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Julia Zieschang: Wee City Love 1. Books’n’Scones.

Details:
Seitenzahl: 316 Seiten
Verlag: Selfpublishing
Erschienen: 3. Juli 2018

Inhalt:
*Auf wie viel wärst du bereit zu verzichten, um mit der Liebe deines Lebens zusammen zu sein?** Die 23-jährige Emily MacWilliam ist die Besitzerin des Cafés Books’n’Scones in Edinburgh. Als sie unfreiwillig bei einem Speeddating mitmacht, lernt sie den überaus attraktiven Finn kennen, der mit seiner liebenswerten Art ihr Herz höherschlagen lässt. Doch warum ist Finn seit Jahren Single und was verbirgt er vor Emily? Die beiden kommen sich langsam näher, wodurch die Eifersucht ihres Exfreundes angestachelt wird und die Situation sich zuspitzt, bis Emily Angst haben muss, ihr Café zu verlieren. Als Emily schließlich hinter Finns Geheimnis kommt, muss sie sich die Frage stellen, ob sie bereit ist eine Beziehung zu führen, die so ganz anders ist, als sie es sich erhofft hätte.

Meine Meinung:
Ich will nach Edinburgh. Jetzt. Sofort. Unbedingt.
Das ist es, was Julia Zieschang mit diesem Buch definitiv bei mir geschafft hat. Die wundervollen Beschreibungen der Stadt bringen die Atmosphäre und den besonderen Charme Edinburghs ganz klasse rüber und verhelfen dem Leser zu einer – leider nur kurzen – Reise nach Schottland.
Neben diesen wirklich schönen Beschreibungen der Stadt, punktet die Autorin auch bei den Personen und verschiedenen Settings mit ihrer Liebe zum Detail. Sie malt mit Worten Bilder, was mir sehr sehr sehr gut gefallen hat. Hin und wieder wurde es mir vielleicht ein wenig zu viel, aber das ist rein subjektiv. 😉

Geliebt habe ich auch Emilys Café. Ich wünschte mir, es stünde in meiner Stadt, damit ich dort selbst öfter hingehen könnte – denn es ist so großartig beschrieben, dass man sich zwangsläufig verliebt. Allein die herrlichen Scones … Ich sagte ja, Julia Zieschang erschafft mit ihren Worten Bilder im Kopf der Leser. 😉

Ein wenig Probleme hatte ich mit der Protagonistin. Ich bin nicht wirklich mit ihr warm geworden und fand ihr Verhalten teilweise nicht ganz nachvollziehbar, aber auch das ist natürlich wieder eine äußerst subjektive Angelegenheit. Dafür hat mich Liz, Emilys Mitbewohnerin, umso mehr überzeugt. Sie war einfach nur herrlich! Falls es noch einen Roman über sie geben wird (hoffentlich!!!), werde ich die Erste sein, die ihn liest. Liz‘ Art ist unverfroren, direkt und sooo unterhaltsam. Sie war mein persönliches Highlight im Buch. 😉

Die Figuren generell waren für meinen Geschmack einen Ticken zu klischeehaft. Hier hätte ich mir mehr Graustufen statt Schwarz-Weiß gewünscht und auch, dass man als Leser nicht nur gesagt bekommt, wie eine einzelne Figur ist, sondern es selbst herauslesen darf. Dieses Plakative, das die Charaktere teilweise an den Tag legen, ist nicht so meins, ich mag es lieber etwas subtiler.

Sehr positiv wiederum empfand ich die grundlegende Thematik des Buchs, über die ich tatsächlich noch nie etwas gelesen habe. Ein wirklich spannendes und interessantes Thema, das hier gewählt wurde, auch wenn es gern noch ausführlicher hätte besprochen werden können. Etwas mehr Raum dafür wäre schön gewesen, eben weil man darüber im Prinzip noch in keinem Roman gelesen hat.

Fazit:
Ein wirklich schöner Liebesroman, der vor allem mit der bildhaften Sprache, der tollen Atmosphäre und dem zu Grunde liegenden Thema überzeugen kann. Auch wenn mich die meisten Figuren nicht ganz für sich einnehmen konnten und ich mir etwas weniger Klischees gewünscht hätte, kann ich „Wee City Love. Books’n’Scones“ jedem empfehlen, der für eine Weile gedanklich nach Edinburgh reisen und schöne locker-leichte Lesestunden verbringen möchte. 6 lila Punkte


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