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Lyla Payne: Trust my Heart. Golden Campus 1.

Details:
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: Ravensburger
Erschienen: 30. April 2021

Inhalt:
No Love without Trust.
Auf der Golden Isles Academy kennt jeder die attraktiven Zwillinge Felix und Noah James – die reichen Erben, die seit dem tödlichen Unfall ihrer Eltern noch unnahbarer geworden sind. May scheint die Einzige zu sein, die keinerlei Interesse an den beiden hat. Doch als Felix ihr einen Job als Nanny seiner kleinen Schwester anbietet, muss May sich eingestehen, dass sie Geld braucht. Im herrschaftlichen Haus der James-Brüder lernt sie eine ganz andere Seite an Felix kennen: die des fürsorglichen Bruders, der darum kämpft, das Sorgerecht für seine kleine Schwester zu behalten. Und die eines Jungen, der ihr Herz zum Rasen bringt. Wider Willen lässt May ihre Schutzmauern fallen, obwohl sie weiß, dass sie schlimmer verletzt werden könnte als je zuvor.

Meine Meinung:
Ich hatet etwas anderes von dem Buch erwartet, nachdem ich den Klappentext gelesen habe. Ich hatte eher mit einer Geschichte gerechnet, in der Felix ein richtiger Bad Boy ist und seine fürsorgliche Seite nur sehr widerwillig zeigt. In der er May das Leben schwer macht usw. Aber ich wurde sehr positiv überrascht, denn die Handlung ist viel schöner und besser als ich gedacht hätte. Sie hat mehr Tiefe, beleuchtet einige Aspekte, die die Figuren zu dem machen, was sie sind und gibt der/m Leser*in zu denken. Dadurch wirken die Figuren auch sehr nahbar, verletzlich und echt.

Toll war dahingehend auch, dass die Kapitel aus den Perspektiven von beiden Protagonisten abwechselnd geschrieben sind, denn so kann man Felix von Anfang als den kennenlernen, der er eigentlich ist. Das bringt ihn sofort näher als Person und man kann sich noch viel besser auf die Geschichte einlassen.
Die Figuren machen Fehler, sind alles andere als perfekt – und auch das ist ein Aspekt, der sie so authentisch wirken und einen als Leser*in mitfiebern lässt. Es wirkt alles aus dem Leben gegriffen, was die Schicksalsschläge noch trauriger macht und die schönen Ereignisse dafür umso intensiver.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich toll, man fliegt geradezu durch die Seiten und es wird niemals langatmig. Von der ersten bis zur letzten Seite bekommt man hier wunderbare Unterhaltung, sowohl witzig, als auch traurig, romantisch ebenso wie ernst. Eigentlich alles, was man sich für einen Young Adult-Roman erhofft.

Nach dem Lesen von Band 1 (der in sich abgeschlossen ist), bin ich nun umso gespannter auf den zweiten Teil der Reihe, da ich sehr neugierig auf Noah, Felix Zwillingsbruder, bin. Er wirkt in diesem Roman sehr verschlossen und mysteriös, man spürt, dass etwas hinter seiner Fassade lauert – und möchte unbedingt so schnell wie möglich herausfinden, was das sein könnte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man mit dem ersten Band der „Golden Campus“-Reihe nichts falsch machen kann, wenn man mitreißende, emotionale und toll geschriebene Young Adult-Geschichten mag. Ein wirklich tolles Leseerlebnis.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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