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Jessica Bernett: Elayne 1. Rabenkind.

Details:
Seitenzahl: 342 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 9. März 2018

Inhalt:
Eine Prophezeiung, der sie nicht entkommt.
Eine Bürde, die sie kaum tragen kann.
Eine Liebe, zart, zerbrechlich und bedroht von Lügen, Intrigen sowie dem Spiel der Macht.

Die junge Elayne von Corbenic wächst im Norden Britanniens in einer düsteren Festung auf. Ihr Vater, König Pelles, ist besessen von einer Vision, die Elaynes Mutter kurz vor ihrem Tod gehabt haben soll. Demnach wird Elayne die Mutter des größten Helden aller Zeiten.
Dafür opfert der König alles: das Wohlergehen seines Volkes und die Liebe seiner Tochter.

Meine Meinung:
Ich liebe Sagen und Legenden, doch meine liebste ist wohl die von König Artus und seiner Tafelrunde. Deshalb stand für mich von Anfang an fest, dass ich „Elayne. Rabenkind“ lesen muss.

Ich fand es klasse, dass wir hier einen völlig anderen Zugang zur Sage bekommen als sonst. Man bekommt in diesem ersten Band nur indirekt etwas von der Tafelrunde mit – und doch spielt sie eine wichtige Rolle.

Elayne ist für mich eine starke und authentische Protagonistin. Sie ist zwar jung und hin und wieder merkt man das – was nur für die Authentizität spricht -, aber gleichzeitig war sie auch früh gezwungen erwachsen zu werden, wie es zu der Zeit, in der die Geschichte spielt, üblich war. Ich mochte sie sehr gern und fand ihre Entwicklung absolut nachvollziehbar und glaubwürdig.

Die Handlung kommt fast ohne Action aus und ist eher ruhig. Aber da ich das schon im Vorfeld wusste, fand ich das sogar sehr angenehm. Was mich nämlich am meisten an diesem Buch überzeugt hat, war das Gefühl, tatsächlich in das 6. Jahrhundert einzutauchen. Die Stimmung, das Setting, die vielen kleinen Details und toll eingestreuten historischen Begebenheiten machen den Roman zu etwas Besonderem, das mich definitiv mitgerissen hat. Die Geschichte liest sich trotz kleinerer Fantasy-Elemente wie ein historischer Roman und als solchen fand ich ihn wirklich hervorragend.

Fazit:
Wer Action sucht, ist hier falsch. Wer hingegen auf unaufgeregte, aber mitreißende Weise in eine vergangene Epoche eintauchen und dieses Gefühl von damals hautnah erleben will, der ist hier genau richtig. 8 lila Punkte

(Cover- und Bildrechte liegen beim Verlag)


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