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Fanny Bechert: Elesztrah 2. Asche und Schnee.

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Details:
Seitenzahl: 404 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 2. April 2017

Inhalt:
Während sich die Bewohner Elesztrahs in Frieden wähnen, bleibt die Beziehung zwischen Lysanna und Aerthas angespannt. Die Pläne des Elfenkriegers stehen wie eine Mauer zwischen ihnen und gleichgültig, wie sehr sie sich bemühen – eine gemeinsame Zukunft scheint unmöglich zu sein.
Lysanna sieht schließlich nur noch einen Ausweg: Sie will ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, indem sie den Hüter der Zeit aufsucht.
Doch in den Lauf der Dinge einzugreifen, ist nicht so leicht, wie es sich die Jägerin vorstellt. Denn die Schicksalsweberin lässt sich die Fäden nur ungern aus der Hand nehmen. Zudem bahnt sich in Elesztrah eine weitere Bedrohung an, die nicht nur Aerthas’ Leben in Gefahr bringt …

Autorin:
Fanny Bechert wurde 1986 in Schkeuditz geboren und lebt heute mit ihrem Freund und ihrer Katze Lucy im Thüringer Vogtland. Im „realen Leben“ Physiotherapeutin, griff sie erst 2012 mit dem Schreiben ein Hobby ihrer Kindheit wieder auf. Was zuerst ein Ausgleich vom Alltag war, nahm bald größere Formen an und so veröffentlichte sie im Juni 2015 ihren ersten Roman im Genre Fantasy.
Auch heute geht sie noch ihrem Hauptberuf nach, auch wenn die Tätigkeit als Autorin einen immer größeren Stellenwert in ihrem Leben einnimmt.

Meine Meinung:
Eine Botschaft aus dem Buch bleibt mir besonders im Gedächtnis: Alles passiert aus einem bestimmten Grund. So habe ich es für mich zusammengefasst. Denn der zweite Band von „Elesztrah“ lehrt uns, dass wir noch so sehr gegen unser Schicksal ankämpfen können, dass wir noch so sehr einem bestimmten Ereignis in der Vergangenheit die Schuld für alles geben können – am Ende landen wir doch genau dort, wo wir hingehören. Ob uns das nun gefällt oder nicht.
Die Idee der Alternativ-Geschichte finde ich unfassbar gut und sie ist es auch, die mich immer noch beschäftigt. Tiefgründig, emotional und einfach toll.

Ebenfalls richtig überzeugen kann mich der Umgang mit der Liebe. Es ist keine 08/15-Liebesgeschichte mit künstlich erzeugten Hindernissen und Missverständnissen. Ich empfinde die Gefühle in diesem Buch als unglaublich realistisch und nachvollziehbar. Die Stolpersteine, die den Figuren in den Weg gelegt werden, wirken logisch, echt und als natürlicher Lauf der Dinge. Gerade das macht die Handlung meiner Meinung nach so besonders.
Ich liebe es auch, dass die Gefühle nicht immer geradlinig sind – eben so wie im echten Leben. Es gibt Höhen und Tiefen, man ist mal unsicher, entwickelt neue Gefühle oder andere leben wieder auf. Der reife und erwachsene Umgang mit der Thematik ist einfach nur wundervoll.

Die Nebenfiguren sind ebenfalls sehr toll und überzeugend. Fayori, Tâlie oder Sedan sind wirklich großartige Charaktere. Niemand ist hier nur schwarz oder nur weiß, sondern alle haben Stärken und Schwächen, was sie greifbarer macht.

Die ganze Welt, in der wir uns beim Lesen wiederfinden, ist wunderbar fantasievoll und begeistert mich auch bei Band 2 wieder sehr. Elfen, Orks, Magie – alles, was das High Fantasy-Herz begehrt.
Generell finde ich, dass die Reihe um die Protagonisten Lysanna und Aerthas einfach perfekt für Fans von High Fantasy sind, die als Bonus eine aufrichtige Liebesgeschichte suchen.

Fazit:
Fanny Bechert gehört für mich definitiv jetzt schon zu den obersten Rängen, was hochklassige deutsche High Fantasy angeht. Die besondere Art Gefühle ehrlich und glaubhaft zu vermitteln, sowie die tiefere Bedeutung der Geschichte, machen sie zu einer klaren Leseempfehlung für alle Fans von High Fantasy oder herzzerreißenden Liebesgeschichten. Wenn ihr während des Lesens ein Knacken hört, dann ist wohl gerade euer Herz – wieder mal – gebrochen, ebenso wie meines viele Male. 9 lila Punkte


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