Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Vi Keeland, Penelope Ward: The Story of a Love Song.

Details:
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 26. März 2021

Inhalt:
Griffin und Luca waren Brieffreunde, doch nach einem schrecklichen Ereignis bricht Luca den Kontakt ab. Seither meidet sie Menschenmengen und hat sich zurückgezogen. Als sie Jahre später ein Brief von Griffin erreicht, gibt Luca sich einen Ruck, und sie knüpfen da an, wo sie als Teenager aufgehört haben: Sie schreiben sich, vertrauen sich alles an. Aber jetzt will Luca mehr, sie will Griffin endlich auch persönlich kennenlernen und überwindet ihre größte Angst. Luca macht sich auf den Weg nach Kalifornien, um ihn aufzusuchen. Was sie nicht weiß: Griffin ist der Sänger einer der bekanntesten Bands der Welt …

Meine Meinung:
Die Idee der Brieffreundschaft, die sich zu mehr entwickelt, ohne dass die beiden Beteiligten wirklich wissen, was der bzw. die andere im wahren Leben macht, fand ich sehr interessant und spannend. Und auch die Umsetzung hat mir gerade anfangs unglaublich gut gefallen. Die Briefe waren so unterhaltsam, aber auch wie die beiden Protagonisten mit ihnen umgehen und mit den Gefühlen zueinander, war einfach herrlich zu beobachten und mitzuverfolgen. Dabei geht es thematisch auch in die Tiefe, es ist nicht nur oberflächliches Geplänkel, sondern sowohl Luca als auch Griffin müssen die Dämonen ihrer Vergangenheit besiegen oder zumindest dagegen ankämpfen. Dadurch bekommt die ganze Geschichte eine schöne Dimension, die über eine seichte Liebesgeschichte hinausgeht meiner Meinung nach.

Vor allem Lucas Phobie trägt dazu einen wesentlichen Teil bei und es ist sehr interessant mitzuverfolgen, wie sie Fortschritte, aber auch Rückschritte macht. Teilweise hat ihre Diagnose allerdings nicht so ganz zu ihrem Verhalten gepasst, als hätte man es ein wenig so gebogen, dass die Handlung gut funktioniert, ungeachtet von Lucas Herausforderungen.

Ein anderer Punkt, der mir nicht so ganz gefällt, ist die Richtung, die die Briefe der beiden sehr schnell nimmt. Von unschuldigen Unterhaltungen zu sehr sexualisiertem Inhalt in wirklich kurzer Zeit. Ich war ein wenig überrumpelt, wie schnell sich das gewandelt hat und kann das nicht so ganz nachvollziehen, weil es für mich nicht so richtig zu dem Bild passt, das von Luca und Griffin bzw. ihrer Brieffreundschaft gezeichnet wurde.

Nichtsdestotrotz kann das Buch durch seinen wundervoll einnehmenden Sprachstil, der einen regelrecht ans Buch fesselt, sowie durch die wunderschöne und außergewöhnliche Liebesgeschichte von Luca und Griffin sehr überzeugen und mitreißen. Es hat so viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich war traurig, als es zu Ende war. Wenn das kein gutes Zeichen für einen Roman ist, dann weiß ich ja auch nicht. 😉

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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