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Lea Weiss: Yhale Love Stories 1. Sarah.

Details:
Seitenzahl: 279 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 1. Juli 2021

Inhalt:
Die junge Amerikanerin Sarah will nur eins: weit weg von ihrem alten Leben einen Neustart wagen. Mit nichts als zwei Dollar in der Tasche versucht sie ihr Glück in der kanadischen Kleinstadt Yhale. In dem verschlafenen Nest gibt es allerdings nur einen freien Job und zwar ausgerechnet auf einer Pferderanch – ein Albtraum für Sarah, die panische Angst vor Pferden hat. Zu allem Überfluss ist ihr neuer Boss Chase nicht nur permanent schlecht gelaunt, sondern auch unverschämt attraktiv. Erst bei der gemeinsamen Arbeit mit den Tieren merkt Sarah, dass sich hinter seiner mürrischen Fassade tiefe Narben verbergen. Doch auch sie wird schneller von ihrer Vergangenheit eingeholt, als ihr lieb ist …

Meine Meinung:
Der erste Band der „Yhale Love Stories“ ist definitiv ein großes Glücksgriff für alle, die einen schönen Roman zum Wohlfühlen suchen. Inklusive kleiner Ranch und ein wenig Pferdecontent. Mir jedenfalls hat die Geschichte richtig gut gefallen und es war von der ersten bis zur letzten Seite einfach toll Sarah auf ihrer Reise zu begleiten. Das Setting war schön und auch die Themen, die etwas in die Tiefe gehen, haben überzeugt.

Sarah war eine angenehme Protagonistin, sie wirkt einerseits sehr lieb, zurückhaltend und unsicher – das passt meiner Meinung nach teilweise nicht so ganz mit dem zusammen, was sie aus ihrer Vergangenheit erzählt. Auch hatte ich nie 100% das Gefühl, sie wirklich zu kennenzulernen, was sich leider bis zum Schluss hielt. Ja, man erfährt sehr viel über die großen Ereignisse in ihrem Leben, aber Kleinigkeiten, die sie ausmachen, fehlen irgendwie. Ich konnte sie als Mensch nicht so richtig greifen.

Das gleiche gilt für Chase. Auch er ist ein interessanter Charakter á la harte Schale, weicher Kern, doch abgesehen von seiner Leidenschaft für Pferde und den traurigen Ereignissen seiner Vergangenheit erfährt man auch über ihn recht wenig. Ich könnte jetzt nach dem Lesen nicht wirklich sagen, was ihn ausmacht, was Chase so besonders macht. Sehr schade, weil man sehr genau gemerkt hat, dass die Autorin sehr viel Talent hat und ansonsten sehr überzeugen kann.

Die Gefühle fand ich aber wirklich schön und authentisch beschrieben. Das Knistern zwischen Chase und Sarah kommt auch bei den Leser*innen an und die Stimmung auf der Ranch nimmt einen für die Geschichte ein. Ich hätte mir wie gesagt nur noch etwas mehr Details, mehr Kleinigkeiten gewünscht, um die Figuren richtig kennenzulernen.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


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