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Regina Meissner: Der Eispalast. (Der Fluch der sechs Prinzessinnen 4)

Details:
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 29. März 2019

Inhalt:
Zwei Seelen, getrennt und verirrt. Der Weg durchs ewige Eis wird von Federn getragen …
So beginnen die Flüche der Zwillingsschwestern Penelopé und Genevieve, welche die beiden Prinzessinnen in ewige Kälte verbannt haben. Während Genevieve auf eigene Faust versucht, einen Weg durch die eisige Einöde zu finden und ihren Fluch zu brechen, erhält Penelopé eine Gelegenheit, die ihr helfen könnte, ihr Rätsel zu lösen. Oder ist es Zufall, dass ausgerechnet sie vom Schneekönig in den Eispalast eingeladen wird, der normalerweise keinem Menschen zugänglich ist?

Meine Meinung:
Der Name es Buches macht dem Inhalt alle Ehre. Schnee und Eis sind zwei dominante und essentielle Punkte der Geschichte und ich liebe es einfach (trotz meiner Abneigung gegen den Winter 😉 ) wie sie dargestellt werden. Ich habe den Winter und die Kälte förmlich gefühlt beim Lesen, weil die Autorin sie so bildhaft dargestellt hat. Dazu konnte ich mir das beeindruckende Setting ganz hervorragend vorstellen und habe es geliebt wie Regina Meissner es schafft, mich mit ihren Worten in eine fremde Welt zu entführen.

Dass wir die Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven erleben, hat dem Buch meiner Meinung nach unheimlich gut getan. Denn nur ein Handlungsstrang aus der Sicht einer einzigen Zwillingsschwester wäre mir glaube ich etwas zu eintönig geworden. Doch so haben sich Penelopés und Genevieves Geschichte ganz hervorragend ergänzt und mir wundervolle und märchenhafte Lesestunden beschert. Die Mischung aus Abenteuer und eine Art „Bachelor“ war sehr gelungen und hat gerade durch die großen Unterschiede im Schicksal der Schwestern Spaß gemacht.

Dazu noch der Fluch, den beide unabhängig voneinander zu brechen versuchen und der eine gehörige Portion Rätsel und Spannung mit in das Geschehen bringt – einfach toll! Man überlegt selbst ständig, was die Verse der beiden bedeuten könnten, fiebert mit, wenn sie glauben eine Spur gefunden zu haben und ist enttäuscht, falls sich diese im Sand verläuft.

Gegen Ende des Romans wurde ich noch einmal so richtig überrascht. Ich hatte eigentlich gedacht, ich wüsste, worauf die Handlung hinausläuft, aber dann plötzlich verlief doch alles ganz anders als gedacht. Ich liebe es, wenn ich überrascht werde und unvorhergesehene Wendungen das gewisse Etwas in die Geschichte bringen. Genau so war es hier, bis ich nicht mehr wusste, was nun Wahrheit ist und was nicht. Wirklich sehr gelungen!

Fazit:
Eine spannende und märchenhafte Geschichte, die mich vor allem mit dem eindrucksvollen Setting, der abwechslungsreichen Handlung und den überraschenden Wendungen gegen Ende überzeugen konnte. Es hat mir große Freude bereitet, „Der Eispalast“ zu lesen und ich kann es kaum erwarten den nächsten Band der Reihe zu lesen, denn es bleiben ein paar Fragen offen, die ich UNBEDINGT beantwortet haben muss. 😉 9 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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