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Stephanie Garber: Legendary. Ein Caraval-Roman.

Details:
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: ivi
Erschienen: 2. Oktober 2018

Inhalt:
Donatella Dragna hatte kaum Zeit, sich an ihr neues Leben bei den Caraval-Schauspielern zu gewöhnen, als sie erfährt, dass Caraval-Master Legend die Aufführung eines neuen Spiels plant. Inmitten der Vorbereitungen spielt Donatella jedoch ein anderes, ebenso tödliches Spiel: Sie hat Schulden und es ist an der Zeit, diese zu begleichen. Wenn Donatella die Freiheit behalten will, die sie und ihre Schwester Scarlett sich so hart erkämpft haben, muss sie den Master von Caraval hintergehen. Donatella weiß, dass Legend gefährlich ist, doch sie lässt sich auf sein Spiel ein. Und obwohl sie sich geschworen hat, dass sie sich nie verlieben wird, ist ihr Herz plötzlich genauso in Gefahr wie ihr Leben …

Meine Meinung:
Wow, dieses Buch ist einfach pure Magie! Wie auch schon bei seinem Vorgänger „Caraval“ schafft es Stephanie Garber auch hier erneut mit ihrem unglaublichen und unvergleichlichen Sprachstil eine Welt voller Mystik, Zauber und einer einmaligen Atmosphäre zu erschaffen. Diese ganz besondere Stimmung, die im Roman und vor allem während Caraval herrscht, ist so fantastisch und viele Magie, dass man sich ihr einfach nicht entziehen kann. Die Autorin kann mit Worten Bilder zaubern, die sich direkt im Kopf des Lesers entfalten und lebendig zu werden scheinen – einfach nur grandios!

Dazu kommt, dass man nie weiß, was von den Ereignissen nun die Wirklichkeit ist und was nur ein Teil von Caraval. Was ist Spiel, was Realität? Die Grenzen verschwimmen hier völlig und lassen den Leser genauso ratlos zurück wie die Protagonistin. Das macht auch den besonderen Reiz der Geschichte aus: dass man sich ständig fragt, ob die Dinge wirklich passieren oder nur zu einem magischen Drehbuch gehören.

Auch die Figuren fand ich einfach gelungen. Tellas Handlungen sind zwar manchmal wirklich nicht die klügsten, doch das macht eben ihren Charakter aus. Dieses impulsive, abenteuerlustige Mädchen ist eben alles andere als perfekt, aber dadurch umso authentischer.
Doch auch Jacks in seiner Vielschichtigkeit oder Dante mit deiner Bad-Boy-Oder-Doch-Nicht?-Art haben mich absolut für sich eingenommen und begeistert. Man weiß bei niemandem woran man ist, selbst bei der Hauptfigur nicht, denn sie überrascht sich selbst und auch den Leser immer wieder.

Überraschung ist auch das Stichwort Beinfreiheit Handlung. Denn diese ist so völlig unvorhersehbar wir es nur sein kann. Durch diese verrückte und verzauberte Welt von Caraval wusste ich wirklich zu keinem Punkt der Geschichte, wie sie sich weiter entwickeln würde. Ständig stellt man Vermutungen an, wovon manche eintrafen, aber die allermeisten schon kurz darauf wieder über den Haufen geworfen wurden. Das erlebe ich in der Form nur sehr selten bei Romanen und gefällt mir deshalb umso besser.

Fazit:
Ich könnte noch eine Weile weiter schwärmen, aber ich denke, die wesentliche Aussage ist klar geworden: Lest dieses großartige Buch! Stephanie Garber schafft mit ihrer fulminanten Art zu erzählen ein absolut atemberaubendes, einmaliges und unvergleichlich magisches Setting, in dem die vor Spannung und Überraschungen strotzende Handlung den Leser auf eine fantastische Reise mitnimmt. Für mich war das wieder ganz großes Kino. 10 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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