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Sarina Bowen: The Ivy Years 1. Bevor wir fallen.

Details:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 29. März 2018

Inhalt:
Wegen eines schweren Sportunfalls muss Corey Callahan das College im Rollstuhl beginnen. In ihrem Wohnheim trifft sie Adam Hartley, einen sexy Eishockeyspieler, der sich das Bein gebrochen hat und wegen seiner Krücken im benachbarten barrierefreien Zimmer untergebracht wurde. Ein Glücksfall, denn Adam behandelt sie als Einziger ganz normal. Corey entwickelt schnell Gefühle für Adam, die über enge Freundschaft weit hinausgehen – aber Adam hat eine wunderhübsche Freundin und gegen die hat Corey in ihrem Rollstuhl doch sowieso keine Chance …

Meine Meinung:
Zunächst fand ich die Grundidee der Geschichte einfach toll. Abgesehen davon, dass ich Geschichten auf dem College liebe (auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass hier eine romantisierte Version der Realität wiedergegeben wird – aber hey, dafür taucht man doch so gern in Romane ab 😉 ), geht es hier um ein Thema, über das ich so noch nie gelesen habe. Denn die Protagonistin Corey sitzt im Rollstuhl bzw. ist auf Gehhilfen angewiesen.
Es war meiner Meinung nach großartig, wie die Autorin mit diesem Thema umgeht, wie sie uns einen Einblick in Coreys Leben und ihre Denkweise gibt. Das bringt den Leser definitiv zum Nachdenken.

Auch der Schreibstil war super. Angenehm und unglaublich flüssig zu lesen, emotional und mitreißend. Das kenne ich bereits von der Autorin, denn seit der „True North“-Reihe bin ich ein absoluter Fan von Sarina Bowen.

Leider muss ich aber auch etwas Kritik anbringen. Denn so gut sich das Buch auch hat lesen lassen – und so gern ich es gelesen habe – mir hat dennoch etwas gefehlt. Die Passagen, die wir zu lesen bekommen, sind zwar gefühlvoll und emotional geschrieben, aber mir hat das Dazwischen einfach gefehlt. Zwischen den beschriebenen Szenen fehlt meines Erachtens einfach ganz viel, sodass man die Figuren irgendwie nie so richtig greifen konnte und die Gefühle immer nur an der Oberfläche beschrieben bzw angekratzt wurden, aber nie so vollends ausgeführt.

Dasselbe gilt für die Figuren. Es kam mir vor, als würde dem Leser einfach gesagt werden „diese Person ist stark/lustig usw“, aber ich will das ehrlich gesagt lieber selbst herausfinden. Ich möchte nicht, dass mir plakativ gesagt wird, was ich denken soll über eine Figur, sondern es zwischen den Zeilen und in den kleinen Taten herausfinden.

Auch die Dramatik hat hier völlig gefehlt. Also nicht falsch verstehen, ich fand es durchaus sehr positiv, dass kein künstliches Drama inszeniert wurde, aber im ersten Band der „Ivy Years“ fehlt irgendwie die komplette Dramatik in der Liebesgeschichte, obwohl definitiv Potenzial da gewesen wäre.

Fazit:
Auch wenn ich „The Ivy Years. Bevor wir fallen“ an einigen Stellen ziemlich kritisiert habe, hat es mir dennoch Freude gemacht, das Buch zu lesen. Es ist nicht mein liebstes Buch aus dem New Adult-Genre, aber es war durchaus schöne Lektüre für Zwischendurch, die mich auch zum Nachdenken angeregt hat. Ich werde die Reihe definitiv weiter verfolgen und hoffe, dass meine Kritikpunkte im nächsten Band hinfällig werden. 7 lila Punkte


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