Lila Bücherwelten

Der lila Bücherblog für Fantasy und Romantik

Gina Heinzmann: Going Wild. Herz über Kopf.

Details:
Seitenzahl: 378 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 15. Juli 2021

Inhalt:
Die 24-jährige Laurel ist ein absoluter Kopfmensch und hat als solcher ihr Leben komplett durchgeplant. Umso ungewöhnlicher ist es für sie, sich nach einer Praktikumsabsage zu einer spontanen Tour durch Australien überreden zu lassen. Leider stellt sie erst vor Ort fest, dass es sich dabei nicht nur um einen extremen Abenteuertrip, sondern auch um eine Pärchenreise handelt – und sie ist der alleinige Single. Ihr einziger Lichtblick ist Matty, der überaus charmante Reiseleiter. Als dieser jedoch infolge eines Unfalls aussetzen muss, hat sie plötzlich seine arrogante Vertretung Nate am Hals. Und dessen nervtötende Art treibt sie nicht nur immer tiefer in den gefährlichen Dschungel, sondern lässt auch ihr Herz schneller schlagen denn je …

Meine Meinung:
Die Idee der Geschichte gefällt mir richtig gut. Sie ist genau das Richtige für warme Sommertage – oder regnerische, an denen man sich das Sommerfeeling wünscht. Viele Szenen sind humorvoll und unterhaltsam.
Irgendwie kamen die Emotionen aber nicht so 100% bei mir an, mir hat das letzte bisschen gefehlt, das mich eine Verbindung zu Laurel hätte aufbauen lassen, damit ich so richtig bei der Geschichte mitfiebere. So war es zwar eine süße und nette Unterhaltung, aber richtig erreicht und dauerhaft beeindruckt hat mich das Buch leider nicht.
Für locker-leichte sommerliche Unterhaltung aber genau das Richtige!

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Paige Toon: Dein Platz in meinem Herzen.

Details:
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Fischer Krüger
Erschienen: 24. Juni 2020

Inhalt:
»Das Problem dabei, jemandem sein Herz zu schenken: man bekommt es nie wieder ganz zurück.«
Dennoch wächst das Herz jedes Mal, wenn man es für jemanden öffnet. Davon ist die Journalistin Bridget überzeugt. Sie reist durch die Welt und schreibt dabei einen Blog über die Männer, die ihr einmal das Herz gebrochen haben.
Da bekommt sie ein unerwartetes Angebot: Sie soll das Buch einer kürzlich verstorbenen Erfolgsautorin weiterschreiben. Kurzerhand ergreift Bridget die Chance und versucht, dem Leben von Nicole nachzuspüren. Sie reist nach Cornwall und trifft dort auf Nicoles kleine Tochter und den trauernden Ehemann. Bridget taucht in das Leben der Familie ein. Jetzt muss sie sich fragen, ob sie ihr Herz

Meine Meinung:
Dieses Buch würde ich als nette Urlaubslektüre bezeichnen. Locker leicht – natürlich mit ein paar kleineren ernsteren Themen, die aber nicht in aller Schwere thematisiert werden -, unterhaltsam und süß. Allerdings ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen oder das Bedürfnis zu wecken, die Geschichte wieder und wieder zu lesen.

Die Geschichte ist interessant und unterhaltsam aufgebaut, geht mir persönlich aber zu wenig in die Tiefe. Auch die Protagonistin ist nett, aber so richtig hundertprozentig warm bin ich nie mit ihr geworden. Ich fand ihre Art teilweise ein wenig anstrengend und konnte nicht so viel mit ihr anfangen. Aber es ist damit wie im echten Leben – manche Menschen sind einem sympathisch und manche eben nicht. 😉

Insgesamt durchaus ein süßes Buch, das man gut und leicht lesen kann und einem schöne Lesestunden beschert.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Winter Renshaw: Rixton Falls 3. Goals.

Details:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 25. Juni 2021

Inhalt:
Weil sein Trainer genug von Zanes Eskapaden jenseits des Spielfelds hat, wird der Football-Superstar beurlaubt. Die Regeln stehen fest: keine Partys, keine Skandale und keine Frauen! Doch ausgerechnet jetzt trifft er auf die hübsche Delilah Rosewood. Delilah hasst Playboys wie Zane abgrundtief und lässt ihn ihre Abneigung permanent spüren – und doch kann er sich nicht von ihr fernhalten. Denn wenn Zane beim Football eins gelernt hat, dann, dass die größten Herausforderungen das Spiel erst richtig interessant machen …

Meine Meinung:
Es ist sehr schade, aber das Buch hatte nicht viel mit Rixton Falls zu tun und passt für mich gar nicht zur Reihe. Weder spielt die Geschichte in der Kleinstadt, nach der die Reihe benannt ist, noch kommt die eigentliche Kernfamilie vor. Ja, Delilahs Schwester Daphne hat ein paar kurze Auftritte, aber von ihr hat man in den Vorgängern nicht so viel gelesen, sodass man auch nicht wirklich einen Bezug zu ihr hat. Die Geschichte ist eigentlich eine eigenständige Sports-Romance.
Darüber könnte ich sogar hinwegsehen – auch wenn es sehr schade ist, dass man eine Reihe um eine Familie in der Kleinstadt beginnt und das dann einfach nicht mehr berücksichtigt -, wenn es wenigstens eine herausragende oder besondere Geschichte wäre. Nur leider war sie das nicht. Sie geht in der Menge der wirklich guten Sports-Romance Büchern unter und kann nicht herausstechen.

Dabei ist das Buch ganz gut geschrieben und lässt sich flüssig und locker leicht lesen. Man kann durchaus ein paar unterhaltsame Lesestunden damit verbringen, aber mehr leider nicht.
Ich finde es sehr wichtig, die Figuren richtig kennenzulernen innerhalb der Geschichte und zwar emotional und in der Tiefe. Ansonsten fällt es sehr, sehr schwer eine Verbindung zu ihnen aufzubauen und bei der Geschichte richtig mitzufiebern.
Beispielsweise Delilah – was weiß man über sie am Ende des Buchs? Außer was sie studiert und dass sie sich um ihre Tante kümmert? Was macht sie an normalen Tagen? Was sind ihre Hobbys? Macken?
Dasselbe gilt für Zane. Man erfährt eigentlich nicht wirklich viel über ihn als Menschen.

Dazu kommt, dass ich es sehr problematisch finde wie die Beziehung/Affäre der beiden anfängt. Zane ist immer wieder gemein und herablassend gegenüber Delilah, was sie ihm aber immer und immer wieder verzeiht, weil er eine pseudoromantische Geste macht oder einfach nur „weil er ja so toll aussieht“. Oft geht Delilah über ihre eigene Meinung oder Grenze hinweg, weil sie Zanes Charme und Aussehen nicht widerstehen kann. So etwas mag ich nicht in Büchern lesen (noch weniger in der Realität sehen) und finde die Botschaft für die Leser*innen gar nicht gut.

Wirklich bedauerlich, aber die Reihe hat trotz gutem Erzählstil mit jedem Band noch mehr abgebaut.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Vi Keeland, Penelope Ward: Sleepless in Manhattan.

Details:
Seitenzahl: 352 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 25. Juni 2021

Inhalt:
Ihre Liebesgeschichte beginnt mit einem Brief …

… einem Brief von einem kleinen Mädchen, das sich eine Freundin für seinen Vater wünscht. Sebastian Maxwell hat vor einigen Jahren seine Frau verloren und erzieht seine zehnjährige Tochter Birdie nun allein. Als Sadie auf der Suche nach der Verfasserin der herzzerreißenden Briefe an seiner Haustür auftaucht, denkt er nicht an die Liebe. Doch nach einem Blick in ihre blauen Augen schlägt sein Herz schneller, und er beginnt das erste Mal seit Langem an ein neues Glück zu glauben. Aber dann muss er feststellen, dass alles auf einer Lüge basiert …

Meine Meinung:
Das Autorinnenduo schafft es immer wieder, romantische und humorvolle Geschichten zu erzählen, die ungemein unterhalten und die man sehr gern liest. Die Bücher der beiden machen einfach Spaß und gehen ans Herz, es ist jedes Mal wieder eine Freude.

Die Geschichte ist anfangs sehr witzig, dann gefühlvoll und garantiert Herzchenaugen, weil sie einfach so schön ist. Ein bisschen kitschig vielleicht, aber irgendwie ist das angesichts dessen, was in der Welt so passiert, auch mal ganz schön.

So schön und toll die Romane von Vi Keeland und Penelope Ward beim Lesen auch immer sind, irgendwie bleiben sie mit nicht dauerhaft im Gedächtnis. Sie berühren mich, allerdings nicht so sehr, dass ich sie immer und immer wieder lesen möchte wie es bei anderen Büchern manchmal der Fall ist. Sie sind wirklich gut, stechen aber nicht so aus der Masse heraus wie es andere Geschichten für mich tun.

Nichtsdestotrotz liebe ich es, in die kurzweiligen und romantischen Bücher des Autorinnenduos abzutauchen, denn wenn sie eins ganz sicher tun, dann ist das wirklich toll unterhalten.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Valentina Fast: Kronenkampf.

Details:
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 28. Juni 2021

Inhalt:
Zwei magische Throne braucht es, um das Königreich Alandra gegen die Schatten hinter den Mauern zu schützen. Kupfer und Eisen – einzeln stark, zusammen zerstörerisch. Sie besteigen können nur diejenigen, die im Kronenkampf als Sieger hervorgehen. Fiana lebt seit ihrer Kindheit im Palast und kennt die Regeln der Mächtigen wie kaum jemand sonst. Doch durch ihre Adern fließt ein dunkles Geheimnis, dessen Aufdeckung ihren sicheren Tod bedeuten würde. Als der attraktive Königsbruder Kayden ihm gefährlich nahekommt, bleibt Fiana nur eins – am Kronenkampf teilzunehmen.

Meine Meinung:
Was man wirklich sehr positiv hervorheben muss, wenn man dieses Buch liest, ist ganz klar der Ideenreichtum und die Fantasie, die in der Geschichte stecken. Diese haben mich jedenfalls wirklich begeistert.
Leider konnte mich die Umsetzung dagegen nicht so ganz von sich überzeugen. Das ist so schade, da ich eben so großes Potenzial in dem Buch gesehen habe.

So viele spannende Stellen wurden meiner Meinung nach zu schnell abgehandelt, es lief einfach einiges viel zu leicht. Dadurch ging natürlich einiges an Spannung verloren und nachdem sich dieses Muster einige Male wiederholt hat, hat man dann doch etwas die Freude am Lesen verloren.

Das Gleiche gilt leider auch für die Figuren. An sich bringen sie alles mit, was große Charaktere brauchen, was Lieblingsfiguren haben müssen. Aber trotzdem konnten sie mich gefühlstechnisch nicht erreichen oder für sich einnehmen. Auch sie waren in meinen Augen eher oberflächlich beschrieben und man lernt sie einfach nicht richtig kennen. Dadurch wird es mir persönlich nicht möglich, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen und aus diesem Grund fiebere ich auch nicht wirklich mit.

Insgesamt ein vielversprechender Fantasyroman, der mich aufgrund der teils zu einfachen Lösungen und eher oberflächlichen Charakterzeichnung nicht so ganz von sich überzeugen konnte. Sehr schade, da ich ganz viel tolle Ideen darin gefunden habe.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Lea Weiss: Yhale Love Stories 2. Sophie.

Details:
Seitenzahl: 373 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 1. Juli 2021

Inhalt:
Sophie steht das Wasser bis zum Hals: Ihre Pferderanch im kanadischen Provinzörtchen Yhale ist hoch verschuldet. Aus der Not heraus arbeitet sie von früh bis spät, bis ein folgenschwerer Unfall sie plötzlich zur Bettruhe zwingt. Ein Ausweg scheint zum Greifen nah, als sie ein lukratives Angebot erhält: Ausgerechnet sie soll zwei berühmten Hollywoodschauspielern für ein neues Serienformat das Reiten beibringen. Sophie setzt alles daran, den rettenden Auftrag zu erhalten. Doch schon bald muss sie feststellen, dass es für sie unmöglich ist, sich zu schonen, während sie den arroganten Star Elias Campbell babysittet. Denn er bringt Sophies Puls auf mehr als eine Weise zum Rasen …

Meine Meinung:
Wie auch schon in Band 1 ist es wieder schön in die Idylle der Pferderanch einzutauchen, auf der Sophie mit ihrem Bruder und Sarah lebt. Ein bisschen Kleinstadt-Feeling, das einfach sofort heimelig wirkt und zum Verweilen einlädt. Den Charme von Yhale hätte man gern noch mehr erleben dürfen, so erahnt man eher, was noch alles dahinter steckt und wie die Bewohner des Städtchens zusammenhalten usw.

Die Geschichte ist wieder sehr süß und hat auch richtig schöne Momente. Die Gefühle der Figuren waren gut beschrieben und gingen teils auch etwas in die Tiefe, was der Geschichte sehr viel gegeben hat. Allerdings fand ich – wie im ersten Teil der Reihe ebenfalls schon -, dass man die Charaktere nicht so wirklich kennenlernt. Vor allem mit Elias konnte ich nicht so viel anfangen, ich hatte auch am Ende der Geschichte nicht das Gefühl ihn zu kennen oder ihn einschätzen zu können. Das war sehr schade, da die Figuren allesamt großes Potenzial haben. Doch auch die Nebenfiguren blieben eher blass, obwohl ihnen viel steckt.

Die Handlung selbst konnte mich meistens durchaus gut unterhalten, stellenweise empfand ich sie ein wenig langatmig. Auch sind mir wie bereits erwähnt der Kleinstadt-Charme und das Leben mit den Pferden selbst ein wenig zu kurz gekommen. Insgesamt handelt es sich bei „Yhale Love Stories 2“ meiner Meinung nach um ein wirklich süßes Buch, das für kurzweilige Unterhaltung sorgen kann, aber mich nicht so tief emotional berührt hat.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Lea Weiss: Yhale Love Stories 1. Sarah.

Details:
Seitenzahl: 279 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 1. Juli 2021

Inhalt:
Die junge Amerikanerin Sarah will nur eins: weit weg von ihrem alten Leben einen Neustart wagen. Mit nichts als zwei Dollar in der Tasche versucht sie ihr Glück in der kanadischen Kleinstadt Yhale. In dem verschlafenen Nest gibt es allerdings nur einen freien Job und zwar ausgerechnet auf einer Pferderanch – ein Albtraum für Sarah, die panische Angst vor Pferden hat. Zu allem Überfluss ist ihr neuer Boss Chase nicht nur permanent schlecht gelaunt, sondern auch unverschämt attraktiv. Erst bei der gemeinsamen Arbeit mit den Tieren merkt Sarah, dass sich hinter seiner mürrischen Fassade tiefe Narben verbergen. Doch auch sie wird schneller von ihrer Vergangenheit eingeholt, als ihr lieb ist …

Meine Meinung:
Der erste Band der „Yhale Love Stories“ ist definitiv ein großes Glücksgriff für alle, die einen schönen Roman zum Wohlfühlen suchen. Inklusive kleiner Ranch und ein wenig Pferdecontent. Mir jedenfalls hat die Geschichte richtig gut gefallen und es war von der ersten bis zur letzten Seite einfach toll Sarah auf ihrer Reise zu begleiten. Das Setting war schön und auch die Themen, die etwas in die Tiefe gehen, haben überzeugt.

Sarah war eine angenehme Protagonistin, sie wirkt einerseits sehr lieb, zurückhaltend und unsicher – das passt meiner Meinung nach teilweise nicht so ganz mit dem zusammen, was sie aus ihrer Vergangenheit erzählt. Auch hatte ich nie 100% das Gefühl, sie wirklich zu kennenzulernen, was sich leider bis zum Schluss hielt. Ja, man erfährt sehr viel über die großen Ereignisse in ihrem Leben, aber Kleinigkeiten, die sie ausmachen, fehlen irgendwie. Ich konnte sie als Mensch nicht so richtig greifen.

Das gleiche gilt für Chase. Auch er ist ein interessanter Charakter á la harte Schale, weicher Kern, doch abgesehen von seiner Leidenschaft für Pferde und den traurigen Ereignissen seiner Vergangenheit erfährt man auch über ihn recht wenig. Ich könnte jetzt nach dem Lesen nicht wirklich sagen, was ihn ausmacht, was Chase so besonders macht. Sehr schade, weil man sehr genau gemerkt hat, dass die Autorin sehr viel Talent hat und ansonsten sehr überzeugen kann.

Die Gefühle fand ich aber wirklich schön und authentisch beschrieben. Das Knistern zwischen Chase und Sarah kommt auch bei den Leser*innen an und die Stimmung auf der Ranch nimmt einen für die Geschichte ein. Ich hätte mir wie gesagt nur noch etwas mehr Details, mehr Kleinigkeiten gewünscht, um die Figuren richtig kennenzulernen.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Annie Waye: Fateful Kiss.

Details:
Seitenzahl: 377 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 1. Juli 2021

Inhalt:
Als Kassie in einer Bar auf den scheinbar perfekten Kieran trifft und einen leidenschaftlichen Kuss von ihm bekommt, kann sie es nicht fassen. Sollte sie endlich auf einen Mann gestoßen sein, der sich nicht als kompletter Reinfall entpuppt? Doch als sich die beiden näherkommen, kann Kassie das Gefühl nicht abschütteln, dass irgendetwas an Kieran seltsam ist. Sein nahezu übernatürliches Talent, Menschen zu beeinflussen und jede Wette für sich zu entscheiden, jagen ihr immer mehr Angst ein. Aber als sie vor dieser Liebe fliehen will, ist es bereits zu spät. Denn das Spiel um ihr Herz hat längst begonnen …

Meine Meinung:
An „Fateful Kiss“ gab es vieles, das mir wirklich gut gefallen hat. Angefangen mit der Stimmung, die erzeugt wurde und die man auch als Leser*in richtig fühlt. Düster, Finster, immer am Rand des Abgrunds der menschlichen Seele. Allein dadurch kam eine gewisse Grundspannung auf, die einen immer wieder zum Weiterlesen motiviert.
Auch die Tiefe der Emotionen, die die Kassie durchlebt, hat mich berührt und mitgenommen. Man fühlt definitiv mit und ist auch als Zuschauer gefühlstechnisch voll bei der Geschichte. Das ist für mich immer ein sehr gutes Zeichen, denn nur so kann mich ein Buch von sich überzeugen.

Allerdings war es mir teilweise etwas zu viel Hin und Her zwischen Kieran und Kassie. Auch wenn ich Kassies Gefühle durchaus nachvollziehen konnte, da sie wie oben erwähnt richtig klasse beschrieben werden, so hat sich ihre Meinung in Bezug auf Kieran teils so oft geändert, dass man irgendwann etwas den Durchblick verloren hat. Es war ein sehr starkes Auf und Ab, von Hass zu Liebe und zurück – manchmal innerhalb weniger Seiten mehrmals. Mir persönlich war es ein wenig zu viel, auch wenn ich – das muss ich wirklich nochmal betonen – in den einzelnen Szenen für sich genommen Kassies Verhalten durchaus immer nachvollziehen konnte.

Schließlich hätte ich mir noch mehr Hintergrundinformationen zu allem Übersinnlichen im Buch gewünscht. Man erfährt als Leser*in irgendwie nicht so richtig viel darüber, obwohl es so so spannend ist. Es wird eher als Gegeben hingenommen und nie so wirklich näher beleuchtet oder erklärt, was die Quelle alles Übersinnlichen ist usw.

Insgesamt handelt es sich bei „Fateful Kiss“ aber um ein richtig gutes Buch, das mich mit seiner Atmosphhäre, dem spannenden Grundthema und den großen Emotionen mitreißen konnte. Trotz meiner Kritikpunkte eine wirklich tolle Geschichte, die alles in allem überzeugen kann.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Emma Scott: Be my tomorrow 1.

Details:
Seitenzahl: 327 Seiten
Verlag: Lyx
Erschienen: 28. Mai 2021

Inhalt:
Vor zehn Jahren wurde Zeldas Leben zerstört. Ihren Schmerz verarbeitet sie in ihrer Graphic Novel – aber kein Verlag will ihre Geschichte veröffentlichen. Doch dann trifft sie in New York auf Beckett – auch er trägt eine Last, die ihn nicht loslässt. Da sie sich keine eigene Wohnung in New York leisten kann und Beckett mit der Miete im Verzug ist, überredet sie ihn, sie als Mitbewohnerin aufzunehmen. Aus ihrer Zweckgemeinschaft wird schon bald viel mehr, und Zelda und Beckett beginnen ihr Herz füreinander zu öffnen – bis zu dem Moment, an dem sie gezwungen werden, sich zu entscheiden, ob sie an ihrem Schmerz festhalten oder dem Glück eine Chance geben wollen.

Meine Meinung:
Emma Scott kann einfach richtig gut schreiben. Darüber muss man glaube ich nicht mehr diskutieren, denn das merkt man bereits nach wenigen Seiten.
Und obwohl ich das sehe, obwohl ich das objektiv feststellen und auch erkennen kann – ich werde einfach nicht so richtig warm mit den Figuren. Es tut mir ehrlich leid, das schreiben zu müssen, weil ich ja wie gesagt merke, dass die Autorin großes Talent hat, doch leider war es einfach nicht mein Geschmack.

Ich konnte mich nicht richtig auf die Geschichte einlassen, weil ich den Zugang zu den Figuren nie so richtig gefunden habe, Zelda war mir nicht so sympathisch und hat es mir dadurch schwer gemacht.
Dazu kommt, dass ich am Anfang zwar mitgerissen wurde, aber irgendwann die Geschichte eher vor sich hingeplätschert ist und sich in meinen Augen doch sehr gezogen hat.

Wiederum eine absolut persönliche Geschmacksfrage ist die Stimmung des Romans. Mir persönlich war einfach alles zu düster. Ich habe nichts gegen Schatten der Vergangenheit, innere Dämonen usw. (denn haben wir die nicht alle?), aber das Finstere hatte für mich zu sehr die Überhand in dem Buch. Ich ganz persönlich mag das nicht, da ich lese, um mich danach gut oder sogar besser als zuvor zu fühlen – und nicht um mich herunterziehen zu lassen. Aber das ist so individuell, dass ich mir sicher bin, dass sehr viele von gerade dieser Düsternis begeistert sein werden.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)


Jackie May: Underworld Chronicles 1. Verflucht.

Details:
Seitenzahl: 304 Seiten
Verlag: One
Erschienen: 28. Mai 2021

Inhalt:
In Detroit wimmelt es nur so vor gefährlichen Kreaturen – und Nora Jacobs ist eine der wenigen, die davon weiß. Ihr Fähigkeiten konnten sie jedoch bisher vor Schlimmerem bewahren. Bei einem nächtlichen Zwischenfall im düsteren Underworld Club ändert sich das jedoch schlagartig, als der mächtigste Vampir der Stadt auf sie aufmerksam wird und ihre Kräfte für sich nutzen will. Immer mehr Unterweltler verschwinden aus Detroit, und Nora soll helfen, sie wieder aufzuspüren. In Troll Terrance findet sie dabei schnell einen engen Verbündeten. Doch die Zeit wird knapp. Und Nora beginnt sich zu fragen, wie zum Teufel sie lebend aus dieser Situation herauskommen soll …

Meine Meinung:
Ich wusste, dass Kelly Oram unter einem Pseudonym zum ersten Mal einen Fantasyroman veröffentlichen will und war sofort neugierig. „Cinder und Ella“ aus der Feder der Autorin war mein Jahreshighlight und auch „Girl at Heart“ habe ich geliebt. Deshalb war ich umso gespannter, wie sich Fantasy von Kelly Oram lesen lassen würde.

Leider muss ich sagen, dass ich vom Buch doch eher enttäuscht war. Klar, es ist wirklich gut geschrieben, weil die Autorin das einfach wunderbar beherrscht, aber der Inhalt ist nicht so wirklich überzeugend. Allein die Tatsache, dass sich ALLES um Nora dreht in der gesamten Stadt, war einfach nur anstrengend und auf Dauer extrem nervig. Alles Männer/männlichen Wesen lieben sie, tun alles für sie usw. Meine Güte, das hat echt irgendwann keinen Spaß mehr gemacht zu lesen, weil es ab einem gewissen Punkt eher lächerlich war.

Die spannenden Szenen beinhalten wirklich tolle Ideen, aber durch die gewollt lustigen Diaologe wurden sie dann doch wieder zunichte gemacht. Ja, teilweise waren die Dialoge schon sehr unterhaltsam und durchaus auch witzig. Aber es hat einfach gar nicht mehr aufgehört. Es war wie beim oben genannten Punkt meiner Rezension einfach irgendwann zu viel. Das ist so schade, weil die Handlung und das Setting an sich durchaus Potenzial haben und richtig gut hätten werden können. Aber die Umsetzung hat mich persönlich leider nicht überzeugt.

(Bild- und Textrechte liegen beim Verlag)