenheit eingeholt, als ihr lieb ist …

Meine Meinung:
Der erste Band der „Yhale Love Stories“ ist definitiv ein großes Glücksgriff für alle, die einen schönen Roman zum Wohlfühlen suchen. Inklusive kleiner Ranch und ein wenig Pferdecontent. Mir jedenfalls hat die Geschichte richtig gut gefallen und es war von der ersten bis zur letzten Seite einfach toll Sarah auf ihrer Reise zu begleiten. Das Setting war schön und auch die Themen, die etwas in die Tiefe gehen, haben überzeugt.

Sarah war eine angenehme Protagonistin, sie wirkt einerseits sehr lieb, zurückhaltend und unsicher – das passt meiner Meinung nach teilweise nicht so ganz mit dem zusammen, was sie aus ihrer Vergangenheit erzählt. Auch hatte ich nie 100% das Gefühl, sie wirklich zu kennenzulernen, was sich leider bis zum Schluss hielt. Ja, man erfährt sehr viel über die großen Ereignisse in ihrem Leben, aber Kleinigkeiten, die sie ausmachen, fehlen irgendwie. Ich konnte sie als Mensch nicht so richtig greifen.

Das gleiche gilt für Chase. Auch er ist ein interessanter Charakter á la harte Schale, weicher Kern, doch abgesehen von seiner Leidenschaft für Pferde und den traurigen Ereignissen seiner Vergangenheit erfährt man auch über ihn recht wenig. Ich könnte jetzt nach dem Lesen nicht wirklich sagen, was ihn ausmacht, was Chase so besonders macht. Sehr schade, weil man sehr genau gemerkt hat, dass die Autorin sehr viel Talent hat und ansonsten sehr überzeugen kann.

Die Gefühle fand ich aber wirklich schön und authentisch beschrieben. Das Knistern zwischen Chase und Sarah kommt auch bei den Leser*innen an und die Stimmung auf der Ranch nimmt einen für die Geschichte ein. Ich hätte mir wie gesagt nur noch etwas mehr Details, mehr Kleinigkeiten gewünscht, um die Figuren richtig kennenzulernen.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)