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Lyla Payne: Trust my lips. (Golden Campus 2)

Details:
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: Ravensburger
Erschienen: 30. Juni 2021

Inhalt:
Fünf Jahre ist es her, dass sich Jos Leben von Grund auf verändert hat. Damals, als ihr Vater schwer erkrankte, ihre Mutter sich aus dem Staub machte und ihre Freunde sie einfach fallen ließen. An der Golden Isles Academy hält nur noch May zu ihr. Umso entsetzter ist Jo, als sie einem dieser ehemaligen „Freunde“ Nachhilfe geben soll: ausgerechnet Noah, einem der berüchtigten James-Zwillinge. Und das, obwohl sie neben dem Büffeln für ihren Abschluss, dem Job im Café und der Pflege ihres Vaters eigentlich keine Zeit übrig hat. Doch Noah bietet Jo einen Deal an, dem weder ihr Kopf noch ihr Herz widerstehen kann.

Meine Meinung:
Ich war nach „Trust my heart“ wirklich sehr gespannt auf die Geschichte von Noah, dem scheinbar kalten und distanzierten Zwilling. Seine seelischen Abgründe fand ich auch wirklich spannend, traurig und authentisch – sie haben mich wirklich mitgenommen.

Auch Jo ist eine tolle Protagonistin, die ihre Fehler und Schwächen hat, aber alles für diejenigen tut, die sie liebt. Was sie alles für ihren Vater macht, was sie für ihn aufgibt, ist wirklich gewaltig. Welcher Teenager wäre dazu im Stande? Das hat Jo jede Menge Respekt eingebracht und zeigt ihre Stärke sehr eindrucksvoll.

Teilweise war ich richtig begeistert von der Geschichte und wollte gar nicht aufhören zu lesen. Gerade als Noah und Jo sich langsam wieder neu kennenlernen und sich auch näher kommen, ist das Buch sehr unterhaltsam und beschert den Leser*innen ein aufregendes Kribbeln, wie sich die Sache zwischen den beiden wohl noch entwickelt. Aber der richtige Höhepunkt, der Punkt, an dem die Gefühle so richtig heraussprudeln, der hat irgendwie gefehlt. Es plätschert ab einem gewissen Punkt eher vor sich hin was den emotionalen Aspekt betrifft. Das war so schade, weil mir dadurch einfach etwas Entscheidendes gefehlt hat. Die Geschichte konnte deshalb gegen Ende nicht mehr zu 100% begeistern, obwohl sie definitiv das Zeug dazu gehabt hätte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der zweite Band der „Trust“- Reihe mit starken Figuren, tiefgründigen Themen und einer wirklich starken ersten Hälfte überzeugen kann. Auch wenn es dann etwas abflaut, so ist „Trust my lips“ dennoch ein tolles Buch, das sich zu lesen lohnt.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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