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Jennifer Sieglar: Umweltliebe.

Details:
Seitenzahl: 272 Seiten
Verlag: Piper
Erschienen: 19. März 2019

Inhalt:
Kleine Veränderungen für eine bessere Welt
Wenn wir unseren Planeten retten wollen, müssen wir dringend unser Konsumverhalten ändern. Aber wie kann das gelingen? Wie können wir weniger Plastikmüll produzieren? Worauf können wir beim Klamottenkauf achten? Und wie erkennt man Mikroplastik in Pflegeprodukten? In ihrem umweltfreundlichen Jahr stellt sich Journalistin und TV-Moderatorin Jennifer Sieglar monatlich einer neuen Herausforderung: von nachhaltigem Reisen bis zu umweltverträglichem Lebensmitteleinkauf. In diesem Buch schildert sie ihre spannenden Erfahrungen mit Verzicht und dem inneren Schweinehund – und liefert zahlreiche Tipps, wie wir alle durch kleine Veränderungen im Alltag viel für unseren Planeten tun können. Denn wenn viele ein bisschen was tun, kann das in der Summe Großes bewirken!

Meine Meinung:
Ich finde es einfach großartig, dass das so unglaublich wichtige Thema Umweltschutz immer populärer wird. Dazu tragen auch Bücher wie dieses bei, weshalb ich der Autorin umso dankbarer bin, dass sie uns an ihrem Selbstexperiment hat teilnehmen lassen.

Die Gliederung des Buchs finde ich genial. Jeder Monat des Jahres, in dem die Autorin ihren Selbstversuch gestartet hat, steht unter einem anderen Motto, das natürlich die Umwelt und das Thema Nachhaltigkeit betrifft. Von Plastik, über Ernährung und Papier, bis hin zu Weihnachten ist hier alles abgedeckt.

Bei jedem neuen Monat wird dann zunächst das Problem erklärt. Dies geschieht meiner Meinung nach sehr interessant, leicht verständlich und sehr gut recherchiert (so weit ich das beurteilen kann). Da merkt man, dass die Autorin auch bei der Sendung „logo!“ arbeitet (was vielleicht ein wenig zu oft erwähnt wurde 😉) und Sachverhalte laiengerecht und spannend vermitteln kann. Schon dieser informative Abschnitt zu Beginn eines jeden Kapitels hat mir einfach unglaublich gut gefallen und viele neue Impulse geliefert.

Das eigentliche Highlight ist nun aber das Folgende. Denn Jennifer Sieglar hat anschließend für jedes der Probleme ihre eigene Lösung gesucht. Sie sucht Alternativen zu den umweltschädlichen Methoden und ist dabei wunderbar ehrlich und authentisch. Beispielsweise steht die dazu, dass sie nun einmal gern Kleidung kauft – wie sehr, sehr viele andere Menschen in Deutschland. Darauf verzichten? Allein die Vorstellung schreckt die meisten wohl schon ab, sich überhaupt mit dem Thema Nachhaltigkeit und Umwelt auseinanderzusetzen. Und genau hier greift dieses hervorragende Buch. Denn Jennifer Sieglar zeigt mehr als einmal, dass es nicht nur um Verzicht geht (auch wenn das der beste Weg wäre, ist er doch für die meisten nicht realistisch), sondern auch um das Umdenken. Sie findet Lösungen und Kompromisse für sich selbst und inspiriert damit ungemein. Sie zeigt, dass es nicht wichtig ist, ein perfektes zero waste-Leben zu führen, sondern sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und sein Möglichstes zu tun, um die Welt etwas besser zu machen. Deshalb bin ich mir ganz sicher, dass viele Leser dieses Buch lieben werden. Es kommt nicht mit der moralischen Keule daher, sondern mit einem authentischen Lebensbericht.

Mir hat es in vielen Bereichen geholfen, Dinge zu überdenken und Lösungen zu finden. Es war informativ und so nah am echten Leben, dass ich immer noch ganz hin und weg bin. Für mich gehört „Umweltliebe“ inzwischen tatsächlich schon zu meinem Alltag, da ich mir so viele Tipps daraus geholt habe und immer noch hole. Immer wieder schlage ich noch einmal etwas nach und freue mich, dieses geniale Buch entdeckt zu haben.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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