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Kira Licht: Gold und Schatten 1. Das erste Buch der Götter.

Details:
Seitenzahl: 545 Seiten
Verlag: One
Erschienen: 27. Februar 2019

Inhalt:
Gerade erst nach Paris gezogen, verliebt sich die sechzehnjährige Livia Hals über Kopf in Maél. Seine Welt sind die düsteren Katakomben unter den Straßen der Stadt. Die beiden kommen sich schnell näher, doch der draufgängerischen Maél geht immer wieder auf Abstand. Was hat er zu verbergen? Und warum um alles in der Welt kann Livia plötzlich Botschaften hören, die Bäume und Pflanzen zuflüstern? Ist sie dabei, den Verstand zu verlieren? Als es Livia schließlich gelingt, die einzelnen Fäden miteinander zu verknüpfen, kann sie kaum glauben, welches Geheimnis sich ihr offenbart. Denn dass sie Maél kennengelernt hat, war alles andere als ein Zufall…

Meine Meinung:
Ich fange dieses Mal mit den Aspekten an, die mir an diesem Buch nicht ganz so gut gefallen haben und anschließend gibt es noch die Punkte, die mich begeistern konnten.

Nicht ganz so gelungen war für mich persönlich der Einstieg in die Geschichte. Dieser hat mich nämlich leider schon etwas an unzählige andere Romane erinnert, die ich schon gelesen habe und hat sich ein wenig klischeehaft angefühlt. Mädchen kommt neu an eine Schule, sie trifft den geheimnisvollen Bad Boy und natürlich findet sie ihn super. Vielleicht habe ich einfach schon zu viele Bücher aus dieser Sparte gelesen, denn ich mag dieses Schema einfach nicht mehr.

Im weiteren Verlauf war es oftmals so, dass mir ein großer Spannungsbogen gefehlt hat. Die Geschichte plätscherte eher vor sich hin und die Szenen, in denen sich Livia und Maél necken, reihten sich immer und immer wieder aneinander. Da es wirklich tolle Ideen hinter allem gab, hätte man diese einfach noch etwas weiter ausbauen und spannender darstellen können.

Der letzte Punkt, der mir nicht so ganz gefallen hat, war Livias Umgang mit der Situation. Es braucht keine künstlich aufgebauschten Dramen, aber so ein bisschen mehr Gefühle angesichts der Dinge, mit denen sie konfrontiert wird, hätte ich mir schon gewünscht. Vor allem bei den Dingen, die mit ihr selbst passieren. Darauf wird irgendwie gar nicht eingegangen, obwohl Livia eigentlich wirklich dringend versuchen sollte Antworten darauf zu bekommen – doch sie macht gar nichts.

Auch wenn das jetzt nach viel Kritik aussieht, lasst euch bitte nicht abschrecken. Denn das Buch bietet auch viele positive Aspekte.
Beispielsweise liebe ich die Umsetzung des Götter-Themas. Wie die Gottheiten und antiken Sagen hier miteinander verknüpft werden, hat mir sehr gut gefallen. Man bekommt sogar noch die ein oder andere neue Info über die griechischen Götter.

Auch der Erzählstil an sich war echt klasse. Locker leicht, mitreißend, humorvoll und richtig gelungen. Es hat Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen und das ist ganz viel wert.

Fazit:
„Gold und Schatten“ bietet dem Leser einiges, das begeistern kann. Von der tollen Interpretation der Götterwelt bis hin zu dem sehr gelungenen Erzählstil. Und obwohl mich doch leider einige Sachen gestört haben, war das Buch insgesamt gut. 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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