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Regina Meissner: Schwanenfeuer.

Schwanenfeuer

Details:
Seitenzahl: 354 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 1. Oktober 2017

Inhalt:
Am Tag ein Schwan, in der Nacht ein Mensch, gefangen an einem einsamen See mitten im Wald. Das ist das Schicksal der verwunschenen Prinzessin Estelle. Es erscheint ihr aussichtslos, den Fluch zu brechen. Der Sinn der rätselhaften Worte auf einem geheimnisvollen Pergament, das der einzige Schlüssel ist, bleibt ihr verborgen. Erst als der junge Jäger Ayden am Schwanensee auftaucht, erhält sie neue Hoffnung. Womöglich gelingt es mit seiner Hilfe, das Rätsel zu lösen und den Weg zu beschreiten, der Estelles Dasein als Schwanenprinzessin beenden könnte? Doch was wird dann aus ihren Schwestern, die ebenfalls von einem Fluch befallen zu sein scheinen?

Meine Meinung:
Sprachstil:
An sehr vielen Stellen war der Sprachstil wirklich sehr schön und richtig märchenhaft. Eben genauso wie das in einer Märchenadaption sein sollte. Nur hin und wieder kam er mir leider etwas zu gestelzt vor, worüber ich beim Lesen dann etwas gestolpert bin.
Ich kenne allerdings schon andere Romane von Regina Meissner und bin Fan ihres Sprachstils, deshalb weiß ich, dass das, was ich als „gestelzt“ empfunden habe, beabsichtig war und mit Sicherheit dem märchenhaften Flair der Geschichte dienen soll. Es ist also auf alle Fälle Geschmackssache, wie man das hier sieht.

Figuren und Handlung:
Ich finde diese Geschichte wirklich sehr fantasievoll und bin von der Grundidee sehr überzeugt. Es gab eine gewisse Grundspannung, weil Estelles Leben dazu nahezu prädestiniert ist. Man fiebert mit, man möchte wissen, wie es mit ihr weitergeht, was mit ihren Schwestern ist und so weiter.
Hier gibt es regelrecht ein sprühendes Feuerwerk an märchenhaften Ideen, die sich zu einer schönen Geschichten vereinen.

Teilweise fand ich es schade, dass manche Szenen sehr detailliert beschrieben werden, in denen im Grunde absolut nichts Wichtiges passiert. Das zog sich für mich persönlich dann doch etwas. Das ganze Buch hätte insgesamt durchaus auch mehr Action vertragen, da es hauptsächlich aus ruhigen Passagen bestand, die wie eben beschrieben, hin und wieder etwas zu ruhig abliefen.
Trotz allem hatte diese Ruhe aber auch etwas sehr Angenehmes, da man die Figuren auf diese Weise besser kennenlernen konnte. Ich hätte mir nur hin und wieder eben etwas weniger Ruhe gewünscht. 😉

Positiv fand ich, dass hier ein Sichtwechsel der Figuren stattfand, sodass das Buch nicht nur einseitig erzählt wird. Dadurch gewinnt die Geschichte auf jeden Fall und man fühlt sich beiden Protagonisten näher.
Leider muss ich auch hier kurz etwas anmerken, was ich nicht so ganz gelungen fand. Denn oftmals war es so, dass nach einem Perspektivwechsel Dinge nochmal ausführlich erzählt wurden, die der Leser ja bereits bei dem anderen Protagonisten sozusagen live miterlebt hatte. Dadurch bekommt man oft Szenen doppelt geschildert, was mich im Lesefluss ehrlich gesagt gehemmt hat.

Trotz der Kritik, haben wir es hier aber mit einer wirklich schönen Märchenadaption zu tun und ich bin mir absolut sicher, dass sie sehr gut ankommen wird. Gerade Fans dieses Genres werden mit Sicherheit begeistert von „Schwanenfeuer“ sein. Auch mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn ich in meiner Rezension den Fokus eher auf die kritischen Aspekte gelenkt habe.

Fazit:
Eine tolle Grundidee und wundervolle Märchenelemente ergeben eine an sich wirklich schöne Geschichte. Durch diverse Punkte zog sich die Handlung leider teilweise unnötig in die Länge, was mich im Lesefluss gestört hat und auch die an sich sehr märchenhafte Sprache war mir an manchen Stellen etwas zu gestelzt.
Insgesamt ist „Schwanenfeuer“ aber eine schöne Adaption, die gerade Liebhaber von Märchen überzeugen wird. Wegen meiner Kritikpunkte gibt es in diesem Fall (von Herzen kommende) 6,5 lila Punkte (3,5 Sterne)

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Meine Fragen:
Kennt ihr eigentlich das Märchen, das Schwanenfeuer zugrunde liegt?

Ausgelost wird am 1. Oktober. 🙂 Viel Glück!


11 comments

  1. Melanie Kurt

    Hallo! Das ist mal eine andere Rezension…. aber trotzdem nicht weniger gut😉 Freue mich immer noch sehr auf das buch 😀
    Nein, ich kenne das Märchen nicht.

  2. Christina Amberg

    Guten Morgen und vielen Dank für deine Rezi. Ich bin gespannt, wie ich es empfinden werde, wenn ich es lese. Um deine Frage zu beantworten würde ich sagen, es handelt sich um Schwanensee oder? Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob Schwanensee ein Märchen ist. 🤔

  3. marie

    Hallo, ich finde es schön, dass du in deiner Rezension auch kritische Punkte aufnimmst und höfflich anbringst. Es ist ja immer schwieriger etwas negatives als positives zu schreiben. Das Märchen das Schwanenfeuer zu Grunde liegt kenn ich und liebe ich 🙂

  4. Annette McDaniel

    Danke für die ehrliche Rezi. Diese ist super geschrieben und macht mich neugierig auf das Buch.
    Ich kenne das Märchen „Von der schönen Schwanenjungfer“ von Johann Wilhelm Wolf, falls es darauf basiert.

  5. Hallo 🙂

    Schön auch mal eine nicht nur durchweg positive Rezi zu lesen, die dennoch Lust auf das Buch macht 😀
    Was das Originalmärchen angeht, denke ich kenne ich es nicht. Ich glaube Bruchstücke zu kennen, aber wirkliches Wissen darüber habe ich nicht.

    Liebe Grüße
    Saskia

  6. samantha

    Guten Abend,

    Vielen Dank für die schöne Rezension…ich kenne das Märchen leider nur ungefähr, aber ich hoffe dass ich die Geschichte trotzdem verstehen werde und dem folgen kann und vielleicht lässt sich ja so einiges wieder auffrischen, was ich vergessen habe…

    LG samantha

  7. Susanne Nolte

    Ich kenne das Märchen dazu, muss aber zugeben, dass ich mich an das Original nicht mehr wirklich erinnern kann. Habe dann eher den Bezug zu der Barbie-Version, die hab ich als Kind total geliebt und sehr, sehr oft gesehen. 😂

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