Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Kayla Ancrum: Wicker King.

Details:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: dtv
Erschienen: 21. September 2018

Inhalt:
Lass dich mitnehmen in die Welt von Jack und August! Aber gibt es sie wirklich?
Ein Brand in einer alten Lagerhalle. Am Tatort zwei Siebzehnjährige, einer davon (der vermutliche Brandstifter) mit Verbrennungen, die beide in die Psychiatrie eingeliefert werden. Einige Monate zuvor: In der Schule hängen August und Jack mit völlig verschiedenen Typen rum, privat verbindet die beiden aber seit Langem eine intensive Freundschaft. Doch Jack, Vorzeigeschüler, Spitzensportler, Mädchenschwarm, entwickelt immer stärkere Halluzinationen und driftet mehr und mehr in eine Fantasiewelt ab. In dieser ist er der König, der »Wicker King«, und August ist sein Ritter. Um Jack nah zu bleiben und zu verhindern, dass dieser sich endgültig in seiner Scheinwelt verliert, lässt sich August auf das Spiel ein: Er begibt sich gemeinsam mit Jack in dessen Fantasiewelt hinein und steuert sie beide damit genau auf die Katastrophe zu, die er verhindern wollte.

Meine Meinung:
Mir fällt es dieses Mal ein wenig schwer, eine Bewertung abzugeben. Ganz einfach deshalb, weil das hier einfach so gar nicht ein Thema war. Ich mag einfach keine Geschichten, die in der Psychiatrie spielen bzw. um derartige Themen gehen. Deshalb konnte mich das Buch eigentlich gar nicht überzeugen, egal wie gut es geschrieben oder ausgedacht worden ist. Ich war von Anfang an befangen und konnte dem Roman leider nicht die Chance geben, die er verdient, aber da das natürlich SEHR subjektiv ist, versuche ich hier noch objektiv ein paar Dinge zu sagen, die nicht zwangsläufig mit meiner Voreingenommenheit zu tun haben.

Die Aufmachung des Buches ist einfach grandios. Hier wurde sehr viel Mühe investiert, die sich meiner Meinung nach definitiv bezahlt macht. Die Seiten werden dunkler, wenn es Jack schlechter geht, es sind Steckbriefe eingearbeitet usw. Das hat das Buch auf jeden Fall bereichert und macht es zu etwas besonderem.

Nicht ganz so gelungen fand ich die Art wie mit Jacks Halluzinationen umgegangen wird. Ich finde es schwierig, so etwas gerade jungen Lesern zu vermitteln, da diese es als „normal“ oder „cool“ ansehen könnten, was Jack widerfährt. Hier wäre eine andere Herangehensweise besser gewesen wie ich finde.

Auch der Schreibstil hat mich nicht so ganz überzeugen können, da er mich nicht erreicht hat. Bei mir kamen nicht so viel Emotionen an, worauf ich bei einem Buch immer sehr viel wert lege. Dazu waren die Kapitel sehr kurz, sodass ich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen wurde.

Fazit:
Ein Buch, das einfach nicht für mich gemacht ist. Doch wen die oben genannten Punkte nicht stören, der wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen, denn die Geschichte ist auf jeden Fall mal etwas anderes. 5 lila Punkte

(Text- und Bildrechte beim Verlag)


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