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Sandra Krautwaschl: Verschwendungsfreie Zone.

Details:
Seitenzahl: 240 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 13. Januar 2020

Inhalt:
Weniger Kram, mehr Leben – eine inspirierende Erfolgsgeschichte

Nachdem der Selbstversuch ihrer Familie, ganz ohne Plastik auszukommen, Sandra Krautwaschls Leben grundlegend verändert hatte, erkannte sie: Einfach Plastik durch andere Materialien zu ersetzen kann nicht die Lösung sein. Sie fand zu einem praktischen Minimalismus, einem Lebensstil mit möglichst wenig Verschwendung, der auch für Familien umsetzbar ist und den sie als zutiefst bereichernd und befreiend empfindet. Jetzt gibt die Grünen-Politikerin Tipps und Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen. Von einer, die ihre Überzeugungen lebt, ohne großes Aufhebens darum zu machen: eine Inspiration für Engagement – zuhause und in der Öffentlichkeit.

Meine Meinung:
„Plastikfreie Zone“, das erste Buch der Autorin, habe ich vor ziemlich genau einem Jahr gelesen und es hat mich nachhaltig beeindruckt. Selbst heute denke ich noch oft daran zurück, blättere ein wenig darin herum und fühle mich inspiriert, meinen eigenen Weg zur Nachhaltigkeit noch weiter zu gehen und dran zu bleiben.
Deshalb war ich umso glücklicher zu sehen, dass es nun ein weiteres Buch geben soll. Gerade das Thema Minimalismus, sich vom Zuviel zu befreien und damit auch Ballast abzuwerfen, ist sehr präsent bei mir und meiner Familie, sodass ich mich sehr auf neue Inspiration zu genau diesen Themen gefreut habe.

Nur leider habe ich das hier nicht bekommen. Tatsächlich sehe ich „Verschwendungsfreie Zone“ schlicht und ergreifend als weiterführende Ausführungen zum Vorgängerband. Die Autorin schildert im Grunde wie es ihr und ihrer Familie in den zehn Jahren ergangen seit Erscheinen des ersten Bandes ergangen ist. Und ja, das ist interessant und ich fand es schön darüber zu lesen was sich verändert hat – gerade mit drei Kindern im Teenager-Alter. Aber von den angekündigten Themen habe ich ehrlich gesagt nicht so viel gefunden. Natürlich wird Minimalismus usw angeschnitten und spielt immer wieder mal eine Rolle, schließlich gehört das zwangsläufig zu dem Lebensstil dazu, den die Familie Krautwaschl führt. Das wurde auch schon im ersten Buch deutlich und ist meiner Ansicht nach auch hier einfach nur ein Nebeneffekt von vielen, der in keiner Weise besonders im Vordergrund steht.

Es ist einfach sehr sehr schade, dass der Titel ziemlich irreführend ist, weil man als Leser mit einer – meiner Meinung nach – ziemlich falschen Erwartungshaltung an das Buch herangeht. Hätte man „Verschwendungsfreie Zone“ nicht so sehr in die Richtung Ausmisten usw gedrängt, sondern einfach als Bericht der Jahre nach „Plastikfreie Zone“, so wäre das sicherlich anders gewesen.
So jedenfalls war ich während des Lesens ehrlich gesagt schon etwas enttäuscht und hätte mir etwas anderes erwartet.
Dennoch empfehle ich das Buch gern weiter, da es trotz allem gut geschrieben ist, wirklich interessante Erfahrungsberichte enthält und das ganz ohne belehren zu wollen. Die Autorin zeigt einfach ihren Weg, von dem sich jeder Leser genau das mitnehmen kann, was für ihn/sie und sein/ihr Leben eben passt.


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