Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Francesca Hornak: Sieben Tage wir.

Details:
Seitenzahl: 464 Seiten
Verlag: Ullstein
Erschienen: 12. Oktober 2018

Inhalt:
Es ist Weihnachten und die Familie Birch trifft sich zum ersten Mal seit Jahren wieder vollzählig in Norfolk. Die älteste Tochter Olivia ist Ärztin und es besteht der Verdacht auf eine ansteckende Krankheit, sodass sie gerade jetzt für eine Woche in Quarantäne muss. Dem Rest der Familie bleibt nichts anderes übrig, als die nächsten sieben Tage mit ihr im Haus zu verbringen.
Aber eine Woche mit den Liebsten kann sich wie eine Ewigkeit anfühlen, vor allem wenn alle versuchen, ihre Geheimnisse voreinander zu verstecken. Doch das letzte rätselhafte Adventstürchen öffnet sich ganz von selbst und ein unerwarteter Gast taucht auf, der vielleicht alle Fäden zusammenführen kann.

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, ich bin mit diesem Buch irgendwie nie so ganz warm geworden. Am Ende steht, dass die Autorin eigentlich Sachbücher und Artikel für Zeitschriften schreibt – und ganz ehrlich, das hat man irgendwie gemerkt.
Für mich war das größte Problem einfach die Distanz, die ich die ganze Zeit zu den Figuren hatte. Ich habe mich ihnen nie nahe gefühlt, habe nie Emotionen gespürt oder mitgefiebert. Mir wurde eben eine Geschichte erzählt, die zwar stellenweise sehr unterhaltsam war, aber eben doch nie wirklich nahe an mich herangekommen ist.

Dabei gab es wirklich humorvolle Passagen, die mich zum Lächeln gebracht haben. Auch die Grundidee des Buches hat mir gut gefallen – doch solange ich nichts beim Lesen fühle und es eher anstrengend finde weiterzulesen, läuft einfach irgendetwas schief.
Die Figuren waren leider auch nicht alle so sympathisch, sodass sie es mir so noch zusätzlich schwer gemacht haben, sie zu mögen.

Wer mit dieser Art des Erzählens gut zurecht kommt, wer keine großen Gefühle oder Nähe zu den Protagonisten braucht, um glücklich zu sein, der kommt hier mit Sicherheit voll auf seine Kosten, weil das Buch aus rein sachlicher Sicht sicherlich gut ist. Für mich war es leider nichts, weil mir einfach etwas Entscheidendes (eigentlich DAS Entscheidende) gefehlt hat.

Fazit:
Aufgrund des distanzierten Schreibstils kamen bei mir leider keine Emotionen auf und ich habe mich beim Lesen einfach nicht wohl gefühlt. Schade, da aus rein technischer Sicht hier sehr viel richtig gemacht wurde. 4 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Mirka Mai: Merry Mary Christmas.

Details:
Seitenzahl: 296 Seiten
Verlag: Piper
Erschienen: 2. Oktober 2018

Inhalt:
New York zur Weihnachtszeit: Für Mary Parker könnte es gerade nicht besser laufen. Pünktlich vor Weihnachten wird sie endlich ihren Traumprinz heiraten und damit die Bedingung für das üppige Erbe ihrer Tante erfüllen! Blöd nur, dass der vermeintliche Prinz sich plötzlich als Frosch entpuppt und Mary sich nun auch noch mit dem Besuch ihrer Familie herumschlagen darf, die fest mit einem Verlobten rechnen. Während Mary also schnellstens versucht einen Ersatzmann aufzutreiben, verstrickt sie sich immer mehr im weihnachtlichen Gefühlschaos und muss mehr als einmal erleben, dass die Liebe nicht immer den geraden Weg wählt.

Meine Meinung:
Wer auf der Suche nach einem locker leichten und wirklich süßen Roman für die Weihnachtszeit ist, der ist hier goldrichtig. Das Buch war witzig, zuckersüß wie Weihnachtsplätzchen und richtig schön fürs Herz.

Die Charaktere gehen nicht so sehr in die Tiefe, ebenso wenig die Handlung, aber das macht nichts. Denn darum geht es bei einem solchen Buch eigentlich auch nicht. Es geht um gute Unterhaltung, um eine Geschichte, die einen verzaubert und zum Schmunzeln bringt – und das alles hat „Merry Mary Christmas“ definitiv erfüllt!

Der Schreibstil ist wirklich herrlich flüssig und es fällt einem überhaupt nicht schwer sofort in die Handlung einzusteigen. Auch wenn diese doch recht vorhersehbar war, habe ich mich keine Sekunde gelangweilt, sondern hatte schlicht und ergreifend Freude beim Lesen.

Fazit:
Ein süßes und locker leichtes Buch für die Weihnachtszeit, das allen Ansprüchen einer romantischen und kurzweiligen Unterhaltung mehr als gerecht wird. 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Kelly Moran: Redwood Love 3. Es beginnt mit einer Nacht.

Details:
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Rowohlt
Erschienen: 23. Oktober 2018

Inhalt:
Tierarzt Drake O‘Grady ist in Redwood aufgewachsen. Dieser kleine Ort an der Küste von Oregon ist sein Zuhause, hier hat er die schönsten, aber auch die schlimmsten Erfahrungen seines Lebens gemacht. Zoe Hornsby stand ihm dabei immer zur Seite. Sie ist die wichtigste Person in seinem Leben, auch wenn sie ihn öfter zur Weißglut bringt, als er zählen kann. Sie raubt ihm einfach den Verstand. Sodass er etwas vollkommen Verrücktes tut. Wie Zoe zu küssen …
Ein Ort zum Wohlfühlen, drei Tierärzte zum Verlieben.

Meine Meinung:
Die ersten beiden Bände dieser Reihe habe ich regelrecht verschlungen und liebe sie einfach so sehr. Wenn man nach dem Lesen fast schon traurig ist wieder in der Realität anzukommen, dann muss das Buch einfach unglaublich gut gewesen sein.
Als es jetzt um Drakes Geschichte ging, war ich umso aufgeregter und die Messlatte lag sehr, sehr hoch. Zumal Drake eigentlich mein Liebling war in den Vorgängerromanen. Vielleicht war aber genau das der Fehler.

Machen wir uns nichts vor, auch Band 3 ist wieder hervorragend geschrieben und ist insgesamt wirklich gut. Doch leider – und mir blutet das Herz, das jetzt zu schreiben – war das Finale der Trilogie für mich nicht so gut wie die beiden vorherigen Romane.

Zum einen lag es sicher daran, dass ich Drake stellenweise nicht wiedererkannt habe. Er war plötzlich gar nicht mehr so wie in Band 1 und 2 und schien mit einem Mal völlig über Heather hinweg zu sein. Es hat allerdings keine Entwicklung in diese Richtung stattgefunden, weswegen ich irritiert war. Drake hat leider viel von seinem ganz besonderen Charme eingebüßt, der ihn bislang so einzigartig gemacht hat und ist eher zu einem „normalen“ Buchhelden geworden.

Darüber hinaus hat mir einfach die Leichtigkeit und das besondere Flair der Vorgänger gefehlt. Die wunderbare Stimmung aus Redwood, die Einzigartigkeit der Stadt und seiner Bewohner ging für meinen Geschmack fast gänzlich unter. Und das ist so unfassbar schade, denn das ist es doch, was dieser Reihe das gewisse Etwas verleiht.

Stattdessen wurde der Fokus nämlich fast ausschließlich auf negative und meiner Ansicht nach zu ernste Themen gelenkt. Krankheiten und Tod waren der Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte und man kam gar nicht mehr heraus. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Ernsthaftigkeit in Romanen, aber wenn ich eine Geschichte wegen des Aspekts der Leichtigkeit heraus lese, der in den vorhergehenden Bänden so toll herausgearbeitet war, dann stört mich diese düstere Thematik eben leider.

Fazit:
Es gab auch wirklich schöne Momente, keine Frage, aber ich bin jetzt nach dem Lesen doch enttäuscht. Ich hatte mir einfach mehr erhofft. Mehr Kribbeln, mehr Kleinstadt-Flair, mehr von dem „typischen“ Drake. Aber der Abschluss der „Redwood Love“-Reihe hat mir das leider nicht gegeben. Deshalb kann ich schweren Herzens „nur“ 8 lila Punkte vergeben.


Sabine Schulter: Pro und Contra. Mein Licht in deiner Dunkelheit.

Details:
Seitenzahl: 432 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 1. November 2018

Inhalt:

Meine Meinung:
Ich könnte diese Rezension eigentlich sehr kurz halten. Sie könnte schlicht und ergreifend lauten: Oh mein Gott, dieses Buch ist so unglaublich toll! Ich finde absolut rein gar nichts daran auszusetzen und liebe einfach alles daran. „Pro und Contra“ ist einfach so unfassbar gut ausgearbeitet und geschrieben, dass keine Wünsche offen bleiben. Ich bin wirklich beeindruckt.

Mehr braucht man doch eigentlich nicht zu sagen, oder?
Aber weil mir das dann doch etwas arg kurz vorkommt, schwärme ich noch ein wenig im Detail. 😉

Die Figuren sind einfach so so so toll. Angefangen von den grandiosen Nebencharakteren, die so echt und liebenswert sind und mir ebenso wie die Protagonisten ans Herz gewachsen sind. Ich will sie alle kennenlernen!
Aber auch Summer und Kayden sind so unglaublich gelungen. Sie sind wie reale Menschen, deren Leben wir ein Stückchen mitverfolgen dürfen. Sie sind einfach authentisch und entwickeln sich auf absolut nachvollziehbare Weise weiter. Wie echte Menschen eben.
Ich habe beide ganz fest in mein Herz geschlossen.

Apropos Entwicklung. Die will ich nochmal extra hervorheben. Denn es beeindruckt mich zutiefst wie eine Autorin es schaffen kann diese so unglaublich real zu beschreiben. Das gilt auch für die Liebesgeschichte, die so wunderbar gelungen ist, dass man sich gleich mit verlieben muss.

Dazu kommt der wahnsinnig gute Erzählstil, der einen von Anfang bis Ende mitreißt und fesselt. Plus unglaublich gelungene Dialoge, bei denen ich einfach wieder nur meinen Hut ziehen kann. Sie sind witzig, schlagfertig und einfach perfekt.

Und natürlich die Handlung! So so so spannend, mitreißend und mit einem gut durchdachten Hintergrund. Es gab mehrere spannende Höhepunkte, bei denen mir als Leser fast das Herz stehen blieb, und nicht nur einen.

Ich könnte noch eine Weile so weitermachen, aber ich glaube, meine Botschaft ist klar geworden. 😉

Fazit:
Ein absolut gelungenes Buch, das keine Wünsche offen lässt und mich nachhaltig beeindruckt hat. Es ist einfach so unglaublich gut! 10 von 10 lila Punkten

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Aurelia L. Night: Xara. Prinzessin der verschollenen Stadt.

Details:
Seitenzahl: 471 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 25. Oktober 2018

Inhalt:
So weit sie zurückdenken können, leben in der dunklen Stadt Illominus ganz besondere Geschöpfe. Sie sehen fast wie Menschen aus, tragen aber ein Tierwesen in sich. Prinzessin Xara, eine Luchs-Frau, führt ein privilegiertes Dasein im Königspalast. Während es hier immer genug künstliches Licht gibt, herrscht schon am Rande der Hauptstadt die Finsternis. Dort, in den Slums, regt sich Widerstand gegen den König, doch dieser schlägt die Rebellen grausam zurück. Nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater flieht Xara in die Elendsviertel, um den Unterdrückten zu helfen. Sie trifft auf Darius – Wolfswesen und Anführer der Rebellen. Mit seiner entschlossenen Art und seiner unbändigen Energie fasziniert er Xara sofort…

Meine Meinung:
Ich kenne schon einige Bücher von Aurelia L. Night, weshalb ich natürlich sehr gespannt auf „Xara“ war.
Die Autorin schreibt einfach toll, man kommt so schnell und flüssig durch das Buch, dass man sich am Ende wundert, dass es schon vorbei ist. Ich bin jedenfalls regelrecht an den Seiten geklebt und habe das Lesen sehr genossen.

Die Charaktere fand ich super gezeichnet, denn sie hatten Ecken und Kanten, was sie sympathisch gemacht hat.
Gerade Xara fand ich eine starke Protagonistin, die mutig für ihre Überzeugungen einsteht. Und Darius war ohnehin das (nicht ganz so) heimliche Highlight des Buchs.

Dazu kommen herrliche Dialoge, die den Leser teilweise wirklich zum Schmunzeln bringen. Die ganze spannende Handlung war gespickt mit humorvollen Szenen, die dem Ganzen das i-Tüpfelchen gegeben haben.
Ansonsten gab es überraschende, actiongeladene und auch romantische Momente, die Xaras Geschichte zu einer wunderbaren Unterhaltung haben werden lassen. Mehr möchte ich gar nicht auf die Handlung eingehen, damit ich nichts vorwegnehme und ihr euch überraschen lassen könnt. Und das werdet ihr, ganz bestimmt.

Fazit:
Ein tolles Fantasy-Abenteuer, bei dem eigentlich fast keine Wünsche offen bleiben. 9 lila Punkte


Lilly Adams: Nebenan funkeln die Sterne.

Details:
Seitenzahl: 432 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 28. September 2018

Inhalt:
Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. Doch die Wahrheit ist eine andere: Emma wohnt allein in einem winzigen Apartment in London. Der Kontakt mit anderen Menschen macht ihr Angst, vor die Tür geht sie nur selten. Einzig auf ihrer Dachterrasse, nachts, wenn die Stadt still ist und die Sterne leuchten, hat sie das Gefühl, richtig durchatmen zu können. Aber dann zieht der gut aussehende Nathan in die Wohnung nebenan – und bringt ihr Leben online und offline von einem Tag auf den anderen völlig durcheinander …

Meine Meinung:
Ich war ehrlich gesagt von Anfang an begeistert von dieser Geschichte. Emma hat bei mir einfach mitten ins Schwarze getroffen und ich habe sie von Anfang an ins Herz geschlossen.
Sie traut sich nicht mehr unter Leute, bleibt seit über einem Jahr zuhause und geht nur vor die Tür, wenn es wirklich unbedingt sein muss. Dabei habe ich ihre Gefühle und ihre Ängste so gut nachvollziehen können als wären es meine eigenen. Dieser Schmerz in ihrem Inneren war einfach toll beschrieben ohne dass das Buch düster gewesen wäre. Wunderbar!

Dazu fand ich es klasse, dass es auch im die scheinbare heile Welt in den Social Media ging. Wie wir hier sehen ist dort nicht wirklich immer alles so wundervoll und bunt wie man der Öffentlichkeit Glauben machen will. Diese doch kritische Auseinandersetzung mit der Thematik hat bei mir ebenfalls auf ganzer Linie punkten können, da neben der versteckten Kritik auch die positiven Seiten der Social Media hervorgehoben wurden. Die perfekte Mischung für mich.

Ein wenig Kritik muss ich leider auch üben. Denn auch wenn ich die Entwicklung von Emma alles in allem toll beschrieben fand und sie so allmählich vonstatten geht, dass es absolut authentisch wirkt, so war sie doch ab einem Punkt zu abrupt. Plötzlich war Emma ziemlich verändert (ich kann nicht näher darauf eingehen ohne zu spoilern) und ich hätte mir an der Stelle noch mehr langsame Entwicklung gewünscht. Um Emma einfach verstehen zu können.

Auch Nathan blieb ein ganz klein wenig blass, ich hätte ihn gern nicht etwas besser kennengelernt. Aber trotzdem mochte ich ihn wirklich gern und fand ihn sehr sympathisch.

Obwohl ich zwei Dinge kritisiert habe, habe ich dieses Buch regelrecht inhaliert und innerhalb kürzester Zeit gelesen. Die Geschichte hat mich einfach völlig verzaubert und wirklich begeistert.

Fazit:
Trotz zwei Kritikpunkte war „Nebenan funkeln die Sterne“ ein wundervolles Buch, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Einfach mitreißend und mit einer Protagonistin, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. 9 von 10 lila Punkten

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Maya Shepherd: Das Aschemädchen (Die Grimm Chroniken 7).

Details:
Seitenzahl: 168 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 2. November 2018

Inhalt:
Der Tod ist nicht das Ende, sondern ein Anfang. Die Geschichte wiederholt sich immer wieder.
Das waren die letzten Worte ihrer sterbenden Mutter gewesen und Ember glaubte, sie nun verstehen zu können. Ihr jetziges Leben erlosch – es verschlang sie mit Haut und Haaren. Sie musste sterben, um an anderer Stelle aus ihrer Asche wiederauferstehen zu können.

Meine Meinung:
Die Rolle von Ember – die eine grandiose Neuinterpretation einer sehr bekannten Märchenfigur ist, nur so am Rande – wird in dieser Folge größer und wir erfahren mehr über ihre Vergangenheit. Die es ganz schön in sich hat, kann ich euch verraten! Ich mag Ember jedenfalls wirklich sehr gern und bin schon überaus gespannt, mehr von ihr zu lesen. Denn dass man noch von ihr hören wird, da bin ich mir sehr sicher.

In Folge 7 der „Grimm Chroniken“ finden auch noch mehr bekannte Märchen einen Platz und werden auf unglaublich kreative Weise neu interpretiert. Ich bin wirklich beeindruckt, wie die Autorin es schafft, die Märchen einzuflechten und so auszulegen, wie ich es noch nicht gelesen habe. Dazu kommen dann noch Verbindungen und Verknüpfungen der Figuren, die man so absolut nicht hat kommen sehen. Man wird überrascht und staunt als Leser nicht schlecht über so manche Enthüllung, die hier stattfindet …

Mein Highlight dieser Folge war definitiv Joe. Ich fand es toll, dass wir mehr über ihn und sein Gefühlsleben erfahren, ihn besser kennenlernen und seine Beweggründe noch besser verstehen. Er hat für mich ganz viel an Sympathiepunkten gewonnen und ist mir durch diese Folge wirklich ein Stück weit ans Herz gewachsen.

Aber dieses Ende! Himmel noch eins, das ist sowas von fies! Also jetzt MUSS man ja zwangsläufig weiterlesen. 😉

Fazit:
Eine starke siebte Folge der düster-märchenhaften „Grimm Chroniken“, die mich vor allem mit Joes und Embers Geschichte überzeugen konnte. Spannung und überraschende Wendungen sorgen dann noch für das Tüpfelchen auf dem i. Ich brauche Nachschub, dringend! 9 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Lea McMoon: Skye. Götter des Nordens.

Details:
Seitenzahl: 356 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 6. September 2018

Inhalt:
Mythen, Sagen und Legenden – das ist die Welt von Skye, die lieber für ein Geschichtsreferat recherchiert, als sich auf einem Konzert die Ohren volldröhnen zu lassen. Pech für sie, dass ausgerechnet ihr bester Freund den begehrten Platz als Schlagzeuger in der angesagtesten Indie-Rockband der Stadt ergattert. Notgedrungen trifft Skye nun ständig auf Thorsson, den düsteren Sänger der Band, dem es jedes Mal gelingt, sie aus dem Konzept zu bringen. Erst als Skye in seinen Songtexten Hinweise auf ihre geliebten nordischen Mythen entdeckt, versucht sie hinter seine Fassade aus Coolness und Exzessen zu blicken und kommt ihm und seinem Geheimnis dabei deutlich näher als beabsichtigt…

Meine Meinung:
Was mich an diesem Buch von Anfang an angesprochen hat? Die wundervolle Thematik und dieses atemberaubende Cover, das wilde Wikinger und Götter verspricht. Einfach herrlich!
Die Idee dahinter hat mir ebenfalls wirklich gut gefallen, doch die Umsetzung nicht so völlig.

Super fand ich den Humor im Buch. Dieser hat mich des Öfteren zum Lachen gebracht und immer wieder punkten können. Auch wenn ich Skye manchmal ein klein wenig nervig fand, so war es ihr Witz dennoch nicht. Ich hätte mir aber gewünscht, noch ein wenig mehr in die Tiefe zu gehen bei ihr und den anderen Figuren. Die Charaktere sind für mich ein wenig oberflächlich geblieben, man hätte das Ganze vielleicht etwas vielschichtiger gestalten können.

Auch bei der Handlung hatte ich mir so einen kleinen Ticken mehr erhofft. Zwar kann man nichts Grundlegendes daran aussetzen und man merkt, dass die Autorin über eine tolle Fantasie verfügt – aber das gewisse Etwas, das mich so richtig mitreißt, hat mir leider ein wenig gefehlt. Große Überraschungen, mehr Tiefe usw.

Fazit:
Alles in allem ein wirklich schöner Roman, der für mich gern hätte mehr in die Tiefe gehen können. Aber die Grundidee und der tolle Humor waren wirklich spitze. 6 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Jennifer Wolf: No Return 4. Gefährlicher Ruhm.

Details:
Seitenzahl: 256 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 4. Oktober 2018

Inhalt:
Gerade noch sah es nach einem perfekten Happy End für Shane und Fabian aus. Endlich dürfen die beiden ihre Beziehung öffentlich machen und müssen sich vor niemandem mehr verstecken. Doch das Rampenlicht auf ihrer Liebe hat seinen Preis: Plötzlich macht ein Foto aus Fabians Vergangenheit die Runde, das den jungen Tänzer unwillkürlich in Verruf bringt und die Herzen der beiden erneut auf eine harte Probe stellt…

Meine Meinung:
Ich möchte zu Beginn meiner Rezension festhalten, dass ich wirklich ein riesiger Fan von Jennifer Wolf bin. Ihre Bücher kaufe ich immer ohne mir den Klappentext anzusehen, denn die ist für mich ein Garant für großartige und hochemotionale Geschichten. Ich glaube, sie könnte nicht einmal ein schlechtes Buch schreiben, selbst wenn sie es darauf anlegen würde.
Und doch hat mir der Abschlussband der „No Return“- Reihe nicht so gut gefallen wie ihre anderen Werke.

Es lag daran, dass mich die Handlung leider (!!!) etwas genervt hat. Sie dreht sich ständig nur im Kreis, für jeden Schritt vorwärts geht es zwei zurück und im Prinzip passiert eigentlich immer nur dasselbe in verschiedenen Ausführungen. Mir war dieses ewige Hin und Her leider einfach zu viel und ich war während des Lesens leider doch immer wieder genervt davon.

Natürlich mag ich die Figuren und die Aussage hinter der Geschichte ist toll – aber Shanian konnten mich irgendwie insgesamt leider nicht so wirklich überzeugen.
Obwohl das Buch trotzdem sehr gut ist, denn allein der gefühlvolle Erzählstil macht sehr viel wieder wett.

Fazit:
Ein in meinen Augen nicht ganz so starker Abschluss der „No Return“- Reihe, auch wenn Jennifer Wolfs Art Geschichten zu schreiben einfach wundervoll ist. 7 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Stephanie Garber: Legendary. Ein Caraval-Roman.

Details:
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: ivi
Erschienen: 2. Oktober 2018

Inhalt:
Donatella Dragna hatte kaum Zeit, sich an ihr neues Leben bei den Caraval-Schauspielern zu gewöhnen, als sie erfährt, dass Caraval-Master Legend die Aufführung eines neuen Spiels plant. Inmitten der Vorbereitungen spielt Donatella jedoch ein anderes, ebenso tödliches Spiel: Sie hat Schulden und es ist an der Zeit, diese zu begleichen. Wenn Donatella die Freiheit behalten will, die sie und ihre Schwester Scarlett sich so hart erkämpft haben, muss sie den Master von Caraval hintergehen. Donatella weiß, dass Legend gefährlich ist, doch sie lässt sich auf sein Spiel ein. Und obwohl sie sich geschworen hat, dass sie sich nie verlieben wird, ist ihr Herz plötzlich genauso in Gefahr wie ihr Leben …

Meine Meinung:
Wow, dieses Buch ist einfach pure Magie! Wie auch schon bei seinem Vorgänger „Caraval“ schafft es Stephanie Garber auch hier erneut mit ihrem unglaublichen und unvergleichlichen Sprachstil eine Welt voller Mystik, Zauber und einer einmaligen Atmosphäre zu erschaffen. Diese ganz besondere Stimmung, die im Roman und vor allem während Caraval herrscht, ist so fantastisch und viele Magie, dass man sich ihr einfach nicht entziehen kann. Die Autorin kann mit Worten Bilder zaubern, die sich direkt im Kopf des Lesers entfalten und lebendig zu werden scheinen – einfach nur grandios!

Dazu kommt, dass man nie weiß, was von den Ereignissen nun die Wirklichkeit ist und was nur ein Teil von Caraval. Was ist Spiel, was Realität? Die Grenzen verschwimmen hier völlig und lassen den Leser genauso ratlos zurück wie die Protagonistin. Das macht auch den besonderen Reiz der Geschichte aus: dass man sich ständig fragt, ob die Dinge wirklich passieren oder nur zu einem magischen Drehbuch gehören.

Auch die Figuren fand ich einfach gelungen. Tellas Handlungen sind zwar manchmal wirklich nicht die klügsten, doch das macht eben ihren Charakter aus. Dieses impulsive, abenteuerlustige Mädchen ist eben alles andere als perfekt, aber dadurch umso authentischer.
Doch auch Jacks in seiner Vielschichtigkeit oder Dante mit deiner Bad-Boy-Oder-Doch-Nicht?-Art haben mich absolut für sich eingenommen und begeistert. Man weiß bei niemandem woran man ist, selbst bei der Hauptfigur nicht, denn sie überrascht sich selbst und auch den Leser immer wieder.

Überraschung ist auch das Stichwort Beinfreiheit Handlung. Denn diese ist so völlig unvorhersehbar wir es nur sein kann. Durch diese verrückte und verzauberte Welt von Caraval wusste ich wirklich zu keinem Punkt der Geschichte, wie sie sich weiter entwickeln würde. Ständig stellt man Vermutungen an, wovon manche eintrafen, aber die allermeisten schon kurz darauf wieder über den Haufen geworfen wurden. Das erlebe ich in der Form nur sehr selten bei Romanen und gefällt mir deshalb umso besser.

Fazit:
Ich könnte noch eine Weile weiter schwärmen, aber ich denke, die wesentliche Aussage ist klar geworden: Lest dieses großartige Buch! Stephanie Garber schafft mit ihrer fulminanten Art zu erzählen ein absolut atemberaubendes, einmaliges und unvergleichlich magisches Setting, in dem die vor Spannung und Überraschungen strotzende Handlung den Leser auf eine fantastische Reise mitnimmt. Für mich war das wieder ganz großes Kino. 10 lila Punkte

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)