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Isabell Schmitt-Egner: Das Geheimnis von Silent Rose.

Details:
Seitenzahl: 409 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 3. Mai 2018

Inhalt:
Als die millionenschwere Erbin Nina zum High-Society-Sanatorium Silent Rose gebracht wird, stehen ihre Chancen auf ein langes Leben nicht besonders gut. Unter Adligen und It-Girls soll sie mitten im Nirgendwo zur Ruhe kommen und ihre Herzkrankheit auskurieren. Was sie tatsächlich vorfindet, ist gähnende Langeweile, und dazwischen Henry, einen echten Prinzen, dessen Lebensenergie zu ihrem Lichtblick wird. Doch dann erschüttert ein tödlicher Unfall das Sanatorium und stellt alles an diesem Ort schlagartig infrage. Was verbirgt Silent Rose? Und warum ist Nina wirklich hier?

Meine Meinung:
Das Buch entspricht nicht meinem üblichen Lesestoff und während des Lesens habe ich auch wieder gemerkt weshalb. Mord und Krankheit sind einfach Themen, die ich nicht mag und über die ich ehrlich gesagt auch nicht lesen möchte. Ich habe das Buch für die Carlsen- und Impresschallenge gelesen, ansonsten hätte ich es definitiv nicht zur Hand genommen. Trotzdem versuche ich Im Folgenden eine möglichst neutrale Rezensionen zu verfassen, unabhängig davon, dass das Genre nicht meins ist – denn dafür kann die Autorin ja nichts.

Positiv finde ich den Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Und auch die unerwarteten Wendungen waren wirklich gut gemacht. Die Auflösung am Ende war spannend und ich hatte das nicht kommen sehen. Sie war sogar vielschichtiger als anfangs gedacht. Allerdings war das Ganze in der Theorie irgendwie aufregender als in der Praxis, da ich die Umsetzung nicht so wirklich mitreißend gelungen fand. Die Geschichte hat einige Längen, es liest sich manchmal doch etwas zäh und der Fokus ist meiner Ansicht nach teilweise auf die falschen Dingen gelegt.

Auch ein paar Logikfehler haben sich meiner Meinung nach enigeschlichen, da ich beispielsweise nicht verstehe, weshalb Nina ohne zu hinterfragen ihre Tabletten nimmt und sich irgendwie gar nicht mit ihrer Krankheit richtig auseinandersetzt.

Leider finde ich auch die Figuren nicht ganz so gelungen, da ich keine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Sie bleiben eher distanziert und ich hatte nie das Gefühl, sie zu kennen. Das hat leider verhindert, dass ich richtig in die Geschichte reinkam.

Insgesamt ein ganz nettes Buch für Thrillerfans, auch wenn es vermutlich bessere nicht gibt, bei denen auch die Figuren überzeugen können.


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