Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Kara Atkin: Forever Free. San Teresa University 1.

Details:
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 30. April 2020

Inhalt:
Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde

Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen und weit weg von zu Hause noch einmal ganz von vorn anzufangen. Doch schnell stellt sie fest, dass es gar nicht so leicht ist, auf eigenen Beinen zu stehen und dass ihr altes Leben sie stärker im Griff hat, als sie dachte. Vor allem, als sie den geheimnisvollen Hunter kennenlernt, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt, obwohl er doch alles verkörpert, was Raelyn endlich hinter sich lassen wollte …

Meine Meinung:
Anfangs war ich ziemlich angetan von dem Buch. Der Schreibstil lässt sich wirklich schön lesen, man findet sich gut im Setting zurecht, lernt die Charaktere kennen und fühlt sich in Raelyn hinein. Etwas ziemlich Positives zu Beginn eines Romans.
Jetzt kommt allerdings das böse „Aber“. Denn irgendwie habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass die Geschichte richtig losgeht. Als würde man in einem lange andauernden Prolog feststecken – so war wenigstens mein Gefühl. Es passiert eigentlich fast nichts und das über viele, viele Seiten hinweg, wodurch die Handlung eher vor sich hinplätschert bzw. gar nicht erst in Fahrt kommt. Das lag vermutlich auch daran, weil das erste Aufeinandertreffen der Hauptfiguren erst recht spät passiert und ich es mir ehrlich gesagt etwas spektakulärer vorgestellt hätte. Nicht falsch verstehen, ich bin ja froh, dass es nicht dieses „Ich sehe ihn und liebe ihn für immer“-Szenario war, aber so ein bisschen mehr hätte ich mir schon gewünscht.

Später gab es dann oft Raffungen und Sprünge, was mich ehrlich gesagt aus der Geschichte gerissen hat. Ich finde die ganze Heimlichkeit um das eigentliche Thema hätte es gar nicht gebraucht, da diese eher erzwungen als natürlich wirkt. Ich schätze, das sollte wohl die Spannung erzeugen, um den Roman weiterzulesen – mich hat es leider eher negativ beeinflusst. Hätte man schon früher die Wahrheit gekannt und im besten Fall Hunter mehr Kapitel zugestanden (das hätte echt geholfen, ihn als Figur noch lieber zu mögen), hätte mich das mehr zum Weiterlesen motiviert als die hier gewählte Herangehensweise.

Die Wendung später im Buch, die schon überraschend kam und mir sehr gut gefallen hat, wurde für meinen Geschmack anschließend aber nicht genug thematisiert. Dieses Thema hätte in meinen Augen etwas mehr Raum einnehmen können und auch fast schon müssen. Ein wirklich guter Ansatz, den ich mir allerdings wirklich noch ausgeprägter gewünscht hätte.

Fazit:
Insgesamt konnte mich „Forever Free“ leider nicht wirklich begeistern, da mir während des Lesens leider zu viele Sachen die Freude am Buch gestohlen haben. Ich konnte mich gar nicht wirklich auf die Geschichte einlassen aus den oben genannten Gründen und fand die Gewichtung von dem, was erzählt wird, nicht ganz glücklich gewählt. Die Autorin hat aber Potenzial und ich glaube, wir werden noch so einiges von ihr lesen.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Leave a Reply

Your email address will not be published.