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Ulrike Koch: Apocalyptic Lovers. Reiter der Hölle.

Details:
Seitenzahl: 331 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 17. Dezember 2020

Inhalt:
Kelyan ist einer der vier apokalyptischen Reiter, einst dazu bestimmt, das Grauen des Kriegs über die Menschen zu bringen. Aber die Welt hat sich verändert. Ein neues, göttliches Spiel der Macht hat begonnen und nun durchstreift er die Dunkelheit auf der Jagd nach den Kreaturen der Nacht. Bis zu jenem Tag, der alles verändert. Als er IHR begegnet …
Trintje und Dating – ein absoluter Reinfall. Daher kann die junge Studentin kaum glauben, dass der gut aussehende Fremde, den sie beinahe mit ihrem Volleyball massakriert hätte, tatsächlich Interesse an ihr zeigt. Doch seit ihrem »Zusammenstoß« weicht er nicht mehr von ihrer Seite. Trintje ahnt nicht, dass ein magisches Erbe in ihr schlummert, das sie unweigerlich mit diesem geheimnisvollen Mann verbindet und sie in die Untiefen der Hölle führen wird.

Meine Meinung:
Die Idee hinter dem Buch finde ich genial. Das Thema der Apokalyptischen Reiter ist wirklich toll, spannend und unglaublich vielversprechend. Ich fand auch die Wendungen und Verstrickungen, die die Autorin hier auf Papier gebracht hat, wahnsinnig gut. Mehr als einmal wurde ich richtig überrascht und die Auflösung war wirklich mehr als gelungen. Damit hätte ich nicht gerechnet und ich habe es geliebt.

Allerdings blieb die Geschichte doch leider eher oberflächlich. Die tiefen Gefühle kamen leider gar nicht bei mir an und auch die Figuren blieben blass und konnten mich nicht so richtig von sich überzeugen – obwohl sie ganz viel Potenzial haben und man merkt, dass die Autorin definitiv Talent hat. Der Preis für die sehr rasante Handlung (teilweise war mir das auch zu viel, da sich die Ereignisse regelrecht überschlagen) war hier unglücklicherweise das Fehlen der Tiefe der Charaktere und deren Emotionen. Sie hadern auch nie wirklich mit ihrem Schicksal, akzeptieren teils sehr heftige Neuigkeiten einfach ohne sie zu hinterfragen, was mir nicht nachvollziehbar vorkam.

Manchmal gab es auch Zeitsprünge, nach denen ich mich ehrlich gefragt habe, ob ich nicht ein paar Seiten ausgelassen habe ausversehen. Irgendwie habe ich dadurch noch mehr den Bezug zur Geschichte und vor allem den Figuren verloren, was sehr schade war.

Insgesamt konnte mich „Apocalyptic Lovers“ leider nicht so ganz überzeugen, obwohl die Ideen und die Fantasie der Autorin wundervoll sind. Mehr Tiefe und etwas weniger plötzliche Ereignisse hätten dem Buch sehr gut getan.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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