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Amy Ewing: Das Juwel 3. Der Schwarze Schlüssel.

Details:
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: FJB
Erschienen: 27. April 2017

Inhalt:
Violet und der Geheimbund Der Schwarze Schlüssel bereiten einen Angriff auf den Adel vor, und Violet soll eine zentrale Rolle dabei spielen. Sie muss die jungen Frauen anführen, die die Auktion manipulieren und die Mauern der Einzigen Stadt zum Einstürzen bringen sollen. Doch Violet ist hin- und hergerissen. Ihre Schwester Hazel ist im Palast der Herzogin vom See gefangen. Um ihre Schwester zu retten, muss sie ihre Freunde und die gute Sache im Stich lassen und in das Juwel zurückkehren.

Meine Meinung:
Ich muss vorweg nehmen, dass ich die ersten beiden Bände dieser Trilogie geliebt habe. Ich fand sie spannend, toll und einfach fesselnd. Man konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Ob das beim Finale auch so war, erzähle ich euch im Folgenden.

Sprache:
Wie auch schon in den ersten beiden Teilen der Reihe, ist auch dieser hier super geschrieben. Der Erzählstil ist einfach klasse und es macht wahnsinnig viel Freude, ihm zu folgen.

Figuren:
Violet gefällt mir nach wie vor sehr gut. Ich mag sie einfach, ihre Stärke und vor allem ihre Entwicklung. Hier im letzten Band fand ich ihre Handlungen allerdings nicht immer so ganz nachvollziehbar. Sie wirkt auf mich gerade am Anfang irgendwie sprunghaft und ich konnte sie nicht immer ganz verstehen.

Dazu kommt, dass gerade Figuren wie Ash oder Raven viel zu kurz kamen für meinen Geschmack. Ash kommt so gut wie gar nicht vor und das fand ich wahnsinnig enttäuschend.
Andere Charaktere, wie z.B. Coral, hingegen fand ich gut beschrieben und habe mich gefreut, sie kennenzulernen.

Handlung:
Das große Finale der Trilogie – da sind die Erwartungen entsprechend hoch.
Nur leider war ich ein wenig enttäuscht. Die Geschichte war schon gut, keine Frage. Aber ich hätte mir für eine so tolle Reihe einfach ein etwas … größeres Finale gewünscht. Teilweise gab es Passagen, die mir etwas zäh und langatmig vorkamen, obwohl die Handlung doch eigentlich richtig spannend hätte sein müssen.

Es gab natürlich einige actiongeladene Szenen und oft auch die spannende Atmosphäre, die ich in den ersten beiden Bänden so geliebt habe. Doch hier zieht sich das leider nicht durch das ganze Buch. Man hätte vielleicht etwas mehr rausholen können, da die Geschichte das durchaus hergegeben hätte.

Auch war ich schwer enttäuscht von der Liebesgeschichte. Wie oben bereits erwähnt, kommt Ash kaum vor und damit auch kaum irgendeine Form von Romantik. Das Buch soll natürlich keine reine Romanze sein, aber etwas mehr hätte ich mir einfach erhofft. Gerade vom finalen Band.

Das Ende war zwar spannend, aber auch hier gilt: Mehr wäre mehr gewesen. Ich war ehrlich gesagt schon ein wenig enttäuscht, weil mir alles zu schnell ging am Ende. Und es bleiben ziemlich viele Fragen offen.

Ich gebe zu, meine Rezension klingt eher negativ. Das liegt vermutlich einfach daran, da meine Erwartungen nach den grandiosen zwei ersten Teilen so hoch waren und ich mir ein fulminantes Finale gewünscht habe.
Doch trotz meiner Kritik ist auch der Abschluss der „Das Juwel“-Reihe insgesamt gut und hat mich gut unterhalten. Er hätte nur einfach besser sein können und reicht nicht an die Vorgänger ran.
Schade…

Fazit:
Trotz gleichbleibend super Sprachstil war ich im Finale etwas von den Figuren – oder deren Nichtauftritt – und der teilweise etwas zähen Handlung enttäuscht. An die klasse Vorgängerbände kommt der Abschluss leider nicht ran, auch wenn er insgesamt durchaus gut ist. 8 lila Punkte


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