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Helen Paris: Lynwood Falls. Und dann kamst du.

Details:
Seitenzahl: 286 Seiten
Verlag: beHeartbeat
Erschienen: 21. Dezember 2020

Inhalt:
Annabellas Existenz ist bedroht, denn die Schwierigkeiten in ihrem Café häufen sich. Ganz Lynnwood Falls steht ihr zur Seite – auch Will. Er ist es auch, der ihr zur Hilfe kommt, als sie in einer kalten Winternacht mit dem Auto steckenbleibt. Dabei ist sie eigentlich gar nicht gut auf ihn zu sprechen, seit er sie einst beim Abschlussball ohne Absage hat sitzenlassen. Als sie die wahren Gründe für sein damaliges Nichterscheinen erfährt, stürzt sie das in ein tiefes Gefühlschaos.

Nachdem sie ihn bei einer Feier ihrer Freunde Elly und Brandon unter dem Mistelzweig küsst, ist es um sie geschehen: Sie verliebt sich bis über beide Ohren. Doch Will hat sich geschworen, niemals eine feste Bindung einzugehen …

Meine Meinung:
Müsste ich das Besondere an dem Buch mit einer Sache zusammenfassen, wäre das wohl die Liebe zum Detail. Es ist in meinen Augen ganz außergewöhnlich mit wie viel Umsicht sämtliche Figuren in diesem Roman gestaltet wurden. Jede Figur – selbst die kleinen Neben- und Randfiguren – hat eine individuelle und authentische Geschichte bekommen, einen Hintergrund, der mit kleinen, feinen Details ausgeschmückt wurde, sodass es direkt wie aus dem echten Leben gegriffen wirkt. Und sie sind nicht perfekt, sie haben Fehler. Die Charaktere sind so greifbar, so echt, dass sie dem Leser automatisch ans Herz wachsen. Sie könnten reale Personen sein, Freunde, Nachbarn. Das macht einen großen Teil des Zaubers der „Lynwood Falls“ – Reihe aus.

Ein anderer Teil der Magie ist die heimelige Kleinstadt-Atmosphäre, die hier überzeugend vermittelt wird. Ein Ort, an dem sich gegenseitig geholfen wird, an dem Nachbarn zu Freunden werden und man sich aufeinander verlassen kann. Es gibt einen ein bisschen den Glauben an das Gute im Menschen zurück – ein wertvolles Gut. Ich glaube, jeder möchte nach dem Lesen nur zu gern nach Lynwood Falls reisen und diesen Zauber selbst erleben.

Die Liebesgeschichte wird ebenfalls sehr echt geschildert. Es gibt hier keine völlig übereilte Beziehung von zwei sich völlig Fremden. Nein, Annabella und Will lassen sich sehr viel Zeit – eben so, wie es auch im echten Leben bei ihrer Ausgangssituation vermutlich laufen würde. Ich finde das Tempo an sich wunderbar und habe daran auch per se nicht das Geringste auszusetzen, nur wären ein paar mehr Momente zwischen den beiden bereits früher in der Handlung schön gewesen. Auch das Ende kam vielleicht ein wenig abrupt, auch wenn es an sich sehr passend und stimmig für die Geschichte war.

Insgesamt kann das Buch sehr gut unterhalten und ich habe es regelrecht genossen wieder in Lynwood Falls sein zu dürfen. Die wundervolle Liebe zum Detail macht die Geschichte lebendig und die Figuren liebenswert, als wäre die Handlung tatsächlich mitten aus dem Leben gegriffen.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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