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Stella Tack: Kiss me once.

Details:
Seitenzahl: 512 Seiten
Verlag: Ravensburger
Erschienen: 15. Mai 2019

Inhalt:
Nie hätte Ivy Redmond damit gerechnet, bereits am ersten Tag an der University of Central Florida ihrem Traumtypen über den Weg zu laufen. Ryan MacCain ist nicht nur frech, sexy und geheimnisvoll tätowiert, sondern bekommt im Wohnheim auch noch das Zimmer direkt neben ihr. Jeder Blick aus Ryans grünen Augen, jede zufällige Berührung bringt ihr Herz zum Stolpern. Doch genau wie Ivy ist Ryan nicht, wer er zu sein vorgibt. Denn Ivy ist als Tochter aus reichem Haus inkognito an der Uni. Und Ryan ist ihr Secret Bodyguard.

Meine Meinung:
Könnte man sich die so ziemlich perfekte New Adult-College-Geschichte wünschen – tja, das wäre dann wohl „Kiss me once“. Ehrlich? Mir fällt nichts Negatives zum Buch ein. Nichts. Außer vielleicht, dass es zu Ende ist und ich unbedingt weiter über Ivy und Ryan lesen, ihre Geschichte noch länger verfolgen und noch viele, viele hundert Seiten mit Worten von Stella Tack genießen möchte. Die Autorin schreibt so wundervoll, jedes Wort wirkt echt, natürlich, authentisch. Als wäre schreiben für sie nicht viel schwerer als atmen. Mir ist natürlich bewusst, dass unglaublich viel Arbeit hinter diesem Werk steckt, doch diese Mühen so leicht erscheinen zu lassen, ist eine große Kunst – die Stella Tack ganz offensichtlich meisterhaft beherrscht. Als LeserIn taucht man völlig in Ivys und Ryans Welt ab, fühlt sich als Teil von dieser und einfach so so wohl darin.

Die Emotionen sind wahnsinnig stark beschrieben, treffen mitten ins Herz und reißen einen komplett mit. Dabei wirkt es nie kitschig, übertrieben oder aufgesetzt, sondern immer realistisch und so unwahrscheinlich echt. Man kann beide Protagonisten so gut verstehen, weil man zum Glück Kapitel aus der Sicht von beiden lesen darf, und fühlt auf jeder einzelnen Seite mit ihnen mit.
Abgesehen von den tiefen Emotionen, sind aber auch die Dialoge herrlich unterhaltsam, witzig und wundervoll schlagfertig. Man merkt an dieser Stelle vielleicht bereits, dass mir langsam die positiven Lobworte ausgehen und ich wiederholen muss, aber bei diesem tollen Roman kann es einfach fast nicht genug davon geben.

Neben gefühlvoll und witzig, war die Handlung aber auch teilweise spannend und nervenaufreibend. Nebenbei bekommt man natürlich auch das College-Leben präsentiert, was – Überraschung – ebenfalls grandios geschildert wird. Nicht zu viel davon, dass es einen als LeserIn erschlägt, aber auch nicht so wenig, dass man das Gefühl hat außen vor zu sein.

Ich komme jetzt zum Ende, weil ich sonst wohl noch eine Weile mit Lob um mich werfen würde. Zusammenfassend kann ich „Kiss me once“ wirklich jedem ans Herz legen, der entweder College-Geschichten mag, Romance, tolle Protagonisten oder schlicht und ergreifend einen ganz großartigen und einnehmenden Schreibstil, an dem es tatsächlich nichts auszusetzen gibt. Ein grandioses Buch, das schon jetzt zu meinen Jahreshighlights gehört.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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