Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Claire Legrand: Zorngeboren. Die Empirium Trilogie 1.

Details:
Seitenzahl: 592 Seiten
Verlag: Arctis Verlag
Erschienen: 28. Februar 2019

Inhalt:
Rielle Dardenne rettet ihren Freund den Kronprinzen – mithilfe der sieben Arten der Elementarmagie. Doch die Einzigen, die diese außergewöhnliche Fähigkeit besitzen sollen, sind laut Prophezeiung zwei Königinnen: die Sonnenkönigin des Heils und die Blutkönigin der Zerstörung. Kann Rielle in sieben Prüfungen beweisen, dass sie die Sonnenkönigin ist? Tausend Jahre später: Die Kopfgeldjägerin Eliana Ferracora besitzt magische Kräfte und glaubt, damit unantastbar zu sein – bis eines Tages ihre Mutter und andere Frauen verschwinden. Eliana schließt sich einer gefährlichen Mission an und entdeckt, dass das Böse im Herzen des Imperiums noch schrecklicher ist, als sie es sich jemals hat vorstellen können …

Meine Meinung:
Man merkt eigentlich von der ersten Seite an, dass dieses Buch etwas Großes wird. Anhand des Sprachstils und auch anhand der mehr als spannenden Handlung. Und ja – dieser Eindruck täuscht nicht, denn „Zorngeboren“ ist definitiv ein großartiges Werk, das den Leser in seinen Bann zieht.

Es war so spannend, dass man nicht aufhören konnte zu lesen. Die Wendungen waren teilweise völlig überraschend und bringen so sogar noch mehr Spannung in das Ganze. Dazu erleben die beiden Protagonistinnen jeweils Abenteuer, bei denen man selbst beim Lesen den Atem anhält. Diese konstante Gefahr, die permanente Bedrohung, sorgen für ein atemloses Gefühl beim Lesen, weshalb man sich nicht mehr damit aufhören kann.

Dennoch konnte mich leider nicht alles rundum begeistern. Denn ein großer Aspekt hat mir hier leider gefehlt: die Gefühle und die persönliche Ebene.
Man erfährt zwar viel über die actionreichen Ereignisse der Figuren, aber die persönliche Ebene wird meistens völlig ausgespart. So haben mich Gefühle überrascht, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen, und so blieben auch die meisten Nebencharaktere eher flach. Das, was wir zu lesen bekommen, ist grandios, aber die Entwicklungen zwischen den hier beschrieben Szenen hat einfach gefehlt.

Dazu kommt der Prolog, der mich leider nachhaltig eher negativ beeinflusst hat. Er ist so spannend und an sich auch ein mehr als gelungener Einstieg in die Geschichte, aber durch die Ereignisse hier konnte ich mich auf Rielles Erzählstrang nicht mehr richtig einlassen. Da ich das Ende ihrer Geschichte bereits nach den ersten Seiten kannte, fiel es mir schwer mich ganz auf die einzulassen, auch wenn es zahlreiche offene Fragen gibt, auf die ich gern eine Antwort wollte.

Es gibt allerdings diese Bücher, bei denen selbst Kritik und Dinge, die einem nicht so zusagen, nicht davon abhalten können, grandios zu sein. Selbst durch meine zwei doch größeren Kritikpunkte hindurch war „Zorngeboren“ ein fulminantes und großartiges Fantasywerk, das ich trotz allem sehr weiterempfehle.

Fazit:
Trotz der eher spärlich vorhandenen persönlichen Ebene und des in meinen Augen ungünstig gewählten Prologs, ist „Zorngeboren“ ein bombastisches Fantasywerk, das mich insgesamt begeistert hat. Und wenn das trotz größerer Kritik passiert, hat das einiges zu bedeuten. Ich kann Band 2 kaum erwarten! 8,5 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Leave a Reply

Your email address will not be published.