Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Kira Licht: Gold und Schatten 1. Das erste Buch der Götter.

Details:
Seitenzahl: 545 Seiten
Verlag: One
Erschienen: 27. Februar 2019

Inhalt:
Gerade erst nach Paris gezogen, verliebt sich die sechzehnjährige Livia Hals über Kopf in Maél. Seine Welt sind die düsteren Katakomben unter den Straßen der Stadt. Die beiden kommen sich schnell näher, doch der draufgängerischen Maél geht immer wieder auf Abstand. Was hat er zu verbergen? Und warum um alles in der Welt kann Livia plötzlich Botschaften hören, die Bäume und Pflanzen zuflüstern? Ist sie dabei, den Verstand zu verlieren? Als es Livia schließlich gelingt, die einzelnen Fäden miteinander zu verknüpfen, kann sie kaum glauben, welches Geheimnis sich ihr offenbart. Denn dass sie Maél kennengelernt hat, war alles andere als ein Zufall…

Meine Meinung:
Ich fange dieses Mal mit den Aspekten an, die mir an diesem Buch nicht ganz so gut gefallen haben und anschließend gibt es noch die Punkte, die mich begeistern konnten.

Nicht ganz so gelungen war für mich persönlich der Einstieg in die Geschichte. Dieser hat mich nämlich leider schon etwas an unzählige andere Romane erinnert, die ich schon gelesen habe und hat sich ein wenig klischeehaft angefühlt. Mädchen kommt neu an eine Schule, sie trifft den geheimnisvollen Bad Boy und natürlich findet sie ihn super. Vielleicht habe ich einfach schon zu viele Bücher aus dieser Sparte gelesen, denn ich mag dieses Schema einfach nicht mehr.

Im weiteren Verlauf war es oftmals so, dass mir ein großer Spannungsbogen gefehlt hat. Die Geschichte plätscherte eher vor sich hin und die Szenen, in denen sich Livia und Maél necken, reihten sich immer und immer wieder aneinander. Da es wirklich tolle Ideen hinter allem gab, hätte man diese einfach noch etwas weiter ausbauen und spannender darstellen können.

Der letzte Punkt, der mir nicht so ganz gefallen hat, war Livias Umgang mit der Situation. Es braucht keine künstlich aufgebauschten Dramen, aber so ein bisschen mehr Gefühle angesichts der Dinge, mit denen sie konfrontiert wird, hätte ich mir schon gewünscht. Vor allem bei den Dingen, die mit ihr selbst passieren. Darauf wird irgendwie gar nicht eingegangen, obwohl Livia eigentlich wirklich dringend versuchen sollte Antworten darauf zu bekommen – doch sie macht gar nichts.

Auch wenn das jetzt nach viel Kritik aussieht, lasst euch bitte nicht abschrecken. Denn das Buch bietet auch viele positive Aspekte.
Beispielsweise liebe ich die Umsetzung des Götter-Themas. Wie die Gottheiten und antiken Sagen hier miteinander verknüpft werden, hat mir sehr gut gefallen. Man bekommt sogar noch die ein oder andere neue Info über die griechischen Götter.

Auch der Erzählstil an sich war echt klasse. Locker leicht, mitreißend, humorvoll und richtig gelungen. Es hat Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen und das ist ganz viel wert.

Fazit:
„Gold und Schatten“ bietet dem Leser einiges, das begeistern kann. Von der tollen Interpretation der Götterwelt bis hin zu dem sehr gelungenen Erzählstil. Und obwohl mich doch leider einige Sachen gestört haben, war das Buch insgesamt gut. 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Jennifer Snow: Maybe this Love. Und plötzlich ist es für immer. (Colorado Ice 2)

Details:
Seitenzahl: 337 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 27. Februar 2019

Inhalt:
ls NHL-Star genießt Ben Westmore die Vorzüge seines Ruhms: wilde Partys und unverbindliche Affären. Doch als eine heiße Nacht in Vegas mit seiner Unterschrift auf einer Heiratsurkunde endet, werden ihm zwei Dinge klar: Zum einen sollte er eine Zeitlang die Finger von den Frauen lassen, und zweitens braucht er dringend rechtlichen Beistand. Ersteres ist jedoch schnell vergessen, als sein Blick auf die Anwältin der Gegenseite fällt. Jetzt hat Ben nur noch ein Ziel: Olivias Herz zu erobern …

Meine Meinung:
Mir her dieser zweite Band tatsächlich besser gefallen als der erste. Die Emotionen fand ich hier noch mitreißender und tiefer gehend, weshalb mich diese Geschichte mehr berührt und gefesselt hat.

Jennifer Snow hat einen wirklich schönen Sprachstil, in den man problemlos eintauchen und versinken kann. Sie schafft es Figuren so liebenswert zu gestalten, dass man sie wirklich gern im echten Leben kennenlernen würde.

Denn sowohl Ben als auch Olivia fand ich richtig klasse. Ja, er entspricht schon ein bisschen dem Klischee eines perfekten Mannes (abgesehen von seiner Vergangenheit)- aber hey, solche Bücher liest man doch, um auch mal träumen zu dürfen, oder?

Dass sich die Beziehung bzw die Gefühle erst langsam entwickeln, fand ich ebenfalls klasse. Das verleiht dem Ganzen einen authentischen und realistischen Rahmen, der mir richtig gut gefallen hat.

Und wir wollen ja nicht die restliche Familie Westmore vergessen. Die Figuren sind alle genial, auch wenn sie meines Erachtens in diesem Band etwas zu kurz gekommen sind.

Fazit:
Ein wirklich schöner Liebesroman, der durch die gelungenen Figuren und die langsame Entwicklung der Beziehung punkten kann. 8 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Mira Valentin, Kathrin Wandres: Das Raunen der Berge. (Die Keloria-Saga 2)

Details:
Seitenzahl: 274 Seiten
Verlag: impress
Erschienen: 7. Februar 2019

Inhalt:
Eigentlich dachte Jessi, sie hätte Keloria für immer hinter sich gelassen. Doch als sie erfährt, dass jegliche Rottöne und somit die Liebe aus der einst prächtigen Farbenwelt verschwunden sind, fühlt sie sich dafür verantwortlich, die Emotionen zurückzuholen. Trotz lauernder Gefahr und einstigen Widersachern, mit denen sie ein Wiedersehen eigentlich gern vermeiden möchte, macht sie sich ein zweites Mal auf nach Keloria, um die Farbbewahrerin Magenta zu retten. Dort angekommen lernt sie nicht nur eine neue unsichtbare Freundin kennen, sondern trifft auch den geheimnisvollen Torwächter Ciaran wieder, dessen düstere Aura und türkisfarbene Augen sie einst so verzaubert haben…

Meine Meinung:
Ich liebe die Idee hinter dieser Geschichte. Sie strotzt nur so vor Fantasie und wundervollen Ideen und es ist einfach ein ganz besonderes Abenteuer.

Dazu ist das Buch auch einfach großartig geschrieben. Der Erzählstil der beiden Autorinnen ist genial und mitreisend.

Leider muss ich aber auch ein bisschen Kritik loswerden. Denn zum einen hat mich die Liebesgeschichte einfach nicht erreicht. Es kamen leider keine Gefühle bei mir auf, was sehr schade war.

Auch die Handlung selbst fand ich in diesem zweiten Band leider nicht zu einhundert Prozent gelungen. Mir war die Lösungsfindung ehrlich gesagt immer etwas zu leicht und schnell, sodass nicht so viel Spannung aufkommen konnte.

Fazit:
Obwohl ich zwei größere Kritikpunkte hatte, hat mir das Lesen der „Keloria“-Dilogie viel Freude bereitet. Es ist einfach ein besonderer Fantasygenuss, was vor allem an den beiden tollen Autorinnen liegt. 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Fanny Bechert: Elesztrah 4. Dunst und Schimmer.

Details:
Seitenzahl: 454 seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 22. März 2019

Inhalt:
Nach dem Bruch mit Sedan scheint Fayoris ganze Welt zusammenzustürzen. Doch anstatt zu verzweifeln, hält sie an dem Einzigen fest, das noch für sie zählt: Lysannas Rettung. Immer tiefer gerät sie in den Strudel ihrer eigenen Gabe und schlägt einen Weg ein, der entweder mit der Befreiung ihrer Mutter enden wird oder mit ihrem eigenen Tod.
Gleichzeitig führt Sedan nicht nur einen Kampf gegen sich selbst, sondern auch gegen das Heer Elesztrahs. Um den Clan, der ihnen Zuflucht gewährt, vor der dunklen Fürstin zu beschützen, reift unter seiner Führung ein riskanter Plan heran, dessen Umsetzung mehr als nur ein Leben fordern wird.

Meine Meinung:
Fanny Bechert kann einfach toll schreiben, da müssen wir gar nicht drüber diskutieren. ? Auch Band 4 ihrer „Elesztrah“-Reihe ist sprachlich wieder super und es macht einfach wahnsinnige Freude es zu lesen.

In dem vierten Teil der Reihe ging es mir persönlich streckenweise etwas zu ruhig zu, wodurch sie die Handlung schon etwas gezogen hat. Aber das war gar nicht so schlimm – wisst ihr weshalb? Weil wir die Figuren und ihre Entwicklung hier so großartig miterleben können. Ich fand die Gefühlswelt und das Innenleben der Charaktere wunderbar dargestellt, sodass ich mich richtig in sie hineinversetzen konnte. Das liebe ich an einem Buch, denn Emotionen sind mir das Wichtigste an einer Geschichte.

Über die Handlung selbst verrate ich an dieser Stelle gar nicht so viel, denn das solltet ihr einfach selbst lesen. ? Ich will keine Spoiler aussprechen, was gerade nach dem letzten Band leicht passieren könnte.

Fazit:
Trotz ein bisschen langatmiger Passagen, konnte mich der vierte Band von „Elesztrah“ wieder begeistern. Gerade die Figuren sind hier so grandios dargestellt und man kann sich so toll in sie hineinversetzen, dass das Lesen ein wahres Vergnügen war. 8 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Tanja Heitmann: Stoneheaven.

Details:
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: ivi
Erschienen: 1. März 2019

Inhalt:
Mariella will bloß eins: Spaß haben. Nur ihre Familie will das nicht, da sie die Infantin der mächtigen Rosaliken ist. Nach einem Fehltritt landet sie in der Zitadelle Stoneheaven, wo der in Ungnade gefallene Nachwuchs geradegebogen werden soll. Für Mariella ist es die Hölle, alles muss erkämpft werden, sogar der Platz in ihrer Einheit, die aus dem von Schuldgefühlen zerfressenen Lyon, dem mental begabten Xiu, der Attentäterin Syke und dem unnahbaren Aidan besteht. Ausgerechnet letzterer weckt Mariellas Interesse, obwohl er einen schweren Verrat begangen hat. Aber als Mariella tatsächlich die Gelegenheit zur Flucht erhält, ist sie unsicher, ob sie noch aus Stoneheaven fort will. Vielleicht ist die Zitadelle ja doch die Chance, die sie braucht?

Meine Meinung:
Positiv an dem Buch war auf jeden Fall die Schlagfertigkeit der Figuren und die Grundidee der Handlung an sich. Eine Art Besserungsanstalt für magische Jugendliche? Das verspricht doch Spannung.
Man merkt euch deutlich, dass die Autorin definitiv gut schreiben kann, nur die Umsetzung war in meinen Augen nicht so gelungen.

Denn leider konnte mich das Buch nicht wirklich von sich überzeugen. Das lag vor allem daran, dass die Geschichte fast ausschließlich in Dialogen erzählt wird. Ich mag gute Dialoge und lese sie wirklich gern, aber NUR?! Nein, tut mir leid, das ist einfach nur anstrengend zu lesen. Ich wollte mehr über Mariella herausfinden, mehr an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben und einfach mal eine Szene beobachten dürfen ohne ständig dem Schlagabtausch der Figuren folgen zu müssen. Mich hat diese Tatsache leider so sehr genervt nach knapp hundert Seiten (bis dahin hatte ich noch die Hoffnung, es würde sich noch ändern), dass mir die Freude am Buch genommen wurde. Das ist so schade, weil die Autorin wie gesagt wirklich Talent hat und mir die Story an sich ganz gut gefallen hat. Aber dieses Übermaß an direkter Rede war einfach zu anstrengend.

Fazit:
Trotz Talent der Autorin und einer guten Grundidee konnte mich „Stoneheaven“ leider nicht wirklich von sich überzeugen. Die Handlung besteht fast nur aus Dialogen, was ich als unglaublich anstrengend empfunden habe. Wen das nicht stört, wird von diesem Buch sicherlich gut unterhalten werden. 5 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Annie Laine: Crown Prince. Zofen küsst man nicht.

Details:
Seitenzahl: 377 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 7. März 2019

Inhalt:
Für Caroline gibt es nichts Schöneres, als im königlichen Palast von Mitena zu leben, schließlich hat sie schon als Kind von nichts anderem geträumt. Als Zofe von Prinzessin Isabella geht sie völlig in ihrer Arbeit auf, zumal diese nicht nur eine Royal ist, sondern auch ihre beste Freundin. Alles könnte also perfekt sein, wäre da nicht Martin, der große Bruder von Isabella und der zukünftige König von Mitena. Obwohl sie weiß, dass seine Braut eine Adlige sein muss, kann Caroline nichts gegen ihr Herzklopfen tun, sobald sie dem attraktiven Kronprinzen auch nur begegnet. Und als dann auch noch beschlossen wird, dass sie als Zofe für Martin tätig sein soll, scheint ihre ganze Welt kopfzustehen…

Meine Meinung:
Das Buch ist wie einer dieser herrlich romantischen Liebesfilme, die einem zum Lächeln, Träumen und Seufzen bringen. Eine Art Cinderella-Geschichte, die einfach toll unterhält. Dazu kommen noch die teilweise herrlich verrückten Charaktere, die einem direkt ans Herz wachsen.

Der Sprachstil hat mir auch sehr gut gefallen. Er war bedacht, teilweise witzig und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgenommen. Die Handlung war nicht unglaublich überraschend, aber das musste sie auch gar nicht. Denn sie hat mir dieses Wohlgefühl vermittelt, das nicht viele Geschichten transportieren können. Manchmal hat sich die Handlung etwas gezogen oder auch im Kreis bewegt, aber ich habe das Buch dennoch sehr gern gelesen.

Ich muss ja leider gestehen, dass mir Martin anfangs so gar nicht sympathisch war. 😉 Deshalb fiel es mir zu Beginn auch schwer die Gefühle von der lieben und super sympathischen Caroline richtig nachvollziehen zu können. Doch allmählich bin ich warm geworden mit dem Kronprinzen und fand es schön wie er sein Verhalten verändert hat.

Fazit:
Ein wirklich zuckersüßes Buch, das die Leserherzen in Verzückung versetzt, inklusive kleiner Herzchenaugen. Die Geschichte hat einen großen Wohlfühlfaktor und hat mich trotz kleinerer Kritikpunkte wirklich super unterhalten. 8 lila Punkte


Sabine Schulter: Dark Age 1. Bedrohung.

Details:
Seitenzahl: 298 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 28. Februar 2019

Inhalt:
Die Welt, in der Liz lebt, ist düster und bedrohlich. Seit einst ein magisches Tor geöffnet wurde, gelangen immer wieder Schattenkräfte aus der Verbannung zu den Menschen und trachten ihnen nach dem Leben. Nur die Hauptstadt gilt als einigermaßen sicher. Hier will Liz von vorn anfangen: anderer Job, andere Wohnung, andere Menschen. Doch die erste Begegnung mit dem neuen Nachbarn geht gleich schief. Nick sieht zwar unverschämt gut aus, verhält sich aber abweisend. Trotzdem knistert es nach kurzer Zeit gehörig zwischen ihnen und Liz erfährt, dass Nick seine eigene Rolle im Kampf gegen die Schatten innehat, die sie ebenfalls mitzureißen droht…

Meine Meinung:
Wenn man sich auf eines verlassen kann, dann, dass man bei einem Buch, auf dem „Sabine Schulter“ steht, ein paar wundervolle Lesestunden geschenkt bekommt.

Auch „Dark Age“ besticht vor allem wieder mit dem ruhigen und gleichzeitig doch fesselnden Sprachstil, der typisch für die Autorin ist. Hier gibt es keine künstlichen Dramen (zum Glück!), sondern die Spannung wird auf scheinbar natürlichem Weg erzeugt.

Dazu kommen die Protagonisten, die authentisch und echt wirken und deren Beziehung zueinander sich so natürlich entwickelt, dass man richtig mitfühlt. Dazu kommt, dass ich sowohl Liz als auch Nick menschlich total mochte.

Und auch die Nebenfiguren sind wie immer bei der Autorin so toll gelungen. Sie haben Tiefe und sind richtig liebenswert. Es ist einfach klasse, dass nicht nur die Protagonisten begeistern, sondern auch alle anderen Charaktere. Das ist etwas, das nicht viele Autoren können.

Die Thematik ist auch höchst spannend, denn die Schattenwesen und die Dunklen bringen gehörig Spannung mit in die Geschichte. In Band 2 tauchen wir sicherlich noch mehr in diese Welt ein, die wir hier bereits ein wenig kennengelernt haben. Ich freue mich darauf, mehr darüber zu erfahren!

Fazit:
Ein wirklich tolles Buch, das durch den ruhigen und authentischen Erzählstil und die ebenso gelungenen Figuren einfach Spaß macht zu lesen. Bei Sabine Schulter kann man sich einfach immer auf qualitativ hochwertige Geschichten freuen. 9 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Maya Shepherd: Die Grimm Chroniken 12. Das Mondmädchen.

Details:
Seitenzahl: 184 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 5. April 2019

Inhalt:
Der Mond von Engelland war ein Mädchen, das jede Nacht sein schützendes Licht über die Menschen warf, ohne je ein Teil ihres Lebens zu sein. Besonders lagen ihr jene Kinder am Herzen, die vom Schicksal benachteiligt zu sein schienen, denn mit ihnen fühlte sie sich verbunden. Sie war ihre Freundin, die den Monstern unter den Betten und in den Schränken keine Chance gab, herauszukommen, solange sie ihr silbriges Licht in die Zimmer warf.
Es war eine Nacht wie unzählige zuvor, als das Mondmädchen zwischen den dunklen Bäumen des Finsterwaldes die kleine Gestalt eines Jungen entdeckte, der in größter Gefahr schwebte, und beschloss, zur Erde hinabzusteigen.

Meine Meinung:
Bei dieser – wie immer einfach nur grandiosen – Folge merkt man nun deutlich, dass wir uns dem großen Staffelfinale nähern. Die Ereignisse spitzen sich zu, verdichten sich und machen so unglaublich viel Lust auf mehr.

Das Highlight war für mich persönlich Julia. Ich finde sie einen wahnsinnig spannenden Charakter, vor allem, weil man bei ihr definitiv nicht weiß, woran man ist … Ich mag sie als Figur unfassbar gern, eben gerade weil sie nicht durchschaubar ist.
Aber auch das letzte Kapitel, in dem wir die Geschichte der Namensgeberin dieser Folge erfahren, hat es mir völlig angetan. Wie das wunderschöne Cover ist diese Geschichte mystisch, traurig-schön und einfach großartig.

Fazit:
Ich kann es wie immer nicht erwarten weiterzulesen. Einmal angefangen mit den Grimm Chroniken, verfällt man dem Zauber der Reihe mit jedem einzelnen Band noch mehr bis es zu einer regelrechten Sucht wird. Einfach nur grandios!


Jennifer L. Armentrout: Golden Dynasty 1.

Details:
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch
Erschienen: 1. Februar 2019

Inhalt:
Eine Familie, aufgebaut auf Sünden und Skandalen. Julia ist fassungslos, dass dieser berüchtigte Clan sie als Krankenschwester engagiert hat. Aber noch mehr schockiert sie, dass sie einen der Brüder bereits persönlich kennt. Sehr persönlich. Mit Lucian, dem jüngsten und wildesten Spross der Familie, hatte sie erst gestern eine heiße Nacht. Und er könnte ihr gefährlicher werden als alle Intrigen und dunklen Geheimnisse, in deren Strudel sie hinter den Toren des prächtigen Anwesens gerät …

Meine Meinung:
An sich war das ein wirklich gut geschriebenes und unterhaltsames Buch. Natürlich, denn Jennifer L. Armentrout kann einfach klasse schreiben – das ist inzwischen glaube ich hinlänglich bekannt. Sie vermittelt Emotionen super und man fühlt mit den Figuren mit.

Was mir persönlich jetzt nicht so gefallen hat, war einerseits das, was Lucian, anfangs mit Julia abgezogen hat. Ich finde es nicht okay, so mit Frauen umzuspringen und das hat mich ehrlich gesagt auch etwas wütend gemacht.
Dazu kam, dass für meinen ganz persönlichen Geschmack (!) zu viel Thrillerelemente mit hineingespielt haben. Das Genre ist so absolut gar nicht mein Fall und hat mir einfach nicht so zugesagt.

Doch trotzdem hat mich der erste Band von „Golden Dynasty“ gut unterhalten und mir auch gefallen. Es war jetzt vielleicht kein außergewöhnliches Highlight, aber ein schöner Roman für Zwischendurch, bei dem ich im Großen und Ganzen nicht viel zu kritiseren habe. 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


M. O’Keefe: Broken Darkness 2. So vollkommen.

Details:
Seitenzahl: 432 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erschienen: 19. Februar 2019

Inhalt:
Dylan und Annie
Ihre Beziehung begann mit geflüsterten Gesprächen im Dunkeln, ein Telefon die einzige Verbindung zwischen ihnen. Zärtliche Worte, sündige Versprechen. Zu viel, und doch zu wenig.
Angst und Begehren
Ihre Beziehung wurde echt mit dem ersten Treffen. Die gemeinsame Nacht war unvermeidbar. Verbunden durch unendliche Leidenschaft, getrennt durch gefährliche Geheimnisse.
Licht und Dunkel
Ihre Beziehung steht am Scheideweg. Alle Masken sind gefallen. Doch ist das eine Befreiung? Oder nur ein kurzer Moment im Licht, bevor ihre Vergangenheit sie wieder in die Dunkelheit zerrt?

Meine Meinung:
Mir hat der erste Band der Reihe ja ziemlich gut gefallen. Annies Weg zu sich selbst, wie sie Mut findet und ihren Weg geht. Die Telefongeschichte zwischen ihr und Dylan fand ich auch mal etwas anderes (auch wenn ich das Anfangsgespräch nicht so mitreißend fand), sodass ich das Buch gern gelesen habe.
Band 2 kann da leider in meinen Augen nicht mithalten. Denn hier habe ich irgendwie … mehr erwartet. Mehr Handlung, mehr Liebesgeschichte – und weniger Banden-Drogenkartell-Probleme. Ganz ehrlich? Ich habe den Roman aufgrund seiner Lovestory gelesen und nicht wegen der „polizeilichen“ Seite. Es ist einfach nicht so mein Ding, wenn ständig irgendwelche Schläger vor der Tür stehen usw. Aber das ist selbstverständlich Geschmackssache! Wer das gerne liest, der wird den Roman sicher noch besser finden als ich.

Die Liebesgeschichte war mir irgendwie nicht mehr spannend genug, muss ich leider sagen. Es war ein ständiges Hin und Her und im Prinzip sagen die beiden Protagonisten, aus deren Sicht wir die Geschichte abwechselnd erleben, immer wieder nur dasselbe. Ständig. Das war leider wirklich nervig und hat mich nicht gepackt. Auch die erotischen Szenen waren in meinen Augen irgendwie unnötig und nebensächlich. Für Annie war die Sexualität ja etwas sehr Entscheidendes, da sie darüber den Weg in die Freiheit und zu sich selbst gefunden hat – aber das fällt hier völlig unter den Teppich. Das Rohe war einfach nicht meins, weshalb ich diese Szenen auch leider nicht sonderlich gern gelesen habe.

Fazit:
Aufgrund der sich im Kreis drehenden Handlung und der zu sehr im Fokus stehenden Thematik der Bandenkämpfe konnte mich das Buch leider nicht so sehr von sich überzeugen wie der erste Band. 6 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)