Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Maya Shepherd: Die Grimm Chroniken 9. Die verbotene Farbe.

Details:
Seitenzahl: 131 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 11. Januar 2019

Inhalt:
Samt eines kühlen Lufthauchs trat eine Gestalt in einem roten Umhang ein. Sie streifte sich die Kapuze vom Kopf und zum Vorschein kam ein etwa sechzehnjähriges Mädchen. In gewisser Weise wirkte sie wie eine ältere und taffere Version von Rotkäppchen, nur dass sie außer eines Korbes mit Wein und Kuchen auch noch eine große, scharfe Sense bei sich trug.

Meine Meinung:
Wie immer glänzt das Buch mit der grandiosen düsteren Stimmung, die die Autorin unglaublich stark vermitteln kann. Aber das ist beim mittlerweile 9. Band ja nichts Neues mehr für euch. Es ist einfach so unglaublich gut!

In dieser Folge hat mich vor allem Simonja beeindruckt. Sie ist stark und mutig – und von ihr werden wir sicherlich noch viel hören. Ihre Geschichte hat mir sehr gut gefallen sowie sie als Figur. Ich finde es wirklich klasse, wie die Autorin es geschafft hat, hier einen weiteren so wundervollen Charakter zu beschreiben, der einem wie so viele immer mehr ans Herz wächst.

Auch Maggy treffen wir wieder und sie nimmt uns mit auf eine abenteuerliche Reise. Ich war wie so oft bei den „Grimm Chroniken“ auch hier absolut begeistert und beeindruckt, wie unglaublich durchdacht diese ganze Geschichte ist. Dinge und Handlungsstränge werden miteinander verknüpft wie man sie nie vermutet hätte – und wie sie doch absolut logisch erscheinen. Wie Maya Shepherd sich alles bis ins kleinste Detail überlegt hat, haut mich einfach um.
Was wohl noch alles kommen wird?

Fazit:
Eine großartige Fortsetzung der düster-märchenhaften Reihe, die mich mit ihren überraschenden Zusammenhängen wie immer absolut überzeugen konnte. Meine absolute Lieblingsbuchreihe!


Bianca Iosivoni: Der letzte erste Song. (Firsts – Reihe 4)

Details:
Seitenzahl: 450 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 30. November 2018

Inhalt:
Ich werde nie wieder singen. Dieses Versprechen hat sich Grace vor langer Zeit gegeben. Doch als Masons Band eine Sängerin sucht, lässt sie sich dazu überreden mitzumachen. Allerdings ist sie nicht auf das Prickeln vorbereitet, das sie plötzlich in Masons Nähe spürt – und auch nicht auf die Erkenntnis, dass sich hinter seinen vorlauten Sprüchen viel mehr verbirgt, als es den Anschein macht. Mit ihm gemeinsam Songs zu schreiben, fühlt sich richtiger an als alles andere. Aber Grace weiß, dass sie nie mehr als Freunde sein können. Denn Masons Herz gehört einer anderen …

Meine Meinung:
Ich glaube, es ist ein sehr gutes Zeichen, wenn ich am Ende der Reihe wirklich traurig bin, oder? Ich will einfach noch nicht, dass es vorbei ist!!! Ich habe die Bände der „Firsts“-Reihe so unglaublich gern gelesen, auch wenn mich der dritte nicht so ganz überzeugen konnte. Dennoch liebe ich jeden einzelnen der Charaktere, liebe das Setting und vor allem das Gefühl, das die Bücher vermitteln. Als wäre man selbst ein Teil der Gruppe um Mason, Grace, Emery, Dylan und allen anderen. Es fühlt sich inzwischen so vertraut an, mit ihnen mitzufiebern und „Zeit zu verbringen“, dass ich gerade ehrlich richtig traurig bin, dass es endgültig vorbei sein soll. Ja, natürlich werde ich die Reihe irgendwann noch einmal lesen – das steht außer Frage! -, aber es wird wohl keine neuen Geschichten mehr von ihnen geben.

Auch im Abschlussband haben mich vor allem wieder die grandios ausgearbeiteten Figuren völlig überzeugt. Mason und Grace sind einfach tolle Charaktere, die nicht perfekt und ohne Makel daher kommen, sondern einfach echt und authentisch wirken, weil sie eben nicht ohne Fehler sind. Sie haben ihre Problemen und Sorgen, was sie so menschlich und sympathisch macht.

Geschrieben ist das Buch wieder einmal phänomenal gut. Da müssen wir nicht drüber reden, denn wer Band 4 der Reihe liest, kennt auch die Vorgänger und hat schon längst gemerkt, dass Bianca Iosivoni zu den besten New Adult-Autoren in Deutschland gehört. Zumindest ist das meine Meinung. Ich liebe es einfach, ihre Romane zu verschlingen und inzwischen ist es ehrlich schon so, dass ich mir den Klappentext bei ihren Büchern gar nicht mehr durchlese. Steht ihr Name darauf, wird es verschlungen. Ganz einfach und bisher wurde ich nie enttäuscht.

Bei der Handlung hat mir so gut gefallen, dass hier nichts überstürzt oder übertrieben künstlich aufgebauscht wird. Meiner Ansicht nach hat alles so natürlich gewirkt, als könnte es sich tatsächlich so ereignen. Auch die Liebesgeschichte entwickelt sich ganz langsam und genau deshalb ist sie so wundervoll. Ich bin wirklich begeistert!

Ja, die Auflösung gegen Ende hätte ich mir ein wenig anders gewünscht, weil sie mir etwas zu einfach vorkam, aber das ist okay. Denn der Rest dieses tollen Buches hat mich so von sich überzeugt, dass ich darüber getrost hinwegsehen kann.

Fazit:
Der wunderschöne Abschluss einer einfach großartigen New Adult-Reihe, die mich begeistert hat. Vor allem die langsame und authentische Entwicklung der Figuren und der Handlung, sowie der grandiose Sprachstil konnten mich richtig überzeugen. Ich bin ein großer Fan der Autorin und kann es kaum erwarten mehr von ihr zu lesen.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Aurelia L. Night: Fabula Magicae 1. Der Ruf der Bücherwelt.

Details:
Seitenzahl: 347 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 3. Januar 2019

Inhalt:
Für die 16-jährige Mia bricht eine Welt zusammen, als ihr geliebter Großvater plötzlich verstirbt. Doch als ihr sein Vermächtnis überreicht wird, ist sie sofort fasziniert: ein scheinbar uraltes Buch, von dem ein unwiderstehlicher Sog ausgeht, dem sie sich nicht entziehen kann. Als Mia es aufschlägt, geschieht das Unvorstellbare. Sie landet mitten in einer unbekannten Welt voller Magie. Umgeben von Nymphen, Nixen und Elfen, die ihr nach dem Leben trachten, beginnt für die junge Frau ein Kampf ums Überleben. Einziger Lichtblick ist der geheimnisvolle Jäger Liam, der ihr zur Seite steht und sie endlich wieder zum Lachen bringt…

Meine Meinung:
Meine erste Frage nach dem Lesen: wie kann ich in diese tolle Welt reisen? Denn ganz ehrlich, das Setting mit seinen märchenhaften und magischen Elementen hat es mir total angetan. Ich finde den Ideenreichtum der Autorin wirklich wunderbar und bin so gern mit Mia gereist und habe diese besondere Welt erkundet. Auch wenn hier nicht alles nur schön und friedlich ist – das ist vermutlich nirgends so leider -, gibt es so viele Ecken und Wesen, die ich unheimlich gern mit eigenen Augen sehen würde. Also bei einer geführten Reise wäre ich dabei. 😉

Auch geschrieben ist der erste Band dieser Dilogie wirklich toll. Ich kenne so gut wie alles von Aurelia L. Night und finde ihren Schreibstil einfach klasse. Er ist einnehmend, fesselnd, witzig, schlagfertig und nimmt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite mit. Es macht einfach Freude die Geschichten der Autorin zu lesen.

Zur Handlung wird wieder einmal nicht allzu viel verraten an der Stelle, da ich euch nicht aus versehen spoilern möchte. Das Wichtigste lest ihr beim Klappentext und der Rest – tja, lasst euch einfach auf dieses magische Abenteuer ein und erlebt es selbst.

Fazit:
Ein tolles Buch, das vor allem mit dem gewohnt tollen Sprachstil und dem wundervollen Worldbuilding überzeugen kann. Auf den Leser wartet eine magische Reise voller Abenteuer und Gefahren – von mir eine klare Leseempfehlung!

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Rose Snow: 19. Das dritte Buch der magischen Angst.

Details:
Seitenzahl: 274 Seiten
Verlag: Selfpublishing
Erschienen: 23. Dezember 2018

Inhalt:
Der Schock über Ryans Verrat sitzt tief. Die WG hat ihr Notfallquartier bezogen und muss nun hilflos mitansehen, wie Chons in New York sein Unwesen treibt. Aber der ägyptische Gott verfolgt ein noch viel größeres Ziel – ein Ziel, das die ganze Welt in Gefahr bringt. Bei dem Versuch, ihn zu stoppen, setzen Widney und ihre Freunde nicht nur ihr Leben aufs Spiel, sondern auch das der Menschen, die sie lieben …

Meine Meinung:
Meine Nerven. 😱
Hilfe, war dieses Buch vielleicht spannend! Es war schlichtweg nicht möglich es weg zu legen, weil man es am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Es gab jede Menge unvorhergesehene Wendungen, überraschte Ereignisse und man konnte sich bis zuletzt eigentlich nicht sicher sein wie die Geschichte ausgehen wird. Da haben Rose Snow mit ihrer genialen Art des Erzählens etwas wirklich Wunderbares geschaffen!

Irgendwie ging mir teilweise alles aber ein wenig zu schnell und ich hätte mir ein paar mehr ruhige Passagen gewünscht, in denen das Zwischenmenschliche noch mehr im Vordergrund steht. Aber – wie immer bei Rose Snow – handelt es sich wieder einmal um Kritik auf ganz hohem Niveau. 😉

Fazit:
Ein unglaublich spannender und actiongeladener Abschluss der Reihe, bei dem ich mir vielleicht noch mehr ruhigere Abschnitte gewünscht hätte. Doch dieses Finale und die ganze Reihe sind einfach genial und mitreißend, sodass ich darüber hinweg sehen kann und 8,5 lila Punkte vergebe.


Jennifer L. Armentrout: Torn (Wicked-Trilogie 2).

Details:
Seitenzahl: 449 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 10. Dezember 2018

Inhalt:
Die Welt von Ivy Morgan steht Kopf: Seit sie von dem dunklen Prinzen der Fae beinahe getötet worden wäre ist nichts mehr wie zuvor. Nicht nur, dass sie schwer verletzt wurde, sie ist auch einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur gekommen. Einem Geheimnis, von dem der Orden auf keinen Fall erfahren darf. Ivys einziger Lichtblick ist Ren, der charmante Bad Boy mit den sexy Tattoos, der ihr Herz höher schlagen lässt. Doch für wen wird sich Ren entscheiden, wenn es hart auf hart kommt: für den Orden, dem er die Treue geschworen hat, oder für Ivy, der sein Herz gehört …

Meine Meinung:
Schreiben kann Jennifer L. Armentrout unglaublich gut, das dürfte inzwischen eigentlich jeder gemerkt haben, denke ich. 😉 Wobei ich es wirklich faszinierend finde, dass sie sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene (wie hier der Fall) schreiben kann und ihr Stil sich dem Zielpublikum anpasst und sich gleichzeitig aber auch treu bleibt.

Die Handlung war sehr actiongeladen, aber auch gefühlvoll und lustig. Vor allem Tink – den man einfach lieben muss – sorgt für sehr viele herrlich witzige und teils skurrile Momente, die die düstere Stimmung der Geschichte wunderbar auflockern.
Einiges war wirklich überraschend und unvorhersehbar, was mich an einem Buch immer besonders begeistert. Oftmals habe ich mich beim Lesen gefragt, wie um alles in der Welt Ivy sich jetzt noch retten will – und genau so sollte ein Roman meiner Meinung nach sein.

Ein paar Kapitel lang hat sich das Ganze für mich trotz der grundsätzlichen Spannung, die der Situation geschuldet war (ich kann nicht näher darauf eingehen ohne zu spoilern), etwas in die Länge gezogen. Doch trotzdem sind die Seiten nur so verflogen und der zweite Band der Trilogie war viel zu schnell zu Ende.

Ich bin ein großer Fan der „Wicked“-Reihe und kann es kaum erwarten das Finale zu lesen! Denn ich bin mir sicher, das wird mehr als nervenaufreibend werden …

Fazit:
Eine wunderbare Fortsetzung, die mich gefesselt und ganz hervorragend unterhalten hat. Spannung, Action – aber auch eine gewaltige Portion Humor und ein wenig Romantik machen das Buch zu einem wahren Pageturner. 9 lila Punkte


Anna Rosina Fischer: Songbird.

Details:
Seitenzahl: 432 Seiten
Verlag: Piper
Erschienen: 4. Dezember 2018

Inhalt:
Ella und Sam kennen sich schon ewig, als sie sich endlich eingesteht, dass er ihr mehr bedeutet als alles andere. Zu dumm nur, dass Sam der beste Freund ihres großen Bruders ist. Und dass er ausgerechnet jetzt eine Stelle als Referendar fürs Lehramt antritt – an ihrer Schule. Und dann ist da noch diese Sache mit Milo … Völlig überfordert von ihren Gefühlen setzt Ella ihre eigene Gesundheit gefährlich aufs Spiel und verletzt damit nicht nur sich selbst. »Songbird« ist so romantisch, chaotisch, witzig und tieftraurig wie die echte, ganz große Liebe.

Meine Meinung:
Grundsätzlich muss ich sagen, dass mich diese Geschichte ziemlich berührt hat. Sie hat mich auch beschäftigt, wenn ich gerade gar nicht gelesen habe und ich habe mich immer wieder dabei ertappt wie ich gern weiterlesen wollte.
Das ist ein sehr gutes Zeichen, denn es heißt, dass das Buch etwas mit mir macht und mich erreicht. Dass ich mitfiebere und mitleide, mit den Protagonisten hoffe und bange.

Die Geschichte kam mir auch eigentlich ziemlich realistisch vor, als könnte sie sich genau so gerade im Moment irgendwo abspielen. Die Figuren waren aus dem Leben gegriffen, was sie menschlich und wirklich authentisch gemacht hat.

Nur eines habe ich nicht so richtig verstanden: die Essstörung der Protagonistin. Das ist jetzt kein richtiger Spoiler, denn dieses Thema spielt nur eine untergeordnete Rolle für den Roman.
Ich habe nicht begriffen, warum sie durch ihr Essverhalten die Kontrolle in einem Bereich ihres Lebens behalten möchte, wie sie selbst sagt. Weder hat sie von Zuhause Druck in irgendeiner Hinsicht – im Gegenteil -, noch wirkt sie so als würde ihr die Schule besonders wichtig sein – da auch mal die Rede von Druck für gute Noten die Rede war. Irgendwie hat diese Thematik für meine Begriffe einfach nicht in die Handlung oder der Figur gepasst und war auch für den Verlauf der Geschichte nicht unbedingt wichtig. Entweder man hätte das Thema weiter ausarbeiten sollen, oder aber einfach weglassen. Aber so wie es war, war ich nicht so ganz glücklich damit, obwohl derartige Themen immer wichtig sind.
Auch dass niemand etwas unternimmt oder Ella hilft, fand ich mehr als merkwürdig und besorgniserregend. Sie wird auf ihr Essverhalten angesprochen, von ihren Eltern und Freunden, aber irgendwie scheint es niemanden so richtig zu interessieren.

(Damit möchte ich in keiner Weise etwas über das reale Problem einer Esstörung sagen, sondern beziehe mich einzig und allein auf „Songbird“.)

Es wurden generell mehrere wichtige Themen angeschnitten, aber anschließend wirklich stiefmütterlich behandelt. Sams Vergangenheit beispielsweise. Es war alles ein bisschen viel, das in diese Geschichte reingequetscht werden sollte, sodass alles nur oberflächlich angekratzt wurde.

Noch ein Punkt, der mich nicht so ganz überzeugen konnte, war das ewige Hin und Her. Denn das war das Ganze Buch im Prinzip. Ständig ein auf und ab, ein Ja und dann wieder ein Nein usw. Auf Dauer fand ich das doch ziemlich ermüdend. Das Ende des Buchs kommt mir daher auch nicht wie ein Ende vor, da es eigentlich beliebig lange nach demselben Schema hätte weitergehen können.

Anfangs konnte ich auch nicht ganz so viel mit der Liebesgeschichte anfangen, denn ich habe die Gefühle der Protagonisten nicht verstanden. Warum verlieben sie sich? Das war mir zu Beginn einfach nicht ersichtlich.

Aber jetzt möchte ich doch noch einmal etwas Positives sagen, denn das hat dieses doch sehr schöne Buch einfach verdient. Die Gefühle, als ich mich sozusagen daran „gewöhnt“ hatte, waren toll dargestellt und haben mich an einem gewissen Punkt auch ins Herz getroffen. Die Zerrissenheit kam bei mir an und hat mich bewegt. Ich mochte trotz meiner kritischen Worte den Roman insgesamt wirklich gern und habe ihn unheimlich gern gelesen.

Fazit:
Auch wenn es einige Dinge gab, die ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, hat mich die Geschichte um „Songbird“ doch bewegt und ist mir auch über das Lesen hinaus im Kopf geblieben und mich beschäftigt, was nicht allzu viele Bücher schaffen. 7 lila Punkte


Regina Meissner: Venturia. Juwelen und Verfall.

Details:
Seitenzahl: 354 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 14. Dezember 2018

Inhalt:
Die siebzehnjährige Tiana führt ein beschauliches Leben im Schloss von Bel Aniz. In der Prinzessin glüht der Wunsch nach Freiheit und nach Antworten auf Ungereimtheiten, die ihr immer häufiger auffallen. Was ist das geheimnisvolle Land Venturia, über das niemand im Schloss reden darf? Warum ist der König so abweisend, sobald das Gespräch auf Magie gelenkt wird?
Doch statt Tianas Fragen zu klären, planen ihre Eltern sechs Bälle, um einen geeigneten Gemahl für ihre Tochter zu finden. Nachdem der erste Ball allerdings vollkommen anders als geplant verläuft, findet sich die Prinzessin auf einmal in einem Strudel aus Ereignissen wieder, der alles, was sie bisher geglaubt hat, als Lüge entlarvt und sowohl ihre Zukunft als auch ihre Vergangenheit infrage stellt.
Als sie von einem Fremden verschleppt wird, ist das nur noch der letzte Windhauch, der ihre heile Welt zum Einsturz bringt. Wird es ihr gelingen, aus diesen Trümmern zu entkommen und herauszufinden, wer sie wirklich ist?

Meine Meinung:
Was an einem Buch das Wichtigste ist? Ich denke, das ist wohl eindeutig der Schreibstil der Autorin. Wenn der nicht passt, kann die Geschichte noch so gut sein, man wird sie dennoch nicht lieben können.
Und Regina Meißner kann definitiv toll schreiben! Sie hat eine ruhige, unaufdringliche Art des Erzählens, die es dem Leser leicht macht sofort in eine Geschichte abzutauchen und sich in fremden Welten zu verlieren. Das finde ich großartig und deshalb ist es auch immer wieder schön ihre Romane lesen zu können.

Die Handlung in „Venturia“ ist vom Verlauf her durchaus interessant und birgt einige wirklich gute Ideen. Nur leider war mir das Geschehen zu ruhig. Mir hat die Action fast völlig gefehlt, denn bis auf einige wenige Szenen gibt es davon nicht allzu viel. Dadurch haben sich einige Kapitel für mich leider sehr gezogen und es fiel mir teilweise schwer bei der Sache zu bleiben.
Wer allerdings ruhigere Geschichten mag, wird dieses Buch mit Sicherheit mögen, denn geschrieben ist es wie gesagt richtig gut.

Das Setting und die Welt, die wir hier kennenlernen dürfen, hingegen haben mir richtig gut gefallen. Man kann sich dank der tollen Darstellungen das Schloss, den Wald und die hier erschaffene Welt wirklich gut vorstellen und bekommt direkt Lust, das Ganze einmal mit eigenen Augen sehen zu dürfen.

Fazit:
Für mich persönlich war „Venturia“ zu ruhig und konnte mich deshalb von der Handlung her einfach nicht fesseln. Wer Geschichten ohne viele Actionszenen mag, wird dieses Buch hingegen super finden, denn der Schreibstil der Autorin ist einfach klasse. 6,5 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Julianna Keyes: Hold me close. (Burnham College 2)

Details:
Seitenzahl:
Verlag: Lyx
Erschienen: 2. November 2018

Inhalt:
Kellan McVey ist der bekannteste Sportler und Frauenheld am Burnham College. Obwohl er sich vor weiblichen Bewunderinnen kaum retten kann, ist es noch keiner gelungen, ihn für mehr als ein paar Nächte zu interessieren. Seine letzte längere Beziehung hatte er mit Andrea Walsh. Andi, die viele Jahre lang seine beste Freundin war, und dann einen Sommer lang so viel mehr. Andi, die ihm das Herz gebrochen hat und Andi, die auf einmal auch Studentin am Burnham College ist.
Während die beiden sich ständig zu begegnen scheinen, fallen Kellan all die Gründe wieder ein, weshalb er sauer auf Andi ist – aber auch die Gründe, weshalb er sich in sie verliebt hat …

Meine Meinung:
Band 1 der Reihe hat mich vor allem durch den tollen Humor überzeugen können. Auch hier gab es den wieder und auch hier konnte dieser mich erneut zum Lachen bringen. Allerdings etwas weniger als im Vorgänger, muss ich gestehen.
Ansonsten ist das Buch aber toll geschrieben und das Geschehen liest sich unglaublich flüssig und locker leicht.

Ich finde es toll, dass wir hier Kellans Sicht der Dinge erleben. Dass wir sehen, dass doch mehr in ihm steckt, als man zunächst angenommen hat. Warum er zu dem Mann geworden ist, den wir in Band 1 kennengelernt haben. Allerdings empfand ich Andi als völlig blass. Ich habe nicht das Gefühl sie nach dem Lesen zu kennen, geschweige denn nachvollziehen zu können, weshalb Kellan sich in sie verliebt. Andi geht völlig unter und das ist wirklich richtig schade.

Vielleicht hätte man die Geschichte auch eher aus ihrer Sicht erzählen sollen. Das habe ich mir ehrlich gesagt mehrmals beim Lesen gedacht. Denn aus Kellans Perspektive war die Handlung doch irgendwie recht zäh. Das Ganze hat sich doch recht gezogen und war ein eher stetiges vor sich hin Plätschern, mit nur wenigen Ausschlägen, die mich richtig haben fesseln und begeistern können. Sehr schade, da die Autorin definitiv das Zeug dazu hätte, dem Leser mehr zu bieten. Aber so war es … nun ja, es war wirklich nett zu lesen, aber große Gefühle kamen bei mir nun mal leider nicht auf.

Fazit:
Ein wirklich humorvolles und gut geschriebenes Buch, bei dem die Charaktere allerdings leider etwas farblos geblieben sind und die Handlung etwas zäh war. Ich habe das Buch schon gern gelesen, war aber auch nicht traurig, als es zu Ende war. 6,5 lila Punkte von mir.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Karina Halle: The Pact.

Details:
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen: 12. November 2018

Inhalt:
Linden McGregor ist ein schottischer Bad Boy, der weiß, wie man Frauen erobert. Und seit einiger Zeit schon denkt er an nichts anderes als an seine beste Freundin Stephanie. Doch sie zu verführen wäre unmöglich.

Stephanie Robinson ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau und sie weiß, dass Linden tabu ist. Auch wenn sie nicht leugnen kann, dass sie ihn will. Die beiden müssen sich nun entscheiden: Wollen sie ihrem Verlangen nachgeben, auch wenn ihre Freundschaft dabei auf dem Spiel steht?

Meine Meinung:
Grundsätzlich hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen. Zwar wird hier ein bereits bekanntes Muster verwendet, dich die Umsetzung war ziemlich gelungen. Man fiebert beim Lesen doch mit, ob die beiden sich nun bekommen oder nicht.

Ich bin kein Fan von Zeitsprüngen, doch die zu Beginn des Buchs haben mir gut gefallen und waren in dem Fall auch wirklich sinnvoll. Später dann im Verlauf der Geschichte kamen allerdings erneut welche vor, die ich dann nicht mehr ganz so toll fand, um ehrlich zu sein.

Die Anziehung zwischen den Protagonisten war super dargestellt und richtig greifbar. Das kann die Autorin definitiv!
Etwas schade war für mich persönlich nur, dass vieles zwischen den Hauptfiguren nur auf das körperliche beschränkt wurde. Mir war es insgesamt einfach einen Ticken zu viel Erotik. Wer das allerdings gern liest, wird hier nicht enttäuscht werden.
Ich hätte mir nur einfach gewünscht noch mehr tiefgreifende Liebe zu spüren und nicht nur die körperliche Anziehung, weil dadurch die Beziehung in meinen Augen etwas abgewertet wurde.

Trotz allem handelt es sich bei „The Pact“ aber um einen wirklich schönen Liebesroman.

Fazit:
Trotz ein paar Kritikpunkte konnte mich das Buch gut unterhalten. Mir persönlich war es ein wenig zu viel Erotik, aber das ist natürlich Geschmacksache. Insgesamt ein schönes Buch für Zwischendurch.


Sasha Wasley: Outback Dreams 1. So weit die Liebe reicht.

Details:
Seitenzahl: 464 Seiten
Verlag: Knaur
Erschienen: 3. Dezember 2018

Inhalt:
Willow und Tom waren beste Freunde – bis etwas geschah, das sie entzweite und das Willow nicht vergessen kann. Zehn Jahre sind vergangen, seit sie das letzte Mal mit Tom gesprochen hat. Als ihr Vater krank wird, kehrt Willow in ihre australische Heimat Kimberley zurück und übernimmt die Familien-Farm. Bald schon ist sie auf Toms Hilfe angewiesen. Doch ihr abwehrendes Verhalten über Jahre hinweg hat bei Tom tiefe Wunden hinterlassen. Noch immer sind Toms aufrichtige Briefe von damals ungeöffnet. Willow muss all ihren Mut zusammennehmen, um sich endlich ihren Ängsten zu stellen und auf Tom zuzugehen …

Meine Meinung:
Hach, jetzt so direkt nach dem Lesen habe ich einfach Herzchen in den Augen und fühle mich glücklich und traurig zugleich. Warum muss dieses schöne Buch denn schon zu Ende sein?

Dabei war ich tatsächlich sehr erstaunt, dass mir diese Geschichte SO gut gefallen hat. Denn die Handlung dreht sich viel um das Farmleben und die Viehzucht. Nicht gerade einschlagende Themen sollte man meinen, oder? Aber ich fand sie richtig toll umgesetzt und wirklich interessant. Sie passen einfach do großartig ins Gesamtbild und haben mir das Gefühl gegeben tatsächlich in Australien unterwegs zu sein. Diese Atmosphäre, die Details – ich bin absolut verliebt in das Setting und diese herrlich ländliche Stimmung!

Dann sind da noch die Figuren. Willow, aus deren Sicht wir die Geschichte erleben, ist kein einfacher Mensch. Doch trotzdem- oder gerade deshalb – fand ich sie so klasse. Sie versucht nicht sich zu verstellen, sie ist von Grund auf authentisch und durch ihre Macken und Schwächen einfach herzerfrischend und menschlich. Dadurch, dass wir mehr über ihr Innenleben erfahren, kann man sie auch sehr gut verstehen und ihre Beweggründe nachvollziehen.
Willow ist eine rundum gelungene Protagonistin, die ich und Herz geschlossen habe.

Und Tom… Jeder sollte in seinem Leben jemanden wie ihn haben. Himmel noch eins, dieser Mann ist einfach grandios! Endlich kein Bad Boy, das hat er nämlich überhaupt nicht nötig. Er ist so unfassbar liebenswert und großartig, dass man gar nicht anders kann als sich ein kleines bisschen in ihn zu verlieben. Dazu noch sein wunderbarer Humor, der das Buch so sehr bereichert hat – Ich kann absolut rein gar nichts Negatives sagen! Weder über diese wundervolle Figur noch über sonst irgendetwas in diesem Roman. Außer, dass er schon zu Ende ist vielleicht. 😉

Die Handlung kommt ohne übertriebene künstliche Dramen aus wie ich fand, sondern wirkt auf mich wie aus dem Leben gegriffen. Doch auch ohne gewaltige Action, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich so gefesselt davon war und einfach immer wissen wollte wie es weitergeht.

Und auch auf der emotionalen Ebene kann die Autorin hier definitiv punkten. Ich habe mitgefühlt, mitgebangt und habe die Gefühle fast am eigenen Leib gespürt. Einfach herrlich!

Fazit:
Eine absolut umwehende Geschichte vor der atmosphärischen Kulisse Australiens. Emotional, authentisch und einfach herzerwärmend. Ich liebe dieses Buch und würde es am liebsten gleich nochmal lesen.10 lila Punkte