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Mira Valentin: Die Legende von Enyador (Enyador 1).

Enyador

Details:
Seitenzahl: 382 Seiten
Verlag: Books on Demand
Erschienen: 15. März 2017 (eBook)

Inhalt:
Vier Königssöhne.
Vier Wünsche.
Ein Schicksal.

***

Seit Jahrhunderten kämpfen in Enyador Elben, Drachen und Dämonen um die Macht. Die Menschen wurden von den Elben unterworfen, ihre Erstgeborenen als Sklaven in den Krieg gegen die Drachen geschickt. Doch Tristan, ein Waisenjunge, widersetzt sich seinen Unterdrückern, anstatt an deren Grausamkeit zu verzweifeln. Dadurch löst er eine Reihe von Ereignissen aus – und eine uralte Prophezeiung erwacht zu neuem Leben.

Autorin:
Mira Valentin arbeitet hauptberuflich als Journalistin für Jugend- Frauen- und Pferdezeitschriften. Hoch zu Ross, mit Laufschuhen oder Fahrrad streift sie regelmäßig durch die ausgedehnten Wälder des Hessischen Hinterlands. Hier, zwischen mystischen Quellen und imposanten Steinbrüchen, kam ihr die Idee für „Das Geheimnis der Talente“. Seither sieht sie ständig Dschinns in den Baumkronen sitzen und kann kein Dorffest mehr feiern ohne sich zu fragen, welches arme Opfer heute wohl ausgesaugt wird.

Meine Meinung:
Ein neues Buch von Mira Valentin? Natürlich musste ich das sofort lesen! Nach der unglaublich guten „Talente“-Reihe, war es einfach nur eine wundervolle Nachricht, dass es Nachschub aus der Feder dieser einzigartigen Autorin gibt.
Doch dieses Mal bekommen wir etwas völlig anderes zu lesen, denn es handelt sich hier um High Fantasy. In einer Welt voller Krieg und Kampf, voller fremder Wesen und Magie.

Trotz allem war ich skeptisch. Warum? Einfach, weil ich nicht so der große High Fantasy-Fan bin. Ein Buch in diesem Genre muss schon einiges bieten, um mich zu fesseln. Es muss fast schon perfekt sein, um mich zu überzeugen.
Wie das bei „Enyador“ war? Tja … ES HAT MICH UMGEHAUEN!
Schon nach der ersten Seite war ich voll im Geschehen drin, habe mitgebangt, mitgezittert und konnte nicht glauben, was mir so alles offenbart wurde. Die Zusammenhänge, die wahnsinnig spannende und unerwartete Verknüpfung von verschiedenen Erzählsträngen – einfach nur Wow! Ich bin tief beeindruckt, wie unglaublich gut diese Geschichte durchdacht ist, wie fantasievoll die Figuren erschaffen wurden und wie großartig das ganze Drumherum passt.

Das Unerwartete ist es, was mich hier wie bei der „Talente“-Reihe völlig in seinen Bann geschlagen hat. Die authentischen Charaktere, die nicht perfekt oder glatt sind und gerade deshalb so liebenswert. Die unglaubliche Vielschichtigkeit der Personen im Buch, der Handlung und der Wendungen. Man hat hier absolut gar keine Ahnung, was als nächstes passiert – nie. Das schaffen nur die allerwenigstens Autoren und ich wage hier einfach mal den Vergleich zu „Game of Thrones“, eines der wenigen High Fantasy – Werke, das denselben Effekt wie „Enyador“ auf mich hat.

Ich finde ja immer was zu meckern, das ist sozusagen meine „Berufskrankheit“, aber ganz ehrlich? Hier stören mich meine Kritikpunkte kaum. Dass ich es ein bisschen zu viele verschiedene Perspektiven fand oder zu manchen Figuren nicht so einen 100%igen Draht entwickeln konnte? Sch… drauf! Das ist sowas von egal, weil die ganze gigantische Pracht von „Enyador“ sowas von darüber hinwegtäuscht, dass mich diese Kleinigkeiten echt so gut wie gar nicht kümmern.

Fazit:
Bildgewaltig, Wortgewaltig und einfach nur genial. Wer High Fantasy mag, wird „Enyador“ lieben! Und wer wie ich eher skeptisch und kritisch gegenüber dieses Subgenres ist, der ebenfalls. Es führt kein Weg dran vorbei, dass man die „Legende von Enyador“ verschlingt und einfach sofort mehr will. Wie eine Sucht, die dringendst befriedigt werden muss. 9,5 lila Punkte


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