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Serena Valentino: Disney Villains 3. Die Einsame im Meer.

Details:
Seitenzahl: 208 Seiten
Verlag: Carlsen
Erschienen: 30. August 2019

Inhalt:
Die Geschichte der Meereskönigstochter Arielle ist ein großes Märchen der Weltliteratur. Es geht darin um das Verlieren, Wiederfinden und Aufbegehren. Immer will Arielle mehr, als ihre Welt ihr bieten kann, und ihr Vater verlangt, dass sie innerhalb der Grenzen seiner Welt bleibt. Ihre Rebellion kostet die kleine Meerjungfrau ihre Stimme und fast ihre Seele. Aber die Kraft des Guten überwiegt, und Ariel taucht stolz und unverändert auf.

Meine Meinung:
Die beiden ersten Bände der Disney Villains – Reihe haben mir wirklich ganz gut gefallen, weil sie für mich eine Ergänzung zu den Filmen meiner Kindheit waren. Sozusagen Hintergrundinformationen zu den bekannten Filmen, die man früher eben geliebt und fast auswendig gekannt hat (oder immer noch tut). Bei diesem dritten Teil war ich zum ersten Mal ein wenig enttäuscht, muss ich sagen. Ich denke, das liegt daran, dass hier mehrere Handlungen parallel ablaufen und der Fokus gar nicht auf dem eigentlichen Disney Film „Arielle“ liegen, sondern eher auf der Reihenübergreifenden Geschichte. An sich ist diese auch recht spannend – aber die Art und Weise wie alles erzählt wird, ist mir als eigenständige Geschichte zu plump und oberflächlich gehalten. Wenn ich das Buch als Ergänzung zum Film sehe, wodurch ich die Figuren ja auch schon etwas kenne, finde ich den Schreibstil völlig in Ordnung und locker leicht für Zwischendurch. Aber da hier so viel Eigenes dazu erfunden wurde, wirkt es beinahe wie eine eigenständige Geschichte und da erwarte ich dann einfach mehr. Mehr Tiefe, mehr Entwicklung, mehr Emotionen.

Dazu kommt, dass für mich die Ursula, die hier dargestellt wird, so gar nicht zu der passen will, die man aus dem Film kennt. Die Szenen von dort werden zwar auch hier aufbereitet und es wird versucht eine Brücke zu dem so anderen Verhalten zu schlagen – doch in meinen Augen ist das leider nicht wirklich geglückt. Dadurch geht eine Menge Authentizität verloren und man kann sich so gar nicht mehr richtig auf alles einlassen.

Wir erleben das Buch zu einem Teil auch aus Ursulas Sicht, aber ihre Gedanken- und Gefühlswelt bleibt einem trotzdem fremd und verschlossen. Man erfährt nicht wirklich etwas über ihre wahren Absichten und Pläne, was mich erneut eher ernüchtert hat.

Insgesamt konnte mich der dritte Band der Reihe um die Bösewichte aus den Disney Filmen leider nicht so wirklich überzeugen. Ich hoffe auf den folgenden, da ich die Idee hinter den Büchern eigentlich sehr gelungen und spannend finde.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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