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Christina Hiemer: The Second Princess. Vulkanherz.

Details:
Seitenzahl: 431 Seiten
Verlag: Impress/Carlsen
Erschienen: 18. März 2021

Inhalt:
Auf der Vulkaninsel St. Lucien herrscht die mächtige Dynastie der Bell-Frauen. Seit Jahrhunderten wird die Krone an die älteste Prinzessin weitergegeben. Doch hinter der glamourösen Fassade der Königsfamilie lauern düstere Geheimnisse, die nur die zweitälteste Prinzessin zu hüten weiß. Saphina war immer die jüngste und damit unbedeutendste von drei Schwestern. Nun rückt sie durch unerwartete Ereignisse in der königlichen Thronfolge auf und tritt vollkommen unvorbereitet ein dunkles Erbe an. Und ausgerechnet Dante, der undurchschaubare Adelssohn, soll ihr dabei helfen …

Meine Meinung:
Es gibt einige Faktoren, die zusammenspielen müssen, damit ein Buch so richtig überzeugen und den Leser fesseln kann. Diese Faktoren sind so individuell wie jeder einzelne von uns, aber ein paar Dinge sind dann eben doch elementar, wenn es darum geht, jemanden beim Lesen zu begeistern. Eines dieser Elemente ist einseitig der/die Protagonist*in. Wenn die Hauptfigur einem nicht sympathisch wird und man sie im Gegenteil sogar nicht leiden kann – dann hat es eine Geschichte sehr sehr schwer punkten zu können, egal wie gut sie an sich vielleicht sein mag.

Genau das ist mir hier, bei „The second Princess“, leider passiert. Denn ich bin einfach nicht mit Saphinas Art warm geworden. Sie ist trotzig, verhält sich extrem pubertär und handelt so wenig nachvollziehbar, dass es mir einfach nicht möglich war, eine Bindung zu ihr aufzubauen. Ab einem gewissen Punkt war ich nur noch genervt. Auch das Gerede davon, dass sie angeblich ein reines Herz hat und so rein wäre, kann ich einfach nicht verstehen. Nur weil sie vielleicht nicht jeden niederstreckt, der sich ihr in den Weg stellt, lässt das ihr Herz nicht automatisch rein werden beziehungsweise sie zu einer Heldin.

Darüber hinaus war die Liebesgeschichte in meinen Augen ebenfalls nicht verständlich, denn aufgrund von Saphinas Verhalten kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie sich jemand in sie verlieben sollte, den sie so schlecht behandelt. Zusätzlich hat leider das Knistern gefehlt und mich konnte der romantische Aspekt der Geschichte unglücklicherweise nicht berühren.

Gleichzeitig möchte ich aber auch betonen, dass die Handlung an sich sehr viel Potenzial hat und einige großartige Ideen vorweisen kann. Gerade der Beginn war sehr spannend und konnte mich von den Ereignissen her mitreißen. Und auch wenn der Mittelteil etwas nachgelassen hat, so waren die letzten Seiten wieder gespickt mit fantasiereichen Ideen, die mir wirklich gefallen haben.

Insgesamt konnte mich der Roman aber leider nicht richtig überzeugen, da die Protagonistin sehr unsympathisch und trotzig wirkt und ihr Verhalten meist leider extrem unüberlegt ist. Auch der wirklich gute Schreibstil und die spannenden Ideen der Autorin konnten das nicht rausreißen. Aber es ist wie im echten Leben: niemand kann jeden mögen. Vielleicht werdet ihr Saphina ja gern haben, denn Sympathie ist sehr subjektiv.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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