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Winter Renshaw: Rixton Falls 2. Rules.

Details:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 26. Februar 2021

Inhalt:
Wenn sich Anwalt Derek Rosewood eins geschworen hat, dann nie wieder eine Beziehung einzugehen. Seit der Trennung von seiner Jugendliebe gibt es nur noch drei Dinge in seinem Leben, die für ihn zählen: seine kleine Tochter, seine Karriere und seine Freiheit. Drama erlebt er allenfalls im Gerichtssaal und Frauen, die mehr als eine Nacht von ihm erwarten, hält er gekonnt auf Abstand. Es ist besser so – vor allem für sein Herz. Bis seine neue Klientin Serena Randall vom ersten Augenblick an all seine Regeln über Bord wirft, als hätte es sie nie gegeben …

Meine Meinung:
Das Buch beginnt eigentlich mitten im Geschehen, die Protagonisten treffen im Prinzip direkt aufeinander. Das fand ich interessant, da es ansonsten ja meist eher eine Weile dauert bis sich die Hauptfiguren so richtig begegnen. Das war auf jeden Fall etwas anderes und hat mich überrascht.

Leider war es im Verlauf der Geschichte so, dass die Figuren, ihre Gefühle und ihre Gedanken doch eher oberflächlich blieben. Man ist nie richtig in die Tiefe vorgedrungen, sondern es wurde lediglich an der Oberfläche gekratzt. Zumindest war das mein Empfinden. Es gibt sehr viel Potenzial für tiefe Emotionen usw aufgrund der Vorgeschichten der Figuren, aber so richtig genutzt werden diese leider nicht. Dadurch hat mich die Liebesgeschichte auch nicht wirklich mitreißen können, weil ich die Gefühle der Charaktere nicht richtig nachvollziehen konnte. Sehr schade, vor allem, wenn man merkt, wie viel da hätte sein können.

Abgesehen von der eher oberflächlichen Behandlung der Figuren, gab es für mich persönlich auch einige Logiklücken. Derek will als Anwalt Serena helfen und drängt darauf, dass alles ganz schnell gehen muss – aber tut dann NICHTS?! Bis auf einen einzigen Termin, der nicht direkt mit der dringlichen Situation zu tun hat, macht Derek wochenlang einfach gar nichts. Diese Situation – die Spannung und ein gewisses Maß an Intrigen mit in das Geschehen gebracht hat – wird auf den letzten Seiten einfach innerhalb weniger Sätze abgehandelt. Darüber war ich wirklich enttäuscht, weil es tatsächlich so wirkt, als hätte die Autorin plötzlich keine Lust mehr auf diesen Handlungsstrang gehabt.

Insgesamt handelt es sich beim zweiten Band der „Rixton Falls“-Reihe um ein zwar ganz gut geschriebenes Buch, das aufgrund seiner Logikfehler und der eher oberflächlichen Darstellung der Gefühle aber leider nicht so richtig überzeugen kann. Schade, da wirklich Potenzial vorhanden ist.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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