Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Cat Dylan: Call it Magic 2. Feentanz.

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Details:
Seitenzahl: 392 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 28. April 2017

Inhalt:
Origami, Partys und gute Freunde: Das ist alles, was die 25-jährige Megan zu ihrem Glück braucht. Solange sie neben ihrem Job als Allround-Talent im eleganten Oceans Hotel noch genügend zum Feiern kommt, ist die Welt für sie in Ordnung. Sogar das plötzliche Liebesglück ihrer besten Freundin Eliza lässt sie nicht unbedingt neidisch, aber doch etwas beunruhigt zurück. Denn Elizas große Liebe ist ausgerechnet der beste Freund von Ash, dem verboten gutaussehenden Sonnyboy, der sich seit ihrer kurzen Affäre nie mehr bei Megan gemeldet hat. Dass Ash 110 Jahre alt ist und aus gutem Grund ihre Nähe meidet, kann Megan natürlich nicht wissen. So wenig wie sie wissen kann, dass auch sie nicht ganz so gewöhnlich ist und ihr Blut Ash daher besonders anzieht…

Meine Meinung:
Sprache:
Das Buch liest sich einfach super. Locker leicht und sehr flüssig. Dazu kommen die umwerfenden und unglaublich unterhaltsamen Dialoge zwischen den Figuren, die den ganzen Roman sehr bereichern und schlicht und ergreifend herrlich sind.

Auch die romantischen Szenen werden wunderbar beschrieben. Voller Gefühl und echten Emotionen. Gerade, wenn es richtig heiß wird, fügen sich die Szenen perfekt ins Geschehen ein und wirken kein bisschen aufgesetzt oder unpassend. Das finde ich immer einen wichtigen Aspekt, da die expliziten Darstellungen oftmals die ganze Handlung in ein eher ungünstiges Licht rücken.
Hier jedoch bereichern sie die Liebesgeschichte und machen sie erst rund.

Figuren:
Die Figuren sind einfach umwerfend – so kurz und knapp kann man das sagen. 😉 Sie sind jeder für sich einfach liebenswert, aber vor allem im Zusammenspiel entfalten sie ihren ganzen Charme.
Gerade die Männer unter sich sind einfach herrlich. Verschiedene Charaktere, die sich so wundervoll ergänzen und einen Weg in mein Herz gefunden haben.
Ich könnte spontan gar nicht sagen, welchen der Kerle ich am liebsten mag, sie sind alle ein Highlight.

Ganz toll sind auch die enge Freundschaft zwischen ihnen allen. Man spürt sie durch die Zeilen hindurch und wünscht sich nicht nur einmal, ein Teil davon sein zu können. 😉 Der Zusammenhalt und das, was man unter echter Freundschaft versteht, die fast schon an Familienbande grenzt, machen die „Call it Magic“-Reihe definitiv mit aus.

Handlung:
Es gibt auf jeden Fall einige sehr unvorhergesehene Wendungen, Überraschungen und Dinge, die man so nicht erwartet hätte.
Gerade die zweite Hälfte des Buchs hält auch jede Menge emotionaler Passagen bereit, die wirklich an die Substanz des Lesers gehen.
Ich will hier aber nicht zu viel verraten, weil das alles vorwegnehmen würde – und ich will euch nicht die Freude am Lesen nehmen.

Anfangs hätte ich mir vielleicht ein klein wenig mehr Spannung gewünscht, eine große Rahmenhandlung im Hintergrund, bei der man gemerkt hätte, dass man eine Spannngskurve nach oben steigt, um schließlich einen großen Knall zu erleben.
Aber das ist nicht allzu schlimm, denn trotzdem liest sich die Geschichte super und unterhält großartig.

Fazit:
Ein toll geschriebener Roman mit Figuren, die man lieben muss, und einer berührenden Handlung voller schöner Wendungen. Weil ich mir in der ersten Hälfte der Geschichte etwas mehr Spannung gewünscht hätte, gebe ich 8 lila Punkte und freue mich auf die Fortsetzung.


Natalie Luca: Von der Dunkelheit geliebt.

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Details:
Seitenzahl: 304 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 31. März 2017

Inhalt:
Seit ihrer Kindheit wird die 19-jährige Alexia von einem dunklen Schatten begleitet. Meist taucht er nur in ihren Träumen auf, doch manchmal erahnt sie seine Präsenz sogar im Alltag und ist kurz davor, an ihrem Verstand zu zweifeln. Bis sich der mysteriöse Schatten im Augenblick der größten Not plötzlich materialisiert und ihr nicht nur das Leben rettet, sondern sie auch in seine Welt mitnimmt. Erst dort soll Alexia erfahren, wer ihr dunkler Beschützer in Wirklichkeit ist und warum er ihr seit Jahrzehnten nicht von der Seite weicht…

Meine Meinung:
Grundsätzlich finde ich die Idee der Geschichte wirklich gut. Es gab auch tolle Wendungen und Verbindungen, die man so nicht wirklich hätte ahnen können.
Man könnte sagen, dass mir alles, das mit der Fantasy-Thematik zu tun hat, gefallen hat. Von diesem Aspekt her hat „Von der Dunkelheit geliebt“ einiges zu bieten und kann auch überzeugen.

Aber leider kommen wir jetzt zum großen ABER.
Denn auf der Gefühlsebene kam bei mir leider gar nichts an. Weder konnte ich irgendeine Art der Verbindung zu den Figuren aufbauen – obwohl wirklich Potential da gewesen wäre -, noch hatte ich das Gefühl, sie wirklich kennenzulernen. Es hat leider einfach die Tiefe gefehlt.

Auch als der Fantasyaspekt der Geschichte anfängt, war ich ziemlich enttäuscht. Alexias Reaktion auf die Enthüllungen ist eigentlich gar nicht vorhanden. Ich habe immer darauf gewartet, dass da noch irgendwas kommt, aber irgendwie … kam nicht wirklich was.

Das Ende kam mir leider auch etwas zu gewollt vor. Ich kann natürlich nicht zu viel verraten – wäre echt fies, oder? 😉 -, aber es hat sich für mich einfach nicht rund angefühlt. Zu konstruiert und … eben gewollt.
Das ist echt schwer zu beschreiben, ohne zu spoilern. 😉

Fazit:
Auch wenn die Handlung an sich wirklich großartig ist und auch der Schreibstil toll zu lesen, fehlt mir einfach die Tiefe und die Emotionalität. Man hätte etwas mehr aus der Geschichte rausholen können. 6,5 lila Punkte


Laura Kuhn: We could be heroes.

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Details:
Seitenzahl: 256 Seiten
Verlag: Impress/Carlsen
Erschienen: 24. März 2017 (TB)

Inhalt:
Der Umzug aufs Land kommt für Lou gerade recht. Denn seit sie ihre beste Freundin geküsst hat und von ihr zurückgewiesen wurde, weiß Lou gar nicht mehr, was los ist. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Schule die schöne und geheimnisvolle Elia und es ist, als hätte ein Blitz in ihrem Leben eingeschlagen. Lou fällt es nicht leicht, mit ihren Gefühlen umzugehen, doch sie will zu ihnen stehen – egal, was passiert.

Meine Meinung:
Ich muss erstmal vorweg nehmen, dass ich das Thema des Buchs liebe. Es ist toll, dass die Welt offen dafür wird, dass es mehr gibt als das klassische Mann-Frau-Paar. Ich finde es großartig, dass endlich auch Frau-Frau-Beziehungen normal werden und kein Tabu-Thema mehr sind.
Allein dafür gibt es einige Pluspunkte für „We could be heroes“.

Sprache:
Im Grunde finde ich den Sprachstil wirklich schön. Es gibt ein paar wunderschöne Passagen, die ich umwerfend zu lesen fand und die mir auch im Gedächtnis geblieben sind.
Auch an sich lässt sich die Geschichte leicht und flüssig lesen, was auf jeden Fall positiv ist.

Figuren und Handlung:
Leider konnte mich die Umsetzung nicht so ganz überzeugen. Auch wenn die Story an sich echt süß war, hat sie sehr, sehr lange gedauert bis sie etwas in Fahrt kam. Gerade der Anfang war für mich ziemlich zäh. Es war eine nette Beschreibung des Lebens eines Teenagers, die sich in ein neues Leben einfinden muss plus ein paar Liebeswirren und einer schönen Familiengeschichte.
Aber irgendwie war er das meiner Meinung nach schon, was die Handlung angeht.

Mir hat an den meisten Stellen leider die Spannung gefehlt und auch wenn es wirklich ganz nett war, Lous Leben eine Weile zu folgen, so war es mir doch zu langatmig.
Sehr schade, man hätte mehr aus der Geschichte rausholen können – vor allem, weil die Autorin wirklich Talent hat.

Fazit:
Eine schöne Idee, aber leider eine eher mittelmäßige Umsetzung, die für mich etwas zäh war. Trotz allem merkt man, dass Laura Kuhn großes Talent zum Schreiben hat und ich bin gespannt, was sie aus ihrem nächsten Buch machen wird, das mich hoffentlich mehr fesseln kann als dieses. 6 lila Punkte


Sabine Schulter: Melody of Eden 3. Blutrache.

Melody of Eden 3

Details:
Seitenzahl: 390 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 28. April 2017

Inhalt:
Rufus‘ Rachedurst ist nicht zu stillen. Das bekommt vor allem Eden zu spüren, der nach Melodys Verschwinden alle Hoffnung aufgegeben hat. Daher zieht er gemeinsam mit seinem Rudel los, um in den unsäglichen Gängen der Kanalisation endlich das Nest der Wilden zu finden. Doch durch die Trauer um seine geliebte Blutgefährtin beginnt Eden mehr und mehr die Kontrolle über seinen Berserker zu verlieren. Sogar sein Rudel kann ihn kaum noch vor sich selbst schützen. Völlig blind vor Hass hat er nur noch eines im Sinn: Rufus endlich zur Strecke zu bringen – koste es, was es wolle. Denn ein Leben ohne Melody ist für Eden einfach unvorstellbar…

Meine Meinung:
Sprachstil:
Wie auch schon in den vorhergehenden Bänden der Reihe liebe ich die tiefe Ruhe, die vom Schreibstil ausgeht. Und trotzdem gibt es neben den dem ruhigen Grundton auch spannende Szenen, die auf keinen Fall zu kurz kommen. Romantik, die den Leser wirklich berührt ohne kitschig zu wirken, sowie witzige und richtig humorvolle Stellen gibt es ebenfalls in Hülle und Fülle in diesem dritten Teil.
Kurz zusammengefasst: Der Sprachstil ist einfach wundervoll zu lesen.

Figuren:
Nach wie vor ist es so, dass die Figuren so toll gestaltet sind, dass man sie zwangsläufig ins Herz schließt. Sie wirken einfach so echt, authentisch und wie reale lebende Menschen/Vampire und kein bisschen künstlich oder erzwungen.
Man hat das Gefühl, man erlebt ein Abenteuer mit Freunden und liest nicht einfach nur ein Buch.

Edens Entwicklung über die drei Bände hinweg finde ich wundervoll beschrieben. Weil es nicht sprunghaft geschieht, sondern nach und nach. Er entwickelt sich langsam weiter und wird sogar immer noch liebenswerter – obwohl ich ihn von Anfang an so furchtbar gern hatte, finde ich ihn jetzt am Ende der Trilogie sogar noch toller.

Ein wahres Highlight ist neben den beiden tollen Protagonisten auf jeden Fall Rich. Hach, der Mann ist einfach ein Unikat und seine Sprüche sind der Hammer. Ich wünsche mir wirklich von Herzen ein Spin-Off, in dem Rich eine Rolle spielt. *Wink mit dem Zaunpfahl* 😉

Handlung:
Ich möchte nach dem großen Cliffhanger von Band 2 nicht allzu viel vorweg nehmen, was die Handlung angeht. Der war ja schon ziemlich fies. 😉
Nur so viel: Fragen werden beantwortet, es gibt viele spannende Szenen und auch diejenigen, die nicht nur auf Romantik stehen, kommen auf ihre Kosten.

Auch fand ich es wirklich schön, dass der Fokus nicht nur auf dem Hauptstrang lag, sondern auch andere, kleinere Nebenaspekte eine Rolle gespielt haben. Dadurch wirkt die Handlung einfach runder, echter und es macht sogar noch mehr Freude es zu lesen.

Fazit:
Das Finale der „Melody of Eden“-Trilogie überzeugt wieder mit der gewohnten Mischung aus tollem Schreibstil, wundervoll authentischen Figuren und einer Handlung, die den Leser am Ende rundum zufrieden zurücklässt. Bis auf eine Sache: Wann gibt es mehr aus der Welt der klischeefreien Vampire? 9 lila Punkte


Amy Ewing: Das Juwel 3. Der Schwarze Schlüssel.

Das Juwel 3

Details:
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: FJB
Erschienen: 27. April 2017

Inhalt:
Violet und der Geheimbund Der Schwarze Schlüssel bereiten einen Angriff auf den Adel vor, und Violet soll eine zentrale Rolle dabei spielen. Sie muss die jungen Frauen anführen, die die Auktion manipulieren und die Mauern der Einzigen Stadt zum Einstürzen bringen sollen. Doch Violet ist hin- und hergerissen. Ihre Schwester Hazel ist im Palast der Herzogin vom See gefangen. Um ihre Schwester zu retten, muss sie ihre Freunde und die gute Sache im Stich lassen und in das Juwel zurückkehren.

Meine Meinung:
Ich muss vorweg nehmen, dass ich die ersten beiden Bände dieser Trilogie geliebt habe. Ich fand sie spannend, toll und einfach fesselnd. Man konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Ob das beim Finale auch so war, erzähle ich euch im Folgenden.

Sprache:
Wie auch schon in den ersten beiden Teilen der Reihe, ist auch dieser hier super geschrieben. Der Erzählstil ist einfach klasse und es macht wahnsinnig viel Freude, ihm zu folgen.

Figuren:
Violet gefällt mir nach wie vor sehr gut. Ich mag sie einfach, ihre Stärke und vor allem ihre Entwicklung. Hier im letzten Band fand ich ihre Handlungen allerdings nicht immer so ganz nachvollziehbar. Sie wirkt auf mich gerade am Anfang irgendwie sprunghaft und ich konnte sie nicht immer ganz verstehen.

Dazu kommt, dass gerade Figuren wie Ash oder Raven viel zu kurz kamen für meinen Geschmack. Ash kommt so gut wie gar nicht vor und das fand ich wahnsinnig enttäuschend.
Andere Charaktere, wie z.B. Coral, hingegen fand ich gut beschrieben und habe mich gefreut, sie kennenzulernen.

Handlung:
Das große Finale der Trilogie – da sind die Erwartungen entsprechend hoch.
Nur leider war ich ein wenig enttäuscht. Die Geschichte war schon gut, keine Frage. Aber ich hätte mir für eine so tolle Reihe einfach ein etwas … größeres Finale gewünscht. Teilweise gab es Passagen, die mir etwas zäh und langatmig vorkamen, obwohl die Handlung doch eigentlich richtig spannend hätte sein müssen.

Es gab natürlich einige actiongeladene Szenen und oft auch die spannende Atmosphäre, die ich in den ersten beiden Bänden so geliebt habe. Doch hier zieht sich das leider nicht durch das ganze Buch. Man hätte vielleicht etwas mehr rausholen können, da die Geschichte das durchaus hergegeben hätte.

Auch war ich schwer enttäuscht von der Liebesgeschichte. Wie oben bereits erwähnt, kommt Ash kaum vor und damit auch kaum irgendeine Form von Romantik. Das Buch soll natürlich keine reine Romanze sein, aber etwas mehr hätte ich mir einfach erhofft. Gerade vom finalen Band.

Das Ende war zwar spannend, aber auch hier gilt: Mehr wäre mehr gewesen. Ich war ehrlich gesagt schon ein wenig enttäuscht, weil mir alles zu schnell ging am Ende. Und es bleiben ziemlich viele Fragen offen.

Ich gebe zu, meine Rezension klingt eher negativ. Das liegt vermutlich einfach daran, da meine Erwartungen nach den grandiosen zwei ersten Teilen so hoch waren und ich mir ein fulminantes Finale gewünscht habe.
Doch trotz meiner Kritik ist auch der Abschluss der „Das Juwel“-Reihe insgesamt gut und hat mich gut unterhalten. Er hätte nur einfach besser sein können und reicht nicht an die Vorgänger ran.
Schade…

Fazit:
Trotz gleichbleibend super Sprachstil war ich im Finale etwas von den Figuren – oder deren Nichtauftritt – und der teilweise etwas zähen Handlung enttäuscht. An die klasse Vorgängerbände kommt der Abschluss leider nicht ran, auch wenn er insgesamt durchaus gut ist. 8 lila Punkte


Jasmin Romana Welsch: Love and Laugh Quickie. Luca.

Details:
Seitenzahl: 150 Seiten
Verlag: Self Publishing
Erschienen: 28. April 2017

Inhalt:
Mein Name ist Luca – na ja, eigentlich nicht, aber darauf kommen wir noch zu sprechen. Ich studiere Jura im zweiten Semester und ich bin verdammt gut. Ich weiß, was jetzt kommt: „Buhu, was für ein arroganter Vollpfosten“, aber die Juristerei liegt mir eben. Würde ich Astrophysik studieren, hätte ich zugegeben, dass ich weitgehend planlos an die Tafel starre. Da wären wir schon beim nächsten Thema: Ich bin meistens schonungslos ehrlich. Frauen stehen darauf – zumindest, wenn man ein Six-Pack und ein hübsches Gesicht hat. Der Sex ist nie zu kurz gekommen, aber diese Sache mit dem plötzlichen Wunsch nach mehr als einem Quickie macht mir etwas zu schaffen. Das wird trotzdem keine Liebesgeschichte, zumindest größtenteils nicht. Ein wenig romantisch ist es schon, aber das war nicht geplant.
Im Grunde ist es sowas wie ein Urlaubs-Road-Trip mit meinem besten Freund, der die meiste Zeit über einen Soziopathen mimt. Da ist dann dieses Mädchen und noch eines und ein anderes Mädchen und eine davon bricht mir am Ende das Herz. Verzeihung: Spoiler-Alarm!
Ach, wegen der Sache mit dem Namen: Das Mädchen, das mir im zweiten Kapitel eine scheuert, lüftet das etwas peinliche Geheimnis.

Meine Meinung:
Die Warnung zu Beginn des Buchs vor mehr oder weniger schlechten Witzen ist definitiv angebracht. Wobei man das „schlecht“ hier einfach getrost streichen kann.
Meine Güte, dieser Humor! Ich weiß, ich weiß, ich wiederhole mich in jeder Rezension zu der „Be with us“-Reihe, aber es muss sein. Ich muss einfach jedes Mal wieder betonen, wie absolut genial und unnachahmlich super der Humor von Jasmin Romana Welsch ist.
Das Buch sprüht nur so vor Witz und die Sprüche darin sind einfach einmalig.

Dazu kommen grandiose Charaktere, die man genialer gar nicht hätte erschaffen können. Sie sind sowas von unperfekt, dass es einfach … na ja, perfekt ist. Verhaltensgestört trifft es eigentlich ganz gut. Aber genau das macht Luca und auch David einfach unfassbar liebenswert.
Was eigentlich im echten Leben ein absolutes No-Go ist, funktioniert in diesem Roman einfach hervorragend. Man liebt die Figuren einfach, obwohl sie sich teilweise echt … krass aufführen. Und das zu schaffen ist ein Meisterwerk der Autorin.
Glatte und perfekte Figuren kann jeder erschaffen und liebenswert darstellen – aber total verkorkste Typen? Also das ist definitiv eine unglaubliche Leistung.

Fans von erotischen Szenen kommen hier auch wieder auf ihre Kosten, denn sie sind wieder heiß und zahlreich. 😉 Sex spielt im Leben der Löwensteins-Jungs und Luca einfach eine große Rolle, das kann man nicht leugnen.
Hier lege ich wieder keine Wertung rein, denn es ist jedem selbst überlassen, ob er das mag oder nicht.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Bitte schneller schreiben, liebe Jasmin, denn wir wollen alle so bald wie möglich mehr aus dem „Be with us“-Universum.

Fazit:
Einmalig genialer Humor, umwerfende Charaktere, die einfach so völlig anders sind als der Standard und gerade deshalb so liebenswert. Eine unglaublich talentierte Autorin und ein unglaublich tolles Buch. So einfach ist das. Mehr davon!!! 10 lila Punkte


Alia Cruz: Isle of Gods. Die Kinder von Atlantis.

Isle of Gods

Details:
Seitenzahl: 263 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 6. April 2017

Inhalt:
Um sich selbst vor dem Aussterben zu bewahren, entsandten die griechischen Götter einst fünf direkte Nachkommen auf die versunkene Insel Atlantis. Dort sollten sie bis zu ihrem Erwachsenenalter ein behütetes Leben führen, um sich nach dem Eintreten ihrer göttlichen Fähigkeiten mit den Stärksten der Insel zu paaren und Kinder zu gebären. So lautet die Legende, die Isabel ein Leben lang begleitet hat. Sie ist eine der fünf Auserwählten, nun fast volljährig und immer noch ohne göttliche Eigenschaften. Sie lebt in Luxus und Überfluss, während die anderen Jugendlichen der Insel in Arenakämpfen ums Überleben und um die Hand eines der Götterkinder ringen. Darunter auch der momentane Champion Quinn, der nichts von der Legende hält…

Meine Meinung:
Sprache:
„Isle of Gods“ ist wirklich schön geschrieben. Es liest sich sehr flüssig und man fliegt geradezu durch die Seiten. Leicht zu lesen und dabei doch spannend.
Leider hat mir die Emotionalität und die Tiefe etwas gefehlt, weshalb ich mich nicht völlig auf das Buch einlassen konnte. Mehr dazu unter dem Punkt „Figuren und Handlung“.

Figuren und Handlung:
Die Idee der Geschichte ist wirklich toll. Geschichten rund um Götter – vor allem wenn dann auch noch alle zusammenkommen – sind immer sehr interessant und das Konzept hinter diesem Roman erst recht. Eine Insel voll von Nachfahren der Götter und Kriegern, die um sie kämpfen müssen? Klingt wie eine Mischung aus „Die Tribute von Panem“ und Mythologie.

Auch die Umsetzung hat mir ziemlich gut gefallen, allerdings muss ich sagen, dass ich hier leider Abstriche machen muss. Denn so gut die Grundidee auch war, mich konnte gerade die Liebesgeschichte nicht überzeugen. Leider kamen bei mir keine Emotionen an, da ich die Tiefe und die inneren Gefühle der Figuren vermisst habe. Zwar wird gesagt, was die Charaktere fühlen, aber es wird leider nicht rübergebracht.
Oft ging es zwischen den beiden Love-Interests einfach zu schnell und wieder gab es hier dasselbe Problem wie auch schon bei den Emotionen. Dem Leser wird gesagt, was er denken soll, was passiert und was sich zwischen den Figuren entwickelt. Aber wieder ist hier das Fühlen das Problem.

Es gibt schöne Wendungen, die mich auf jeden Fall gut unterhalten haben und bis auf die eben geschilderte Sache fand ich „Isle of Gods“ wirklich gut.

Fazit:
Trotz fehlender Emotionalität kann der Roman mit einer tollen Geschichte überzeugen. 7 lila Punkte


Susanne Mischke: Don’t kiss Ray.

Dont kiss ray

Details:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: dtv
Erschienen: 7. April 2017

Inhalt:
Am Waffelstand eines Musikfestivals lernen Jill und Ray sich kennen und zwischen ihnen funkt es sofort. Leider fällt das verabredete Date einem Gewittersturm zum Opfer und Jill stellt sich darauf ein, dass sie Ray nie wiedersehen wird – nur um später, beim Konzert der Nachwuchsband „Broken Biscuits“, aus allen Wolken zu fallen: Der Leadsänger der Band, dessen Poster (nicht nur) die Wand ihrer besten Freundin schmückt, ist kein anderer als Ray! Und damit nicht genug: „Hallo, Mädchen mit der Puderzuckernase, falls du da bist … Tut mir leid, dass es vorhin nicht geklappt hat. Versuchen wir es morgen noch mal?“, ruft er ins Publikum. Und handelt sich und Jill ungeahnte Probleme ein: Nicht nur, weil Ray laut Vertrag keine Freundin haben darf, sondern vor allem, weil ein fanatischer Fan die beiden fotografiert hat und im Netz eine wahre Hetzjagd lostritt. Jill und Ray müssen sich trennen, bevor ihre Beziehung richtig begonnen hat, doch vergessen können sie sich nicht …

Meine Meinung:
Wer Lust auf ein locker-leichtes Buch mit einer wirklich super süßen Geschichte hat, der ist hier genau richtig.
Welches Mädchen in Teenagerjahren hat denn nicht davon geträumt, das Herz des beliebten Sängers einer Band zu gewinnen? Der Songs für einen schreibt, der einen auswählt unter Tausenden von anderen Mädchen.
Genau das greift „Don’t kiss Ray“ auf und spinnt es weiter.
Denn bei so etwas gibt es ganz schön viele Konsequenzen. Beispielsweise der Hass aller anderen weiblichen Fans – und auch das wird hier toll gezeigt.

Es wird mit den Klischees gespielt, die einem zwangsläufig in den Kopf kommen, wenn man an Boybands usw. denkt. Es wird mit den Wünschen und Sehnsüchten gespielt, die wir vielleicht auch im Erwachsenenalter noch haben – wer will denn nicht den Leadsänger einer tollen Band für sich gewinnen? 😀 Und genau das macht das Buch in meinen Augen besonders. Weil es das ausspricht, das wir uns vielleicht alle schon einmal vorgestellt haben.

Ich hätte mir ein bisschen mehr Tiefe für die Figuren gewünscht und gerade das Kennenlernen von Ray und Jill hätte ich mir etwas spektakulärer und besonderer vorgestellt. Aber es kann natürlich sein, dass ich als Zielpublikum etwas zu alt bin und andere Ansprüche habe.

Das Buch hält in meinen Augen auf jeden Fall das, was das zuckersüße und wirklich tolle Cover verspricht.

Fazit:
Ein wirklich super süßes Buch über die erste Liebe und den heimlichen Traum eines jedes Teenies, das Herz eines echten Rockstars zu gewinnen. 😉 Gerade für jüngere Leserinnen ist „Don’t kiss Ray“ auf jeden Fall zu empfehlen. 7 lila Punkte


K. Bromberg: Driven 1. Verführt.

Driven Verfuehrt von K Bromberg

Details:
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 12. Januar 2015

Inhalt:
Als Rylee bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung Leute um Spenden für einen guten Zweck bittet, platzt auf einmal der blendend aussehende, aber seltsam gefühlskalte Colton Donovan in ihr Leben. Er ist ein waschechter Playboy, draufgängerischer Rennfahrer und hat Familie in Hollywood – kein Wunder, dass die Frauen ihm reihenweise zu Füßen liegen. Doch Colton hat ab diesem Tag nur noch Augen für Rylee. Er will sie erobern, und bald beginnt er ein gefährliches Spiel der Verführung mit ihr.

Meine Meinung:
Ich finde, das Buch ist super geschrieben. Der Schreibstil ist toll zu lesen, locker leicht und sehr flüssig. Ich hatte keinerlei Probleme in das Buch rein zu kommen und auch während des Lesens hat mich der Erzählstil immer bei der Stange gehalten.

Wer auf romantische Bücher mit heißen Szenen steht, kommt hier auf seine Kosten. Gerade letzteres macht das Buch aus und verleiht ihm die gewisse Portion … Würze. 😉

Die Handlung dagegen kam mir teilweise schon sehr klischeehaft vor. Man hatte das Gefühl, dass man alles schon kennt und schon so ziemlich alle gängigen und momentan beliebten Figurentypen vorkommen. Reicher Bad Boy, Frau, die sich ziert – na ja, man kann sich ja denken, wohin das führt. 😉
Wer diese Art von Romanen gern mag, wird „Driven“ auf jeden Fall gut finden, denn wie gesagt ist es wirklich super geschrieben und gehört definitiv zu den besseren Geschichten dieser Art.

Fazit:
Insgesamt ist der erste Band der „Driven“-Reihe auf jeden Fall ein gutes Buch. Mir persönlich war es vielleicht etwas zu klischeehaft und zu viel Bad Boy – aber trotz allem konnte es mich gut unterhalten. Fans von romantischen Romanen dieser Art werden es definitiv lieben. 6 lila Punkte


Sylvia Steele: Raven’s Blood. Pechschwarze Schwingen.

Ravens blood

Details:
Seitenzahl: 355 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 28. April 2017

Inhalt:
Seitdem die 21-jährige Alexa Schwester und Mutter durch einen Autounfall verloren hat, scheint ihr der Boden unter den Füßen wie weggerissen. Erst mit Hilfe ihres Onkels kann sie wieder so etwas wie Glück empfinden. Doch dann taucht ausgerechnet Jake auf – der Mann, mit dem alles angefangen hat und der nicht nur Alexas alte Gefühle, sondern auch die vergangenen Ereignisse wieder aufleben lässt. Alexa weiß nicht, ob sie Jake noch einmal vertrauen kann, und auch der mysteriöse Rabe, dem sie seit seiner Ankunft immer wieder begegnet, wirft bei ihr weitere Fragen auf. Der Ruf des Raben wird es aber schließlich sein, der Alexas Schicksal offenbart und eine Macht hervorruft, die tief verborgen in ihr schlummert…

Meine Meinung:
Was mich am meisten an „Raven’s Blood“ überzeugt hat, ist eindeutig das umwerfende Talent der Autorin für Emotionen. Gerade die erste Hälfte des Buchs hat mich tief berührt und wirklich beeindruckt. Die Tiefe, Authentizität und Ehrlichkeit der Gefühle, die hier transportiert werden und direkt ins Herz des Lesers treffen, sind einfach unglaublich.

In der zweiten Hälfte des Buches verschiebt sich der Fokus ziemlich. Weg von der umwerfenden und herzzerreißenden Liebesgeschichte und hin zu … na ja, das verrate ich euch nicht. Ich will euch ja nicht spoilern. 😉 Auf jeden Fall wird es jetzt spannend und sehr Fantasy-lastig.
Auch dieser zweite Teil der Handlung konnte mich auf jeden Fall sehr von sich überzeugen und bringt jede Menge Spannung und Action mit rein.

Allerdings hat Alexa teilweise alles zu schnell akzeptiert und hingenommen für meinen Geschmack. Das und die Tatsache, dass ich mir gern noch mehr der wundervollen emotionalen Szenen gewünscht hätte, sind aber auch die einzigen Dinge, die ich an „Raven’s Blood“ bemängeln könnte. Wobei „bemängeln“ hier definitiv nicht das richtige Wort ist, da die Anmerkungen eigentlich kaum ins Gewicht fallen.

Fazit:
Die Mischung aus echten Gefühlen und den überraschenden und für mich tollen mystischen Elementen, ergibt am Ende ein wirklich wundervolles Buch, das man einfach lieben muss. 9 lila Punkte