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Ken Follett: Das Fundament der Ewigkeit.

Details:
Seitenzahl: 1164 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 12. September 2017

Inhalt:
1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe … nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen – koste es, was es wolle.

Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen …

Meine Meinung:
Ein so umfassendes Werk sollte eigentlich eine umfassende Rezension bekommen – zumindest bin ich davon ausgegangen, ehe ich das Buch gelesen habe. Doch jetzt muss ich sagen, dass es gar nicht so vieler Worte bedarf, um auszudrücken, was ich denke. Man muss Ken Folletts neuestes Epos einfach selbst auf sich wirken lassen.

Vom historischen Gesichtspunkt aus, finde ich diesen Roman mehr als gelungen. Man taucht in die Welt des 16. Jahrhunderts ein, bekommt politische Verwicklungen und das Zeitgeschehen so vermittelt, dass es einem leicht fällt mitzukommen und in die Vergangenheit einzutauchen. Gerade weil Ken Follett es schafft, seine fiktiven Figuren mit den politischen Ereignissen zu verweben und Geschichte dadurch persönlich wird. Vermutlich ist es das, was seine Romane so fesselnd macht.

Für mich persönlich war das Zwischenmenschliche nicht so ganz überzeugend, aber das kann sehr gut daran liegen, dass ich ansonsten meist eher Bücher lese, bei denen genau das im Fokus steht. Ich hätte mir nur einfach noch mehr gewünscht, dass mir die Schicksale ans Herz gehen, ich die Gefühle der Figuren besser nachvollziehen und eben auch selbst fühlen kann.

Über den Inhalt brauche ich im Grunde gar nichts zu verraten, denn die historischen Fakten sind schließlich bekannt. Ich fand es jedenfalls mehr als interessant, diese Epoche Englands in einem erzählenden Roman miterleben zu dürfen und habe hier sehr viel gelernt.

Fazit:
Ein wirklich guter historischer Roman, der historische Ereignisse mit fiktiven Figuren und deren Schicksal verknüpft. Ich hätte mir zwar zwischenmenschlich noch etwas mehr gewünscht, doch das ist ein sehr subjektiver Wunsch und fällt nicht allzu stark ins Gewicht. 7 lila Punkte


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