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Miriam Rademacher: Banshee Livie 1. Dämonenjagd für Anfänger.

Banshee Livie

Details:
Seitenzahl: 370 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 13. Oktober 2017

Inhalt:
So hat sich Livie ihren Tod nicht vorgestellt. Sie bekommt einen Job, der aus Heulen und Scharade besteht, einen altklugen Kollegen mit sexy Stimme, aber ohne Gesicht und eine staubige Dachkammer ohne Internetanschluss. Livie ist jetzt die Banshee von Schloss Harrowmore und hat in ihrer Rolle als Schutzgeist die Aufsichtspflicht über eine der tollpatschigsten Familien Englands. Als dann auch noch ein nachtragender Dämon auftaucht, um eine uralte Rechnung zu begleichen, ist Livies Tod endgültig aufregender als es ihr Leben jemals war.

Meine Meinung:
Was ich richtig toll fand, war die Idee hinter der Geschichte. Etwas in der Art habe ich noch nie gelesen, deshalb fand ich es wirklich innovativ.
Darüber hinaus schafft die Autorin hier eine ganz zauberhafte und wundervolle Stimmung, die direkt auf den Leser überspringt. Diese herrliche Atmosphäre passt einfach großartig zu dem Setting des englischen Schlosses. Man fühlt sich richtig wohl – wie man es auch im echten Leben auf dem Anwesen mit der herrlich verrückten Familie Harrowmore tun würde.

Livie ist mir so sympathisch, dass ich sie gleich ins Herz geschlossen habe. Sie ist so süß und ein wenig tollpatschig, was sie nur noch sympathischer gemacht hat. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es noch ein wenig mehr in die Tiefe gegangen wäre. Dass man noch mehr von Livies Seelenleben und Gefühlen mitbekommen hätte.

Das war leider generell das, was mich am meisten gestört hat an dem grundsätzlich schönen Buch. Denn gerade die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Emotionen und die Entwicklung der Charaktere blieb für mich leider etwas zu oberflächlich beschrieben. Hier hat etwas mehr Tiefe gefehlt, um mich völlig überzeugen zu können.
Vor allem die Liebesgeschichte war für mich nicht nachvollziehbar und konnte mich daher leider auch nicht berühren.

Die Handlung kam mir teilweise auch etwas zäh vor, da sie sich oftmals auf der Stelle bewegt hat und nicht wirklich vorankam. Aber – um jetzt noch etwas Positives zu sagen – dafür war die Handlung einfach so richtig charmant. Livie habe ich ja schon erwähnt, aber auch die Harrowmores sind einfach herrlich sympathisch und ein wenig durchgeknallt. Es war wirklich eine Freude, sie kennenlernen zu dürfen und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.

Fazit:
Auch wenn mir die Tiefe gefehlt hat, war „Banshee Livie“ insgesamt ein sehr atmosphärisches Leseerlebnis, das mir gut gefallen hat. Sympathische Figuren und eine wirklich schöne Hintergrundidee überzeugen definitiv auf ganzer Linie. Nur der zwischenmenschliche Aspekt kommt in meinen Augen leider wirklich zu kurz. Deshalb 7 lila Punkte.


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